Björns Woche im #twlz: Abenteuer, Plakate und Impostor

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

das erste Schulvierteljahr neigt sich langsam dem Ende zu (einige KollegInnen haben diese Woche schon Ferien habe ich gehört), sodass es hier auch für mich einmal Zeit ist, auf die letzten Wochen zurückzuschauen. Ich habe in den letzten Wochen einiges ausprobieren können und meine drei Lieblingsbeispiele möchte ich euch heute einmal präsentieren.

Analog unterwegs: Plakate im Unterricht

Auch wenn Katharina und ich gerne mit digitalen Medien arbeiten, manchmal sind es auch die einfachsten analogen Methoden, die bei den SchülerInnen für großen Spass sorgen. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, haben wir uns gerade mit dem Stempelsteuerstreit auseinandergesetzt und um die SchülerInnen mit dem Thema vertraut zu machen, hatte ich als Einstieg ein Bild mit einem Protest gegen jene Stempelsteuer ausgewählt. Der weiterführende Auftrag war, dass sich die SchülerInnen in die Lage versetzen sollten, selbst auf dieser Demo mitzulaufen… natürlich mit einem Plakat, welches sie dazu gestalten sollten. Der Arbeitsauftrag war relativ einfach, aber es hat den SchülerInnen nicht nur viel Spass gemacht, sondern sie haben sich auch gut mit der Thematik auseinandergesetzt. Inhalt und Gestaltung gingen Hand in Hand, wenn die drohende Steuer als Gleichsetzung mit dem Tod für die Menschen in den Kolonien bezeichnet wurde und gleich noch ein paar Totenköpfe auf das Plakat wanderten. Am Ende fand ein spannender Austausch statt, in welchem die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Gestalten des Plakats hervorgehoben wurden. Einig waren sich alle aber in einer Sache: Bereit für Demonstrationen sind meine Zwölftklässler*Innen allemal.

Among als spielerischer Einstieg

Was bisher ziemlich gut funktioniert hat, ist der Einsatz unserer Among Us-Übungsblätter. Egal ob in Latein oder Geschichte: Die SchülerInnen werden immer gleich neugierig, wenn sie die kleinen Figürchen sehen. Das zeigt mir, dass es erstrebenswert ist, wenn man die Lebenswelt der SchülerInnen in den Unterricht bringt. Bei der Besprechung eines bereits weiterführenden Themas erwähnte ein Schüler meinte ein Schüler zu einem Mitschüler heute bei einer Nachfrage, wieso Frankreich um 1670 denn die größte Macht in Europa wäre, sogar: „Hey, erinnere dich doch an das Among Us-Blatt mit den Frankreich als Impostor.“ Weitere Gedanken gehen jetzt dahin, welche anderen populären Medien eingesetzt werden können, um den zu lernenden Inhalt spannend zu verpacken. Ein Nachteil: Die SchülerInnen fragen mich jetzt jede Stunde, ob wir denn mal zusammen Among Us spielen. Ist als Idee für die Ferien notiert. 😀

Erfolgreiche Abenteuer

Ebenfalls erfolgreich hat sich der Einsatz von deck.toys im Unterricht gezeigt. Ich halte es nach wie vor für ein tolles Tool, auch wenn ich immer überlege, wo es sich am besten einsetzen lässt. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, habe ich es einmal als „begleitendes“ Programm für einen etwas längeren Darstellungstext zur Besiedlung Amerikas genutzt. Hier mussten die SchülerInnen verschiedene Informationen aus einem Text filtern und so z.B. Waren dahingehend sortieren, ob sie aus Amerika exportiert oder nach Amerika importiert wurden. Oder die jeweiligen Namen der Kolonien richtig zuordnen. Das hat den SchülerInnen soweit auch Freude bereit, wenngleich es eine gewisse Schwäche von deck.toys gezeigt hat: Die Formatierung, gerade auf kleineren Endgeräten, funktioniert nicht immer unbedingt. Hier muss ich bei den nächsten Malen noch einmal schauen, wie sich diese technischen Probleme lösen lassen. Insgesamt fiel das Feedback also durchaus positiv aus. Wenn auch etwas knapp. 😄

Gedanken aus dem #twlz

Auch wenn ich aktuell noch kein Klassenlehrer bin, sammle ich schon fließig Ideen, wie man so eine neue Klasse als Klassenlehrer begrüßen kann. Ganz besonders gilt dies natürlich für fünfte Klassen, die ganz neu an die Schule gekommen sind. Kristina Wahl hat dazu eine tolle Sammlung mit verschiedenen Ideen gesammelt, wie die Kleinen gleich toll begrüßt werden.

Mit meiner siebten Klasse bin ich in Geschichte aktuell noch nicht ganz bei Napoleon, werde aber bald da sein. Deshalb ist es umso praktischer, bei segu Geschichte ein Modul zum Thema „Napoleons Herrschaft über Europa“ gefunden zu haben. Das wird sicherlich den Weg in die Unterrichtsplanung finden.

Im Rahmen meiner Nachhaltigkeits-AG ist das Thema Projektarbeit in der Schule schon ziemlich wichtig. Umso besser, dass es von sofatour einen Vorschlag von 20 tollen Projekten gibt, die sich auch außerhalb einer Nachhaltigkeits-AG gut umsetzen lassen.

Fazit

Seit gut einem Monat läuft die Schule in Niedersachsen und es fühlt sich immer noch so an, als wäre das Schuljahr gerade losgegangen. Auch wenn es mich freut, dass die verschiedenen Projekte so gut angekommen sind, so merkt man doch, dass die Planung dafür relativ aufwendig ist. Daher beschwere ich mich nicht, wenn dann „demnächst“ (also hier in zwei Wochen) auch mal die Ferien kommen. 😅 Abgesehen davon macht es aber nach wie vor viel Spass an meiner neuen Schule und ich freue mich schon auf die kommenden Stunden, in welchen auch ein paar Sachen ausprobiert werden sollen. Was genau das ist? Guckt in zwei Wochen wieder rein!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s