Kathas Woche im #twlz: BBB – Berlin, Booksnaps & (Trigger-)Bilder

meine Woche im #twlz

Während bei Björn die Schule wieder angefangen hat, waren in Bayern in der letzten Woche Ferien. Für mich ging es nach Berlin. Selbst habe ich schon einmal mehrere Monate dort gelebt und fühle mich in Berlin immer noch sehr wohl. Aus diesem Grund geht es mindestens einmal im Jahr in die Hauptstadt. Dieses mal stand auch der Besuch diverser Museen und Gedenkstätten auf dem Programm. Dort finde ich immer Inspirationen und tolle Quellen für den Unterricht. Gerne nehme ich mir auch den Ausstellungskatalog mit, um zu Hause noch etwas in den Exponaten stöbern zu können. Besucht und ebenso empfehlen kann ich

  • Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße
  • Gedenkstätte Marienfelde (etwas ältere Ausstellung, aber teilweise super aufbereitet)
  • Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
  • Tränenpalast
  • Berliner Unterwelten
  • Parlament der Bäume (kein Gebäude, aber verrückt)
  • Gedenkstätte Haus der Wannsee Konferenz

Poster zur Bildrecherche

Ein tolles Poster als Hilfestellung für den Unterricht.

Triggerbild

Eine tolle Idee, auch für nach Halloween. Kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die SuS einmal so mit einer Bildquelle in Berührung kommen.

Booksnaps

Snapchat steht aktuell ganz oben auf meiner Social Media-Liste für den Unterricht. Vielleicht bietet sich diese Methode in Kombination mit einer Textquelle an.

Avatare

Mit dem Tool kann man nicht nur sich selbst als Avatar gestalten, sondern auch Georg V. von Großbritannien zum Leben erwecken (links.)

Memes im Unterricht? – Memes im Geschichtsunterricht dekonstruieren

Bildquelle, Geschichte, Jugendmedien

Das heutige Geschichtswissen der Schüler*Innen speist sich aus vielen verschiedenen Quellen: Bücher, Filme, Videospiele usw. Die meisten dieser Medien haben auch schon mehr oder wenig Einzug als Medium in den Geschichtsunterricht gefunden. Ein Medium, welches allerdings noch nicht im Fokus der Geschichtsdidaktik steht, aber nicht minder wichtig ist, sind Memes. Kurz zur Klärung: Memes sind Phänomene, welche sich in Form von Bildern oder Videos meistens sehr schnell über das Internet verbreiten. Zentrale Inhalte sind meistens politische, historische oder gesellschaftskritische Themen, die dabei humorvoll mit bekannten Zitaten, Personen oder Serien verknüpft werden. Vor allem in der Jugendkultur sind Memes sehr verbreitet und daher ist es in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung aus meiner Sicht daher Zeit, einmal zu überlegen, wie man auch Memes in den Geschichtsunterricht bringen kann. Denn als eine Art „moderne Karikatur“ bieten sie durch ihren humoristischen Zugang genug Chancen, sich kritisch mit dem dort vermittelten Geschichtsbild auseinanderzusetzen.

Methodik

Das folgende Beispiel konzentriert sich dabei auf den Geschichtsunterricht und dient dazu, bestehende Memes zu dekonstruieren. Inhaltlicher Fokus lag bei dieser Stunde auf der Amerikanischen Revolution. Zu diesem Bereich habe ich fünf Memes herausgesucht, die verschiedene Aspekte der Amerikanischen Revolution behandelten.

Diese Memes habe ich so ausgewählt, dass sie möglichst vielfältige Zugänge zu dem Thema Memes bieten. Einige sind eher „pro-britisch“, einige sind eher „pro-amerikanisch“, es werden verschiedene Ereignisse berücksichtigt und die Memes greifen auf verschiedene popkulturelle Serien oder Figuren zurück, sodass für jede SchülerIn etwas dabei ist, was er/sie kennen sollte. So vertritt z.B. das Pikachu-Meme unten rechts eine „pro-britische“ Perspektive in Bezug auf das Boston Massacre im Jahr 1770. Dieses Meme „rechtfertigt“ auf humorvolle Weise das britische Vorgehen, in welchem die Kolonialisten als Aggressoren dargestellt werden, während die Briten lediglich auf die fortlaufenden Beschimpfungen und Angriffe „reagieren“. Diese überraschte Reaktion Pikachus dient nun dazu, die amerikanische Perspektive des Boston Massacres zu kritisieren: Die Kolonialisten hätten doch damit rechnen müssen, dass ihre ständigen Angriffe und Beleidigungen irgendwann zu dieser Reaktion führen würden.

Nach diesem Beispiel analysierten die SchülerInnen dann dieses und die anderen vier Memes. Die Arbeitsaufträge sahen dabei folgendermaßen aus:

Beide Arbeitsaufträge konnten die SchülerInnen sehr gut erfüllen und so nicht nur den Inhalt hinter den Memes herausarbeiten, um ihr Wissen über die bisherigen Ereignisse des britisch-amerikanischen Konflikts zu wiederholen, sondern auch ihr kritisches Geschichtsbewusstsein stärken. So wurden nicht nur die unterschiedlichen Perspektiven herausgearbeitet und verglichen, sondern auch gleich darüber diskutiert, welche Memes denn nun „gelungener“ wären. So kritisierte eine Schülerin bei dem angesprochenen Pikachu-Meme, dass es ja bewusst nicht erwähne, dass es mehrere Schüsse gegeben hätte, die auf die Menschenmenge abgefeuert worden wären. Auch das Spongebob-Meme wurde dahingehend kritisiert, dass die Briten nach dem Scheitern des Stamp Acts ja nicht traurig „herumgesessen“ hätten, sondern gleich die nächsten Steuergesetze erlassen hätten. Hier hat sich gezeigt, dass die Memes eben nicht nur analysiert, sondern sich auch kritisch mit ihnen auseinandergesetzt wurde.

Fazit

Am Anfang war ich etwas skeptisch, Memes im Unterricht einzusetzen. Doch nach dem ersten Versuch bin ich ganz optimistisch, dass ich es in Zukunft defintiv noch einmal machen werde. Der Einsatz hat gezeigt, dass die SchülerInnen in der Lage waren, sich trotz ihrer „Nähe“ zu Memes als Teil ihrer Lebenswelt kritisch mit diesen auseinanderzusetzen und die dahinter befindliche Botschaft zu dekonstruieren. So haben sie am Ende gesehen, dass hinter diesen Memes am Ende doch mehr steckt, als einfach nur „lustig“ zu sein. Allerdings hat diese Einheit auch gezeigt, dass es gewisse Probleme gibt, an welche man stoßen kann: Wenn SchülerInnen ein bestimmtes Meme nicht kennen, fällt es ihnen auch schwierig, den „Witz“ und die damit verbundene Botschaft zu erkennen, was bei der Dekonstruktion schwer fällt. Zuvor habe ich erwähnt, dass die SchülerInnen es geschafft haben, eine kritische Distanz zu dem Medium „Memes“ aufzubauen. Da ich diesen Versuch in einer zwölften Klasse gemacht habe, ist es möglich, dass diese kritische Distanz bei jüngeren SchülerInnen fehlt. Hier freut man sich zwar auch, sich mit Memes auseinanderzusetzen, allerdings könnte hier aufgrund des Alters die Ernsthaftigkeit verloren gehen, welches es bei diesem Thema aber benötigt. Insofern gilt es, den Einsatz von Memes im Schulunterricht weiter zu erproben und Erfahrungen zu machen, um daraus eine Basis für spannende Unterrichtsstunden mit Lebensweltbezug für die SchülerInnen zu kreieren.

Björns Woche im #twlz: In die Ferien, aus den Ferien…

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

ein bekannter Fußballspruch lautet „Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“ und genauso verhält es sich auch mit den Schulferien: Kaum sind die Ferien vorbei, richtet sich der Alltag wieder auf den Unterricht und es gilt, sich wieder spannende Unterrichtsstunden etc. auszudenken. Da aufgrund der Ferien seit meinem letzten Post nicht allzu viel passiert ist, möchte ich den heutigen Blogpost gerne dazu nutzen, einmal ein paar Ideen vorzustellen, wie man gut in die Ferien gehen und aus den Ferien kommen kann. Denn beide Zeiten haben so ihre „Besonderheiten“: Vor den Ferien ist es schwierig, „normalen“ Unterricht zu machen. Sofern nicht noch eine Klausur ansteht, sind die SchülerInnen auch schon im Ferienmodus und haben meistens auch bei den anderen Lehrkräften keinen „richtigen“ Unterricht gemacht. Hier liegt der Fokus also auf spielerischen Elementen. Da sich die SchülerInnen auch in den Ferien meistens nicht wirklich mit Goethe, binomischen Formeln und Abl.Abs. beschäftigen, ist es nach den Ferien wichtig, sie erstmal wieder in das Thema „hineinzuholen“. Also versuchen, das Wissen von vor den Ferien wieder zu reaktivieren.

Vor den Ferien: mit Kahoot rätseln

Eine Möglichkeit, entspannt in die Ferien zu gehen, ist es, mit den SchülerInnen Kahoot zu spielen. Hierbei handelt es sich quasi um ein interaktives Quiz, an welchem alle Schüler*Innen ohne Account einfach mit ihrem mobilen Endgerät teilnehmen können. Die Fragen sind dabei meistens simple „Multiple-Choice“ oder „Wahr oder Falsch?“-Fragen. Je nach Schnelligkeit der richtig gewählten Antwort erhalten die SchülerInnen hier Punkte, nach welchen am Ende des Quizzes ein Gewinner gekürt wird. Kahoot ist eine tolle Variante, Inhalte spielerisch in den Unterricht einzubauen. So bestand mein Abschlusskahoot z.B. aus dem bisherigen Stoff des Unterrichts. Die Fragen bezogen sich also alle auf den Themenkomplex Amerika. Zwar stand der spielerische Aspekt im Vordergrund, aber die SchülerInnen haben erkannt, dass sie nur mit ausreichend Wissen auch erfolgreich miträtseln konnten. Insofern konnte man zwar sehr spielerisch, aber gleichzeitig auch nicht ganz ohne Unterrichtsinhalte in die Ferien gehen. Eigentlich optimale Voraussetzungen für die Ferien!

Vor den Ferien: Gartic Phone spielen

Wer hat als Kind nicht gerne „Stille Post“ gespielt? Das Spiel Gartic Phone greift dieses Spielkonzept in digitaler Form wieder auf und erweitert es um eine Zeichenkomponente: Hier müssen SpielerInnen sich jetzt nicht nur eine Geschichte ausdenken, sondern diese auch malen! Im Wechsel zwischen Beschreiben und Zeichnen entstehen so ziemlich witzige Geschichten, wenn sich der singende Hund am Ende zu einer jodelnden Katze weiterentwickelt hat. Zwar lässt sich auch Gartic Phone durchaus in den Unterricht einbauen, aber bei meinem Einsatz lag der Fokus auf dem gemeinsamen Spielen mit dem Kurs. Man könnte es sozusagen als „pädagogische Methode zum Teambuildung“ bezeichnen. Gartic Phone als Programm kann jede Person ohne Account mit einem eigenen digitalen Endgerät nutzen, insofern ist es auch einfach im Unterricht zu gebrauchen.

Nach den Ferien: spielerisches Wiederholen

Wie bereits erwähnt ist nicht davon auszugehen, dass sich die SchülerInnen in den Ferien mit irgendwelchen relevanten Unterrichtsinhalten auseinandergesetzt haben. Daher ist es wichtig, sie erstmal wieder „einzufangen“ und sie daran zu erinnern, womit man sich vor den Ferien eigentlich so beschäftigt hat. Auch das möchte ich ein wenig spielerisch angehen, um gleich nach den Ferien einen motivierenden Start hinzulegen. Für Latein möchte ich z.B. die Among Us-Übung zum AcI wiederholen, da wir uns in meiner Latein-Lerngruppe genau damit beschäftigt haben. Für einen meiner Geschichtskurse habe ich ein kleines Playfactile erstellt, welches die SchülerInnen mit verschiedenen Fragen wieder in die Vorzeit der Französischen Revolution holen soll. Solche und ähnliche Methoden sollen das inhaltliche Wiederholen mit spielerischen Elementen kombinieren und so dafür sorgen, dass die SchülerInnen motiviert in die zweite Hälfte dieses Schulhalbjahres gehen.

Gedanken aus dem #twlz

Eine spannende Form der Vokabelarbeit habe ich bei der guten @edukathi gefunden: Lerninhalte werden auf deutsch zusammengefasst und mit Lernvokabeln (hier auf Latein) ergänzt. Ein spannendes Konzept, welches ich defintiv auch mal ausprobieren werde.

Ein wenig „Eigenwerbung“ an dieser Stelle: Auch in diesem Jahr soll es wieder einen #twlz-Adventskalender geben. In diesem sollen kleine Ideen, Tools, Apps etc. präsentiert werden und jede/r ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Mehr Infos findet ihr unter dem folgenden Link.

Fazit

Erholt aus den Ferien geht es nun wieder in die Ferien hinein. Ich hoffe, dass auch ihr eine erholsame Ferienzeit hattet (bzw. haben werdet, Grüße gehen in den Süden 😉) und mit voller Energie wieder in den Schulalltag starten könnt. Neben vielen Klausuren steht aber auch die Vorweihnachtszeit an und das ist aus meiner Sicht eine der schönsten Zeiten im Jahr, gerade weil man hier auch im Unterricht einige nette Sachen machen kann. Aber dazu dann mehr in den folgenden Blogposts.

Erklärvideo mit simpleshow erstellen

Apps/Programme, digital, Methode, Methodik

Bei meiner letzten Fortbildung an der ALP wurde uns kurz die Anwendung „simpleshow“ vorgestellt. Persönlich habe ich jetzt nicht vor, groß Lernvideos zu produzieren, allerdings würde ich gerne meinen Mädels mal selbst welche erstellen lassen. Dafür bietet die Anwendung Schüler-Accounts sowie eine kostenlose Version für Lehrkräfte an, welche mehr Funktionen als die kostenfreie Version beinhaltet. Das Beantragen dieser hat keinerlei Probleme bereitet. Um die Klasse zum eigenen Account hinzuzufügen, benötigt es die Mailadressen dieser. Hierbei kann entweder vorab die Erlaubnis der Eltern eingeholt werden oder man erstellt selbst ein gewissen Kontingent an Mailadresse für eben diese Zwecke.

Die Videogattung

Bevor das Video erstellt wird, gilt es als ersten Schritt die Gattung dessen auszuwählen. Der Sinn hierbei ist, dass die Anwendung verschiedene Vorlagen als Hilfestellung für die einzelnen Gattung ausgearbeitet hat.

Die Story

So erhalte ich nach meiner Wahl eines historischen Erklärvideos eine Vorlage für mein Storyboard, an welcher ich mich orientieren kann. Insbesondere für den praktischen Einsatz im Unterricht finde ich dies super, da den Schülerinnen hierdurch eine Hilfestellung geboten wird, damit am Ende des Videos von ihnen alle wichtigen Aspekte des historischen Ereignisses behandelt wurden.

Das Visualisieren

Nachdem nun das Storyboard gefüllt wurde, geht es weiter mit der Visualisierung des Videos. Hierbei schlägt die Anwendung von selbst bereits geeignete Graphiken vor, welche individuell angepasst werden können. Auch eigene Fotos und Texte können hinzugefügt werden. Ein großer Pluspunkt ist hierbei, dass die einzelnen Graphiken mit dem ext verknüpft werden und somit erst erscheinen, wenn das entsprechende Stichwort gesagt wurde. In diesem Beispiel sind dies alle blau markierten Begriffe.

Die Vertonung

Nach dem Positionieren der Bilder besteht noch die Möglichkeit, einen eigenen Text einzusprechen und somit die Computerstimme zu umgehen. Ich persönlich finde die Computerstimme vollkommen in Ordnung und habe diesen Schritt übersprungen. Hierdurch wird auch garantiert, dass die Koppelung der Bilder an ihre jeweiligen Wörter bestehen bleibt. Zudem umgeht man das Problem mit dem Datenschutz, wenn nicht alle Eltern der Aufnahme der Stimme ihrer Kinder in schulischen Kontext zugestimmt haben.

Das Ergebnis

Als letzten Schritt wird das Video verarbeitet und kann anschließend geteilt oder heruntergeladen werden. Entstanden ist bei meinem kleinen Test eine kurze Sequenz zum Ersten Weltkrieg, welcher als Einstieg genutzt werden und die Schülerinnen zum Hinterfragen der Kriegspresse anregen soll.

Fazit – Einsatz im Unterricht

Persönlich empfand ich das Arbeiten mit dem Tool als sehr intuitiv und angenehm. Insbesondere durch die vielen Hilfestellungen, welche einem bei der Erstellung eines Videos an die Hand gegeben werden, kann ich mir dieses auch gut im Schulalltag vorstellen. Die SchülerInnen müssen hierbei keine großen technischen Fähigkeiten besitzen, um ein tolles Ergebnis kreieren zu können. Zudem lässt sich in relativ kurzer Zeit ein erarbeitetes Thema in ein Video umsetzen. Auch ist die Anwendung des Tools nicht abhängig vom digitalen Endgerät und kann somit an jedem PC und Tablet durchgeführt werden.

[eduBreakout] Wer tötete Rufus?

eduBreakout, Grammatik, Latein, Wiederholung

Heute gibt es endlich den eduBreakout über das komplette 1.Lernjahr in Latein für euch, welchen ich im Rahmen der Sommerschule in Bayern einmal getestet habe. Gesucht wird der Mörder des ehrenwerten Rufus und die SchülerInnen können sich vier Hinweise erarbeiten, welche sie zum Mörder führen werden.

Die Hinweise können selbstverständlich variiert sowie die Verdächtigten verändert werden. Auch kann der eduBreakout in seiner Art für andere Fächer abgewandelt werden.

Material

Kathas Woche im #twlz: History Dinner, Buzzer und Secret Missions

meine Woche im #twlz

Während Björn seine letzten Ferientage genießt, stehe ich in Bayern kurz vor den Herbstferien. Auch wenn ich meine Mädels vermissen werde, freue ich mich doch auf ein Aufstehen ohne Wecker, lange Herbstspaziergänge und das ein oder andere gute Buch neben den Korrekturen und Vorbereitungen. Jetzt bin ich schon fast drei Monate an der neuen Schule und immer noch sehr glücklich dort. Die schönsten Tage sind es, wenn ich nach dem Unterricht im Auto sitze und glücklich vor mich hinlächle, weil die Mädels so toll mitgemacht haben und ich sehr stolz auf sie bin. Auch mit TaskCards kommen sie mittlerweile gut klar. Heute haben sie mich zum ersten mal gebeten, ihnen etwas auf die Pinnwand zuladen. Darüber habe ich mich sehr gefreut 🙂 Gegen Ende der Woche erhalte ich auch die Feedbäckbögen der Mädels sowie ihre Unterrichtsreflexionen. Ich bin schon sehr gespannt, welches Feedback sie mir zu meinem Unterricht geben werden. Mir persönlich ist es sehr wichtig, in meine Unterrichtsreflexionen auch das Feedback meiner Schülerinnen einzubeziehen.

History Dinner

Durch Zufall bin ich auf diesen alten Tweet gestoßen. Gerne würde ich es einmal selbst im Unterricht ausprobieren. Der Wiener Kongress würde sich hierfür sicherlich anbieten, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob meine 8.Klasse dafür noch zu jung ist. In der 10.Klasse wäre es sicherlich machbar. Vielleicht im Kontext des Kalten Kriegs.

Chat-Stories

Auch ein Post aus dem Archiv, welche eine tolle Idee zur Visualisierung von Dialogen vorstellt.

Secret Mission

Eine tolle Idee, die ich für Geschichte und die Stasi etwas abwandeln werde.

Buzzer

Meine Mädels lieben kleine Games und ich diese tollen Buzzer landen auf der Anschaffungsliste für den Unterricht.

[Wiederholung] Der falsche Podcast

Geschichte, Methode, Methodik, Neuzeit, Podcast, Wiederholung

Vor zwei Wochen äußerten meine Mädels den Wunsch, dass sie gerne einmal einen Podcast im Unterricht hören würden. Diesem Wunsch kam ich tatsächlich nach, allerdings nicht, wie sie es vielleicht erwartet hätten. In die Episoden des Podcasts haben sich nämlich einige Fehler eingeschlichen, die es zu finden galt.

Eingesetzt habe ich die Aufnahmen, welche simple mit dem Recorder meines iPhones entstanden sind, zur Wiederholung bzw. zur Kontrolle des Verständnisses im Plenum. Die Mädels hatten viel Spaß beim Suchen der Fehler und haben sowohl die offensichtlichen als auch die schwierigeren Fehler gefunden. In Zukunft dürfen sie nun auch einmal selbst Podcasts aufnehmen und ihre Klassenkameradinnen testen.

Tipp zur Aufnahme

Es ist hilfreich, den Text zuvor mit all seinen Fehlern auszuformulieren und dann einzusprechen. Ansonsten verspricht man sich schnell und muss unnötig viele Wiederholungen machen.

Einsatz in anderen Fächern

Die Methode kann beliebig auf alle anderen Fächer übertragen und je nach Thema variiert werden. So können beispielsweise auch mathematische Formen abgewandelt werden und die Hauptstädter der europäischen Länder vertauscht werden.

[Bildinterpretation] Sexiest historian alive

Bildquelle, Geschichte, Methode, Methodik

Die Porträts der großen Herrscher des 16-18. Jahrhunderts haben so ihre Eigenarten und werden aus heutiger Perspektive auch nicht immer als optisch ansprechend wahrgenommen. Das haben auch schon meine Schülerinnen festgestellt. Aus diesem Grund habe ich zur Einübung der Bildinterpretation die Wahl, angelehnt zum „People“ Magazin, zum Sexiest Historian Alive ausgerufen. Das ganze ist selbstverständlich mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Die Methode

In der Klasse habe ich zehn Herrschaftsporträts mit Titel, Künstler und Erscheinungsjahr ausgegeben. In Partnerarbeit stellen die Schülerinnen nun die einzelnen Porträts vor, indem sie beschreiben, was sie auf diesem erkennen und sie anschließend analysieren. Die Deutung habe ich hierbei außen vor gelassen, da die Herrscher zum Teil nicht bekannt waren und sie diese nicht in ihren historischen Kontext einordnen können.

Am Ende wurde durch Abstimmung die schönste Darstellung eines Herrschers gekürt und auf den Titel des Magazins „Historia“ gepackt. Durch die Vorstellung der einzelnen Kandidaten musste sich jede Schülerin einmal in der Bildinterpretation üben. Somit konnte diese Methode, auch durch den spielerischen Hintergrund, nachhaltig gefestigt werden.

Material

Link zur Cover-Vorlage.

Kathas Woche im #twlz: Exen, Leistungsdruck & nachhaltiges Lernen

meine Woche im #twlz

„Schreiben wir nächste Stunde eine Ex (unangekündigter Test über Inhalt der letzten Stunde)?“Fragen mich meine Mädels in der Geschichtsstunde und ich denke mir nur, wie kommt ihr jetzt darauf? „Wie reagiert sie?“ Analysieren die Mädels meine Mimik nach der Frage. Nur nicht Lachen, denke ich bei mir, oder irgendeine andere Regung zeigen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt weder vor eine Ex zu schreiben, noch tue ich dies gerne. Mir ist es wesentlich wichtiger, dass die Schülerinnen den Stoff verstehen und nachhaltig festigen, anstatt fünf Jahreszahlen in der Ex wiederzugeben und danach wieder vergessen haben. Insbesondere eine intensive Befassung mit dem historischen Stoff kann in meinen Augen zu einem nachhaltigen Lernen führen. Aus diesem Grund bieten sich in diesem Fach auch sehr gut alternative Leistungserhebungen an.

Traurig finde ich es insbesondere, wenn Exen als Bestrafung eingesetzt werden. Bereits im Praktikum musste ich die Erfahrung machen, dass auf fehlende Disziplin und Beteiligung der SchülerInnen oftmals eine Ex folgte. In meinen Augen der absolut falsche Weg. Korrekterweise müsste doch in einer solchen Situation die Frage lauten: Warum sind die SchülerInnen so unaufmerksam? Ist irgendetwas passiert? Gibt es Redebedarf? Haben sie eine Klausur geschrieben? Ist mein Unterricht langweilig oder schlecht strukturiert? Die Reflexion und Erfassung des Problems ist in meinen Augen eine viel bessere und auch nachhaltiger Lösung als das Drohen mit einer Ex.

Die DeutschEx

Auch im Twitterlehrerzimmer haben wir über dieses Thema diskutiert und sind eigentlich alle zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

Projektwerkstatt

Auch dieser Post passt sehr gut zum Thema „nachhaltiges Lernen“. SchülerInnen lernen einfach so viel mehr, wenn sie sich begeistern können und es sie wirklich interessiert.

Julikrise – De-Konstruktion eines Serious Games

Computerspiel, Erster Weltkrieg, Geschichte, Neuzeit

„Und wir dürfen das jetzt wirklich spielen?“ fragten meine Mädels verunsichert als ich sie dazu aufgefordert hatte, ein Serious Game zur Julikrise zu spielen. Nach meiner bejahenden Antwort ging es dann auch schon los.

Das Spiel

Gespielt wurde das Serious Game „1914 – Das Attentat von Sarajevo„. Ich habe weder vor noch während des Spielens groß etwas dazu gesagt und meine Mädels einfach mal machen lassen. Genutzt wurden hierbei die Handys der Mädchen. Hier hat die Praxis gezeigt, dass das Spiel auf dem iPhone am besten läuft.

Nach dem Spiel

Nachdem Spiel habe ich sie gefragt, wie sie das Spiel fanden. Viele hat es irritiert, dass das Attentat stattgefunden hat, auch wenn sie dagegen gestimmt haben. Zudem haben wir darüber diskutiert, ob das Attentat richtig war und ob sie der Meinung sind, dass man für seine Ziele einen Menschen töten darf. Diese Fragen wurden auch im Spiel selbst aufgeworfen und ich habe sie somit nochmals vertieft zur Diskussion gestellt.

Während dieser Debatte kamen schon einige Fragen auf, wer denn nun ermordet worden sei: Franz, der Kaiser von Österreich? Ein König? Oder auch nicht? Im Allgemeinen habe ich während dieser Diskussion festgestellt, dass beide Klassen sehr reflektiert und analysierend vorgegangen sind. Diese Verunsicherung nutze ich, um ihnen die Frage zu stellen, ob das Spiel denn die Realität darstelle. Da wir am Anfang des Schuljahres darüber gesprochen haben, dass Computerspiele dies nicht tun, waren sie ganz schon am Zweifeln. Eine Klasse war komplett irritiert und die andere war der Meinung, dass ein wahrer Kern bestehe. Ich habe mich dazu nicht geäußert und sie überlegen lassen, wie sie denn nun dahinter kommen, ob das Spiel eine historische Narration darstellt oder fiktiv ist.

Die De-Konstruktion

Als kleine Hilfestellung habe ich gemeinsam mit den Klassen Fragen gesammelt – einmal digital und einmal analog – anhand welche die Mädchen recherchieren wollten, was es denn nun mit dem Spiel auf sich hat.

MindMap zur Reche

Bei der Recherche haben sich alle beteiligt und auch die etwas Ruhigeren Schülerinnen haben sich rege an der Recherche und Beantwortung der Fragen beteiligt. Insbesondere Princip hatte es ihnen sehr angetan und so wurde viel zu ihm diskutiert und recherchiert. Hierbei haben sie auch festgestellt, dass es unterschiedliche Darstellungen über seinen Tod gibt und diese gegeneinander abgewogen. Sie haben bei der Recherche gezeigt, dass sie den Umgang mit Quellen und Darstellung beherrschen, diese kritisch hinterfragen und auch gegeneinander abwägen können.

Die Sicherung

Die finale Aufgabe dieser Einheit war die Sicherung der Ergebnisse. Hierbei habe ich den Mädchen wiederum freien Lauf gelassen und entscheiden lassen, in welcher Form das Gelernte gesichert werden soll. Sie haben sich für einen klassischen Tafelaufschrieb entscheiden und diesen auch erstellt.

Sicherung der Recherche

Besonders schön fand ich, dass sie eigenständig gefordert haben, Definitionen wie den Tyrannenmord aufzunehmen, um den Aufschrieb auch später noch gut nachvollziehen zu können.

Fazit

Insgesamt erachte ich diese Einheit als sehr gelungen. Die Mädchen haben sich rege beteiligt und ich bin mir sicher, dass wenn wir nächste Woche eine Klassenarbeit schreiben würde, jede von ihnen den Stoff problemlos wiedergeben können. Auch langfristig wurde durch die selbstständigen Recherchen und das große Interesse am Geschehen aufgrund des Spiels das Wissen nachhaltig im Gedächtnis gesichert.