Das Standbild am Beispiel des Lateinunterrichts

Gruppenarbeit, Latein, Methodik

Für mich gehört das Standbild, ebenso wie das Rollenspiel zu den Methoden, die ich erst schätzen lernen musste. Insbesondere, da ich mich selbst als Schülerin damit oft sehr schwer tat, habe ich gelernt, dass man die SchülerInnen sachte und verständnisvoll an diese Methodik heranführen muss. Richtig ein und ausgeführt bietet die Methode die Möglichkeit, die Kreativität und das soziale Lernen der Klasse im Unterricht zu fördern sowie das Transportieren von Inhalten auf non verbaler Ebene.

Das Standbild

Ein Standbild ist eine eingefrorene Konstellation eines Problems, einer sozialen Situation oder eines Themas

Universität Oldenburg

Die Methode des Standbildes wird dadurch definiert, dass in Kleingruppen von SchülerInnen versucht wird, möglichst genau und detailgetreu , eine Handlung oder die Beziehung zwischen Personen darzustellen sowie die dafür typischen Charakterzüge zu imitieren. 

Anschließend werden die so entstandenen Standbilder dem Plenum präsentiert, analysiert und in diesem besprochen. Im Anschluss an die Analyse findet eine Erklärung der Gruppe in Bezug auf die Darstellung ihres Standbildes statt sowie ein Vergleich der Überlegungen innerhalb der Gruppe mit den Deutungen, welche im Plenum der Klasse erstellt wurden. 

Exemplum – Ovids Metamorphosen

Neben der Vermittlung der sprachlichen Kenntnisse gehört zum Lateinunterricht für mich ebenso die Vermittlung von inhaltlichen Kenntnissen über Götter, Werke oder das Leben im Antiken Rom. Ein Favorit von mir sind dabei die Metamorphosen des Ovids, welche viele, auch teilweise heute noch aktuelle Geschichten enthalten. Bei der Auswahl der Standbilder habe ich eine Vorauswahl getroffen, aber ebenso ein freies Feld geschaffen, in welches die SchülerInnen ihre eigene Metamorphose eintragen können.

Bei der Durchführung der Methode wird die Klasse in Gruppen eingeteilt. Nun ist es der Lehrkraft überlassen, ob sie den Gruppen jeweils eine Metamorphose zuteilt oder die SchülerInnen selbst entscheiden lässt. Ich persönliche habe kein Problem damit, wenn sich eine Metamorphose bei der Präsentationen doppelt – man denke hierbei auch an die dadurch geschaffene Vergleichsgrundlage – und lasse die Gruppen aus diesem Grund selbst entschieden, welche Metamorphose sie darstellen möchten.

Material

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