Midjourney – Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bildbeschreibung

digital, Künstliche Intelligenz, Neuzeit

Die Bildbeschreibung als Aspekt der Interpretation von Bildquellen ist oftmals der Punkt, wo bereits deutlich wird, ob sich Schüler*innen ein Gemälde wirklich angeschaut haben oder diesem nur einen oberflächlichen Blick zugeworfen haben. Den hier geht es darum, den Aufbau des Bildes und dessen Botschaft zu erfassen, die später analysiert und gedeutet wird.

Die Beschreibung

Um zu verdeutlichen, was man alles mit einer guten Bildbeschreibung anfangen kann und wie man mit KI hier möglicherweise eine gute Kontrollinstanz hat, habe ich die Beschreibung der Mädchen im Unterricht abgetippt und in die künstliche Intelligenz „Midjourney“ eingetippt. In einem separaten Blogbeitrag haben wir hier gezeigt, wie man das genau macht. Die Aufgabenstellung war zur Krönungsszene in Notre Dame von David eine Bildbeschreibung anzufertigen. Hierbei ging es lediglich darum, das Bild zu beschreiben.

Arbeit mit der KI

Mit dem gesammelten Ergebnis der Klasse habe ich nun die KI gefüttert. Zuvor haben ich ihnen gesagt, dass dies ein Tool sei, mit welchen man aufgrund einer Beschreibung Bilder generieren kann und welches auch missbraucht werden kann. Heraus kamen anhand der getätigten Bildbeschreibung vier Gemälde, welche die Mädchen nicht zufriedengestellt haben. Die Beschreibung des Bildes fiel hier auch noch recht mager aus und bestand aus wenigen Sätzen.

Reflexion

Nun haben die Mädchen überlegt, wie man die Bildbeschreibung verändern müsste, damit das Bild noch präzisier wird. Sie haben also ihre eigene Arbeit reflektiert und überarbeitet. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich selten so viele Hände oben gesehen habe, wie in dieser Stunde. Fast jedes Mitglied der Klasse hat sich zu Wort gemeldet und es wurden Details beschrieben, die mir persönlich zuvor auch noch nicht direkt ins Auge gefallen waren oder wisst ihr spontan, wo auf dem Gemälde Engel zu finden sind? Die zweite Beschreibung habe ich nun wiederum auf Englisch in die KI eingegeben und wir haben wieder auf das Ergebnis gewartet.

Diese hat folgendermaßen ausgesehen: Eine Krönungszeremonie in einer Kirche. Die Krönung steht im Mittelpunkt des Bildes. Der Papst ist anwesend und sitzt hinter dem Mann, der krönt. Nebem dem Papst steht ein Mann mit einem goldenen Gewand und einem Kreuz in der Hand. Viele Menschen sind anwesend. Das Bild stammt aus 1804. Eine Frau kniet in einem Krönungsmantel, welcher von zwei Frauen gehalten wird, auf dem Boden vor einer dreistufigen Treppe und wird gekrönt von ihrem Mann. Der Mann, der die Frau krönt steht zwei Stufen über ihr und hält eine Krone hoch. Im Hintergrund sitzt eine Frau mit ihren Angehörigen unter einem Baldachin. Die Menschen sind sehr edel und teuer gekleidet. Es sind Bauern und Adelige anwesend. Das Bild ist sehr bunt. Auf der rechten Seite ist ein Altar mit hohen Kerzen und Statuen mit Engeln dahinter zu sehen. Es sind einige Bischöfe da. Der Fußboden ist blau. Im linken Hintergrund ist ein Wandteppich mit einem Kreuz.

Heraus kam jetzt nicht das Gemälde von David, aber mit dem Vorschlag unten links waren die Mädchen sehr zufrieden. Einige Aspekte wie ein Wandteppich oder der blaue Boden fehlen, aber irgendwie hat die KI auch ihre Grenzen oder möglicherweise waren wir auch in der Übersetzung nicht präzise genug.

Fazit

Die Übung hat auf jeden Fall den Mädchen einmal vor Augen geführt, was sie überhaupt beschreiben und wie ihre Beschreibung als Gemälde aussehen könnte. Zudem wurden sie durch den Einsatz der KI motiviert und zur Reflexion angeregt. Ich kann mir vorstellen, dass diese Methode ebenso auf andere Fächer übertragen werden kann, wo es darum geht, etwas zu beschreiben. Mir persönlich wurde zudem anhand dieses Beispiels auch gut vor Augen geführt, wo doch die Grenzen der KI aktuell noch liegen. Wer weiß, vielleicht schaut das Gemälde in wenigen Monaten ja ganz anders aus.

Nachtrag

Mich persönlich hat einmal interessiert, was bei einer Bildbeschreibung von ChatGPT in Midjourney so herauskommt. Selbstverständlich kann man an dieser Stelle auch nochmals auf die Beschreibung der KI eingehen und diese im Unterricht diksutieren.

Wir haben in unserer Beschreibung auf Elemente der Analyse und Deutung verzichtet und somit möglicherweise ein anderes Ergebnis erhalten. Die Mädchen haben zudem wesentlich detailreicher beschrieben, was die KI auch verwirrt haben könnte. Dennoch bin ich beeindruckt, wie nah alle Versionen an das Gemälde rankommen und man schon erkennen kann, was es darstellen soll.

Registrieren und Arbeiten mit der bildlichen KI „Midjourney“

Künstliche Intelligenz

Aktuell ist Künstliche Intelligenz im Bildungskontext in aller Munde. Auf Anregung von euch haben wir uns einmal die bildbasierte KI „Midjourney angeschaut.

Was ist Midjourney?

Mit der kostenfreien Anwendung könnt ihr ein beliebiges Erstellen oder ein bereits vorhandenes Bild verändern lassen. Das Tool befindet sich aktuell noch in einer Beta-Phase, welche öffentlich getestet wird. Dies funktioniert beides über die Anwendung „Discord“, welche ihr eventuell schon aus der Gaming-Szene kennt.

Bilder Erstellen mit Midjourney

Bilder verändern mit Midjourney

CanvaDocs: Arbeitsblätter für den Unterricht erstellen

Arbeitsblätter, digital

Mit CanvaDocs hat das beliebte Grafikprogramm einen eigenen Editor für Arbeitsblätter bereitgestellt. Diesen möchten wir heute einmal näher unter die Lupe nehmen.

Der Editor

Zum Editor gelangt man direkt über die Startseite von Canva. Entweder es wird wie bei uns direkt links als Vorschlag angezeigt oder ihr wählt „Docs“ unterhalb der Suche aus.

Anschließend gelangt ihr direkt in den Editor. Dort seht ihr direkt, dass dieser etwas anders aufgebaut ist als man es sonst kennt. Mit Hilfe des Plus oben links auf dem Arbeitsblatt gelangt ihr direkt zu den neuen Funktionen.

Sofort öffnet sich ein Baukasten, in welchem verschiedene Bausteine für eurer Arbeitsblatt hinterlegt sind. Mir gefällt insbesondere das Element „Design“ sowie die Checkliste, welche ich generell gerne auf meinen Arbeitsblättern nutze. Hinter dem Element „Design“ verbirgt sich ein eigener kleiner Editor, mit welchen ihr eine gewisse Fläche auf eurem Arbeitsblatt gesondert als Baustein designen und somit Struktur auf euer Arbeitsblatt bringen könnt. Ich habe hier beispielsweise ein Feld für Notizen eingefügt und dieses anschließend mehrmals kopiert, da die Mädels zu verschiedenen Aspekten etwas notieren sollten. Wenn ihr euer Design beendet habt, geht ihr auf Speichern und gelangt zurück zum ursprünglichen Arbeitsblatt.

Anschließend könnt ihr euer Arbeitsblatt je nach Bedürfnis weiter anpassen. Wenn ihr das Arbeitsblatt im Unterricht behandelt, könnt ihr dies zudem der Klasse in Canva zeigen und zeitgleich eine Stoppuhr aktivieren, um anzuzeigen, wie viel Zeit die Schüler*innen für die Bearbeitung noch haben. Dieser Stoppuhr kann man auch nachträglich noch Zeit hinzufügen. Zudem könnt ihr euer Arbeitsblatt in eine Präsentation verwandeln und diese im Unterricht durchgehen. Exportieren könnt ihr das Arbeitsblatt in diesem Editor dagegen nur als PDF, welche teilweise einen etwas merkwürdigen Seitenbruch zaubert und man hierbei etwas aufpassen muss. Im Editor bekommt ihr nämlich ein großes Arbeitsblatt ohne Seitenenden zum Bearbeiten zur Verfügung gestellt, sodass ihr nicht seht, wann das DNA4-Blatt zu Ende wäre.

Fazit

Persönlich bin ich noch nicht ganz so überzeugt von dem neuen Editor. Es sind einige coole Elemente enthalten, allerdings weiß ich nicht wirklich, ob diesen einen Mehrwert bilden oder ich lieber beim normalen Editor bleibe und hier wenigstens die einzelnen Seiten mit Seitenbruch schon sehen kann.

Comics erstellen mit der Pixton App in Canva

Allgemein

Bei Canva entdeckt man immer wieder neue Dinge. Eine hiervon ist, dass es neben zahlreichen anderen Apps auch die Pixton App gibt.

Die App

Mit der App kannst du kostenlos Comicfiguren von Pixton in deine Designs einsetzen, diese allerdings nicht verändern und anpassen. Dafür hast du eine wirklich große Auswahl an Figuren für deine Designs zur Verfügung. Zu den Figuren gelangst du, indem du auf der linken Seite ganz unten die Apps aufrufst und nach das Pixton App suchst.

Mit Klick auf die App gelangst du direkt zu den Comicfiguren. Diese kannst du wie jedes andere Element bei Canva auf dein Blatt ziehen und bearbeiten.

Um Herr über das große Angebot an Charakteren zu werden, kannst du mit der Suche die immense Auswahl spezifizieren, allerdings funktionieren noch noch nicht allzu viele Begriffe bei der Differenzierung der Figuren. Dies macht die Arbeit doch etwas mühseliger und ich bin gespannt, ob ich irgendwann Canva der eigentlichen App vorziehen werde.

Die Discovery Tour im Geschichtsunterricht einsetzen

Antike, Computerspiel, Geschichte

Dass man Computerspiele im Geschichtsunterricht gewinnbringend einsetzen kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Insbesondere in den jüngeren Jahrgangsstufen bietet es sich an, für den Einsatz von Digitalen Spielen im Unterricht auf sogenannte Serious Games zurückzugreifen. Das sind Spiele, welche speziell für den Bildungskontext entwickelt wurden und in der Regel eine sehr geringe Altersfreigabe haben. Zu diesen Spielen zählt auch die Discovery Tour von Ubisoft. Diese kostet als Einzellizenz um die 20€, ist aber auch kostenlos bei den Hauptspielen der Reihe enthalten.

Discovery Tour

Die Discovery Tour ist eine Reise durch die Welt von Assassin´s Creed ohne Gewalt, Blut und sexuelle Inhalte. Diese Museumstour gibt es mittlerweile für die Teile „Wiking Age“, „Ancient Greece“ und „Odyseey“. Letztere habe ich für meinen Unterricht genutzt. In den einzelnen Touren können die Schüler*innen einzelne Quests bearbeiten, welche ihnen etwas über ein spezifisches Thema, beispielsweise die Pyramiden beibringen. Hierdurch lernen die Schüler*innen spielerisch etwas über unsere historische Vergangenheit und vergessen so manchmal die Welt um sich herum. Ein großer Pluspunkt im Vergleich zu anderen Serious Games ist sicherlich auch die extrem gute Grafik der Spielereihe, welche das Eintauchen in eine fremde Welt sehr erleichtert.

Einsatz im Unterricht

Natürlich darf an dieser Stelle im Unterricht nicht vernachlässigt werden, dass es sich bei dem Spiel um eine Darstellung handelt und die Schüler*innen in diesem Hinblick auch geschult werden. Dies haben meine Mädels aber super gemacht und auch in der Ex ihr Wissen unter Beweis gestellt. Im Unterricht habe ich das Serious Game komplett in die Einheit zum Alten Ägypten eingegliedert und hierfür drei Episoden gewählt. Einmal eine Tour über den Nil, einem durch eine Pyramide und letztendlich noch zur Mumifizierung. An dieser Stelle muss ich aber auch gestehen, dass nicht alle Touren der Discovery Tour sich vor den Unterricht eignen, da einige doch etwas langatmig oder langweilig sind. Mit Hilfe der Tour haben die Mädels somit drei Erarbeitungen ihres Entdeckertagebuchs gemeistert, während die anderen Themen mit anderen Methoden bearbeitet wurden.

Zudem befanden sich noch Einheiten zur Quellenkritik, Geschichtskultur und der Hochkultur in ihrem Entdeckertagebuch, welches sie als Büchlein in DNA5 bekommen haben.

Technische Durchführung

Da ich leider nicht über eine so große Anzahl an Konsolen verfüge, damit jede Schülerin an einem eigenen Gerät spielen kann, haben wir das Spiel gemeinsam im Unterricht gespielt. Hierfür habe ich es an die Tafel projektiert und zwei Controller mit Bluethooth im Klassenzimmer umherlaufen lassen, sodass jede mehrmals in dieser Einheit spielen konnte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass dies ein größer Nachteil war, denn die Mädels hatten sehr viel Spaß und die einzelnen Stunden richtig gefeiert.

Fazit aus der Praxis

Die Einheit zu Ägypten hat sowohl den Mädels als auch mir große Freude bereitet und ich würde es immer wieder machen. Neben den historischen Komponenten haben sie sehr viel über die Rezeption von Geschichte gelernt. An dieser Stelle soll auch nicht die Nähe zu ihrer eigenen Lebensrealität vernachlässigt werden, denn privat Spielen tut tatsächlich auch ein Teil der Klasse.

Material

Das Entdeckertagebuch findet ihr mit Clips zu diesen einzelnen Episoden hier bei eduki. Zudem möchte ich an dieser Stelle auch auf die Arbeit von Lucas Haasis und Patrick Heike zur Discovery Tour, insbesondere Ancient Greece verweisen, wo ihr gerne hier einmal vorbeischauen könnt.

So gestaltest du ein Lapbook für deinen Unterricht!

alternative Prüfungsformate, Antike, Geschichte

Lange haben wir überlegt, mit welchem Beitrag wir ins das Jahr 2023 einsteigen. Ende des letzten Jahres haben wir beide noch spannende Projekte durchgeführt, welchen aber noch nicht ganz abgeschlossen und somit auch nicht fertig für eine Vorstellung sind. Ihr dürft euch auf jeden Fall auf einen digitalen und kreativen Januar freuen. Kreativ geht es auch im neuen Jahr los und zwar mit einem interaktiven Buch für meine 6.Klassen. Per Definition passt es in meinen Augen am besten in die Kategorie der Lapbooks, ich habe aber auch Layerbook, Klappbook oder Shutterbook im Netz gefunden. Vom Aufbau kann man hier vermutlich auch von einem Flipbook reden, aber das ist ohne interaktive Elemente.

Was ist ein Lapbook?

Unter einem Lapbook versteht man ein Klappbuch mit verschiedenen interaktiven Elementen. In der Regel lassen sich meist links und rechts Flügel aufklappen. Dies ist aber nicht immer der Fall. In einem Lapbook verstecken sich verschiedene Elemente, welche von den Schüler*innen zu einem bestimmten Thema erarbeitet werden. Diese können vorgegeben oder frei gewählt sein. Hierbei kommt es vor allem auf Kreativität, Vorstellungskraft und für ein gutes Verständnis des Themas sowie den Transfer dessen auf die interaktiven Elemente an. Ein sehr schönes Beispiel, wo die Elemente auch selbst gestaltet wurden, findet du zum Beispiel hier für das Fach Latein.

Vorbereitung

Als ersten Schritt bei der Konzeption eines Lapbooks kann ich jedem nur empfehlen auf Schmierpapier eine Skizze zu basteln und den Inhalt grob zu konzipieren. Ich habe hierfür bereits das Papier auf die entsprechende Seitengröße zugeschnitten und grob eingezeichnet, wo die interaktiven Elemente später platziert werden. Als Format habe ich DNA4 gewählt, damit man es später lochen und abheften kann.

Anschließend habe ich meine Skizze mit Canva zu Papier gebracht und die Vorlage für das Lapbook gestaltet. Alle Inhalte werden anschließend auf DNA4 gedruckt und können auch so verbastelt werden. So benötigt es bis auf Kleinigkeiten kein extra Material oder einen dicken Karton. Ich habe mich für verschiedene interaktive Elemente, wie einen Fächer, ein Faltbüchlein und offene Karten entschieden. Besonders gut gefällt mir hierbei das Büchlein, welches durch einen kleinen Klettverschluss zusammengehalten wird und zu eine kleine Spielerei innerhalb des Lapbooks darstellt.

Von der Skizze bis zum fertigen Produkt habe ich etwa 1,5Tage benötigt, da ich auch noch Texte schreiben und Quellen recherchieren musste. Auch wenn es sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, muss ich doch sagen, dass es mir sehr viel Spaß bereitet hat und ich es wieder so machen würde.

Einsatz im Unterricht

Das Lapbook wird den Abschluss der Reihe „Antikes Griechenland“ bilden und uns bis zu den Faschingsferien begleiten. Nach der aktuell laufenden Einheit zu Olympia werden die Mädchen das Buch im Unterricht erarbeiten und gemeinsam mit mir basteln. Als Besonderheit dürfen sie erstmals mit dem iPad arbeiten und zudem mit den Playbooks von History Voices einige Abschnitte ausfüllen. Die Darstellungstexte zu den einzelnen Kapiteln befinden sich auf den Arbeitsblättern und zusätzlich auf ihrer Klassenpinnwand. Hierbei können sie zwischen verschiedenen Materialien auswählen, welche in der Regel aus Texten, Video und interaktiven Aufgaben bestehen. Für die Erarbeitung sind hierbei vier Stunden geplant und für das gemeinsame Basteln anschließend die letzte Stunde vor den Faschingsferien.

Material

Das Material mit (hier) und ohne Inhalt als PDF &PowerPoint-Template (hier) ist via eduki zu erwerben und kann auch einzeln heruntergeladen werden.

Komplimenttöpfe für Lehrkräfte

Allgemein

Im Unterricht sprechen wir oft davon, wertvolle Erinnerungen und schöne Komplimente in Töpfen zu sammeln. Warum tun wir dies nicht einmal selbst für uns und sammeln die schönen Erinnerungen eines Schuljahres?

Vorbereitung

Als Vorbereitung habe ich einmal mit Canva ein Etikett für meinen Behälter gestaltet sowie ein passendes Glas herausgesucht. Hierfür habe ich ein altes Glas genommen, welches einmal mit Lebensmitteln gefüllt war. Man kann hierfür aber auch ein passendes Glas kaufen. Anschließend habe ich mein Etikett in passender Größe auf Etikettenpapier gedruckt und ausgeschnitten.

Im Anschluss daran, habe ich mein Etiketten auf das Glas geklebt und war auch schon fertig mit der Vorbereitung.

Das Befüllen

Nun kannst du das Glas Schritt für Schritt befüllen und jeden Moment auf einem Papier festhalten, den du in Erinnerung halten willst. Das Glas kannst du leeren, wenn es einmal besonders stressig in der Schule ist oder als Reflexion am Ende eines Schuljahres.

Unser Jahresrückblick: Das war 2022!

Allgemein

Beim Schreiben dieses Beitrags werde ich ganz emotional, denn ich lasse Revue passieren, was in diesem Jahr alles passiert. Ich glaube, hätte uns das jemand zu Beginn des Jahres gesagt, hätten wir ihn für verrückt erklärt. Das Jahr 2022 war kein einfaches Jahr, aber dennoch ein sehr schönes Jahr, auf welches wir nicht verzichten möchten.

Januar

Ins Jahr 2022 starteten wir gemeinsam Ende Januar mit einem Besuch von Björn und Team:werk bei mir in Würzburg. Ich weiß noch, dass ich nach dem Besuch in der Pizzeria eine rote Corona-WarnApp hatte und mein Test daraufhin uneindeutig war. Durfte dann auch bis zum negativen Ergebnis nicht mehr in die Schule… Corona selbst hatte ich dann im März.

Mai

Der Anfang des Jahres war für uns beide relativ ruhig. Im April war ich nochmals in Hannover und im Mai stand die erste Veranstaltung in Präsenz an. Es ging zu #wildcampen nach Bad Wildbad. Mein erstes Barcamp live und vor Ort. Ich war voller Vorfreude und hatte ein tolle Wochenende im Schwarzwald, bei welchem ich viele Gesichter aus dem #twlz persönlich kennenlernen durfte.

Juni

Im Juni ging es für mich wieder nach Hannover. Dass ich zu Beginn des Jahres wesentlich häufiger in Hannover bin als Björn in Würzburg ist in der Regel der Tatsache geschuldet, dass Bayern hier mehr Ferien hat und wir uns meist in den Ferien treffen, da die reisende Person so entspannter An- und Abreisen kann. Der Grund für meine Reise war diesmal neben einem persönlichen Wiedersehen auch die Tatsache, dass wir von Lucas Haasis und Patrick Heike in ihr Seminar an die Universität Oldenburg eingeladen wurden. Mit den beiden verbindet uns die Passion zu Computerspielen im Unterricht.

Der Start der Reise gestaltete sich in Hannover etwas holprig, denn wir standen sofort auf der Autobahn im Stau. Auf dieser Reise habe ich gelernt, dass man Björn nie die Reiseverpflegung managen lässt. Ich wollte nämlich etwas mitnehmen, er allerdings nicht. Ratet mal, wer die ganze Zeit gemeckert hat, dass er hungrig sei 😅 Zur Entschädigung gab es in Oldenburg dann eine große Pizza nach dem Seminar. Unser Vortrag im Seminar zu Computerspielen im Geschichtsunterricht war ein voller Erfolg und die Studierenden haben toll mit uns diskutiert und angeregt Fragen gestellt. Wir kommen gerne wieder nach Oldenburg!

August

Anfang August begann für uns die große Suche nach einer Unterkunft in Köln. Denn relativ kurzfristig hatten wir die Bestätigung erhalten, dass wir auf dem Kongress der Gamescom gemeinsam mit Lucas Haasis und Patrick Heike über Digitale Spiele im Unterricht sprechen werden. Ich kann euch sagen, dass Köln zu diesem Zeitpunkt komplett ausgebucht ist, außer man möchte irgendwo für 300€ die Nacht nächtigen. über Hannover ging es im August dann nach Hannover. Der ICE war super pünktlich, aber auf dem Messegelände haben wir ewig nach dem Raum für den Kongress gesucht. Vor dem Vortrag hatten wir trotzdem noch genügend Zeit, um einmal die Gamescom zu erkunden: Eine eigene und sehr spannende Welt für sich, die auch sehr viel Potenzial für den schulischen Kontext besitzt.

September

Nach unserem Trip nach Köln sind wir NRW treu geblieben und es ging weiter nach Düsseldorf. Auf dem eduCamp in Düsseldorf durften wir viele neue Gesichter kennenlernen und zudem ich uns bis dato unbekannte technische Welten eintauchen.

Weil eine Veranstaltung im Monat nicht reicht, ging es für uns Ende September auch noch nach Hannover. Auf der mobile Schule wurde ich von Lucas Haasis unterstützt, da Björn zu diesem Zeitpunkt auf Klassenfahrt in Kopenhagen war. Für ihn war das besonders bitter, da er als Hannoveraner quasi keine Anreise gehabt hätte. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr klappt und wir gemeinsam auf die molol können. Auf der Tagung durfte ich viele spannende Leute und Konzepte kennenlernen und meinen Mädels den Traum eines Selfies mit MrWissen2Go erfüllen. Noch einmal vielen herzlichen Dank an dich, Mirko.

Oktober

Im Oktober war ich in Erlangen auf dem MonteCamp. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, außerhalb des eigenen Tellerrands zu blicken und neue Impulse kennenzulernen.

November

Aus diesem Grund ging es für uns beide im November zum wiederholten mal aufs Deutsche Lehrkräfteforum. Letztes Jahr war das Forum die erste Veranstaltung, die wir gemeinsam besucht haben und die erste wirkliche Veranstaltung nach Corona, die für uns beide möglich war. Umso mehr freuten wir uns, dass wir in diesem Jahr mit der Tafelrunde und Team:werk aufs Deutsche Lehrkräfteforum eingeladen und dies mitgestalten durften. Neben dem Check-in und Check-out haben wir auch eine eigenen Workshop zu zeitgemäßen Prüfungsformaten angeboten.

2022…

…. war für uns ein sehr spannendes Jahr. Wir durften wahnsinnig viele neue Erfahrungen machen, die wir manchmal selbst nicht so ganz realisieren können. Hierfür sind wir unendlich dankbar und nehmen dies nicht als selbstverständlich an. Björn und ich freuen uns sehr auf das kommende Jahr und das dritte Jahr als Team. Wir haben einige spannende Dinge für euch geplant und sind schon ganz gespannt auf euer Resümee hierzu. Zudem wird sich ein langgehegter Wunsch von Björn erfüllen, aber dazu mehr im kommenden Jahr … Wir wünschen euch und euren Familien eine schöne und erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2023.

Katharina und Björn

Mini-Games im Unterricht mit Gimkit erstellen und durchführen

Computerspiel, digital, Gamification, Spiel

Heute möchten wir euch ein weiteres digitales Tool vorstellen, mit welchem ihr Mini-Games im Unterricht durchführen könnt: Gimkit. Das Tool funktioniert vom Prinzip ähnlich wie Kahoot, allerdings hat man hier eine viel größere Auswahl an Games als beim Klassiker unter den Quiz-Games.

Erstellen von Fragen

Nachdem man sich auf der Website kostenlos registriert hat, kann man gleich schon loslegen mit dem Erstellen eines Decks an Fragen. Man kann hierbei zwischen offenen und geschlossenen Fragen wählen. So ist beispielsweise auch das selbstständige Bilden von Formen, beispielsweise im Fremdsprachenunterricht, möglich.

Durchführen des Mini-Games

Wenn man damit fertig ist, geht es auch gleich schon los mit dem Mini-Game. Mit gefällt hierbei gut, dass ich jedes beliebige Spiel auf mein Deck an Fragen anwenden kann.

Im Live-Modus tritt man hierbei mit seinen Klassenkamerad*innen in Interaktion. Es gibt Games, wie beispielsweise „Snowbrawl“, wo die Schüler*innen gegenseitig antreten, aber auch Games wie „the floor is lava“, wo die Klasse gemeinsam gegen das ansteigende Lava kämpft und einen Turm bauen muss, um sich zu retten. Zum Game gelangen die Schüler*innen hierbei mit Hilfe eines Codes, welcher über den Beamer an die Tafel projektiert werden kann.

Bei den verschiedenen Games geht es immer darum, dass die Schüler*innen etwas erhalten. Bei der Schneeballschlacht erhalten sie neue Schneebälle, indem sie Fragen beantworten. Beim Kampf gegen das Lava müssen sie Geld verdienen, um sich vor dem Lava retten zu können. Um das Geld für den Bau des Turms zu erhalten müssen sie wiederum Fragen beantworten.

Neben dem Live-Game ist es zudem möglich, dass die Schüler*innen das Game bis zu einen bestimmten Zeitpunkt zuhause durchführen. Diese Option ist allerdings nur bei einer begrenzten Anzahl an Games verfügbar. Hier haben wir ein Beispiel für euch generiert.

Fazit

Ich habe eine Auswahl der Games mit drei meiner Klassen im Unterricht getestet und insbesondere die Schneeballschlacht und der Kampf gegen das Lava waren ein Highlight der Mädels. Schade war etwas, dass die Fragen zum Teil nicht so gut durchgemischt wurden und diese sich öfters einmal gedoppelt haben. Zudem kann man in der kostenfreien Version nach der Testphase einige Spiele nur mit fünf Konten spielen. Auch wird die Anzahl der verfügbaren Spiele begrenzt. Eine Kaufentscheidung ist aktuell noch nicht gefallen.