Juxtaposition zur Darstellung von temporären Verläufen

2.Weltkrieg, Apps/Programme, Bildquelle, digital, Geschichte

Die Anwendung „Image Juxtaposition“ von H5P (z.B. via ZUM-Apps) ermöglicht es dem Nutzer zeitliche Verläufe darzustellen. Insbesondere bei historischen Örtlichkeiten bietet sich diese Methode im Unterricht an.

Die SchülerInnen können hierbei entweder mit durch die Lehrkraft erstellten Bildern arbeiten oder diese selbst erstellen. Dies bietet sich beispielsweise in Kooperation mit dem Archiv des Heimatortes an, in welchem die SchülerInnen nach alten Aufnahmen der Heimat recherchieren können und diesen anschließend eigenen Fotografien aus der heutigen Zeit gegenüberstellen können.

[Vorstellung] berlinHistory

2.Weltkrieg, Apps/Programme, digital, Geschichte, Museum, Neuzeit

Die App BerlinHistory, eine Anwendung des Stadtmuseums Berlin & berlinHistoty darf sich seit 2020 als Gewinner des DigAMus Award bezeichnen. Diese Auszeichnung erhalten herausragende digitale Projekte von Museen.

Die App

Die Anwendung kann kostenlos im jeweiligen App-Store heruntergeladen werden und bedarf keiner Anmeldung. Weitere Informationen hierüber sind der Website des Tools (hier) zu entnehmen.

Die App besticht durch ihr vielfältiges Angebot, welches – mit Ausnahme einer Anwendung – auch ohne einen Berlinbesuch im Unterricht eingesetzt werden kann. Vielmehr kann durch die App ein Gefühl für die Stadt vermittelt werden und die SchülerInnen können diese mithilfe der Anwendung digital und im Klassenzimmer selbst erkunden.

Ein Blick in die Anwendung hinein…

Nach der Installation der App gelangt man auf die Startseite dieser. Hier präsentiert sich einem das vielfältige Angebot der Anwendung. Neben der Aufbereitung der historischen Epochen Berlins besteht zudem die Möglichkeit einen Flug über das zerstörte Berlin zu erleben. Die Entwickler haben zudem in der Legende des Films eine minutengenaue Beschreibung der jeweiligen Objekte hinzugefügt, sodass dieser auch ohne geographische Kenntnisse des heutigen Berlins im Unterricht gut eingesetzt und eine Auswahl an bekannten Spots der Stadt präsentiert werden kann.

Ein weiteres Highlight der Anwendung sind die thematischen Rundgänge durch die Stadt. Diese enthalten neben einer Audio-Spur sowohl historische als auch aktuelle Fotografien des jeweiligen Ortes und navigieren den Benutzer durch Berlin, sowohl vor Ort als auch vom Klassenzimmer aus. SchülerInnen können sich hierbei ein Bild der Stadt und ihrer historischen Stationen machen, ohne diese besuchen zu müssen. Zudem sind die einzelnen Beträge der Tonspur sehr knapp, aber präzise gehalten, sodass sie zudem gut in Auswahl im Unterricht eingesetzt werden können.

Zudem bietet die App eine Karte Berlins mit der Auflistung aller historischer Orte dieser an. Neben einem historischen Foto des jeweiliges Ortes findet sich auch ein kurzer Informationstext zu diesem. Mit Hilfe eines Schiebereglers wird hierbei unter Zuhilfenahme von Fotografien die Perspektive zwischen dem historischen und dem heutigen Zustand des jeweiligen Ortes gewechselt. Da dieses Tool der Anwendung ein Mit-Mach-Tool ist, sind noch nicht allen historischen Fotos aktuelle Fotografien zugeordnet worden. Demnach ist diese Anwendung nur bedingt im Unterricht einsetzbar und die SchülerInnen können beispielsweise aktuelle Fotografien zu den historischen Orten eigenständig im Unterricht recherchieren.

Neben dem Einsatz der Anwendung zur Darstellung und Vermittlung von Wissen über das historische Berlin kann diese auch zur Recherche im Unterricht eingesetzt werden. In Kooperationen mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand entstand eine ausführlich Datenbank an Biographien zu diesem Thema.

Fazit

Die Anwendung überzeugt durch ihren simplen Aufbau und ihre vielfältigen Möglichkeiten zum Einsatz im Unterricht, welcher anhand von Fotografien und Audios nicht an einen Besuch der Stadt gebunden ist.

Feldpost

2.Weltkrieg, Arbeitsblätter, Geschichte, Textquelle

Unter Zuhilfenahme des heutigen Arbeitsblattes findet die Analyse von sechs unterschiedlichen Zeitzeugenberichten aus dem letzten Kriegsjahr an der russischen Front statt. Anhand dieser historischen Quellen verfassen die SchülerInnen einen Brief des Soldaten an seine Angehörigen in der Heimat. Hierbei ist es neben der inhaltlichen Komponente ebenso wichtig die letzte Phase des Krieges wie auch die formalen Rahmenbedingungen eines solchen Briefes zu beachten.

Auszug Material

Material

  • Zeitzeugenberichte in der Druckversion ➡️ hier

„Yolocaust“ – Förderung von Geschichtsbewusstsein

2.Weltkrieg, Bildquelle, kritischer Umgang

Vermutlich jeder, der schon einmal in Berlin war, kennt das „Denkmal für die Ermordeten Juden Europas“ zwischen dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz. Jedes mal, wenn ich diesen Weg entlang laufe, sehe ich Menschen, die fröhlich lächelnd auf den Stehlen stehen und in die Kamera grinsen. Ich frage mich an dieser Stelle immer, welche Intentionen sich hinter solchen Aufnahmen verbergen und würde die jeweiligen Personen am liebsten zu ihren Beweggründen befragen und mit ihnen über die Aufnahmen sprechen, um ihre Sichtweise der Dinge zu erfahren. Für mich und mein Geschichtsbewusstsein ist es unvorstellbar, dort ein fröhliches Foto mit mir machen zu lassen.


Die Förderung und die Definition des eigenen Geschichtsbewusstsein ist ein wichtiger Prozess im heutigen Geschichtsunterricht. Insbesondere die Erinnerungskultur an die Zeit des Dritten Reiches erfordert einen sensiblen Umgang, um solche solche Situationen wie sie eben beschrieben worden sind, zu vermeiden.

Förderung des Geschichtsbewusstseins am Beispiel „Yolocaust“

Anfang 2017 veröffentlichte der deutsche Künstler Shahak Shapira auf einer Website zwölf bearbeitete Bilder, welche in Gedenkstätten des Holocaust aufgenommen worden waren. Hierfür bearbeitete er die Bilder so, dass die jeweiligen Personen in Fotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt wurden. Die Provokation hinter diesen Montagen war beabsichtig und sollte die abgebildeten Personen und deren Mitmenschen zum Nachdenken anregen. Alle Abgebildeten meldeten sich innerhalb kürzester Zeit und gaben teilweise einen Kommentar zu den Fotos ab.

Ich bin der Typ, der dich, wie ich gerade las, zu Yolocaust inspiriert hat. Ich bin der „Spring auf tot..“ – Ich kann es gar nicht schreiben, mir wird schon schlecht wenn ich es nur ansehe. Ich wollte niemanden beleidigen. Nun sehe ich meine eigenen Worte in den Nachrichten. 

Ich habe gesehen was meine Worte ausgelöst haben. Das ist verrückt und es ist nicht, was ich wollte. (…) Das Foto war als Witz für meine Freunde gedacht. Ich bin dafür bekannt, dass ich Witze unterhalb der Gürtellinie mache, dumme Witze, sarkastische Witze. Sie verstehen meinen Humor. Wenn Du mich kennen würdest, würdest Du das auch… Aber wenn es öffentlich geteilt wird und es Fremde erreicht, die keine Ahnung haben wer ich bin, dann sehen sie jemanden, der etwas, was anderen Menschen wichtig ist, respektlos behandelt. Das war nicht meine Intention. Und es tut mir leid. Wirklich. In diesem Sinne, würde ich gerne „entdouchet“ werden.

P.S. Oh, und wenn Du gegenüber BBC, Haaretz und all den anderen Blogs, Nachrichtenstationen, etc. erklären könntest, dass ich Mist gebaut habe, wäre es phantastisch. 😅 (Quelle: yolocaust.de)

Sowohl die Bilder als auch der abgegebene Kommentar eignen sich zur Förderung des Geschichtsbewusstseins im Unterricht. Denn sie sorgen für Irritation, provozieren und rufen sogleich eine Diskussion über ethische und moralische Grundsätze sowie den Umgang mit der Vergangenheit in der Klasse hervor. Im Anschluss an die Diskussion kann die Thematik mit verschiedenen zusätzlichen Materialien und Unterrichtsentwürfen vertieft werden.

Zusätzliches Material

  • Raphaela Walser: „Yolocaust“ oder: „Darf man das?“ Ein Beitrag zum reflektierten Umgang mit Geschichtskultur im Unterricht ➡️ „hier“ klicken.
  • Unterrichtsmaterialien zur Vorbereitung des Besuchs des Denkmals für die Ermordeten Juden Europas A – Basis ➡️ „hier“ klicken.
  • Über den Holocaust lernen. Theoretische Grundlagen und unterrichtspraktische Überlegungen ➡️ „hier“ klicken.
  • Bild zum Zitat ➡️ „hier“ klicken.

Raum der Namen – Die Toten des KZ MAUTHAUSEN

2.Weltkrieg, Geschichte

„Mindestens 90.000 Menschen wurden im KZ Mauthausen und seinen Außenlagern von August 1938 bis Mai 1945 ermordet oder starben unmittelbar nach der Befreiung an den Folgen ihrer Haft. Das Gedenken an die Toten ist eine der wesentlichsten Verpflichtungen und Aufträge der KZ-Gedenkstätte Mauthausen; es ist darüber hinaus aber auch eine gesellschaftliche Verantwortung und ein gemeinsames Ansinnen.“

(Quelle Mauthausen Memorial)

Aus diesem Grund startete der Verein für Gedenken und Geschichtsforschung in österreichischen KZ-Gedenkstätten in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ein digitales Gedenkbuch, in welchem die Biografien der verstorbenen Häftlinge gesammelt und veröffentlich werden. Aktuell sind über 82.000 Namen von Häftlingen bekannt, zu welchen aktuell knapp 2000 Biografien existieren. In diesen Biografien erhält der Leser des Gedenkbuches je nach Quellenlage mehr oder weniger Informationen über den Gefangenen. Teilweise wurden den Biografien zudem Bilder des Verstorbenen hinzugefügt.

Während der Unterrichtssequenz zu Konzentrationslagern im Unterricht halte ich es für wichtig, dass die SchülerInnen nicht nur etwas über die Lager, sondern auch über die Gefangenen lernen. Der „Raum der Namen“ bietet hierbei die Möglichkeit, Häftlinge verschiedener Nationen und mit unterschiedlichen Biografien kennenzulernen und ihre Geschichte zu verstehen. Jeder SchülerIn sucht sich einen Verstorbenen aus, den er der Klasse näher vorstellen möchte. Ergänzend zu den Angaben aus dem Gedenkbuch recherchiert jedes Mitglied der Klasse im Internet über den Verstorbenen und versucht die genannten Aspekte seiner Biografie näher zu beleuchten.

Die Recherche auf der Website der Gedenkstätte ist hierbei in zwei unterschiedlichen Schritten möglich. Während der Reiter „Volltextsuche“ es ermöglicht, einen beliebigen Namen in das Suchfeld einzugeben, erscheint unter dem Reiter „Biografien“ eine zufällige Auswahl an Biografien.

Durch den Einsatz beider Methoden ist es Möglichkeit, eine Biografie für die Vorstellung zu finden.

Material

Link zum „Raum der Namen“: https://raumdernamen.mauthausen-memorial.org/index.php?

das Tagebuch der Anne Frank mal anders

2.Weltkrieg, Geschichte, Textquelle

Das Tagebuch der Anne Frank gilt nicht nur als Literaturklassiker, sondern ist zudem fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts.

Das heutige Arbeitsblatt befasst sich mit Auszügen aus dem Tagebuch der jungen Autorin, welche kostenfrei auf der Website des Fischer Verlages heruntergeladen werden können. In Form eines Chatprotokolls findet die Auseinandersetzung mit dem historischen Thema auf Seiten der SchülerInnen statt. Diese konzipieren einen Dialog zwischen Anne Frank und ihrer besten Freundin Jacqueline. Als Grundlage dienen hierbei die Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank, an welchen sich die SchülerInnen bei der Erarbeitung der Aufgabenstellung orientieren.

Materialvorschau

Die Chatpartnerin des Dialogs, Jacqueline van Maarsen, war eine der engsten Freundinnen von Anne Frank und überlebte im Vergleich zu dieser den Holocaust. Als eine der Protagonistinnen des berühmten Tagebuchs publizierte sie in den letzten Jahren einige Bücher über das Leben Anne Franks . Von dem Versteck ihrer Freundin in Amsterdam wusste diese nichts und glaubte, dass die Familie in die Schweiz geflohen war. Anne Vater war es, der ihr nach dem Ende des Krieges die Nachricht über den Tod seiner Tochter überbrachte.

Material

Auszug Tagebuch aus dem Fischer Verlag

„Vier Gewinnt“ – „Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg & Holocaust“

2.Weltkrieg, Geschichte, Spiel, Wiederholung

Das Spiel „Vier Gewinnt“ gehört wohl zu den Klassikern der Spielwelt schlecht hin und wird meist schon von klein auf gespielt. Für den Geschichtsunterricht habe ich das Spiel etwas abgewandelt und als eine Übung zur Wiederholung von wichtigen Begriffen und Lernzielen konzipiert. Nun gilt es nicht mehr, kleine Plättchen in die taktisch günstigste Reihe zu werfen, sondern den taktisch günstigsten Begriff zu erklären und somit das Feld für sein Team zu gewinnen. Orientiert habe ich mich hierbei an Begriffen aus der Unterrichtsreihe des „LehrplanPlus“ (Bayern) zu „Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Holocaust“.

Die Durchführung des Spiels

Zu Beginn des Spiels wird die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt, welche gegeneinander antreten. Für jede Gruppe wird ein SprecherIn bestimmt, um zu vermeiden, dass ein lautes Durcheinander im Klassenraum entsteht. Durch das Werfen einer Münze oder einer ähnlichen Methode kann bestimmt werden, welche Gruppe den ersten Zug setzen darf. Hierbei wählt Gruppe A einen taktisch klugen Begriff aus dem Spielfeld des Spieles aus. Dies kann den SchülerInnen ausgedruckt vorliegen oder mit Hilfe eines Beamer o.ä. an die Wand projektiert werden. Kann Gruppe A den Begriff richtig erklären, wird dieser Feld der Gruppe zugesprochen. Nun ist Gruppe B am Zug und darf sich einen Begriff auswählen.

Materialbeispiel „Vier Gewinnt“

Ziel des Spiels ist es, wie auch beim Original, vier zusammenhängende Felder für sich einzunehmen. Die Gruppe, die dieses Ziel zuerst erreicht hat, entscheidet das Spiel für sich.

Hinweis

Es handelt sich bei dieser Art des Spiels um eine Übung zur Wiederholung von gelerntem Wissen, bei welchem nicht der spielerische Erfolg, sondern der korrekte und bewusste Umgang mit den vorgegebenen Begriffen im Vordergrund steht. Es soll auf keinen Fall der Anschein erweckt werden, dass die schrecklichen und grausamen Taten des Nationalsozialismus durch diese Art von Wiederholung in den Hintergrund gerückt werden.

Das „Ende des 2. Weltkrieges“ mit „MrWissen2go“ & einem Zeitstrahl

2.Weltkrieg, digital, Film

Heute möchte ich ein Material vorstellen, welches mit Hilfe eines Videos und einem Zeitstrahl den SuS im HomeLearning die wichtigsten Fakten über das Ende des Zweiten Weltkrieges vermittelt.

Das Material basiert auf einem Video des studierten Historikers und Journalisten „MrWissen2go“. Auf dem beigefügten Arbeitsblatt erarbeiten die SuS mit Hilfe eines Zeitstrahls die zeitliche Abfolge der letzten Kriegsjahre sowie die Definition ausgewählter Begriffe dieser Kriegsphase. Hierbei gilt es ebenso die aufgeführten Ereignisse und Definitionen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu bewerten.

Material & Anmerkungen

Der Zeitstrahl wurde mit „Office Timeline“ erstellt.

Wiederholung „Machtergreifung & Ideologie“

2.Weltkrieg, Geschichte, Quiz, Wiederholung

Heute stelle ich euch ein Arbeitsblatt zur Wiederholung der Themeneinheit „Machtergreifung & Ideologie“ der Nationalsozialisten vor.

Beispiel aus dem Arbeitsblatt

Das Arbeitsblatt besteht aus einer spielerischen, einfacheren Aufgabe, welche die wichtigsten Begriffe dieser Einheit prüft. In der zweiten Aufgabe geht es um eine kritische Betrachtung des Begriffes „Machtergreifung“. Herbei soll eine historische Einordnung des Begriffes stattfinden sowie eine Analyse dessen im Hinblick auf seine historische Bedeutung.

Die Gründung der NSDAP mit Podcast & Material (digital)

2.Weltkrieg, auditive Quelle, digital, Geschichte, Podcast, Textquelle

Beim Sport, insbesondere beim Marathon-Training höre ich gerne Podcasts. Gründe hierfür sind der hohe Unterhaltungswert, aber auch der in der Regel sehr lehrreiche Inhalt und der damit verbundene Wissenserwerb. Auf diesem Wege bin ich vor einiger Zeit auf den Podcast von „Deutschlandfunk Nova“ gestoßen, welcher sich mit der Gründung der NSDAP befasst.

An einigen Stellen empfand ich den Podcast als sehr gelungen und habe diese Abschnitt in ein Arbeitsblatt zur Gründung der NSDAP eingearbeitet. Ergänzt habe ich die Erarbeitung des Themas mit diversen Textquellen, um den Weg der NSDAP von ihrer Gründung bis zu den Reichstagswahlen 1930 für die SuS aufzubereiten. Entstanden ist hierbei das angehängte Arbeitsblatt.