Julikrise – De-Konstruktion eines Serious Games

Computerspiel, Erster Weltkrieg, Geschichte, Neuzeit

„Und wir dürfen das jetzt wirklich spielen?“ fragten meine Mädels verunsichert als ich sie dazu aufgefordert hatte, ein Serious Game zur Julikrise zu spielen. Nach meiner bejahenden Antwort ging es dann auch schon los.

Das Spiel

Gespielt wurde das Serious Game „1914 – Das Attentat von Sarajevo„. Ich habe weder vor noch während des Spielens groß etwas dazu gesagt und meine Mädels einfach mal machen lassen. Genutzt wurden hierbei die Handys der Mädchen. Hier hat die Praxis gezeigt, dass das Spiel auf dem iPhone am besten läuft.

Nach dem Spiel

Nachdem Spiel habe ich sie gefragt, wie sie das Spiel fanden. Viele hat es irritiert, dass das Attentat stattgefunden hat, auch wenn sie dagegen gestimmt haben. Zudem haben wir darüber diskutiert, ob das Attentat richtig war und ob sie der Meinung sind, dass man für seine Ziele einen Menschen töten darf. Diese Fragen wurden auch im Spiel selbst aufgeworfen und ich habe sie somit nochmals vertieft zur Diskussion gestellt.

Während dieser Debatte kamen schon einige Fragen auf, wer denn nun ermordet worden sei: Franz, der Kaiser von Österreich? Ein König? Oder auch nicht? Im Allgemeinen habe ich während dieser Diskussion festgestellt, dass beide Klassen sehr reflektiert und analysierend vorgegangen sind. Diese Verunsicherung nutze ich, um ihnen die Frage zu stellen, ob das Spiel denn die Realität darstelle. Da wir am Anfang des Schuljahres darüber gesprochen haben, dass Computerspiele dies nicht tun, waren sie ganz schon am Zweifeln. Eine Klasse war komplett irritiert und die andere war der Meinung, dass ein wahrer Kern bestehe. Ich habe mich dazu nicht geäußert und sie überlegen lassen, wie sie denn nun dahinter kommen, ob das Spiel eine historische Narration darstellt oder fiktiv ist.

Die De-Konstruktion

Als kleine Hilfestellung habe ich gemeinsam mit den Klassen Fragen gesammelt – einmal digital und einmal analog – anhand welche die Mädchen recherchieren wollten, was es denn nun mit dem Spiel auf sich hat.

MindMap zur Reche

Bei der Recherche haben sich alle beteiligt und auch die etwas Ruhigeren Schülerinnen haben sich rege an der Recherche und Beantwortung der Fragen beteiligt. Insbesondere Princip hatte es ihnen sehr angetan und so wurde viel zu ihm diskutiert und recherchiert. Hierbei haben sie auch festgestellt, dass es unterschiedliche Darstellungen über seinen Tod gibt und diese gegeneinander abgewogen. Sie haben bei der Recherche gezeigt, dass sie den Umgang mit Quellen und Darstellung beherrschen, diese kritisch hinterfragen und auch gegeneinander abwägen können.

Die Sicherung

Die finale Aufgabe dieser Einheit war die Sicherung der Ergebnisse. Hierbei habe ich den Mädchen wiederum freien Lauf gelassen und entscheiden lassen, in welcher Form das Gelernte gesichert werden soll. Sie haben sich für einen klassischen Tafelaufschrieb entscheiden und diesen auch erstellt.

Sicherung der Recherche

Besonders schön fand ich, dass sie eigenständig gefordert haben, Definitionen wie den Tyrannenmord aufzunehmen, um den Aufschrieb auch später noch gut nachvollziehen zu können.

Fazit

Insgesamt erachte ich diese Einheit als sehr gelungen. Die Mädchen haben sich rege beteiligt und ich bin mir sicher, dass wenn wir nächste Woche eine Klassenarbeit schreiben würde, jede von ihnen den Stoff problemlos wiedergeben können. Auch langfristig wurde durch die selbstständigen Recherchen und das große Interesse am Geschehen aufgrund des Spiels das Wissen nachhaltig im Gedächtnis gesichert.

Halloween im Lateinunterricht

Latein

Auch wenn Halloween kein Fest ist, welches auf die Römer zurückgeht, bietet es sich doch sehr gut für den Lateinunterricht an. In dieser Übung ist es Aufgabe der SchülerInnen einen Trank gegen Hausaufgaben zu finden, um sich für die aktuelle Stunde bzw. für die kommenden Ferien von den Hausaufgaben befreien zu können. Hierzu müssen sie kleine gruselige Rätsel lösen, um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.

Für alle Lehrkräfte außerhalb des Faches Latein habe ich die einzelnen Rätsel als Datei im Material angehängt. Die Lösung des Tranks ist blau.

Material

Björns Woche im #twlz: „Tempus fugit“ oder was tun, wenn die Zeit knapp wird?

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

hier in Niedersachsen stehen die Herbstferien an! Nach 6 1/2 intensiven Wochen freue ich mich schon auf die „unterrichtsfreie“ Zeit, denn u.a. mit Klausurkorrektur gibt es auch in den Ferien genügend zu tun. Trotzdem gibt es auch die ein oder andere Sache, auf die ich gerne mit euch zurückblicken möchte. Und auch gerne mit euch besprechen will.

„Noch 5 Minuten…“ Wie beendet man eine unfertige Stunde?

Sicherlich kennt ihr diese Situation auch: Aus unterschiedlichen Gründen hat sich die ganze Stunde wieder etwas hingezogen. Die Klasse kam 5 Minuten später vom Sport, danach musste noch was organisatorisches besprochen werden, die Klasse stellt zu viele Fragen beim Einstieg etc.: Man kommt zwar voran, aber spätestens in der Arbeitsphase merkt man, dass man das Ende der Stunde nicht erreicht. Dieses Gefühl hatte ich in der letzten Woche relativ oft, sodass ich mich da selbst frage: Wie gehe ich am besten mit einer solchen Situation um. Denn die SchülerInnen einfach so aus dem Unterricht gehen zu lassen, ohne irgendwie nochmal etwas besprochen zu haben, fühlte sich sehr komisch an.

Die ersten Stunde habe ich nämlich so beendet, nach dem Motto: Bearbeitet das Blatt als Hausaufgabe fertig. Das kam bei den SchülerInnen nicht gut an (wann können Hausaufgaben das schonmal?) und sorgte wieder dafür, dass die nächste Stunde viel Platz wegnahm, um die Arbeitsaufträge zu besprechen. Zumal sie mittlerweile wieder vergessen hatten, was wir eigentlich gemacht haben. In den nächsten Stunden bin ich anders vorgegangen: Hier habe ich die Arbeitsphase früher unterbrochen, aber bewusst dafür genutzt, nur Aufgabe 1 zu vergleichen und den Rest als Hausaufgabe aufzugeben. So hatte die Klasse immerhin einen kleinen Erkenntnisgewinn, der Rest wurde dann als Hausaufgabe gemacht. Hiermit war ich schon wesentlich zufriedener als bei der vorherigen Lösung, da auch von der Folgestunde nicht so viel gebraucht wurde.

Allerdings frage ich mich immer noch, welche anderen Lösungen es gibt, um Stunden, die man nicht mehr fertig bekommt, sinnvoll zu beenden. Hier möchte ich dieses Format gerne nutzen, um eure Erfahrungen und Tipps zu „unfertigen“ Stunden zu hören. Wie geht ihr damit um, wenn ihr seht, dass ihr eine Stunde nicht mehr so durchführen könnt, wie ihr es geplant habt?

Tweets zur Boston Tea Party? – Eine Social Media-Methode

Mit meiner zwölften Klasse habe ich mich in meiner Einheit zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bewegt und wir sind dabei zur Boston Tea Party gekommen. Zur Behandlung dieses wichtigen Themas habe ich neben dem Lesen eines klassisches Darstellungstextes auch die folgende Aufgabe gestellt: „Stellt euch vor, es hätte zu Zeiten der Boston Tea Party schon Social Media gegeben. Erstellt Posts, Tweets etc., die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.“ Nach anfänglicher Skepsis fingen die SchülerInnen schließlich an, kreativ zu werden. Die Umsetzung dieses historischen Themas in modernen Form sei eine spannende Herausforderung gewesen, hieß es danach in der Nachbesprechung. Auch kam das Feedback, dass man bei der Recherche sehr genau auf Details geachtet hätte (z.B. war John Adams wirklich bei der Boston Tea Party dabei?). Generell hat es den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht und einige der gesammelten Werke möchte ich euch nicht vorenthalten. Diese Methode wird auf jeden Fall wieder ihren Weg in den Unterricht finden. 😎

Eine zweite Chance für ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen? – Eine Fishbowl-Diskussion

In meinem elften Jahrgang habe ich aktuell das Thema der friedlichen Revolution in der DDR. Als Grundlagen müssen dazu auch verschiedene Themen der Gesellschaft der DDR thematisiert werden, weshalb wir in der letzten Stunde über die Stasi gesprochen haben. Da es auch heute noch viele ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen gibt, die Teil unserer Gesellschaft sind, bin ich mit meinem Kurs die Frage nachgegangen, ob ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen eine „zweite Chance“ verdient haben. Als Methode habe ich hier zum ersten Mal eine „Fishbowl-Diskussion“ gewählt. In dieser Methode sitzen vier Personen in einem Sitzkreis in der Mitte des Raumes und diskutieren gemeinsam über ein Thema. Das äußere Publikum schaut ihnen also wie bei einem Goldfischglas zu. Das besondere ist, dass die Personen in der Mitte jederzeit „ausgetauscht“ werden können durch Personen aus dem Publikum. Somit fließen immer neue Meinungen und Ansichten in die Diskussion ein. Am Ende konnten wir durch diese spannende Methode viele gute Pro und Contra-Argumente sammeln und die SchülerInnen betonten nochmal, dass diese Methode eine gute Abwechslungs zum klassischen „Einzelabfragen“ der Lehrkraft darstellte.

Gedanken aus dem #twlz

Mit Social Media habe ich bereits erfolgreich im Unterricht gearbeitet, mit Trailern aber noch nicht. Die Kollegin @Julelernt_lehrt hat dazu einen tollen Flyer erstellt, welcher auf die wichtigsten Punkte, die es hierbei zu beachten gilt, eingeht.

Als ehemaliger Referendar fand ich es ebenfalls „spannend“, mein Referendariat unter Corona-Bedingungen durchzuführen. Daher war es sehr interessant, einmal zu hören, wie „andere“ Referendare diese Zeit wahrgenommen haben. Einen Einblick gibt die aktuelle Folge des Podcasts #teechtalks.

Fazit

Vom Stresslevel so langsam bereit für die Herbstferien, aber lange ist es ja nicht mehr hin. Insofern liebe Grüße an die KollegInnen, die schon Ferien haben und noch etwas Kraft an die Kollegen, welche erst später in die Ferien gehen. Nichtsdestotrotz macht es mir weiterhin viel Spass an meiner Schule und ich freue mich schon auf die nächsten kreativen Sachen, die ich (bzw. meine SchülerInnen dann) ausprobieren dürfen. 😊

[Materialsammlung] AR & VR im Geschichtsunterricht

2.Weltkrieg, Apps/Programme, digital, Geschichte

Im heutigen Blogpost stellen wir euch unsere liebsten AR & VR Anwendungen für den Geschichtsunterricht vor. Aktuell arbeiten wir mit dem Merge Cube und der MauAR-App und die SchülerInnen sind sehr begeistert. Als technische Unterstützung nutzen wir iPads und teilweise den Beamer, um bei größeren Klassen die Anwendung an die Tafel projektieren zu kann, da teilweise das Internet sonst zu schwach wäre.

Merge Cube

Wie bereits in diesem Blogpost gezeigt wurde, kann man den Merge Cube selbst bespielen und variabel im Unterricht einsetzen. Apps wie Object Viewer bieten einem aber auch die Möglichkeit, Objekt durch den Würfel projektieren zu lassen, welche dann von allen Seiten betrachtet werden können. Insbesondere für die Weltkriege finden sich hier einige spannende Objekte.

WDR AR

Die App WDR VR stellt mit Hilfe von virtueller Realität Zeitzeugenberichte rund um den Zweiten Weltkrieg anschaulich dar. Durch diese Darstellungen werden die SchülerInnen gefesselt und verfolgen gespannt den Erläuterungen. Für den schulischen Einsatz gibt es zudem (hier) bereits ein ausführliches Arbeitsmaterial.

MauAr

Diese Anwendung befasst sich mit dem Bau der Mauer und holt diese direkt ins Klassenzimmer. In verschiedenen Episoden wird der Bau der Mauer und das Leben im geteilten Deutschland aus Sicht von Ost- und Westdeutschland dargestellt. Insbesondere durch die vielen Elemente, welche während der Anwendung zu entdecken sind, wird spannend aufgebaut.

Wer sich als Lehrkraft oder während einer Klassenfahrt in Berlin vor Ort befindet, kann die Mauer an den jeweiligen historischen Orten entstehen lassen und hautnah zum Beispiel den Protest der der DDR erleben. Ich hatte hierzu einmal die Möglichkeit und fand es sehr beeindruckend.

Die Entwicklung der amerikanischen Kolonien spielerisch „entdecken“ [deck.toys]

Apps/Programme, deck.toys, Geschichte, Neuzeit

Die Amerikanische Revolution ist nach wie vor ein Dauerbrenner in den Geschichtsbüchern- und Curricula. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf den Entwicklungen, welche die Konflikte zwischen dem britischen Parlament und den amerikanischen Kolonien, zum Thema haben, bis hin zur Unabhängigkeitserklärung am 04.07.1776. Doch bevor man sich mit diesen ganzen Konflikten beschäftigen kann, ist es natürlich notwendig, dass die SchülerInnen sehen, dass dieser Konflikt nicht einfach „da war“. Es ist unabdingbar, dass die SchülerInnen über die Vorgeschichte des Konflikts ausführlich informiert sind: Wie entstanden die Kolonien in Amerika? Wer siedelte sich dort an? Wie war das Verhältnis zwischen den Kolonien und dem „Mutterland“? Und welche Entwicklungen führen zu den ersten Konflikten, die sich 1765 mit der Einführung der Stempelsteuer entzündeten?

All diese Fragen müssen natürlich geklärt werden. Und um dies auf eine möglichst spannende, aber gleichzeitig auch informative Weise zu tun, habe ich ein neues deck.toys entwickelt, welches sich speziell mit diesen Entwicklungen beschäftigt. Hier geht es darum, dass die SchülerInnen die wichtigsten Entwicklungen der ersten Kolonien bis zum siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) spielerisch kennenlernen. Mit den unterschiedlichen Methoden, welche deck.toys anbietet (z.B. Quizzes, Sortieraufgaben, Wahr-oder-Falsch Fragen etc.), ist so ein methodisch abwechslungsreiches Abenteuer entstanden, welches den oben angesprochenen Rahmen abdeckt.

Aufgabenbeispiel

Die letzte Station nach dem siebenjährigen Krieg fordert die SchülerInnen dann auf, sich Gedanken über die weitere Entwicklung der Kolonien zu machen. Dies kann als Überleitung zu den kommenden Stunden genutzt werden, in welcher die durch den siebenjährigen Krieg entstandenen Schulden als Aufhänger genutzt werden können, um die Einführung der Stempelsteuer zu thematisieren.

Das deck.toys zum eigenen Gebrauch findet ihr hier. Es kann über alle mobilen Endgeräte ohne Anmeldung direkt genutzt werden.

Workshop

Du hast Lust, selbst aktiv zu werden? Melde dich gerne zum kostenlosen Workshop am 01. Dezember hier an.

Kathas Woche im #twlz: problemorientierter Unterricht, Reflexion, VR & AR

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

vergangene Woche war ich mit einer sehr guten Freundin zum Joggen verabredet. Sie hat vor kurzem ihr Examen in Biologie und Englisch absolviert und so kamen wir auch auf unseren Unterricht zu sprechen. Insbesondere auf den problemorientierten Unterricht kamen wir zu sprechen. Ich muss gestehen, dass ich diesen für sehr wichtig erachte, ihn aber aktuell noch nicht perfekt umsetze. Teilweise habe ich noch Probleme, für jede Stunde die richtige Problematik zu finden, teilweise erscheint mir diese dann auch zu gekünstelt. Eine weitere Sorge ist, dass ich durch die Problematik die Spannungskurve abflachen könnte oder das Problem zu komplex ist, um von den Schülerinnen genannt zu werden. Auch die aktuelle Situation mit den Testen bereitete mir Sorge, ob ich es mit meinen Schülerinnen in so kurzer Zeit schaffen kann, eine problemorientierte Fragestellung zu bilden und diese in der Stunde auch noch zu lösen.

Ich habe mir in den vergangenen Tagen sehr viele Gedanken dazu gemacht, wie ich meinen Unterricht problemorientierter gestalten könnte. Zufälligerweise kam letzte Woche eine Schülerin am Ende der Stunde zu mir und stellte mir zum gelehrten Stoff eine Frage. Mit Hilfe dieser Frage werde ich nun eine von den Schülerinnen selbst gefunden Problemstellung zu Beginn der Stunde stellen. Aufgrund dieser Frage habe ich mir vorgenommen, in dieser Klasse noch kritischer und problemorientierter an das Thema heranzugehen und zu beobachten, wie die Schülerinnen damit zurecht kommen. Meine Bedenken sind insbesondere, dass sie Probleme haben, eigenständig eine problemorientierte Frage zu Beginn der Stunde zu formulieren. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Beginnt ihre jede Stunde mit einer problemorientierten Frage?

Meine Woche im #twlz

Neben meiner kleinen Laufrunde haben mich zudem diese Tweets zum Nachdenken und Reflektieren angeregt.

Schülerreflexion

Reflexion und Nachvollziehen des gelernten Stoffes erachte ich für einen wichtigen Teil des Lernprozesses. Aus diesem Grund finde ich den Ansatz mit einem wöchentlichen Podcast als Reflexion sehr spannend und werde ihn definitiv einmal selbst ausprobieren.

Leiter zur Projektplanung

Aktuell bearbeiten meine Mädels eine Stationsarbeit zur Amerikanischen Revolution. Bei dem nächsten größeren Projekt kommt diese Leiter sicherlich zum Einsatz.

Tolle Übersicht zu QR-Codes

Die kleinen Codes sind bei mir in vielfältiger Weise im Unterricht im Einsatz. Umso mehr freue ich mich über diese tolle Übersicht mit all ihren Möglichkeiten.

AR & VR im Unterricht

Eine tolle Übersicht, die ich gleich einmal an meine Freundin weitergeleitet habe.

Weitere tolle Anregungen für VR & AR im Unterricht finden sich auf diesem Padlet sowie im fragestellenden Tweet.

Einführung mit dem Merge Cube

Einführung, Geschichte, Neuzeit

Der Merge Cube ist ein Würfel, mit welchem es möglich ist, mit Hilfe eines digitalen Endgerätes Bilder oder Objekte auf diesen zu projektieren. Der Würfel selbst kann ganz einfach ausgedruckt und gebastelt werden. Hier findet sich eine Vorlage. Anschließend kann man sich eine entsprechende App zum Bespielen des Würfels herunterladen oder diesen selbst bespielen. Letzteres habe ich zur Einführung für das Fach Geschichte selbst gemacht. Hierbei haben die Schülerinnen durch den Würfel Hinweise bekommen, um was für eine Person es sich in dieser Stunde drehen könnte. Ihre Neugierde wurde geweckt und zusammen sind wir den Infos nachgegangen und haben einen Steckbrief zu Ludwig XIV erstellt.

Die Vorlage

Mit der Anwendung Canva habe ich im Format eines Instagramposts die einzelnen Bilder erstellt und anschließend als png-Datei heruntergeladen. Dies geht relativ einfach und unkompliziert.

Der Würfel

Um die Karten nun auf den Würfel zubekommen, habe ich die Anwendung CoSpaces genutzt. Nach der Anmeldung benötigt ihr die Vorlage „Empty scene“ unter dem Reiter „MERGE Cube“.

Anschließend werden die einzelnen Kärtchen etwas größer um den Würfel herumgesetzt, um einen neuen, geschlossenen Würfel zu erhalten.

Nach dem Speichern der Anwendung können die Bilder mit Hilfe der passenden App der Anwendung durch das Handy oder Tablet auf den Würfel projektiert werden. Das Ergebnis könnt ihr hier gerne selbst testen.

„Vier Gewinnt“ im Sprachunterricht

Latein, Wiederholung

„Vier gewinnt“ ist ein Spiel, welches ich gerne zur Wiederholung in den Lateinunterricht einbaue und welches mich schon ab und zu einmal in Bedrängnis gebracht hat. Eine Lerngruppe war sehr ehrgeizig und wollte das Spiel immer und immer wiederholen, um so mehr Punkte zu erreichen. Persönlich hatte ich nichts dagegen, denn so haben sie zuhause die lateinischen Formen intensiv geübt, um am Ende den Sieg zu holen.

Das Spielprinzip

Für das Spiel habe ich an die Tafel ein 4×7 Feld gezeichnet und hier lateinische Formen eingetragen. Die Gruppen waren nun abwechselnd an der Reihe für sich ein Feld zu gewinnen. Hierbei mussten sie das Feld nennen und die Form richtig bestimmen. Wer als erster eine Reihe aus drei korrekten Formen für sich verzeichnen konnte, hat das Spiel gewonnen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Spiel sich durchaus in die Länge ziehen kann, denn bei schwierigen Formen haben die SchülerInnen doch noch ein paar Probleme und müssen ein Defizit verbuchen. Eine falsche Form kann zudem durch die andere Lerngruppe in der nächsten Runde korrekt bestimmt werden und so durch beispielsweise ein Matchball abgewendet werden.

Björns Woche im #twlz: Abenteuer, Plakate und Impostor

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

das erste Schulvierteljahr neigt sich langsam dem Ende zu (einige KollegInnen haben diese Woche schon Ferien habe ich gehört), sodass es hier auch für mich einmal Zeit ist, auf die letzten Wochen zurückzuschauen. Ich habe in den letzten Wochen einiges ausprobieren können und meine drei Lieblingsbeispiele möchte ich euch heute einmal präsentieren.

Analog unterwegs: Plakate im Unterricht

Auch wenn Katharina und ich gerne mit digitalen Medien arbeiten, manchmal sind es auch die einfachsten analogen Methoden, die bei den SchülerInnen für großen Spass sorgen. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, haben wir uns gerade mit dem Stempelsteuerstreit auseinandergesetzt und um die SchülerInnen mit dem Thema vertraut zu machen, hatte ich als Einstieg ein Bild mit einem Protest gegen jene Stempelsteuer ausgewählt. Der weiterführende Auftrag war, dass sich die SchülerInnen in die Lage versetzen sollten, selbst auf dieser Demo mitzulaufen… natürlich mit einem Plakat, welches sie dazu gestalten sollten. Der Arbeitsauftrag war relativ einfach, aber es hat den SchülerInnen nicht nur viel Spass gemacht, sondern sie haben sich auch gut mit der Thematik auseinandergesetzt. Inhalt und Gestaltung gingen Hand in Hand, wenn die drohende Steuer als Gleichsetzung mit dem Tod für die Menschen in den Kolonien bezeichnet wurde und gleich noch ein paar Totenköpfe auf das Plakat wanderten. Am Ende fand ein spannender Austausch statt, in welchem die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Gestalten des Plakats hervorgehoben wurden. Einig waren sich alle aber in einer Sache: Bereit für Demonstrationen sind meine Zwölftklässler*Innen allemal.

Among als spielerischer Einstieg

Was bisher ziemlich gut funktioniert hat, ist der Einsatz unserer Among Us-Übungsblätter. Egal ob in Latein oder Geschichte: Die SchülerInnen werden immer gleich neugierig, wenn sie die kleinen Figürchen sehen. Das zeigt mir, dass es erstrebenswert ist, wenn man die Lebenswelt der SchülerInnen in den Unterricht bringt. Bei der Besprechung eines bereits weiterführenden Themas erwähnte ein Schüler meinte ein Schüler zu einem Mitschüler heute bei einer Nachfrage, wieso Frankreich um 1670 denn die größte Macht in Europa wäre, sogar: „Hey, erinnere dich doch an das Among Us-Blatt mit den Frankreich als Impostor.“ Weitere Gedanken gehen jetzt dahin, welche anderen populären Medien eingesetzt werden können, um den zu lernenden Inhalt spannend zu verpacken. Ein Nachteil: Die SchülerInnen fragen mich jetzt jede Stunde, ob wir denn mal zusammen Among Us spielen. Ist als Idee für die Ferien notiert. 😀

Erfolgreiche Abenteuer

Ebenfalls erfolgreich hat sich der Einsatz von deck.toys im Unterricht gezeigt. Ich halte es nach wie vor für ein tolles Tool, auch wenn ich immer überlege, wo es sich am besten einsetzen lässt. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, habe ich es einmal als „begleitendes“ Programm für einen etwas längeren Darstellungstext zur Besiedlung Amerikas genutzt. Hier mussten die SchülerInnen verschiedene Informationen aus einem Text filtern und so z.B. Waren dahingehend sortieren, ob sie aus Amerika exportiert oder nach Amerika importiert wurden. Oder die jeweiligen Namen der Kolonien richtig zuordnen. Das hat den SchülerInnen soweit auch Freude bereit, wenngleich es eine gewisse Schwäche von deck.toys gezeigt hat: Die Formatierung, gerade auf kleineren Endgeräten, funktioniert nicht immer unbedingt. Hier muss ich bei den nächsten Malen noch einmal schauen, wie sich diese technischen Probleme lösen lassen. Insgesamt fiel das Feedback also durchaus positiv aus. Wenn auch etwas knapp. 😄

Gedanken aus dem #twlz

Auch wenn ich aktuell noch kein Klassenlehrer bin, sammle ich schon fließig Ideen, wie man so eine neue Klasse als Klassenlehrer begrüßen kann. Ganz besonders gilt dies natürlich für fünfte Klassen, die ganz neu an die Schule gekommen sind. Kristina Wahl hat dazu eine tolle Sammlung mit verschiedenen Ideen gesammelt, wie die Kleinen gleich toll begrüßt werden.

Mit meiner siebten Klasse bin ich in Geschichte aktuell noch nicht ganz bei Napoleon, werde aber bald da sein. Deshalb ist es umso praktischer, bei segu Geschichte ein Modul zum Thema „Napoleons Herrschaft über Europa“ gefunden zu haben. Das wird sicherlich den Weg in die Unterrichtsplanung finden.

Im Rahmen meiner Nachhaltigkeits-AG ist das Thema Projektarbeit in der Schule schon ziemlich wichtig. Umso besser, dass es von sofatour einen Vorschlag von 20 tollen Projekten gibt, die sich auch außerhalb einer Nachhaltigkeits-AG gut umsetzen lassen.

Fazit

Seit gut einem Monat läuft die Schule in Niedersachsen und es fühlt sich immer noch so an, als wäre das Schuljahr gerade losgegangen. Auch wenn es mich freut, dass die verschiedenen Projekte so gut angekommen sind, so merkt man doch, dass die Planung dafür relativ aufwendig ist. Daher beschwere ich mich nicht, wenn dann „demnächst“ (also hier in zwei Wochen) auch mal die Ferien kommen. 😅 Abgesehen davon macht es aber nach wie vor viel Spass an meiner neuen Schule und ich freue mich schon auf die kommenden Stunden, in welchen auch ein paar Sachen ausprobiert werden sollen. Was genau das ist? Guckt in zwei Wochen wieder rein!

Drei Arten von Belohnungssystemen

Allgemein

Menschen lieben Challenges und Kinder ganz besonders. Wir haben uns diese Eigenschaft zu nutzen gemacht, um die Motivation im Unterricht etwas zu fördern.

Die Belohnungssysteme

Björn hat hierzu ein kleine Tombola gebastelt, bei welcher die SchülerInnen als Belohnung immer etwas ziehen dürfen. Hierbei gibt es verschiedene kleine Gewinne, natürliche auch einen Hauptgewinn, aber – wie sollte es anders sein – auch nieten.

Ich dagegen habe mich für ein klassisches Belohnungssystem entschieden. Für jede Woche, welche ohne große Vorkommnisse verläuft, erhalten die Schülerinnen einen Punkt. Am Ende vom Halbjahr wird abgerechnet. Eine meiner Klasse hat sich als Ziel eine kleine Einheit zur Hexenverfolgung gewünscht. Da ich zu diesem Thema einmal geforscht habe und der Anreiz durch die eigene Wahl der Belohnung noch einmal größer ist, kam ich diesem Wunsch gerne nach.

Zum Überkleben der Belohnungen haben wir beide mit sogenannten Rubbeletiketten gearbeitet, wie diese hier. Mit Hilfe der einzelnen Etiketten könnt ihr die Belohnungen überkleben, sodass diese später freigerubbelt werden müssen.

Reaktionen der SchülerInnen

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angeklungen ist, wurden beide Systeme von den SchülerInnen sehr positiv aufgenommen. Eine Klasse fragt sogar kontinuierlich nach, wann sie den endlich wieder eine Belohnung erhalten werden.