Björns Woche im #twlz: Frohes Neues und neue Ideen zum Jahresstart!

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

an dieser Stelle wünsche ich euch allen erstmal eine frohes neues Jahr mit viel Glück, Gesundheit und natürlich vielen schönen Unterrichtsstunden… inklusive wenig Korrekturstress. 😀 Ich habe die Weihnachtsferien gut genutzt, um ein wenig zu entspannen und den Akku für die kommenden Monate wieder aufzuladen, immerhin geht es bei uns in Niedersachsen jetzt fast 4 Monate komplett durch, bis die Osterferien wieder anfangen. Natürlich müssen auch die SchülerInnen wieder abgeholt werden, wenn sie nach 2 Wochen Weihnachten und Ferien Pause nicht wirklich an Akkusative und Imperialismus gedacht haben. Daher gab es einiges zu tun, was ich hier gerne mit euch teilen möchte.

Wiederholung digital: via deck.toys zur Einheit

Eines meiner Lieblingstools, wenn es um das Wiederholen von Unterrichtsinhalten geht, ist ohne Zweifel deck.toys. Mit den vielen kleinen Möglichkeiten können Übungen individuell gestaltet werden, sodass von Sortier- über Zuordnungs- bis hin zu Puzzleaufgaben eine sehr große Vielfalt dabei ist. In Bezug auf meine Wiederholung habe ich hier ein deck.toys zur Deutschen Einheit 1989/90 erstellt, bei welchen die SchülerInnen die wichtigsten Schritte einmal durchspielen sollten. Wie immer hat es ihnen sehr viel Spass gemacht und wir konnten direkt danach dazu übergehen, einmal zu schauen, inwiefern die Einheit auch wirklich eine gleichberechtigte Wiedervereinigung war. Wenn ihr das deck.toys einmal selbst spielen (oder für den Unterricht nutzen wollt), findet ihr den Link hier zur freien Verfügung.

In meiner siebten Klasse habe ich mit meinen SchülerInnen gerade den Aufstieg Napoleons behandelt, sodass es nun zu Napoleon und seiner Herrschaft in Europa gehen sollte. Da ich gerne mal etwas Abwechslung in den Unterricht bringen wollte, habe ich entschieden, meine SchülerInnen Plakate zu Napoleon erstellen zu lassen. Doch anstatt diese einfach nur so vorzustellen, habe ich mich hier für die Methode des Gallery Walks entschieden: Zur Info: Hier werden alle Gemälde bzw. hier Plakate aufgehangen und die SchülerInnen können sich frei bewegen und sich wie in einem Museum die anderen Plakate angucken. So konnten die SchülerInnen alle Plakate begutachten und sich während des Rundgangs schon austauschen, was sie in welcher Form gelungen fanden und welche besonderen Informationen sie ggf. noch nicht kannten. Auch wenn es etwas wuselig war (es waren immerhin Siebtklässler!), hat es doch insgesamt gut funktioniert und auch von den SchülerInnen kam ein positives Feedbach, sodass es in Zukunft defintiv noch eine Rückkehr ins Museum geben wird. 🙂

Gedanken aus dem #twlz

Das Erstellen von MindMaps gehört zum Unterricht wie das Schnurren zur Katze. Seit ein paar Tagen gibt es mit TeamMapper ein neues Tool, mit welchem auch im Unterricht kollaborativ digitale MindMaps erstellt werden können. Das kostenlose Tool findet ihr in folgendem Tweet:

Wer eine Sammlung von sogenannten „Wordle-Rätseln“ für den Fremdsprachenunterricht sucht, sollte einmal die folgende Übersicht anschauen, auf welche @Profeesora im #twlz aufmerksam gemacht hat. Eventuell ist ja für jemanden etwas passendes dabei oder es kommen noch neue Tools hinzu, um das ganze auch in Latein einsetzen zu können. 😃

Auch wenn ich kein Naturwissenschaftler bin, fand ich es doch faszinierend, welche Möglichkeiten Augmented Reality heutzutage schon bietet. @teichrew zeigt dabei ein sehr anschauliches Beispiel für den Physikunterricht, eventuell ja eine spannende Idee für die Physik-KollegInnen hier.

Fazit

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Beitrag ein paar Ideen und Anregungen für den Start in das neue Schuljahr geben konnte. Denn neben dem normalen Unterricht stehen auch noch Zeugniskonferenzen an, die ebenfalls einiges an Zeit und hoffentlich nicht so viel an Nerven kosten werden. Deshalb ist es umso wichtiger, den gegenseitigen Austausch weiter anzukurbeln, um die vielen tollen Ideen im #twlz zu verbreiten und sich somit nicht nur Stress zu sparen, sondern gelungene Ideen weiterzuverbreiten. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Start und freue mich schon auf das kommende Schuljahr im #twlz. 🥳

Deklinieren und Konjugieren mit der Liniennetz-Methode

Grammatik, Latein, Methodik, Wiederholung

Als ich im August vom Land ins Umland von Hannover gezogen bin, war eine der größeren Neuerungen für mich, dass ich nun nicht nur mit Auto oder Fahrrad, sondern auch mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren konnte. Bisher hatte ich noch in keiner Stadt gelebt, die ein solches System gehabt hat, weshalb ich es ganz faszinierend fand, dies als normales System hier nutzen zu können. Auch die SchülerInnen in Hannover nutzen dieses System, um damit zur Schule zu fahren, weshalb ich auch schonmal einige Schüler auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn getroffen habe. In einem Gespräch mit einem Schüler aus meinem Lateinkurs meinte ich mal aus Spass, dass es ganz schön kompliziert sei, sich hier zurecht zu finden (tatsächlich muss ich zweimal umsteigen), woraufhin er nur meinte, dass es doch wesentlich leichter als Latein sei. In diesem Moment kam mir der Gedanke, ob man nicht beides irgendwie verknäpfen könnte: Das den SchülerInnen vertraute Fahren mit der Straßenbahn, womit auch immer das Finden der „besten“ Route gemeint ist, und der Lateinunterricht. Schnell kam mir die Idee, dass es bereits Übungen gibt, in welcher „Konjugations- oder Deklinationsketten“ gebildet werden müssen. Wäre es nicht praktisch, genau dieses Prinzip auf ein Straßenbahnnetz zu übertragen? Mit diesem Hintergrundgedanken machte ich mich an die Arbeit und entwarf die folgende Übung. Das Netz wurde hierbei mit dem kostenlosen Tool Metro Map Maker erstellt.

Ablauf

Diese Übung ist so aufgebaut, dass es quasi zwei Straßenbahnnetze gibt. Eine für Substantiv-City, eine für Verb-Stadt. Beide Städte haben ein Netz aus verschiedenen Linien, die einige Knotenbahnhöfe haben. Jeder Bahnhof entspricht dabei einer bestimmten Form, die gebildet werden soll. Dabei wird immer ein Startbahnhof ausgewählt, wo der Zug losfährt. Der Zug stellt hierbei die Vokabel dar, welche dekliniert bzw. konjugiert werden soll. Die Lehrkraft kann die Vokabel dabei in das auf dem Zug vorgefertigte Feld schreiben. Wie im bebilderten Beispiel wäre „puer“ hier die Vokabel, die bei Start am „Nom. Sgl.“ Bahnhof (ganz links) dementsprechend auch nicht abgeändert werden muss. Erst, wenn der Zug weiterfährt, passt sich die Vokabel der jeweils nächsten Station an. Fährt der Zug z.B. nach Osten zum „Gen. Sgl.“ Bahnhof, dann muss auch „puer“ entsprechend dekliniert werden („pueri“). Fährt er von dort weiter nach Osten, muss „pueri“ in den Gen. Pl. umgewandelt werden („puerorum“), fährt er jedoch weiter nach Süden, dann wird aus „pueri“ ein „puerum“, denn hier ist ein „Akk. Sgl.“ Bahnhof.

Ein Beispiel aus dem Unterricht: So sieht die praktische Anwendung dieser Übung aus. Der Zug selbst steht am Ausgangsbahnhof und fährt von dort die Stationen auf dem Weg zum Ziel ab.

Sinn dieses Netzes ist es jetzt, dass man den SchülerInnen einen Start- und Endbahnhof gibt. Die Aufgabe der SchülerInnen ist es hierbei, den Zug von Punkt A nach Punkt B fahren zu lassen, wobei sie die entsprechenden Formen der jeweiligen Vokabel bilden müssen. Die Besonderheit hierbei ist, dass sie sich dabei ihren Weg selbst wählen können. Es gibt keine feste Vorgabe, auf welchem Weg man zum Ziel kommen kann. Hier können die SchülerInnen je nach eigener Stärke schauen, welche Formen sie besser bilden können. Wenn sie an einer Form nicht weiterkommen, können sie selber schauen, ob es nicht noch einen anderen Weg zum Ziel gibt. Auch können so unterschiedliche Wege erstellt und verglichen werden, was die SchülerInnen zusätzlich motiviert (Habt ihr noch weitere Lösungswege gefunden?). Die Aufgabenstellung kann hierbei so aussehen, dass die Lehrkraft den SchülerInnen Start- und Zielbahnhöfe sowie die passende Vokabel vorgibt. Leistungsstarke SchülerInnen können binnendifferenziert die Aufgabe bekommen, sich nach Beendigung der von der Lehrkraft gestellten Aufgaben selbst eigene kurze Aufgaben auszudenken und sich gegenseitig zu stellen.

Neben den eigentlichen Zügen gibt es auch noch Waggons, welche an den Zug angehangen werden können. Diese haben je nach Art der Vokabel unterschiedliche Bedeutungen: Bei Substantiv-Zügen können Adjektiv-Waggons angehangen werden. Hier müssen diese dann als zusätzliche Herausforderung ebenfalls mitdekliniert werden. Fährt „felix puer“ wie im Beispiel oben wieder nach Osten zum „Gen. Sgl.“ Bahnhof, dann wird aus ihm „felicis pueri“. Fährt er jedoch in den Süden zum „Nom. Pl.“ Bahnhof, dann wird er zu „felices pueri“ etc. Bei den Verb-Zügen können diese Waggons als weitere Kriterien dienen, welche in dem normalen Straßenbahnnetz nicht gegeben sind: So kann der Modus (Ind. / Konj.) oder das Genus Verbi (Aktiv / Passiv) als Waggon angehangen werden. In Verb-Stadt besteht zudem die Besonderheit, dass nicht immer alle Bahnhöfe angefahren werden können. Fährt ein Zug mit einem „Konjunktiv“-Waggon, kann er z.B. nicht in einen „Futur“-Bahnhof einfahren, da es kein „Konjunktiv Futur“ gibt. Somit lernen die SchülerInnen hier gleich einige Besonderheiten der lateinischen Sprache kennen.

Feedback der SchülerInnen

Waren meine SchülerInnen anfangs noch etwas skeptisch, hat sich die Straßenbahn-Übung mittlerweile zu einer ritualisierten Übungsform in meinem Unterricht entwickelt. Die SchülerInnen wissen genau, wie der Ablauf funktioniert und fangen schnell an, selbstständig ihre Routen zu planen. Weiterhin fangen auch die leistungsstärkeren SchülerInnen selbstständig an, sich mit anderen zusammenzusetzen und sich gegenseitig eigene Aufgaben zu erstellen. Durch immer neue Vokabeln sowie Adjektiv- und Kriterien-Waggons erhält die Übung auch immer neue Anreize, sodass man nicht nur alte Sachen wiederholt.

Aufbau

Die beiden Straßenbahnnetze sind als Bild-Datei auf meinem Laptop gespeichert und werden einfach geöffnet und via Bildschirmübertragung auf das Smartboard projiziert. Die Züge (und ggf. die Waggons) sind nach Vorlage laminiert und ausgeschnitten. Sie werden durch einen Magneten auf der Rückseite festgehalten und können so schnell von Station zu Station verschoben werden. Die SchülerInnen brauchen selbst kein Material, da die projizierte Fläche alle notwendigen Informationen erhält. Auch bei den eigenen Aufgaben reichen die Informationen vom Smartboard.

Material

Das gesammelte Material findet ihr hier:

Schulschließungen, Präsenzunterricht… und dazwischen? – Eine Übersicht über Unterrichtsformen zu Zeiten von Corona.

Allgemein

In der aktuellen Debatte um den „richtigen“ Umgang mit Schulen zu Zeiten der Corona-Pandemie weisen die BildungsminsterInnen der Bundesländer oftmals darauf hin, dass man sich nun der Frage stellen müsse, ob es denn nun Präsenzunterricht oder Schlusschließungen geben würde. Erst vor kurzem erklärte, Karin Prien, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein und Vorsitzende der Kultuministerkonferenz, dass es keine Schulschließungen geben dürfe, daher liege der Fokus darauf, den Präsenzunterricht so gut es geht aufrecht zu erhalten. Dabei wird in dieser Debatte oftmals vergessen, dass es zwischen diesen beiden Formen der Unterrichtsdurchführung auch noch weitere Formen gibt, die aber in der aktuellen Debatte oftmals mit „Schulschließungen“ gleichgesetzt werden. Begriffe wie Hybridunterricht, Wechselunterricht und Distanzunterricht werden selten genannt und verschwinden oftmals hinter dem Schreckgespenst der Schulschließungen. Da es auch für uns als Lehrkräfte etwas frustrierend ist, immer wieder zu erklären, dass „Kein Präsenzunterricht“ nicht gleich „Schulschließungen“ bedeutet, hielten wir es für sinnvoll, einmal eine Übersicht über die verschiedenen Unterrichtsformen zu geben, welche wir zu Zeiten der Corona-Pandemie bereits hatten und welche wir ggf. noch haben werden. Ergänzt um die Perspektive von uns Lehrkräften, um einmal aufzuzeigen, welche spezifischen Probleme (aber auch Vorteile) die jeweiligen Formen mit sich bringen. Damit auch diese in der Debatte mehr genutzt werden und es nicht darum geht, ob es denn nun „Präsenzunterricht“ oder „Schulschließungen“ heißt.

Wie bereits erwähnt sind Schulschließungen das äußerste Mittel, um das Pandemiegeschehen auf Bildungsebene einzuschränken. Hier bleiben die Schulen komplett zu, es findet keine Form von Notbetreuung oder Unterricht statt. Dieses Szenario fand vor allem in den ersten Pandemiewochen statt, als man noch nicht so viel über Corona wusste, da es die Mobilität und das Ausbreiten von Corona größtmöglich eindämmt. Seitdem gab es aber eigentlich keine pauschalen Schulschließungen mehr.

Auch im Homeschooling findet kein Unterricht in der Schule statt. Lediglich eine Notbetreuung wird hier gestellt, damit SchülerInnen ihre Aufgaben auch in der Schule bearbeiten können. Beim Homeschooling nehmen die Lernenden Material mit nach hause oder erhalten Aufgaben über ein schulinternes Verwaltungssystem. Hier arbeiten sie größtenteils selbstständig und reichen Aufgaben nur zur Kontrolle an die Lehrkraft weiter. Diese hat hier die Schwierigkeit, nicht direkt mit den SchülerInnen interagieren zu können. Daher fließt bereits im Vorhinein viel Arbeit in die Planung, um die oftmals heterogenen Leistungsniveaus auch berücksichtigen zu können.

Beim Distanzunterricht findet der Unterricht ebenfalls nicht in der Schule statt, aber die Lernenden haben hier genauso wie in der Schule feste Termine, an welchen sie mit ihren Lehrkräften in Videokonferenzen zusammenkommen. Wie in der Schule wird hier gemeinsam gelernt, durch die moderne Technik können Folien gezeigt, Arbeitsräume erstellt und Ergebnisse vergleichen werden. Weiterhin enthält der Distanzunterricht viele Elemente des Homeschoolings, ist aber klassischer an den eigentlichen Präsenzunterricht angelehnt. Auch hier gibt es für SchülerInnen die Möglichkeit, in der Schule die Notbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Der Wechselunterricht kombiniert den Präsenzunterricht mit dem Homeschooling: Die jeweiligen Lerngruppen werden in zwei Hälften geteilt, von welchen eine an einem Tag zuhause bleibt, die andere ganz normal in der Schule unterrichtet wird. Der Teil, welcher zuhause ist, erhält Aufgaben, die dann in der nächsten Präsenzstunde besprochen werden. Durch diesen Wechsel beschränkt man den Austausch verschiedener Gruppen, ermöglicht so aber allen SchülerInnen regelmäßigen Präsenzunterricht. Für uns als Lehrkräfte ist der Wechselunterricht die anstrengendste dieser Unterrichtsformen, da man eine Stunde quasi zweimal planen muss: Einmal als Präsenzstunde und einmal für das Homeschooling.

Der Hybridunterricht ist eine Sonderform des Wechselunterrichts. Auch hier ist die Lerngruppe in zwei Hälften geteilt, allerdings arbeitet die Gruppe, die nicht in der Schule ist, nicht im Homeschooling, sondern lässt sich via Beamer/Rechner etc. direkt ins Klassenzimmer schalten. Somit nehmen sie, wie auch der andere Teil der Lerngruppe, direkt am Unterricht teil, wenn auch nur digital. Der Vorteil dieser Unterrichtsform ist natürlich, dass hier das doppelte Planen für die Lehrkraft entfällt, allerdings ist der Hybridunterricht auch die technisch aufwändigste Form und setzt, noch mehr als die anderen Formen, stabiles Internet voraus.

Der Präsenzunterricht stellt den Normalfall des Unterrichts dar, bei welchem alle SchülerInnen gemeinsam im Klassenzimmer unterrichtet werden und der auch hoffentlich bald wieder der „Normalfall“ sein wird. Zu Zeiten der Pandemie ist es die Form, welche für die meiste Mobilität sorgt, was sich so wieder auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Daher führen wir ja aktuell die Diskussionen um die oben genannten Modelle.

Wie man sieht, sind die Formen der Unterrichtsformen zu Corona-Zeiten relativ vielfältig. Jede der einzelnen Formen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf die Eindämmung der Pandemie und das Vermitteln von Bildung. Deshalb ist es aus unserer Sicht auch wichtig, dass diese unterschiedlichen Unterrichtsformen in der öffentlichen Debatte berücksichtigt werden und sich nicht nur auf die Frage „Präsenzunterricht oder Schulschließungen?“ konzentriert wird. Denn die Pandemie hat gezeigt, dass es auch dazwischen Unterrichtsformen gibt, welche zu Corona-Zeiten mit guter Planung ebenfalls gelingen können. Aus diesem Grund sollten wir in der Debatte schauen, auch zwischen diesen Formen zu differenzieren und anzuerkennen, dass es bereits viele tolle Konzepte und Beispiele gibt, wie Lehrkräfte bspw. Distanz- oder Wechselunterricht durchgeführt haben.

Kreative Aufgabenstellungen bei der Interpretation

Computerspiel, digital, Latein, Methode, Methodik

Da sich das Schuljahr dem Ende zuneigt und die Ferien vor der Tür stehen, stellt sich oftmals die Frage: Was genau machen wir jetzt noch? Denn in den meisten Fächern wurden die meisten Arbeiten schon geschrieben, sodass es sich anbietet, ein wenig mehr kreative Freiarbeit zu machen. Dasselbe galt bei mir auch für den Lateinunterricht: Hier hatten wir noch einen Rest vom Lektionstext zu übersetzen, was ich aber nicht nach dem typischen „Na dann übersetzt mal…“-Muster machen wollte. Beim Planen habe ich überlegt, wie ich das ganze etwas kreativer gestaltet könnte: Eventuell den übersetzten Text in einem Zeitungsartikel zusammenfassen? Oder doch mal einen Comic zeichnen? Einige Schüler*Innen hatten gefragt, ob wir mal was mit Minecraft machen würden… eventuell könnten sie die Szene in Minecraft nachspielen? All diese Ideen schwirrten in meinem Kopf herum, allerdings konnte ich mich nicht wirklich entscheiden. Getreu dem Motto habe ich dann aus der Not eine Tugend gemacht… und einfach alle Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Inklusive des Hinweises, bei einer eigenen Idee kurz Rücksprache mit mir zu halten, um diese ggf. dann auch umsetzen zu können. So könnten die Schüler*Innen je nach eigenen Interessen „ihre“ Form der kreativen Textinterpretation aussuchen. Insgesamt sah der Arbeitsauftrag an sich dann so aus:

Gesagt, getan machten sich die Schüler*Innen in ihren Gruppen ans Werk und begannen, den Text individuell zu interpretieren. Kurz zur Info: In dem Textabschnitt geht es darum, dass ein römischer Offizier nach der Eroberung von Syrakus den berühmten Erfinder Archimedes gefangennehmen soll. Dieser ist jedoch vollkommen fokussiert auf seine geometrischen Formen und nimmt den Offizier gar nicht war. Als er diesen kurz daraufhin anbrüllt, erschlägt ihn der Offizier. Das ist soweit die grobe Hintergrundgeschichte, die die Schüler*innen umsetzen durften. Über drei Stunden hinweg arbeiteten sie dann konzentriert an ihren Produkten und insgesamt entstanden dabei folgende Ergebnisse:


2x Zeitungsartikel, 1x Nacherzählung, 1x Comic, 1x Theaterplakat, 2x Minecraft-Videos, 1x animiertes Video und ein Drehbuch.

Ein paar der Ergebnisse möchte ich euch dabei nicht vorenthalten, um euch einmal einen Einblick zu geben, wie gut diese Arbeit funktioniert hat:

Das Theaterplakat
Der Comic
Ein Ausschnitt aus dem Drehbuch
Bild aus dem animierten Video
Bild aus einem Minecraft-Video

Ich hoffe, dass ihr anhand der Bilder sehen könnt, wie begeistert ich von meinen Schüler*Innen war. In der Nachbesprechung wurde auch angemerkt, dass sie sowohl die Ergebnisse toll fanden als auch die Möglichkeit, einmal kreativ arbeiten zu dürfen. Die Schüler*Innen waren es nicht gewohnt, sich ihre Art der kreativen Textinterpretation aussuchen zu dürfen. Aber nicht die Schüler*Innen, sondern auch ich habe beim Herumgehen das ein oder andere Programm gefunden, welches ich dann gleich einmal selbst ausprobieren musste. Das beste Beispiel hier ist wohl die App StickNodes, mit welcher das oben genannte animierte Video entstanden ist.

Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich mich entschieden habe, hier keine kreative Art der Textinterpretation vorzugeben. Auch wenn es zeitlich ein wenig aufwendig war, rechtfertigen die Ergebnisse diese Methode gerade nach zwei Klausuren aus meiner Sicht auf jeden Fall. Das schöne ist, dass sich diese Methode dabei auch problemlos auf andere Sprache übertragen lässt. Abgesehen von der Textbasis lassen sich die oben genannten Arbeitsaufträge auch genau so in Englisch, Französisch oder anderen Sprachen anwenden. Wenn ihr also auch einmal solche tollen Ergebnisse von euren Schüler*Innen haben wollte, kann ich euch nur raten, es mal so oder ähnlich zu versuchen. Ich bin schon gespannt, was eure Schüler*Innen so erstellen!

Björns Woche im #twlz: Neue Prüfungsformate, Reflexion im Unterricht & Pokemon

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

die dritte Adventskerze brennt bereits und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Das dies normalerweise die Zeit ist, einmal zurückzublicken, habe ich das auch in meinem Unterricht getan und meine Schüler*Innen zurückblicken lassen… und zwar auf meinen Unterricht. Die Reflexion gehört aus meiner Sicht mit zu den wichtigsten Elementen des eigenen Unterrichts, da es nur so möglich ist, diesen auch zu verbessern. Kritik tut manchmal weh, aber sie ist auch notwendig, um nicht auf der Stelle zu stehen. Daher möchte ich heute gerne mit euch „meine“ Methode teilen, wie ich meinen Unterricht reflektiere bzw. reflektieren lasse. Daneben gibt es noch eine kleine kreative Idee zum Plakate erstellen, was will man mehr?

Digitale Plakate mit Canva im Geschichtsunterricht

Meine Leistungskurs durfte mal wieder etwas kreatives machen und zwar waren dieses Mal Plakate zur Rezeption der Amerikanischen Revolution dran. Zentrales Themen waren die zwei Begriffe „American Revolution“ und „Gründerväter“, an welchen entlang sich die Schüler*Innen mit der Frage beschäftigen sollten, wie Geschichte hier rezipiert wird. Der eigentliche Arbeitsauftrag sah dabei gar nicht vor, dass das Ergebnis ein digitales Plakat werden sollte, doch bereits kurz nach der Ankündigung griffen die Schüler*Innen zu iPad und Stift und fingen an, ihre Plakate bei Canva zu designen. Auf Nachfrage kamen schnell die Antworten, dass man damit eben am besten arbeiten könne, sowohl inhaltlich als auch optisch. Da konnte ich nur zustimmen. Es ist schön zu sehen, wie Schüler*Innen das digitale Arbeiten heute als etwas ganz natürliches ansehen und direkt in der Lage sind, damit tolle Ergebnisse herbeizuzaubern. Sicherlich ist es für euch nichts neues, wenn wir hier sagen, dass Canva ein tolles Tool ist. Die Ergebnisse meines Kurses möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Eventuell regt es ja auch den ein oder anderen von euch an, demnächst mal ein paar schöne Plakate zu designen.

Plakat #1
Plakat #2

Feedback für die Lehrkraft: Mein Reflexionsbogen

Weihnachszeit ist für mich immer Reflexionszeit. Nicht nur, weil ich als Kind schon immer gefragt wurde, ob ich denn auch artig war (meine erste Selbsteinschätzung!), sondern weil ich die Zeit auch gerne nutze, um von meinen Lerngruppen Feedback über meinen Unterricht einzuholen. Denn ich halte es für elementar wichtig, auch von den Schüler*Innen einmal eine Rückmeldung zu bekommen, was im Unterricht ganz gut läuft und was nicht. Denn nur so kann ich meinen Unterricht auch verbessen und ggf. bestehende Probleme beheben, die ich so gar nicht sehe. Standardisiert habe ich dafür einen Reflexionsbogen entworfen, welchen ich hier gerne mit euch teilen möchte. Eventuell hilft er euch ja auch oder ihr habt noch ein paar Tipps, wie man diesen Bogen noch verbessern könnte. Quasi Feedback fürs Feedback. 😃

Gedanken aus dem #twlz

Wer gerne mit GoodNotes arbeitet und sich ein wenig mehr Flexibilität bei den Stiften wünscht, sollte sich den folgenden Post von @widescreenedu einmal anschauen und anschließend mit Füller, Bleistift oder Fineliner gemalt und geschrieben werden.

Wer eine Alternative für Vokabeltests sucht, sollte sich den folgenden Tweet von @LatinStagram einmal anschauen. Hier werden sehr kreative Methoden vorgestellt, wie man das übliche Abfragen von Vokabeln etwas kreativer gestalten kann. Auch für andere Fremdsprachen empfehlenswert.

Schnapp sie dir alle… auch heute noch? Pokemon ist nach wie vor ein Dauerbrenner unter Jugendlichen, insbesondere das Kartenspiel. Daher habe ich mich sehr gefreut, in einem Post von @MJatBottle einen Generator zu finden, mit welchem Pokemon-Karten erstellt werden können. Einen wirklichen Mehrwert habe ich noch nicht gefunden, aber ratet mal, was demnächst irgendwie mal ausprobiert wird. 😄

Fazit

Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich dann in die Winterpause. So halb jedenfalls, nächste Woche gibt es noch einen gemeinsamen „Spezial-Rückblick“ mit Katharina. Ich hoffe, dass ihr aus dem heutigen oder auch den vorherigen Posts verschiedene kreative Ideen und Anregungen mitnehmen konntet und freue mich schon auf den weiteren Austausch im kommenden Jahr. Jetzt stehen aber erstmal die letzten Schultage an, bevor es dann zu Glühwein, Braten und Geschenken geht. Bei euch hoffentlich auch. An dieser Stelle schonmal erholsame Resttage und einen guten Start in die Weihnachtsferien. ☺

Björns Woche im #twlz: Von Nachrichten, Feminismus und der Vorweihnachtszeit

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

als ich am letzten Sonntag meine erste Adventskerze angezündet habe, wurde mir schlagartig bewusst: Die Weihnachtszeit ist da. Gut, Lebkuchen und co gibt es schon seit Ende August in den Läden, aber dieses Weihnachtsgefühl ist jetzt erst so richtig gekommen. Insofern freue ich mich, dass auch im #twlz schon viele verschiedene Ideen für die Vorweihnachtszeit gepostet wurden. Daneben möchte ich den heutigen Rückblick nutzen, um ein paar Ideen zu zeigen, mit denen ich versucht habe, historische Themen „in die Gegenwart“ zu holen. Oder eher: Um die Lebenswelt der SchülerInnen mit dem historischen Gegenstand zu verknüpfen. Denn für Geschichte gilt: Nur weil der Inhalt „alt“ ist, muss er nicht „altmodisch“ sein. Insofern freue ich mich auf euer Feedback und finde es spannend zu hören, wie ihr „euren“ Unterricht mit der Lebenswelt der SchülerInnen verknüpft.

Die Nachrichtensendung als Format für den Geschichtsunterricht

Da ich in meiner siebten Klasse ein wenig hinter dem Lehrplan „hinterherhing“, hatte ich überlegt, wie ich auch das größere Verarbeiten von verschiedenen Schritten der Französischen Revolution sinnvoll umsetzen kann. Dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass die SchülerInnen über die Ereignisse nach den Generalständen bis hin zur Verkündung der Menschen- und Bürgerrechte eine Nachrichtensendung „nachspielen“ sollten. Konkret sah der Arbeitsauftrag folgendermaßen aus:

Stell dir vor eine Nachrichtensendung berichtet damals „live“ über die Ereignisse in Frankreich nach dem Scheitern der Generalversammlung vom Juni bis Anfang August 1789. Erstellt eine kurze Nachrichtensendung, welche (eventuell mit Außenberichten) über die Ereignisse berichtet. Findet euch dazu in Gruppen von 2-5 Leuten zusammen.

Hier durfte sich die Klasse dann selbst organisieren und wahlweise entweder ein „Script“ schreiben und die Nachrichtensendung live vorspielen oder das ganze mit Kamera etc. aufnehmen, sodass es dann „nur noch“ abgespielt werden musste. Im Endeffekt entstanden so einige tolle Berichte, welche nicht nur relativ informativ, sondern auch noch witzig umgesetzt waren. So wurde ein Jogger in einem Video zu einem Revolutionär, welcher gerade auf dem Weg zur Bastille war. Spannend zu sehen war auch, dass viele SiebtklässlerInnen schon gut mit dem Medien der Nachrichten vertraut waren. Das einzig größere Problem war jedoch, dass sich nicht alle SchülerInnen immer gleichermaßen auf den Text bezogen haben. Hier muss ich beim nächsten Mal einen größeren Fokus setzen, damit auch wirklich über die Punkte berichtet wird, die wir behandeln wollen.

Frauenpower in der Amerikanischen Revolution

Freiheit und Gleichberechtigung für alle! Mit diesen hochtrabenden Worten wird sich jede Person, die sich mit der Amerikanischen Revolution befasst, einmal beschäftigen müssen. Diese auf dem Papier sehr gut klingende Forderung hat jedoch das kleine Problem, dass diese Rechte am Ende nur für alte, weiße Männer gelten. Bevölkerungsgruppen wie z.B. die Skalven oder die indigenen Völker gehörten naturgemäß nicht zu den Personen, die wählen oder sich auf ihre Rechte berufen konnten. Dasselbe galt damals auch für Frauen, was einen Großteil meines Kurses zurecht (!) sehr gestört hat. In einem Briefwechsel zwischen Abigal Adams und ihrem Mann John, einem der „Mitverfasser der Unabhängigkeitserklärung“, spricht Abigal nämlich genau dieses Problem an, wovon sie von ihrem Mann aber nur hämisch Spott erntet. Dieselbe Empörung wurde dann noch größer, als von vielen Schülerinnen angemerkt wurde, dass die Situation auch heute noch so wäre und das Einsetzen für feministische Werte immer noch von vielen Männern belächelt oder abgelehnt werde. Nach dieser Diskussion kam mir die Idee, diesen existenziellen Gegenwartsbezug einmal mit dem historischen Thema zu verknüpfen, sodass die SchülerInnen einen Dialog zwischen Abigal Adams und ihrem Mann John Adams schreiben sollten, inwelchem genau dieses Problem thematisiert wird.

Herausgekommen sind fantastische Dialoge, bei welchen man den SchülerInnen die „Freude“ angesehen hat, John Adams für seine Vorstellung von Gleichberechtigung mal ordentlich zu kritisieren und zurechtzuweisen. Diese Verknüpfung eines historischen Themas mit Problemen/Strukturen, die auch noch heute in Teilen vorhanden sind, zeigt immer, dass der Geschichtsunterricht eben nicht nur etwas „für die Vergangenheit“ ist, sondern sich sehr gut dazu eignet, durch das Betrachten eines Problems exemplarisch für die Gegenwart herangezogen werden zu können. Als durch Abigal Adams und die SchülerInnen ein Hauch von Feminismus durch das Klassenzimmer wehte, war ich sehr froh, diesen Arbeitsauftrag so umgesetzt zu haben. Es zeigte, dass Schule doch eben mehr ist, als einfach „nur“ zu lernen.

Gedanken aus dem #twlz

Da die Adventszeit begonnen hat, gibt es auch im #twlz viele tolle Ideen zu kleinen Adventsprojekten. Eines davon ist dieser „Gute Taten-Adventskalender“ von @katiko157, welcher Anregungen zu kleinen guten Taten in der Adventszeit geben soll.

Wer Lust hast, selbst in irgendeiner Form einen Adventskalender zu basteln, sollte sich die folgende Sammlung von @an_annago einmal anschauen. Hier gibt es viele tolle Anregungen, selbst einen schicken Adventskalender gestalten zu können.

Augmented Reality ist im Kommen und wer ein paar Ideen sucht, AR in den eigenen Unterricht einzubringen, sollte sich die folgende Ideensammlung von @FelzmannThomas einmal anschauen. Von Reisen in die Vergangenheit bis hin zu wilden Tieren kann nahezu alles ins Klassenzimmer geholt werden.

Fazit

Auch wenn es noch gut 3 Wochen (stand jetzt 😉 ) bis zu den Ferien sind, steigt so langsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Damit einher geht auch eine für die Schule besondere Zeit, da wir jetzt eben auch weihnachtlichere Sachen machen können, sofern nicht noch irgendwo eine Klausur geschrieben werden will. Ob das nun ein digitaler Adventskalender, kleine Adventsprojekte oder einfach spannende Arbeitsaufträge sind: besonders ist es allemal. Deshalb ist und bleibt die Weihnachtszeit auch in der Schule etwas einzigartiges, worauf ich mich in jedem Jahr dann doch wieder freue. Ich hoffe, dass es euch auch so geht. 🙂

Plickers – Vokabeltests einfach digital durchführen

digital, Latein, Methode

„Stifte raus, Vokabeltest!“ – So oder ähnlich beginnen in Fremdsprechen wie Latein oftmals viele Stunden. Das Erlernen des fachspezifischen Wortschatzes gehört zum täglich Brot einer jeden Fremdsprache und wird dementsprechend auch richtigerweise oftmals durch Vokabeltest kontrolliert. Seit jeher wird dies auf die „klassische“ Art und Weise mit Stift und Papier gemacht, was vor allem für großen Korrekturaufwand sorgt. Wäre es hier nicht einfacher, wenn man ein direktes Feedback für seinen Vokabeltest bekommt? Und zwar sowohl die SchülerInnen, als auch die LehrerInnen. Eine Methode, die Vokabelabfrage etwas zu digitalisieren, stellt das Programm Plickers dar, welches ich euch heute einmal vorstellen möchte.

Kurz gesagt ist Plickers ein Programm, welches mit QR-Codes arbeitet. Die SchülerInnen erhalten individualisierte QR-Codes auf einem DinA4-Zettel. Diese Codes sind vorher von der Lehrkraft genau festgelegt nach dem Motto: „QR-Code 1 gehört zu SchülerIn X.“. Die Idee ist, dass von der Lehrkraft auf der Smartboard Fragen mit vier Antwortmöglichkeiten projeziert werden. So könnte eine Frage laufen: „Welche Übersetzungsmöglichkeit gibt es für die Vokabel dicere?“ – A: sagen; B: essen; C: hören; D: sehen. Der geneigte Lateinschüler wird sich mit seinem QR-Code hoffentlich für Antwort A entscheiden. Denn die QR-Codes sind so aufgebaut, dass jede Kante einer Antwortmöglichkeit entspricht. Wer also glaubt, dass Antwort A die richtige Antwort ist, der hält seinen QR-Code so, dass Antwort A „oben“ steht. Dasselbe gilt für die anderen Antworten. So entscheidet jede Schülerin individuell, welche Antwort sie für richtig hält. Wie bei einem klassischen Vokabeltest.

Ein Beispiel-QR-Code für eine individualisierte Plickers-Karte.

Während die SchülerInnen sich bei jeder Frage für eine Antwort entscheiden, hat die Lehrkraft lediglich die Aufgabe, über die zum Programm gehörige App das Klassenzimmer zu „scannen“. Hierbei scannt die App die jeweiligen QR-Codes und ordnet so jedem QR-Code (und damit jedem Schüler) die gewählte Antwort zu. Somit sammelt das Programm Frage für Frage die jeweiligen Antworten und wertet am Ende das Gesamtergebnis aus: Wie viele Antworten wurden falsch, wie viele richtig beantwortet. Hier kann die Lehrkraft direkt von Anfang an ein Punktesystem vorgeben, sodass die SchülerInnen direkt ein Feedback über ihre Leistung erhalten. Das könnte z.B. so aussehen: Es gibt insgesamt 15 Fragen, also können 15 Punkte „erreicht“ werden. Wer 15 oder 14 Antworten richtig hat, kriegt eine 1. Wer 13 oder 12 richtige Antworten hat, bekommt eine 2 usw. Somit erhalten die SchülerInnen direkt nach dem Durchführen des Tests ein Feedback über ihre Leistung. Und die Lehrkraft hat keine andere Aufgabe, als das Programm sachgemäß durchzuführen. Das Einsammeln, Korrigieren und ggf. erstmal erraten, was ein Schüler da geschrieben hat, entfällt.

Eine Beispielfrage aus dem Programm

Ich nutze Plickers mittlerweile regelmäßig für meine Vokabeltests in Latein. Einmal ausgedruckt sind die QR-Codes schnell verteilt und können so für Abfragen immer schnell herausgeholt werden. Bei Vokabeltests werden Bedeutungen oder Stammformen schnell abgefragt und nach dem Abfragen erhalten sie gleich ein Feedback über ihre Leistungen. Diese werden dabei gesichert und können nach Bedarf noch einmal angeschaut werden, sofern es Unklarheiten bei einer Frage gibt. Plickers ist aus meiner Sicht eine sinnvolle Erweiterung für das schnelle und digitale Abfragen von Vokabeln, kann aber natürlich auch in anderen Kontexten genutzt werden. Auch wenn man einige Sachen berücksichtigen muss: So ist eine konstante Internetverbindung für die Nutzung der App bei der Lehrkraft notwendig. Gleichzeitig muss man sicherstellen, dass sich die SchülerInnen nicht absprechen und einfach „abgucken“, was die Sitznachbarin auswählt. Hier hat es sich bewährt, dass der Zettel frontal vor den Kopf gehalten werden muss.

Wie in diesem Beispielbild erhält man eine Übersicht welche „Nummer“ welches Gesamtergebnis erzielt hat. Dabei sind auch die Einzelantworten erkennbar.

Björns Woche im #twlz: Klausurenphase: Übung macht den Meister.

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

die Vorweihnachtszeit steht an! Während die ersten Weihnachtsmärkte aufmachen und sich die Regale in den Lebensmittelläden mit allerlei weihnachtlichen Leckereien füllen, steht für uns Lehrkräfte allerdings auch eine relativ anstrengende Zeit an: Die Klausurenphase. Denn nahezu alle Klausuren, welche im ersten Halbjahr geschrieben werden müssen, fallen in den Zeitraum zwischen Herbst- und Weihnachtsferien. Und selbst wenn man im eigenen Fach gerade keine Klausur schreibt: Irgendeine andere Klausur steht dann halt an. Genauso wie für uns Lehrkräfte ist es aber auch für die SchülerInnen eine anstrengende Zeit, da man gefühlt von Klausur zu Klausur „rennt“. War eben noch Chemie wichtig, so ist es nun Geschichte oder Französisch. In diesem ganzen Klausurenchaos ist es nach wie vor wichtig, den SchülerInnen Mut zuzusprechen und sie durch das gezielte und individuelle Üben gut auf die Klausuren vorzubereiten. Wie ich das in meinen Fächern mache, möchte ich gerne im heutigen Wochenrückblick mit euch teilen. Gleichzeitig bin ich auch auf eure Ideen gespannt, wie ihr in diesen Zeiten gezielt für Klausuren übt.

Digital geht immer: Lernen durch Apps

Es wird euch wenig überraschen, wenn ich hier jetzt davon berichte, dass ich in meinen Unterricht oftmals Apps einbaue, mit welchen die SchülerInnen arbeiten können bzw. sollen. Doch gerade beim Üben und Vorbereiten auf Klassenarbeiten hat sich diese Methode als äußert wirksam erwiesen. Das hat zwei Gründe: Zum einen können so wichtige Inhalte spielerisch wiederholt werden. So wird das Lernen von für die Klausur relevanten Vokabeln etwas interessanter, wenn es nicht einfach aus dem Vokabelheft, sondern in Form eines Memorys oder Quizzes geschieht. Auf der anderen Seite können die SchülerInnen so auch außerhalb des Unterrichts noch üben. Wenn sie z.B. eine Übung im Unterricht nicht schaffen, können sie via Link oder QR-Code auch zuhause noch auf die Übung zugreifen und diese spielen. Durch das direkte Feedback sehen sie dabei gleich, ob die Aufgabe richtig oder falsch beantwortet wurde. Auch vom Feedback her waren die SchülerInnen sehr dankbar, dass ich in meinen Klausurvorbereitungen viel mit Apps gearbeitet habe. Insofern kann ich dies für die Klausurenphase nur empfehlen. Als Seiten bieten sich dafür vor allem solche Plattformen an, welches das Erstellen von Apps kostenlos und einfach zu bedienen ermöglich: LearningApps oder WordWall sind hier meine Favoriten.

Gibt es noch Fragen? – anonymisiert Fragen zulassen

Mit der Vorbereitung auf die Klausuren kommt bei vielen SchülerInnen öfters mal die Frage auf „Was genau war das eigentlich?“. Auch „Hatten wir das überhaupt?“ taucht gerne mal in den Köpfen der SchülerInnen auf, wenn der Stoff Fragezeichen aufwirft. Aus sehr verschiedenen Gründen (manche mögen es Privatleben nennen) vergessen SchülerInnen gerne wieder Sachen, die man doch hundertmal zuvor besprochen hatte. Dies können manchmal relativ banale Sachen sein, oftmals aber auch zentrale Elemente der letzten Einheit. Bei vielen SchülerInnen ist es oftmals unangenehm, in einer der letzten Stunden vor der eigentlichen Arbeit noch einmal zu fragen, „wer denn dieser Napoleon nochmal war“, unabhängig in „großer“ Runde in der Klasse oder auch im Einzelgespräch. Daher habe ich mir für Stunden vor den Klausuren überlegt, den SchülerInnen eine Plattform zu geben, auf welcher sie anonyme Fragen stellen können, egal, wie „blöd“ sie sind (auch wenn wir wissen: es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten 😃). Hier stelle ich den SchülerInnen in diesen Stunden über verschiedene Programme die Mäglichkeit gegeben, ihre „dummen“ Fragen zu stellen, sodass ich diese dann im Plenum beantworten kann. Somit ist sicher gestellt, dass alle offenen Fragen vor der Klausur beantwortet sind und ggf. wird auch SchülerInnen geholfen, die diese Frage gar nicht gestellt hatten, aber sich über eine genaue Erklärung trotzdem nochmal freuen. Auch diesen Tipp inklusive Plattformen kann ich euch nur empfehlen: Mentimeter, Wooclap oder GoogleDocs.

Gedanken aus dem #twlz

In der letzten Woche fand in Bad Boll das Deutsche Lehrkräfteforum 2021 statt. Inhaltlich wird es dazu am kommenden Sonntag einen Bericht von @KBildung und mir geben, aber wer möchte, kann sich über den offiziellen Twitter-Account schonmal ein paar Impressionen dieser tollen Veranstaltung ansehen.

Wer viel mit Canva arbeitet, wird bemerkt haben, dass man immer wieder neue Sachen in diesem Programm entdecken kann. So war auch mir nicht bewusst, dass es dort eine Vorlage für Comics gibt, bis Johanna Uhl-Martin auf Twitter darauf hingewiesen hatte. Eine Seite voller Überraschungen dieses Programm. 😁

Ein spannendes Projekt gab es von der Anne-Frank Schule Molbergen. Hier hat eine Projektgruppe der fünften Klasse auf den Servern des Programmes Minetest das Anne-Frank-Haus nachgebaut. Wer sich das Projekt einmal anschauen möchte, kann das unter dem folgenden Link einmal tun.

Fazit

Ich hoffe, euch mit dem heutigen Wochenrückblick ein paar sinnvolle Tipps für die kommende Klausurenphase mitgegeben zu haben. Natürlich bin ich genauso dankbar dafür, eure Tipps für diese anstrengende Phase zu hören. Denn wie in allen Lebenslagen gilt auch hier: Gemeinsam ist man stärker. Damit wir gut durch die Klausuren kommen und im Dezember ein wenig mehr Zeit haben, um hoffentlich auch den ein oder anderen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt machen und auf das Ende der Klausurenphase anstoßen zu können. In diesem Sinne: Prost! 🥂

Memes im Unterricht? [Teil 2] – Memes im Geschichtsunterricht erstellen

Apps/Programme, Geschichte, Jugendmedien, Methode

Letzten Sonntag hatte ich einen Artikel über den Gebrauch von Memes im Geschichtsunterricht erstellt. In diesem ging es primär darum, bereits existierende Memes mit historischem Bezug in den Unterricht mitzubringen und diese dann von den SchülerInnen analysieren und dekonstruieren zu lassen. In der Diskussion fiel dann auch ein Kommentar von Verena Plomer, in welcher sie darüber berichtete, dass sich Memes nicht nur zur Analyse, sondern auch zum selbst erstellen im Unterricht anbieten würden:

Ich fand diesen Tweet sehr schön, weil ich die Erfahrungen dazu teilen kann. Bisher habe ich die SchülerInnen noch nicht direkt eigene Memes erstellen lassen, aber es sind in einem anderen Kontext welche entstanden: Die SchülerInnen sollten „Social Media-Produkte“ zur amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung erstellen, wobei ich nicht vorgegeben hatte, was genau darunter zu verstehen ist. Neben Tweets, Stories etc. erstellen hierbei auch einige SchülerInnen historische Memes, welche sie auf dem Padlet, mit welchem wir gearbeitet haben, gepostet haben. Einige Ergebnisse dieser Arbeit sehr ihr hier:

In der Nachbesprechung zeigte sich, dass die SchülerInnen vor allem diese Memes als gelungen empfunden haben. Zum einen wäre hier der Bezug zum Unterrichtsthema klar erkennbar gewesen, zum anderen wäre auch die „Botschaft“ hinter den Memes sehr gut eingefangen gewesen. Durch dieses positive Feedback und den tollen Twitter-Post von Verena Plomer werde ich in den nächsten Stunden definitiv einmal den Arbeitsauftrag geben, Memes zu dem bisherigen Unterrichtsstoff zu erstellen. Dies möchte ich an dieser Stelle aber nicht nur weiterempfehlen, sondern auch einige Tools und Programme vorstellen, mit welchen die SchülerInnen ohne große Probleme selbst Memes erstellen können, sodass auch ihr mal Memes erstellen lassen könnt.

Meme-Generator

Eine große Auswahl der bekanntesten Memes findet ihr auf der kostenlosen Seite Meme-Generator. Hier können die jeweiligen Memes direkt ausgewählt und mit einem passenden Text versehen werden. Das dort erstellte Meme kann dann direkt heruntergeladen und z.B. auf einem Padlet gepostet werden. Ebenfalls ist es hier möglich, eine eigene Vorlage hochzuladen, sofern SchülerInnen hier kreative Ideen haben.

Memeton

Memeton funktioniert ähnlich wie der Meme-Generator, bietet aber viele „klassische“ Memes an. Zudem gibt es hier eine Aufteilung der jeweiligen Memes in Unterkategorien, in welchen bestimmte Memes schneller gefunden werden können. Insofern eine gute Alternative zum Meme-Generator.

Canva

Auch Canva bietet neben vielen anderen Bild-Funktionen die Möglichkeit, eigene Memes zu erstellen an. Zwar wird hier ein kostenloser Account benötigt, aber dafür sind die Möglichkeiten, welche man bei Canva hat, wesentlich größer. Wer also mehr kreative Möglichkeiten haben oder bereitstellen möchte, macht hier jedenfalls nichts falsch.

Memes im Unterricht? – Memes im Geschichtsunterricht dekonstruieren

Bildquelle, Geschichte, Jugendmedien

Das heutige Geschichtswissen der Schüler*Innen speist sich aus vielen verschiedenen Quellen: Bücher, Filme, Videospiele usw. Die meisten dieser Medien haben auch schon mehr oder wenig Einzug als Medium in den Geschichtsunterricht gefunden. Ein Medium, welches allerdings noch nicht im Fokus der Geschichtsdidaktik steht, aber nicht minder wichtig ist, sind Memes. Kurz zur Klärung: Memes sind Phänomene, welche sich in Form von Bildern oder Videos meistens sehr schnell über das Internet verbreiten. Zentrale Inhalte sind meistens politische, historische oder gesellschaftskritische Themen, die dabei humorvoll mit bekannten Zitaten, Personen oder Serien verknüpft werden. Vor allem in der Jugendkultur sind Memes sehr verbreitet und daher ist es in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung aus meiner Sicht daher Zeit, einmal zu überlegen, wie man auch Memes in den Geschichtsunterricht bringen kann. Denn als eine Art „moderne Karikatur“ bieten sie durch ihren humoristischen Zugang genug Chancen, sich kritisch mit dem dort vermittelten Geschichtsbild auseinanderzusetzen.

Methodik

Das folgende Beispiel konzentriert sich dabei auf den Geschichtsunterricht und dient dazu, bestehende Memes zu dekonstruieren. Inhaltlicher Fokus lag bei dieser Stunde auf der Amerikanischen Revolution. Zu diesem Bereich habe ich fünf Memes herausgesucht, die verschiedene Aspekte der Amerikanischen Revolution behandelten.

Diese Memes habe ich so ausgewählt, dass sie möglichst vielfältige Zugänge zu dem Thema Memes bieten. Einige sind eher „pro-britisch“, einige sind eher „pro-amerikanisch“, es werden verschiedene Ereignisse berücksichtigt und die Memes greifen auf verschiedene popkulturelle Serien oder Figuren zurück, sodass für jede SchülerIn etwas dabei ist, was er/sie kennen sollte. So vertritt z.B. das Pikachu-Meme unten rechts eine „pro-britische“ Perspektive in Bezug auf das Boston Massacre im Jahr 1770. Dieses Meme „rechtfertigt“ auf humorvolle Weise das britische Vorgehen, in welchem die Kolonialisten als Aggressoren dargestellt werden, während die Briten lediglich auf die fortlaufenden Beschimpfungen und Angriffe „reagieren“. Diese überraschte Reaktion Pikachus dient nun dazu, die amerikanische Perspektive des Boston Massacres zu kritisieren: Die Kolonialisten hätten doch damit rechnen müssen, dass ihre ständigen Angriffe und Beleidigungen irgendwann zu dieser Reaktion führen würden.

Nach diesem Beispiel analysierten die SchülerInnen dann dieses und die anderen vier Memes. Die Arbeitsaufträge sahen dabei folgendermaßen aus:

Beide Arbeitsaufträge konnten die SchülerInnen sehr gut erfüllen und so nicht nur den Inhalt hinter den Memes herausarbeiten, um ihr Wissen über die bisherigen Ereignisse des britisch-amerikanischen Konflikts zu wiederholen, sondern auch ihr kritisches Geschichtsbewusstsein stärken. So wurden nicht nur die unterschiedlichen Perspektiven herausgearbeitet und verglichen, sondern auch gleich darüber diskutiert, welche Memes denn nun „gelungener“ wären. So kritisierte eine Schülerin bei dem angesprochenen Pikachu-Meme, dass es ja bewusst nicht erwähne, dass es mehrere Schüsse gegeben hätte, die auf die Menschenmenge abgefeuert worden wären. Auch das Spongebob-Meme wurde dahingehend kritisiert, dass die Briten nach dem Scheitern des Stamp Acts ja nicht traurig „herumgesessen“ hätten, sondern gleich die nächsten Steuergesetze erlassen hätten. Hier hat sich gezeigt, dass die Memes eben nicht nur analysiert, sondern sich auch kritisch mit ihnen auseinandergesetzt wurde.

Fazit

Am Anfang war ich etwas skeptisch, Memes im Unterricht einzusetzen. Doch nach dem ersten Versuch bin ich ganz optimistisch, dass ich es in Zukunft defintiv noch einmal machen werde. Der Einsatz hat gezeigt, dass die SchülerInnen in der Lage waren, sich trotz ihrer „Nähe“ zu Memes als Teil ihrer Lebenswelt kritisch mit diesen auseinanderzusetzen und die dahinter befindliche Botschaft zu dekonstruieren. So haben sie am Ende gesehen, dass hinter diesen Memes am Ende doch mehr steckt, als einfach nur „lustig“ zu sein. Allerdings hat diese Einheit auch gezeigt, dass es gewisse Probleme gibt, an welche man stoßen kann: Wenn SchülerInnen ein bestimmtes Meme nicht kennen, fällt es ihnen auch schwierig, den „Witz“ und die damit verbundene Botschaft zu erkennen, was bei der Dekonstruktion schwer fällt. Zuvor habe ich erwähnt, dass die SchülerInnen es geschafft haben, eine kritische Distanz zu dem Medium „Memes“ aufzubauen. Da ich diesen Versuch in einer zwölften Klasse gemacht habe, ist es möglich, dass diese kritische Distanz bei jüngeren SchülerInnen fehlt. Hier freut man sich zwar auch, sich mit Memes auseinanderzusetzen, allerdings könnte hier aufgrund des Alters die Ernsthaftigkeit verloren gehen, welches es bei diesem Thema aber benötigt. Insofern gilt es, den Einsatz von Memes im Schulunterricht weiter zu erproben und Erfahrungen zu machen, um daraus eine Basis für spannende Unterrichtsstunden mit Lebensweltbezug für die SchülerInnen zu kreieren.