Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT im Geschichtsunterricht

Geschichte, Künstliche Intelligenz, Methode, Neuzeit

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht, gerade am Beispiel des Tools ChatGPT ist gerade in aller Munde. Sowohl im Hinblick auf die Möglichkeiten, welche das Tool bietet, als auch auf die Gefahren. Dementsprechend wollte ich beide Aspekte gerne auch einmal mit meinen Schüler*Innen thematisieren, weshalb ich das Tool einmal in einer Geschichtsstunde meiner achten Klasse eingesetzt habe.

Zum Unterrichtskontext: Mit meiner achten Klasse haben wir gerade das Thema Imperialismus behandelt und über die Kongo-Konferenz von 1884/85 gesprochen. Die Schüler*Innen haben gesehen, dass die Konferenz im Prinzip nur dazu diente, Afrika unter den europäischen Großmächten aufzuteilen, während die Interessen afrikanischer Staaten gar nicht berücksichtigt wurden. Dies haben wir anhand von Quellen und Darstellungstexten herausgearbeitet. Zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema sollten die Schüler*Innen nun noch eine Kreativaufgabe bearbeiten und aus der Sicht einer europäischen oder afrikanischen Zeitung über die Ergebnisse der Kongo-Konferenz berichten. Die Perspektivität hatte ich dabei extra vorgegeben, damit die Schüler*Innen sich noch einmal verstärkt mit den jeweiligen Perspektiven auseinandersetzen mussten.

Bevor die Schüler*Innen dann in die Arbeitsphase gegangen sind, erzählte ich ihnen noch, dass sie heute einen besonderen „Gastschüler“ hätten: ChatGPT! Ich stellte ihnen das Programm kurz vor und erzählte ihnen grob davon, wie das Programm funktioniert. Dann tippte ich die den Schüler*Innen gestellte Aufgabe (afrikanische Perpsektive) dort ein und sagte, dass wir am Ende nicht nur 2-3 Antworten von euch, sondern auch die von ChatGPT lesen würden. Dieser sollte dann genauso ein Feedback bekommen wie die anderen. Nach dieser Ankündigung entließ ich die Schüler*Innen in die Arbeitsphase, während ChatGPT in wenigen Sekunden eine Antwort erstellt hatte. Diese möchte ich euch hier nicht vorenthalten:

Die Besprechung

Neugierig kamen meine Schüler*Innen nach gut 30 Minuten dann wieder in den Klassenraum, um ihre Zeitungsberichte vorzutragen. Ganz normal trugen hier erstmal drei Gruppen ihre Ergebnisse vor, wonach es drei bis vier Stimmen Feedback gab. Wir hörten so zwei europäische und eine afrikanische Perspektive, die insgesamt alle drei gelungen waren und viel positives Feedback bekamen. Nach den drei von den Schüler*Innen verfassten Antworten gingen wir dann zu ChatGPT über und schauten uns an, was er so geschrieben hatte. Im ersten Moment waren die Schüler*Innen ganz überrascht, wie viel das Programm geschrieben hatte. So war es etwas mehr als die bisherigen drei Antworten, aber trotzdem noch deutlich im Rahmen. Ein Schüler las die Antwort dann einmal laut vor und danach kam von meiner Seite die Aufforderung, ChatGPT ebenfalls Feedback zu geben.

Positiv wurde von den Schüler*Innen erwähnt, dass die Antwort sehr ausführlich wäre und inhaltlich wichtige Punkte aufgegriffen worden wären. Sie waren ein wenig verwundert, dass das Programm hier auf Informationen zurückgriff, welche sie nicht gehabt hätten, aber nachdem diese auf Nachfrage von mir als „richtig“ bezeichnet wurden, werteten sie dies positiv. Auch die Länge und der generelle Stil wurde positiv aufgenommen, wenngleich eine Schülerin anmerkte, dass man einen deutlichen Unterschied vom Niveau im Vergleich zu ihren Antworten merken würde: ChatGPTs Antwort klinge wie ein Text, welchen ein Professor „in so einem Geschichtsbuch“ geschrieben hätte. Hier merkten sie kritisch an, dass man so klar erkennen würde, dass so kein Schüler schreiben würde. Größter Kritikpunkt für die Schüler*Innen war die „schwache“ Perspektivität: Sie merkten an, dass man bei den Texten der Mitschüler*Innen wesentlich stärker herausgehört hätte, welche Perspektive hier vertreten wurde. ChatGPTs Antwort wäre sehr neutral formuliert gewesen, als ob das Programm gerade versuche, eine eigene Wertung zu vermeiden. Gerade der Aspekt, dass in dem Zeitungsartikel auch positive Seiten der Kongo-Konferenz für Afrika hervorgehoben wurden, wirkte für einige Schüler etwas komisch.

Fazit

Insgesamt fanden die Schüler*Innen das Experiment sehr spannend und konnten ChatGPT als Programm sowohl Chancen als auch kritische Punkte abgewinnen. Die Möglichkeit, schnell Antworten auf Fragen zu bekommen, sei prinzipiell nicht verkehrt, aber man müsse eben immer im Hinterkopf haben, dass hier kein Mensch antworten würde. Auch sei deutlich geworden, dass das Programm sehr „allgemein“ arbeiten und selten konkrete Positionen beziehen würde.

Aufbau zum Übernehmen

Schritt 1: Kreativaufgabe nach dem Motto: Schreibt über ein historisches Ereignis einen Artikel / Bericht etc., am besten mit einer bestimmten Perspektive.

Schritt 2: Lasst die Schüler*Innen diese Aufgabe bearbeiten und im Hintergrund ebenfalls ChatGPT.

Schritt 3: Im Plenum werden zuerst die Antworten der Schüler*Innen vorgelesen und es wird sich gegenseitig Feedback gegeben.

Schritt 4: Das Ergebnis der KI wird vorgelesen und auch hier gibt es Feedback der Schüler*Innen. Gerne können auch hier schon Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen KI-Antwort und Schüler*Innen-Antworten genannt werden.

Schritt 5: Kritische Auseinandersetzung über Chancen und Risiken von dem stetigen Gelangen von Künstlicher Intelligenz in den Alltag.

Midjourney – Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bildbeschreibung

digital, Künstliche Intelligenz, Neuzeit

Die Bildbeschreibung als Aspekt der Interpretation von Bildquellen ist oftmals der Punkt, wo bereits deutlich wird, ob sich Schüler*innen ein Gemälde wirklich angeschaut haben oder diesem nur einen oberflächlichen Blick zugeworfen haben. Den hier geht es darum, den Aufbau des Bildes und dessen Botschaft zu erfassen, die später analysiert und gedeutet wird.

Die Beschreibung

Um zu verdeutlichen, was man alles mit einer guten Bildbeschreibung anfangen kann und wie man mit KI hier möglicherweise eine gute Kontrollinstanz hat, habe ich die Beschreibung der Mädchen im Unterricht abgetippt und in die künstliche Intelligenz „Midjourney“ eingetippt. In einem separaten Blogbeitrag haben wir hier gezeigt, wie man das genau macht. Die Aufgabenstellung war zur Krönungsszene in Notre Dame von David eine Bildbeschreibung anzufertigen. Hierbei ging es lediglich darum, das Bild zu beschreiben.

Arbeit mit der KI

Mit dem gesammelten Ergebnis der Klasse habe ich nun die KI gefüttert. Zuvor haben ich ihnen gesagt, dass dies ein Tool sei, mit welchen man aufgrund einer Beschreibung Bilder generieren kann und welches auch missbraucht werden kann. Heraus kamen anhand der getätigten Bildbeschreibung vier Gemälde, welche die Mädchen nicht zufriedengestellt haben. Die Beschreibung des Bildes fiel hier auch noch recht mager aus und bestand aus wenigen Sätzen.

Reflexion

Nun haben die Mädchen überlegt, wie man die Bildbeschreibung verändern müsste, damit das Bild noch präzisier wird. Sie haben also ihre eigene Arbeit reflektiert und überarbeitet. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich selten so viele Hände oben gesehen habe, wie in dieser Stunde. Fast jedes Mitglied der Klasse hat sich zu Wort gemeldet und es wurden Details beschrieben, die mir persönlich zuvor auch noch nicht direkt ins Auge gefallen waren oder wisst ihr spontan, wo auf dem Gemälde Engel zu finden sind? Die zweite Beschreibung habe ich nun wiederum auf Englisch in die KI eingegeben und wir haben wieder auf das Ergebnis gewartet.

Diese hat folgendermaßen ausgesehen: Eine Krönungszeremonie in einer Kirche. Die Krönung steht im Mittelpunkt des Bildes. Der Papst ist anwesend und sitzt hinter dem Mann, der krönt. Nebem dem Papst steht ein Mann mit einem goldenen Gewand und einem Kreuz in der Hand. Viele Menschen sind anwesend. Das Bild stammt aus 1804. Eine Frau kniet in einem Krönungsmantel, welcher von zwei Frauen gehalten wird, auf dem Boden vor einer dreistufigen Treppe und wird gekrönt von ihrem Mann. Der Mann, der die Frau krönt steht zwei Stufen über ihr und hält eine Krone hoch. Im Hintergrund sitzt eine Frau mit ihren Angehörigen unter einem Baldachin. Die Menschen sind sehr edel und teuer gekleidet. Es sind Bauern und Adelige anwesend. Das Bild ist sehr bunt. Auf der rechten Seite ist ein Altar mit hohen Kerzen und Statuen mit Engeln dahinter zu sehen. Es sind einige Bischöfe da. Der Fußboden ist blau. Im linken Hintergrund ist ein Wandteppich mit einem Kreuz.

Heraus kam jetzt nicht das Gemälde von David, aber mit dem Vorschlag unten links waren die Mädchen sehr zufrieden. Einige Aspekte wie ein Wandteppich oder der blaue Boden fehlen, aber irgendwie hat die KI auch ihre Grenzen oder möglicherweise waren wir auch in der Übersetzung nicht präzise genug.

Fazit

Die Übung hat auf jeden Fall den Mädchen einmal vor Augen geführt, was sie überhaupt beschreiben und wie ihre Beschreibung als Gemälde aussehen könnte. Zudem wurden sie durch den Einsatz der KI motiviert und zur Reflexion angeregt. Ich kann mir vorstellen, dass diese Methode ebenso auf andere Fächer übertragen werden kann, wo es darum geht, etwas zu beschreiben. Mir persönlich wurde zudem anhand dieses Beispiels auch gut vor Augen geführt, wo doch die Grenzen der KI aktuell noch liegen. Wer weiß, vielleicht schaut das Gemälde in wenigen Monaten ja ganz anders aus.

Nachtrag

Mich persönlich hat einmal interessiert, was bei einer Bildbeschreibung von ChatGPT in Midjourney so herauskommt. Selbstverständlich kann man an dieser Stelle auch nochmals auf die Beschreibung der KI eingehen und diese im Unterricht diksutieren.

Wir haben in unserer Beschreibung auf Elemente der Analyse und Deutung verzichtet und somit möglicherweise ein anderes Ergebnis erhalten. Die Mädchen haben zudem wesentlich detailreicher beschrieben, was die KI auch verwirrt haben könnte. Dennoch bin ich beeindruckt, wie nah alle Versionen an das Gemälde rankommen und man schon erkennen kann, was es darstellen soll.

ChatGPT: Mario Kart im Unterricht

Künstliche Intelligenz

Mario Kart ist ein beliebtes Rennspiel, das seit Jahren von Spielern aller Altersgruppen gespielt wird. Es ist bekannt für seine unterhaltsamen Rennen, seine abwechslungsreichen Strecken und seine farbenfrohen Charaktere. Doch wussten Sie, dass Mario Kart auch im Unterricht eingesetzt werden kann, um Schülern Teamwork und strategisches Denken beizubringen?

Mario Kart im Unterricht

Eine Möglichkeit, Mario Kart im Unterricht einzusetzen, ist durch die Nutzung des Mehrspieler-Modus. Indem Schüler in Teams gegeneinander antreten, können sie lernen, miteinander zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, um das Rennen zu gewinnen. Sie müssen auch lernen, Taktiken zu entwickeln und schnell auf die Aktionen ihrer Gegner zu reagieren.

Mario Kart kann auch in Fächern wie Mathematik und Physik eingesetzt werden. Schüler können zum Beispiel Aufgaben lösen, die sich auf die Geschwindigkeit, die Beschleunigung und die Bewegung im Spiel beziehen. Sie können auch den Einsatz von Power-Ups und ihre Auswirkungen auf das Rennen untersuchen und analysieren.

Ein weiterer Vorteil des Einsatzes von Mario Kart im Unterricht ist die Möglichkeit, es als Belohnung oder als Teil einer Wettbewerbssituation zu nutzen. Schüler können beispielsweise für gute Leistungen im Unterricht oder für erfolgreiche Projektabgaben eine Runde Mario Kart spielen. Auf diese Weise wird das Spiel zu einer motivierenden Kraft, die Schüler dazu ermutigt, sich mehr anzustrengen und ihr Bestes zu geben.

Insgesamt bietet der Einsatz von Mario Kart im Unterricht viele Möglichkeiten, Schülern Teamwork und strategisches Denken beizubringen. Durch die Kombination von Unterhaltung und Lerninhalten kann das Spiel dazu beitragen, die Motivation und das Engagement der Schüler zu erhöhen. Es ist wichtig zu beachten, dass der Einsatz von Spielen im Unterricht immer gut durchdacht und geplant sein sollte, um eine effektive Lernumgebung zu schaffen.

ChatGPT für die Unterrichtsplanung nutzen

Insofern hoffen wir, euch ein paar Inspirationen gegeben zu haben, wie man Mario Kart im Unterricht einsetzen kann. Und uns selbst auch… denn auch wir haben diese Ideen noch gar nicht ausprobiert. Diese ganzen Einsatzideen stammen nämlich nicht von uns, sondern wurden von einer KI entworfen. Der gesamte Blogartikel wurde von der textbasierten KI „ChatGPT“ verfasst und stellt eine Antwort auf die Frage „Schreibe einen Blogartikel zum Einsatz von Mario Kart im Unterricht“ dar. „ChatGPT“ ist ein Chatbot, welcher mit künstlicher Intelligenz arbeitet und von dem amerikanischen Unternehmen OpenAI, welches sich speziell mit der Erforschung künstlicher Intelligenzen beschäftigt, entwickelt wurde. Er antwortet auf Fragen also selbstständig mit Wissen, welches ihm aus verschiedenen Quellen eingespeist wurde. Dabei kann die KI durch immer neue Informationen ständig auf größeres Wissen zurückgreifen, wenngleich dieser Wissensstand aktuell nur bis September 2021 zurückgeht.

Wir wollten mit dieser etwas ungewöhnlichen Frage einmal austesten, inwiefern die KI auch dazu geeignet ist, Unterrichtsideen zu generieren. Dabei hat das Beispiel gezeigt, dass die Ideen natürlich etwas allgemein gehalten sind, aber durchaus für kürzere Phasen eingesetzt werden können. Ebenfalls wird deutlich, dass sich das Programm nicht immer auf konkrete Unterrichtsinhalte fokussiert, sondern auch pädagogische Aspekte wie z.B. das Teambuilding beachtet. Auch andere Punkte wie z.B. das fehlende Wissen über die Lerngruppe, in welcher der Entwurf eingesetzt werden soll. Daher hat die KI diesen „Test“ mit Einschränkungen durchaus bestanden und kann gerade für das erste Entwickeln von Ideen gut genutzt werden, wenngleich man natürlich nach dem Erstellen immer noch einmal mit einem kritischen Blick auf die Idee schauen sollte.

Weitere Ideen, Einsatzmöglichkeiten oder Anregungen zum Thema „KI im Schulkontext“ findet ihr hier in unserer Materialsammlung.

Registrieren und Arbeiten mit der bildlichen KI „Midjourney“

Künstliche Intelligenz

Aktuell ist Künstliche Intelligenz im Bildungskontext in aller Munde. Auf Anregung von euch haben wir uns einmal die bildbasierte KI „Midjourney angeschaut.

Was ist Midjourney?

Mit der kostenfreien Anwendung könnt ihr ein beliebiges Erstellen oder ein bereits vorhandenes Bild verändern lassen. Das Tool befindet sich aktuell noch in einer Beta-Phase, welche öffentlich getestet wird. Dies funktioniert beides über die Anwendung „Discord“, welche ihr eventuell schon aus der Gaming-Szene kennt.

Bilder Erstellen mit Midjourney

Bilder verändern mit Midjourney

CanvaDocs: Arbeitsblätter für den Unterricht erstellen

Arbeitsblätter, digital

Mit CanvaDocs hat das beliebte Grafikprogramm einen eigenen Editor für Arbeitsblätter bereitgestellt. Diesen möchten wir heute einmal näher unter die Lupe nehmen.

Der Editor

Zum Editor gelangt man direkt über die Startseite von Canva. Entweder es wird wie bei uns direkt links als Vorschlag angezeigt oder ihr wählt „Docs“ unterhalb der Suche aus.

Anschließend gelangt ihr direkt in den Editor. Dort seht ihr direkt, dass dieser etwas anders aufgebaut ist als man es sonst kennt. Mit Hilfe des Plus oben links auf dem Arbeitsblatt gelangt ihr direkt zu den neuen Funktionen.

Sofort öffnet sich ein Baukasten, in welchem verschiedene Bausteine für eurer Arbeitsblatt hinterlegt sind. Mir gefällt insbesondere das Element „Design“ sowie die Checkliste, welche ich generell gerne auf meinen Arbeitsblättern nutze. Hinter dem Element „Design“ verbirgt sich ein eigener kleiner Editor, mit welchen ihr eine gewisse Fläche auf eurem Arbeitsblatt gesondert als Baustein designen und somit Struktur auf euer Arbeitsblatt bringen könnt. Ich habe hier beispielsweise ein Feld für Notizen eingefügt und dieses anschließend mehrmals kopiert, da die Mädels zu verschiedenen Aspekten etwas notieren sollten. Wenn ihr euer Design beendet habt, geht ihr auf Speichern und gelangt zurück zum ursprünglichen Arbeitsblatt.

Anschließend könnt ihr euer Arbeitsblatt je nach Bedürfnis weiter anpassen. Wenn ihr das Arbeitsblatt im Unterricht behandelt, könnt ihr dies zudem der Klasse in Canva zeigen und zeitgleich eine Stoppuhr aktivieren, um anzuzeigen, wie viel Zeit die Schüler*innen für die Bearbeitung noch haben. Dieser Stoppuhr kann man auch nachträglich noch Zeit hinzufügen. Zudem könnt ihr euer Arbeitsblatt in eine Präsentation verwandeln und diese im Unterricht durchgehen. Exportieren könnt ihr das Arbeitsblatt in diesem Editor dagegen nur als PDF, welche teilweise einen etwas merkwürdigen Seitenbruch zaubert und man hierbei etwas aufpassen muss. Im Editor bekommt ihr nämlich ein großes Arbeitsblatt ohne Seitenenden zum Bearbeiten zur Verfügung gestellt, sodass ihr nicht seht, wann das DNA4-Blatt zu Ende wäre.

Fazit

Persönlich bin ich noch nicht ganz so überzeugt von dem neuen Editor. Es sind einige coole Elemente enthalten, allerdings weiß ich nicht wirklich, ob diesen einen Mehrwert bilden oder ich lieber beim normalen Editor bleibe und hier wenigstens die einzelnen Seiten mit Seitenbruch schon sehen kann.

Comics erstellen mit der Pixton App in Canva

Allgemein

Bei Canva entdeckt man immer wieder neue Dinge. Eine hiervon ist, dass es neben zahlreichen anderen Apps auch die Pixton App gibt.

Die App

Mit der App kannst du kostenlos Comicfiguren von Pixton in deine Designs einsetzen, diese allerdings nicht verändern und anpassen. Dafür hast du eine wirklich große Auswahl an Figuren für deine Designs zur Verfügung. Zu den Figuren gelangst du, indem du auf der linken Seite ganz unten die Apps aufrufst und nach das Pixton App suchst.

Mit Klick auf die App gelangst du direkt zu den Comicfiguren. Diese kannst du wie jedes andere Element bei Canva auf dein Blatt ziehen und bearbeiten.

Um Herr über das große Angebot an Charakteren zu werden, kannst du mit der Suche die immense Auswahl spezifizieren, allerdings funktionieren noch noch nicht allzu viele Begriffe bei der Differenzierung der Figuren. Dies macht die Arbeit doch etwas mühseliger und ich bin gespannt, ob ich irgendwann Canva der eigentlichen App vorziehen werde.

Die Discovery Tour im Geschichtsunterricht einsetzen

Antike, Computerspiel, Geschichte

Dass man Computerspiele im Geschichtsunterricht gewinnbringend einsetzen kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Insbesondere in den jüngeren Jahrgangsstufen bietet es sich an, für den Einsatz von Digitalen Spielen im Unterricht auf sogenannte Serious Games zurückzugreifen. Das sind Spiele, welche speziell für den Bildungskontext entwickelt wurden und in der Regel eine sehr geringe Altersfreigabe haben. Zu diesen Spielen zählt auch die Discovery Tour von Ubisoft. Diese kostet als Einzellizenz um die 20€, ist aber auch kostenlos bei den Hauptspielen der Reihe enthalten.

Discovery Tour

Die Discovery Tour ist eine Reise durch die Welt von Assassin´s Creed ohne Gewalt, Blut und sexuelle Inhalte. Diese Museumstour gibt es mittlerweile für die Teile „Wiking Age“, „Ancient Greece“ und „Odyseey“. Letztere habe ich für meinen Unterricht genutzt. In den einzelnen Touren können die Schüler*innen einzelne Quests bearbeiten, welche ihnen etwas über ein spezifisches Thema, beispielsweise die Pyramiden beibringen. Hierdurch lernen die Schüler*innen spielerisch etwas über unsere historische Vergangenheit und vergessen so manchmal die Welt um sich herum. Ein großer Pluspunkt im Vergleich zu anderen Serious Games ist sicherlich auch die extrem gute Grafik der Spielereihe, welche das Eintauchen in eine fremde Welt sehr erleichtert.

Einsatz im Unterricht

Natürlich darf an dieser Stelle im Unterricht nicht vernachlässigt werden, dass es sich bei dem Spiel um eine Darstellung handelt und die Schüler*innen in diesem Hinblick auch geschult werden. Dies haben meine Mädels aber super gemacht und auch in der Ex ihr Wissen unter Beweis gestellt. Im Unterricht habe ich das Serious Game komplett in die Einheit zum Alten Ägypten eingegliedert und hierfür drei Episoden gewählt. Einmal eine Tour über den Nil, einem durch eine Pyramide und letztendlich noch zur Mumifizierung. An dieser Stelle muss ich aber auch gestehen, dass nicht alle Touren der Discovery Tour sich vor den Unterricht eignen, da einige doch etwas langatmig oder langweilig sind. Mit Hilfe der Tour haben die Mädels somit drei Erarbeitungen ihres Entdeckertagebuchs gemeistert, während die anderen Themen mit anderen Methoden bearbeitet wurden.

Zudem befanden sich noch Einheiten zur Quellenkritik, Geschichtskultur und der Hochkultur in ihrem Entdeckertagebuch, welches sie als Büchlein in DNA5 bekommen haben.

Technische Durchführung

Da ich leider nicht über eine so große Anzahl an Konsolen verfüge, damit jede Schülerin an einem eigenen Gerät spielen kann, haben wir das Spiel gemeinsam im Unterricht gespielt. Hierfür habe ich es an die Tafel projektiert und zwei Controller mit Bluethooth im Klassenzimmer umherlaufen lassen, sodass jede mehrmals in dieser Einheit spielen konnte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass dies ein größer Nachteil war, denn die Mädels hatten sehr viel Spaß und die einzelnen Stunden richtig gefeiert.

Fazit aus der Praxis

Die Einheit zu Ägypten hat sowohl den Mädels als auch mir große Freude bereitet und ich würde es immer wieder machen. Neben den historischen Komponenten haben sie sehr viel über die Rezeption von Geschichte gelernt. An dieser Stelle soll auch nicht die Nähe zu ihrer eigenen Lebensrealität vernachlässigt werden, denn privat Spielen tut tatsächlich auch ein Teil der Klasse.

Material

Das Entdeckertagebuch findet ihr mit Clips zu diesen einzelnen Episoden hier bei eduki. Zudem möchte ich an dieser Stelle auch auf die Arbeit von Lucas Haasis und Patrick Heike zur Discovery Tour, insbesondere Ancient Greece verweisen, wo ihr gerne hier einmal vorbeischauen könnt.

So gestaltest du ein Lapbook für deinen Unterricht!

alternative Prüfungsformate, Antike, Geschichte

Lange haben wir überlegt, mit welchem Beitrag wir ins das Jahr 2023 einsteigen. Ende des letzten Jahres haben wir beide noch spannende Projekte durchgeführt, welchen aber noch nicht ganz abgeschlossen und somit auch nicht fertig für eine Vorstellung sind. Ihr dürft euch auf jeden Fall auf einen digitalen und kreativen Januar freuen. Kreativ geht es auch im neuen Jahr los und zwar mit einem interaktiven Buch für meine 6.Klassen. Per Definition passt es in meinen Augen am besten in die Kategorie der Lapbooks, ich habe aber auch Layerbook, Klappbook oder Shutterbook im Netz gefunden. Vom Aufbau kann man hier vermutlich auch von einem Flipbook reden, aber das ist ohne interaktive Elemente.

Was ist ein Lapbook?

Unter einem Lapbook versteht man ein Klappbuch mit verschiedenen interaktiven Elementen. In der Regel lassen sich meist links und rechts Flügel aufklappen. Dies ist aber nicht immer der Fall. In einem Lapbook verstecken sich verschiedene Elemente, welche von den Schüler*innen zu einem bestimmten Thema erarbeitet werden. Diese können vorgegeben oder frei gewählt sein. Hierbei kommt es vor allem auf Kreativität, Vorstellungskraft und für ein gutes Verständnis des Themas sowie den Transfer dessen auf die interaktiven Elemente an. Ein sehr schönes Beispiel, wo die Elemente auch selbst gestaltet wurden, findet du zum Beispiel hier für das Fach Latein.

Vorbereitung

Als ersten Schritt bei der Konzeption eines Lapbooks kann ich jedem nur empfehlen auf Schmierpapier eine Skizze zu basteln und den Inhalt grob zu konzipieren. Ich habe hierfür bereits das Papier auf die entsprechende Seitengröße zugeschnitten und grob eingezeichnet, wo die interaktiven Elemente später platziert werden. Als Format habe ich DNA4 gewählt, damit man es später lochen und abheften kann.

Anschließend habe ich meine Skizze mit Canva zu Papier gebracht und die Vorlage für das Lapbook gestaltet. Alle Inhalte werden anschließend auf DNA4 gedruckt und können auch so verbastelt werden. So benötigt es bis auf Kleinigkeiten kein extra Material oder einen dicken Karton. Ich habe mich für verschiedene interaktive Elemente, wie einen Fächer, ein Faltbüchlein und offene Karten entschieden. Besonders gut gefällt mir hierbei das Büchlein, welches durch einen kleinen Klettverschluss zusammengehalten wird und zu eine kleine Spielerei innerhalb des Lapbooks darstellt.

Von der Skizze bis zum fertigen Produkt habe ich etwa 1,5Tage benötigt, da ich auch noch Texte schreiben und Quellen recherchieren musste. Auch wenn es sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, muss ich doch sagen, dass es mir sehr viel Spaß bereitet hat und ich es wieder so machen würde.

Einsatz im Unterricht

Das Lapbook wird den Abschluss der Reihe „Antikes Griechenland“ bilden und uns bis zu den Faschingsferien begleiten. Nach der aktuell laufenden Einheit zu Olympia werden die Mädchen das Buch im Unterricht erarbeiten und gemeinsam mit mir basteln. Als Besonderheit dürfen sie erstmals mit dem iPad arbeiten und zudem mit den Playbooks von History Voices einige Abschnitte ausfüllen. Die Darstellungstexte zu den einzelnen Kapiteln befinden sich auf den Arbeitsblättern und zusätzlich auf ihrer Klassenpinnwand. Hierbei können sie zwischen verschiedenen Materialien auswählen, welche in der Regel aus Texten, Video und interaktiven Aufgaben bestehen. Für die Erarbeitung sind hierbei vier Stunden geplant und für das gemeinsame Basteln anschließend die letzte Stunde vor den Faschingsferien.

Material

Das Material mit (hier) und ohne Inhalt als PDF &PowerPoint-Template (hier) ist via eduki zu erwerben und kann auch einzeln heruntergeladen werden.

Komplimenttöpfe für Lehrkräfte

Allgemein

Im Unterricht sprechen wir oft davon, wertvolle Erinnerungen und schöne Komplimente in Töpfen zu sammeln. Warum tun wir dies nicht einmal selbst für uns und sammeln die schönen Erinnerungen eines Schuljahres?

Vorbereitung

Als Vorbereitung habe ich einmal mit Canva ein Etikett für meinen Behälter gestaltet sowie ein passendes Glas herausgesucht. Hierfür habe ich ein altes Glas genommen, welches einmal mit Lebensmitteln gefüllt war. Man kann hierfür aber auch ein passendes Glas kaufen. Anschließend habe ich mein Etikett in passender Größe auf Etikettenpapier gedruckt und ausgeschnitten.

Im Anschluss daran, habe ich mein Etiketten auf das Glas geklebt und war auch schon fertig mit der Vorbereitung.

Das Befüllen

Nun kannst du das Glas Schritt für Schritt befüllen und jeden Moment auf einem Papier festhalten, den du in Erinnerung halten willst. Das Glas kannst du leeren, wenn es einmal besonders stressig in der Schule ist oder als Reflexion am Ende eines Schuljahres.