eduBreakout: Das rätselhafte Liechtenstein

eduBreakout, Vertretungsstunde

Vertretungsstunden, die letzten Stunden vor den Ferien … Als das sind Stunden, für welche man oftmals Material sucht, welches spontan einzusetzen ist, Spaß macht und trotzdem einen Wissenszuwachs vermittelt. Für solche spontanen Stunden habe ich mittlerweile in der Schule eine kleine Sammlung angelegt, auf welche ich immer wieder gerne zurückgreife. Eine Material in dieser Sammlung ist der eduBreakout „Das rätselhafte Liechtenstein“ vom Games Institute Austria. Das Institut ist primär im eSport- und eduBreakout-Bereich angesiedelt, für welche es Workshops und Materialien zur Verfügung stellt.

Das rätselhafte Liechtenstein

Der eduBreakout spielt in Liechtenstein, welches die Schüler*innen gemeinsam mit einer Reisegruppe besuchen. Dort wird gemunkelt, dass ein sagenumwobener Schatz verloren gegangen sei, welchen es gilt zu finden. Dieser ist hinter Schlössern sicher versteckt, deren Codes verloren gegangen sind. Hier ist nun die Mithilfe der Schüler*innen gefragt, welche insgesamt fünf Rätsel rund um das kleine Fürstentum lösen müssen, um an die richtige Zahlenkombination für die Schlösser zu kommen.

Einsatz in der Vertretungsstunde

Das Material hatte ich bereits zuhause laminiert und je Aufgabe in eine verschließbare Hülle für den Transport und die Lagerung verpackt. So kann ich es auch gut im Lehrerzimmer lagern und nicht geht verloren.

Eingesetzt habe ich den eduBreakout in einer 6.Klasse. Die Mädels hatten bis dato noch keine Erfahrungen mit diesem Medium gemacht und kamen sehr gut klar. Aus diversen Gründen hatten wir lediglich 30 Minuten für das Lösen der einzelnen Aufgabe Zeit. So habe ich die Päckchen mit Aufgaben komplett in die Klasse gegeben und ihnen als Aufgabe gestellt, dass, wenn sie alle Codes bis zum Ende der Stunde knacken werden, eine kleine Überraschung bekommen werden. Diese haben sie sich in dieser Zeit auch erspielt 🙂 Die Mädels haben wunderbar in ihren Gruppen zusammenarbeitet, waren motiviert und haben sich gegenseitig beim Lösen der Rätsel bestärkt. Zudem war es richtig schön zu sehen, wie stolz sie waren als sie gemeinsam mit dem Ende der Stunde das letzte Rätsel gelöst hatten.

Dieses Beispiel zeigt, dass für den Einsatz des eduBreakouts, insbesondere in 45-minütigen Vertretungsstunden ein Satz an Rätseln reicht und diese kollaborativ in der Klasse gelöst werden können. Somit ist es auch nicht nötig, immer Schlösser beizuhaben, denn die Codes können auch mündlich übermittelt oder an der Tafel gesammelt werden. Auch die Aufgaben mit den digitalen Endgräten können beliebig weggelassen werden, das es keine zusammenhängende Handlung im eduBreakout gibt. Schlösser wurden bei meiner 6.Klasse nicht vermisst und eine Truhe wäre vermutlich aufgrund der Spontanität eh leer gewesen😅

Material

Der eduBreakout wird kostenlos vom Games Institute Austria zur Verfügung gestellt und kann hier abgerufen werden.

Kathas Woche im #twlz: Aus den Ferien, in die Ferien

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

zu keiner anderen Zeit als jetzt merkt man so stark den Unterschied zwischen den verschiedenen Bundesländern. Während in NRW bereits die letzten Tage des Schuljahres eingeläutet wurden, sind Bayern und Baden Württemberg gerade erst aus den Pfingstferien gekommen. Während die einen nun auf Klassenfahrt fahren, schreiben die anderen noch die letzten Prüfungen und Klausuren. In Bayern starten heute beispielsweise die Realschulprüfungen bzw. vereinzelte Fächer bereits am gestrigen Dienstag.

Auch ich befinde mich gedanklich gerade zwischen den Schuljahren. Auf der eine Seite überlege ich, wie ich möglichst zu einem runden Abschluss komme und die Schülerinnen auch in der letzten Phase dieses Schuljahres noch für das Fach begeistere, obwohl man vielen die Müdigkeit schon anmerkt, auf der anderen Seite plane ich bereits einige Projekte für das kommende Schuljahr und speichere mir hierfür Inspirationen ab. Einige davon möchte ich heute näher vorstellen.

Gedanken aus dem #twlz

Luftballons als Countdown

Bei solch coolen Aktion bereue ich es manchmal, dass ich keine eigene Klasse habe.

OER – Blanching Szenario

Gewissermaßen nicht für den Unterricht, sondern die nächste Tafelrunde sammle ich gerade alles zum Thema „OER“

Nicht das Buch, sondern das Cover

Eine spannende Methode, wenn ich auch noch unschlüssig darüber bin, wo und wie ich sie einsetzen werde.

Eine andere Art des Liniennetzes…

Kristina hat die Liniennetz-Methode in ein Branching Szenario verwandelt. Sehr spannend!

Ideen für Prüfungs- und Abschiedsgeschenke

Aufmerksamkeiten

Die letzten sechs Wochen des Schuljahrs beginnen morgen und somit auch die Endphase der Abschlussprüfungen. Für meine Mädels bastel ich gerne kleine Glücksbringer und anschließend auch kleine Geschenke vor den Ferien. Inspiration hole ich mir hierfür immer bei Instagram und habe für euch heute meine Favoriten gesammelt 😊

(@sono_stella) Gehe in die Welt und fliege!

(@frau.scr) Notfallpillen

Die kostenlose Vorlage könnt ihr hier herunterladen.

(@medien_lehrerin) Du schreibst Geschichte

(@wissenauskisten) Ein Wassereis für die Ferien

(@grundschulimpulse) Erfrischende Ferien

eduBreakout: ad Mare (dt./lat.)

Antike, eduBreakout

Was gibt es schöneres als bei diesen sommerlichen Temperaturen eine Auszeit am Meer zu genießen? Diesen Gedanken hatte auch die Römerin Vittoria als sie sich mit ihrer Freundin Julia am Strand von Ostia treffen wollte. Leider ist die Römerin etwas schusselig und kann sich nicht mehr daran erinnern, um wie viel Uhr zu an den Strand aufbrechen wollte, um dort rechtzeitig ihre Freundin zu treffen. Mit Hilfe eines kleines Arbeitsblattes rund um die antike Stadt können die Schüler*innen für sie dieses Rätsel lösen. Das Suchsel und die Begriffe sind hierbei wahlweise auf Latein oder Deutsch.

Je nach Wissensstand der Schüler*innen ist es sinnvoll, diesen ein digitales Endgerät bereits zum Lösen der Aufgaben an die Hand zu geben.

Lösungsweg

Nach dem Schüler*innen mit Hilfe der kleinen Rätsel den Start- und Endpunkt sowie die Zielzeit herausbekommen haben, können sie mit Hilfe von GoogleMaps oder einer anderen Routen- bzw. Bahn-Map die Startzeit dekonstruieren. Wichtig ist hierbei einen Tag unter der Woche zu wählen, wie er auch im Eingangstext genannt wird.

Material

Lizenz: kms-b.de (CC-BY)

Björns Woche im #twlz: weitere Spielideen für die „Stunde vor den Ferien“

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Nur noch wenige Wochen und dann stehen endlich die ersehnten Sommerferien vor der Tür. Da der Start in die Ferien je nach Bundesland unterschiedlich aussieht und es durch Klassenfahrten etc. durchaus vorkommen kann, dass die letzte Stunde vor den Ferien schneller als geplant kommt, dachte ich mir, dass es mal wieder Zeit für ein paar Spielideen für die typische „letzte Stunde vor den Ferien“ wird, damit man nicht dazu genötigt ist, irgendwelche langweiligen Dokus oder Serien zu gucken, sondern ein paar spaßige Momente mit seinen SchülerInnen haben kann.

Meinungsforschung

Meinungsforschung ist ein Spiel, welches sich eher für „kleine“ Gruppen sehr gut eignet. Im Prinzip geht es darum, dass man einschätzen muss, welche Person welche Antwort auf eine bestimmte Frage gegeben hat. Die Frage kann dabei relativ trivial sein: „Was ist dein Lieblingsgetränk?“ „Was ist dein Lieblingssport?“etc. Jeder Schüler beantwortet diese Frage verdeckt für sich (z.B. auf einem Zettel). Nach der Beantwortung sammelt die Lehrkraft die Zettel ein und mischt sie noch etwas durch. Danach werden die Zettel nach und nach geöffnet. Bei jedem Öffnen wird die Antwort laut vorgelesen und jede Schülerin muss einen Tipp abgeben, wer diese Antwort gesagt hat. Für jede richtig zugeordnete Antwort erhält man einen Punkt. Nachdem alle Antworten vorgelesen wurden, gewinnt die Person, welche die meisten Punkte hatte. Auf spielerische Weise lernt man sich innerhalb der Lerngruppe so noch besser kennen.

Make it Meme

Da das Erstellen und Dekonstruieren von Memes im Unterricht bereits sehr viel Spass gemacht hat, bin ich bei der Recherche auch auf das Spiel Make it Meme gestoßen. Der Sinn des Spiels ist relativ simpel: Alle TeilnehmerInnen bekommen ein zufälliges leeres Meme und müssen es so witzig wie möglich gestalten. Im Anschluss an das Erstellen werden die Memes dann bewertet und am Ende gewinnt der Mitspieler, der die meisten Punkte bekommen hat. Darüber hinaus bietet das Spiel noch weitere andere Spielmodi, welche manuell vom Spielleiter ausgewählt werden können. Das Spiel selber ist kostenlos und SchülerInnen können einfach via Einladungslink beitreten.

Among Us

Eine Idee für ältere Klassen: Among Us erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und ist weiterhin für verschiedene Geräte auch kostenlos verfügbar. Warum also nicht mal mit einer Lerngruppe ein wenig auf Impostor-Jagd gehen? Durch neue Einstellungen funktioniert das Spiel auch mit bis zu 15 Spielenden, sodass selbst große Lerngruppen ggf. mit zwei Leuten pro Gerät aktiv am Spiel teilnehmen können. Das Spiel selbst ist nach wie vor sehr intuitiv und wenn ihr generell noch ein wenig darüber nachlesen wollt, könnt ihr das hier in einem älteren Artikel machen.

Gedanken aus dem #twlz

Eine spannende Idee zum Thema Gamification von @eisenmed und @RonaldHild mit einem Spiel für den Geschichtsunterricht findet ihr unter folgendem Link:

Eine witzige Idee von @n85chu3l3r für die Stunden vor den Ferien: Bullshit-Bingo Sommerferien Edition. Wer also die nervigen Fragen seiner SchülerInnen etwas humorvoll sehen möchte, sollte einmal reinschauen.

Fazit

Ich hoffe, euch mit diesen Tipps ein paar neue Ideen für die letzten „letzten Stunden“ gegeben zu haben. Hier in Niedersachsen ist es zwar noch ein Monat, aber trotzdem kommen die Ferien immer näher. Daher wünsche ich euch eine möglichst stressfreie Zeit und diejenigen, welche in zwei Wochen schon in die Ferien gehen, einen guten Start. 😊

Pixton – Comics gestalten im Unterricht

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Dieser Artikel stammt von einer guten Freundin von mir, die freundlicherweise ihre Erfahrungen mit „Pixton“ im Englischunterricht mit uns teilt. Die kostenfreie Version ist für den Unterricht ausreichend, es kann aber auch die Vollversion sieben Tage lang getestet werden. Danke dir!

Vorüberlegungen

Seit einigen Wochen begleitet Shakespeare’s Macbeth meine 11. Klasse (Oberstufe, da G8) und mich nun schon. Da wir uns immer Mittwochnachmittags mit Macbeth beschäftigen, versuche ich in diese zwei Stunden viel kreative Arbeit einfließen zu lassen. Meine Oberstufe arbeitet zwar gerne, aber dennoch finde ich, dass ich sie nicht zur trockenen Textarbeit im Nachmittagsunterricht zwingen muss. Nachdem die Schüler*innen im Rahmen der Lektürearbeit bereits eine Charakterpositionierung sehr schön auf DIN A3 Blättern sowie einige Szenen schauspielerisch dargestellt hatten, war ich auf der Suche nach einer weiteren kreativen Aktivität, welche zudem Material für eine kleine Zeitung zum Reihenabschluss liefern sollte. Hierfür machte ich mich auf die Suche nach einem möglichst DGSVO konformen Tool.

Die ersten Schritte

Tja, was soll ich sagen? Das ZPG ( zentrales Fortbildungsprogramm für Lehrer in Baden- Württemberg) empfiehlt Canva, oder Pixton als Tool, um Comics mit Schüler*innen zu erstellen. Nachdem Canva schon sehr lange auf meiner Wunschliste steht, ich bisher aber nicht die Zeit und Geduld hatte, mich reinzufuchsen, entscheide ich mich für Pixton. Auf der Startseite muss ich einen Account als Lehrkraft anlegen, dies geht entweder über Facebook, oder Google – adios DGSVO. Nun gut, es sind ja „nur meine Daten“ und ich entscheide mich, ein Konto einzurichten. Zunächst erstelle ich einen Klassenraum, den ich „The Shakespeare Club“ nenne.

Ich richte meine Klasse auf Pixton an, indem ich alle Schüler*innen in eine Tabelle anlege. Jeder Schüler*in bekommt dann einen individuellen Zugangscode für den Raum.
Anschließend werde ich gefragt, welche Funktionen für die Schüler gesperrt sein sollen- Ich überlege, ob Rollstuhlfahrer und blinde Menschen ausgeschlossen werden sollen und entscheide mich dagegen. Wieso soll ich diese Möglichkeit meinen Schüler*innen verwehren? Aber, ich finde es nicht schlecht, dass man als Lehrkraft Einschränkungen machen kann. Es mag ja Klassen geben, die noch mehr Flausen im Kopf haben, als meine Oberstufe 😊

Als ich mich daran mache, meinen Avatar zu gestalten, stelle ich mir bereits meine Oberstufe vor, wie alle begeistert ihre Avatare gestalten und ich grinse. Ja, das könnte Spaß machen. Ich kann unter sehr vielen Möglichkeiten für die Hautfarbe, Haarfarbe, Haarschnitt und Make-up wählen, ebenso kann ich zwischen unzähligen Outfits und Accessoires wählen- ach, ich könnte damit Stunden verbringen.

Klassenbild des Kurses bei Pixton

Die Aufgabe, die ich den Schüler*innen gebe, ist folgende: Gestaltet Akt 4 Szene 3 in 3 Comic-Bildern. Verwendet die zur Verfügung stehenden Gestaltungsmöglichkeiten so, dass man auch als Leser, der das Stück und die Szene nicht kennt, versteht, um was es geht. Die Schüler fangen mit Feuereifer an zu arbeiten und immer wieder hört man Gelächter. Am Ende der knapp 50min sind wir alle sehr stolz. Es sind tolle Comics entstanden, die Ergebnisse lade ich auf die schulinterne Plattform hoch, damit man alle Ergebnisse begutachten kann.

Beispiel aus dem Unterricht

Nun zwei Fragen, die man sich ja als Lehrer am Ende stellt: Was haben die Schüler*innen gelernt, wie ging es ihnen dabei? Die Schüler*innen haben gelernt, eine kurze Szene mit durchaus wichtigem Inhalt in den drei Comicszenen festzuhalten- sie mussten sich also auf das Wesentliche beschränken. So viel, wie an dem Nachmittag gelacht wurde, gehe ich mit der Gewissheit aus der Schule, dass die Schüler Spaß hatten und vielleicht auch noch in Jahren an die Comics denken.

Fazit

Pixton ist eine gute, webbasierte Seite, auf der man mit seinen Schüler*innen recht schnell Comics gestalten lassen kann. Gut finde ich, dass die Seite einen Zugang für Lehrkräfte anbietet und der Lehrer*in dann Zugangscodes für seine Schüler erhält. Ebenso gut hat mir die schier endlose Auswahl an Avataren und der Gestaltung dieser gefallen. Allerdings ist hier auch der Knackpunkt. Wie sehr lasse ich meinen Schülern die künstlerische Freiheit, Charaktere aus der Geschichte zu nehmen, die großes Leid über die Welt gebracht haben? Ich empfehle Pixton definitiv weiter und werde es bei meiner 7. Klasse anwenden.
Pixton eignet sich, meiner Meinung nach, in der Klassenstufe 7-12 sehr gut und die intuitive Handhabung erleichtern beiden Seiten, Lehrer*innen, wie Schüler*innen, das Arbeiten.

Üben und Wiederholen: deck.toys im Lateinunterricht

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Kaum ein Unterrichtsfach wie Latein hat das große Problem, dass SchülerInnen gerne schnell vergessen, was man vor einer Woche gemacht hat. So schnell wie ein Abl.Abs. in den Kopf kommt, ist er bei den meisten auch schon wieder draußen. Gerade für Latein ist das natürlich schwierig, weil viele Elemente in gewisser Weise aufeinander aufbauen: Wer z.B. den Infinitiv nicht beherrscht, kann auch den AcI nicht beherrschen. Daher ist es wichtig, regelmäßig zentrale Elemente zu wiederholen, um diese halbwegs greifbar für neue grammatische Phänomene zu haben.

In meiner neunten Klasse stand ich vor der Situation, konjunktivische Nebensätze einzuführen. Ein zentrales Element hier sind die Zeitverhältnisse, welche durch die jeweiligen Konjunktiv-Formen angegeben werden. Diese Formen zeigen einem also an, ob es heißt „Julia sieht, dass das Haus brennt.“ oder „Julia sieht, dass das Haus gebrannt hat.“. Vorzeitigkeit und Gleichzeitigkeit (Nachzeitigkeit war hier in Nebensätzen noch nicht bekannt) sind zentrale Elemente des Lateinunterrichts und sollten hier bereits durch die bestehenden Infintivie bekannt sein. Doch weil ich bereits zuvor merkte, dass es da aktuell größere Mängel gab, wollte ich vor dem Einführen der neuen Grammatik noch einmal die Themen „Vorzeitigkeit und Gleichzeitigkeit“ inklusive der Infinitive wiederholen. Bei der Überlegung, wie mir dies nachvollziehbar, effektiv aber auch ein wenig spielerisch gelingen könnte, kam ich zu einem meiner Lieblingstools: deck.toys. Damit erstellte ich also ein Lernabenteuer zu den genannten Themen, welches ich euch gerne vorstellen möchte und welches ihr auch sofort selbst nutzen könnt.

Wenn ihr das Programm noch nicht kennt oder euer Wissen ein wenig auffrischen wollt, findet ihr hier nochmal einen ausführlichen Artikel zum Thema auf dem Blog.

Das deck.toys

Zu Übersicht hier einmal der grobe Aufbau meines deck.toys. Im Prinzip ist es ein linearer Pfad mit 4 Zwischenstationen. Daneben gibt es noch 3 weitere Bonuslevel, welche für den Pfad selbst nicht wichtig sind, aber den Zugang zu einem „geheimen“ Ende ermöglichen. Die Bonuslevel sind daher optional und eher als eine Art Differenzierung zu sehen. Insgesamt sieht die Oberfläche so aus:

Dabei bestehen die einzelnen Aufgaben auch genau aus dem, was darauf steht. Bei dem Infinitiv-Level geht es um… das Üben und Wiederholen von Infinitiven. Bei Übersetzungen sollen passende Übersetzungen einander zugeordnet werden und die beiden gleichzeitig/vorzeitig Übungen sollen einmal auf Deutsch und einmal auf Latein jeweils einem Bereich zugeordnet werden. Die jeweiligen Bonuslevel greifen das „angeschlossene“ Thema dann vertieft auf.

Wie gesagt gibt es hier in diesem deck.toys ein geheimes Ende, welches die SchülerInnen nur lösen können, wenn sie die drei Bonuslevel schaffen. In diesem Geheimlevel erhalten sie einen geheimen Code (optimus magister), welches sie mir nach der Stunde sagen sollten. Als Belohnung dafür gab es eine kleine Süßigkeit.

Insgesamt hat es den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht, mit diesem deck.toys dieses Thema zu wiederholen. Selbst diejenigen, welche im Unterricht eher ruhig waren, waren hier sehr fokussiert, um möglichst viele Punkte zu erzielen. Sehr schön zu sehen war auch, dass sich einige ein wenig aufgeregt haben, wenn sie bei einem Spiel erstmal nicht weitergekommen sind. Wer kennt solche Situationen nicht vom eigenen Spielen? Insofern war das Feedback am Ende relativ positiv und beim Einführen des neuen Themas wrid sich zeigen, wie hilfreich der Einsatz von deck.toys dann wirklich war. Oder ob es wieder wie so oft im Unterricht heißt: „Haben wir das jemals gehabt?“ – „Ja, vor einer Woche.“. Ich hoffe es nicht. 😄

Das deck.toys könnt ihr unter dem folgenden Link (hier) oder QR-Code spielen und im eigenen Unterricht nutzen:

Kathas Woche im #twlz: Bridgerton, Scrum & ein Abschied

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

während Björn in Niedersachsen auf die Sommerferien zusteuert, befinde ich mich aktuell in Bayern in den Pfingstferien. Bei dem anhaltenden Regenwetter hier im Süden des Landes beschränkt sich die Erholung mehr auf Indooraktivitäten und so bin ich doch schneller wieder am Schreibtisch gelandet als zu Beginn der Ferien geplant. Viele meiner Arbeitsaufträge sowie die Quelleninterpretation würde ich gerne als Sketchnotes visualisieren und mich zudem für das nächste Schuljahr in Scrum einlesen. Eine Methode, die sicherlich sowohl für meine Mädels als auch für mich eine Herausforderung werden kann, welche wir aber gemeinsam als Team meistern werden.

Vor den Pfingstferien durfte ich zudem meine beiden ersten 10.Klassen verabschieden. Ein absolut komischer Moment, sie nach einem Jahr Zusammenarbeit in die Welt ziehen lassen. Aber auch ein stolzer Moment, wenn ich sehe, dass die jungen Frauen, die vor mir sitzen, selbstbewusst und stark nun ihren weiteren Lebensweg bestreiten und erwachsen werden. Abgeschlossen haben wir das Schuljahr mit der Rezeption und Darstellung von Geschichte in Serien. Genauer gesagt haben wir uns Bridgerton einmal näher angeschaut. Die Mädels haben sich riesig gefreut als sie nach einem kleinen Teaser von selbst auf die Serie gekommen sind. In Gruppen durften sie anschließend und selbstständig ihre zuvor gestellten Forschungsfrage zur Serie recherchieren und präsentieren. Hier wurden fundierte Fragen gestellt, welche ich anschließend auf einem Arbeitsblatt zusammengetragen habe.

In der anschließenden Besprechung und Sicherung haben wir zudem die Frage diskutiert, wie authentisch die Serie ist.

Scrum im #twlz

Die letzten Tage wurde viel über Scrum in der Schule diskutiert. Folgende Tweets mit ihren einzelnen Antworten kann ich euch zum Thema empfehlen und habe sie mir auch selbst abgespeichert.

Material zu Scrum

Viele tolle Literaturempfehlungen und Materialien. Einige habe ich bereits bestellt, andere kannte ich zuvor noch nicht.

Auf die Ohren!

Für den ersten Kontakt mit Scrum kann ich euch diesen Podcast empfehlen.

Erfahrung & Diskussion

Besonders wertvoll sind für mich auch die Erfahrungsberichte anderer Lehrkräfte, um mögliche Problempunkte früh zu erkennen und zu umgehen.

Material

Das Material wurde mit canva.com erstellt und unterliegt deren Lizenzbestimmungen. Lediglich der Inhalt & Idee stehen unter folgender Lizenz: Lizenz CC BY(-SA) 4.0.

[the monthly dose] Tools für zeitgemäße Prüfungsformate

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In der zweiten Ausgabe unsere Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool widmen wir uns Tools für zeitgemäße Prüfungsformate. Authentische Produkte, Reflexion und das Prüfen von Kompetenzen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Bildungsdebatte. Wir zeigen euch heute drei Tools, mit welchen ihr zeitgemäße Prüfungsformate gestalten könnt. Am Ende des Posts findet ihr zudem einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Infos für euer Kollegium, die Pinnwand im Lehrerzimmer oder das Studienseminar.

Keynote (Alternative PowerPoint)

Keynote ist die kostenlose Präsentationssoftware von Apple, welcher reibungslos und ohne Internet auf dem iPad läuft. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn die schulische Infrastruktur noch nicht über ein flächendeckendes Wlan verfügt. Mit der Präsentationssoftware lassen sich neben Präsentationen auch Schaubilder erstellen und Templates bearbeiten. Je nach Kenntnisstand der Schüler*innen ist hierfür eine kurze Einführung nötig, um zu zeigen, wie man mit der Software arbeitet, zeichnet und Bilder einfügen kann.

In der schulischen Praxis war es einmal die Aufgabe, ein Schaubild zur Industrialisierung (Blogpost) zu entwerfen, welches mit Keynote gezeichnet wurde sowie eine Netflix-Serie zur Berliner Mauer (Blogpost) mit Hilfe eines Templates zu entwicklen. Bei beiden Aufgabenstellungen gab es keinerlei Probleme von Seiten der Schülerinnen in der technischen Umsetzung der Aufgabenstellung. Im Gegenteil wurde positiv zurückgemeldet, dass die Arbeit sehr viel Freude bereitet und zeitgemäß ist. Die Schüler*innen erhielten ein Endprodukt, auf welches sie stolz waren und welche ich anschließend mit einem vorher kommunizierten und besprochenen Bewertungsraster benotet habe. Die Freude über das eigene Produkt zeigte sich insbesondere darin, dass die Mädels darauf bestanden, dass ich ihnen alle Produkte zugänglich mache und auf unserer Lernplattform hochlade.

BookCreator

Ein weiteres tolles Tool für das Durchführen von zeitgemäßen Prüfungsformaten ist der BookCreator, welcher sowohl als App sowie als Anwendung im Browser genutzt werden kann. Je nach Bedarf und angestrebte Nutzung reicht die kostenlose Version aus. Ich selbst habe bisher auch nur die kostenfreie Version im Unterricht eingesetzt. Bei der Anwendung können die Schüler*innen kollaborativ oder alleine eBooks erstellen, welche anschließend von ihren Klassenkamerad*innen angeschaut werden können. Die Handhabung und der Umgang mit der Anwendung sind sehr intuitiv und die Schüler*innen erhalten über den Lehreraccount einen eigenen Account, ohne sich direkt bei der Anwendung registrieren zu müssen. Eingesetzt habe ich das Tool insbesondere zur Erarbeitung im Unterricht (Blogpost). Den Schüler*innen hat insbesondere das eigenständig arbeiten und das Umgehen von Lehrläufen im Unterricht gefallen. Die Bewertungskriterien für die eBooks habe ich gemeinsam mit den Schülerinnen im Unterricht erarbeitet, während sie in einer Testphase bereits erste Erfahrungen mit dem Tool gesammelt haben. Somit waren die Bewertungskriterien für alle verständlich und absolut transparent.

Anchor (Alternative GarageBand)

Podcast sind seit einigen Jahren voll im Trend und auch ich höre gerne Podcasts beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit. Während Björn im Unterricht einen Podcast mit Anchor aufgenommen hat, habe ich mit GarageBand gearbeitet. Gute Erfahrungen haben wir mit beiden Tools gemacht, wobei Anchor etwas intuitiver ist als GarageBand und aus diesem Grund hier im Fokus stehen soll. Anchor als Anwendung wurde direkt für die Aufnahme von Podcasts konzipiert und kann sowohl kostenlos als App als auch im Browser genutzt werden. Mit dem Tool ist es möglich, innerhalb von wenigen Sekunden eine Aufnahme zu starten und diese mit Musik zu untermalen. Hierfür bietet die Anwendung eine große Auswahl an Möglichkeiten zur akustischen Untermalung. Björn hat Anchor im Unterricht zur kreativen Erarbeitung von eher trockenen Theorien (Blogpost) eingesetzt, während bei mir die Erarbeitung primär im Vordergrund stand. In Gruppen haben die einzelnen Schüler*innen ihre Aufnahmen getätigt und anschließend ihre Ergebnisse abgeben, welche im Plenum angehört wurden. Eine Bewertung fand wiederum mit Hilfe der bekannten Rubriken statt, wobei die Schüler*innen hierbei im Voraus eigenen Kriterien festlegen durften, an welche sie sich anschließend auch zu halten hatten. Die Schüler*innen von Björn meldeten bei dieser Methode zurück, dass sie es sehr motivierend fanden, die Definitionen auf diese Weise zu lernen. Zumal sie es auch zurückmeldeten, dass die eigene Formulieren einer Definition dazu geführt hat, dass sie sich wesentlich genauer mit dieser auseinandersetzen mussten. Einige hatten auch noch ein wenig Musik etc. in ihre Produkte eingearbeitet, was ebenfalls positiv angemerkt wurde… und auch ganz gut klang. Bei mir im Unterricht wurde zudem durch die musikalische Untermalung eine Struktur im Podcast geschaffen, um beispielsweise aufzuzeigen, dass nun die Definition eines Fachwortes erfolgt.

Flyer zum Abspeichern

Für die Weitergabe via Mail sind alle QR-Codes auf dem Flyer interaktiv. Das Material wurde mit canva.com erstellt und unterliegt deren Lizenzbestimmungen. Lediglich der Inhalt & Idee stehen unter folgender Lizenz: Lizenz CC BY(-SA) 4.0.

[alternative Prüfungsformate] Schaubilder im Unterricht erstellen

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Während die Parallelklasse sich für eBooks (Blogbeitrag) entschieden hatte, fiel die Wahl meiner anderen 8.Klasse auf Schaubilder als alternatives Prüfungsformat. Die Alternativen hierzu waren Comics oder ebenfalls eBooks.

Die Aufgabenstellung

Die Aufgabe für die Mädels war es innerhalb von vier Stunden ein Schaubild zu einem Thema aus dem Bereich Industrialisierung zu gestalten. Neben der Präsentation dessen galt es auch eine ihnen vorher zugeordnete Quelle näher zu erläutern und kritisch zu beschreiben. Die Zeitvorgabe waren hierbei 4h.

Die Vorbereitung

Auch bei meiner anderen 8.Klasse arbeitete ich mit der selben Strukturierung wie bei der Parallelklasse. Zur Strukturierung der eigenständigen Arbeit habe ich auch hier eine Sketchnote sowie eine Checkliste erstellt, um innerhalb von 4h Stunden das entsprechende Thema zur Industrialisierung zu erarbeiten. Gebraucht haben wir am Ende aber tatsächlich 5h, da die grafische Arbeit doch mehr Zeit in Anspruch genommen hat als das Erstellen der eBooks.

Zudem haben wir vorher gemeinsam besprechen, wie ein Schaubild aufgebaut ist und als Hilfestellung gab es diese Sketchnote.

Die Bewertung

Im Gegensatz zu den eBooks war die Bewertung beim Schaubild durch mich festgelegt worden. Wir hatten zuvor noch nicht mit einem Schaubild gearbeitet und somit bestand hier keinerlei Erfahrung. Für die Bewertung wurden drei Kriterien gleichermaßen gewichtig: Die Darstellung des Inhalts, die grafische Darbietung sowie die Interpretation der gegebenen Quelle. Mir war es wichtig, dass der Inhalt verstanden und korrekt wiedergegeben wird sowie eine Quellenkritik stattfindet.

Die Durchführung

Geplant war es von mir, dass die Mädels mit Canva arbeiten, einige Gruppen haben aber freiwillig zu Keynote gewechselt, da sie selbst Zeichnen wollten. Hierfür haben wir neben den iPads auch entsprechende Stifte an der Schule. Mich hat es überrascht, aber war absolut kein Problem und zeigt die Vorlieben der jeweiligen Gruppen. Die Kreativen konnten sich hier voll austoben, während andere hier lieber mit den vielen Möglichkeiten von Canva gearbeitet haben. Hierfür haben sie jeweils einen eigenen Account bekommen, mit welchen sie als Mitglieder meiner Klasse bei Canva arbeiten konnten. Die Ergebnisse sind sehr individuell geworden und zeigen die Vorlieben und Stärken der einzelnen Mädchen 🙂

Fazit

Manche der Gruppen sind beim Erstellen ihrer Produkte wahrlich an ihre Grenzen gestoßen, andere sind richtig aufgeblüht. Für alle war es eine Erfahrung und eine große Herausforderung in Hinblick auf ihr eigenes Projektmanagement. Einige hätten am liebsten das iPad der Schule mit in die Ferien genommen und weitergearbeitet, während andere froh waren, dass es zu Ende war😅 Ich bin mit allen Ergebnissen sehr zufrieden und die Mädels haben meine Erwartungen absolut übertroffen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass ihnen diese Art der Arbeit Freude bereitet hat, insbesondere da sie digital arbeiten durften und sie mich um Hilfe bitten konnten. Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten sie wirklich sehr gut und produktiv mit den digitalen Geräten.

Fortbildung

Vertiefend findet im Herbst eine Fortbildung zu alternativen Prüfungen statt: http://digitive.digital/2022/05/31/alternative-prufungsformate/

Material

Lizenz

Das Material unterliegt folgender Lizenz: CC BY-SA 4.0. Die Plakate der Mädels dürfen nicht weitergegeben werden.