Drei Arten von Belohnungssystemen

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Menschen lieben Challenges und Kinder ganz besonders. Wir haben uns diese Eigenschaft zu nutzen gemacht, um die Motivation im Unterricht etwas zu fördern.

Die Belohnungssysteme

Björn hat hierzu ein kleine Tombola gebastelt, bei welcher die SchülerInnen als Belohnung immer etwas ziehen dürfen. Hierbei gibt es verschiedene kleine Gewinne, natürliche auch einen Hauptgewinn, aber – wie sollte es anders sein – auch nieten.

Ich dagegen habe mich für ein klassisches Belohnungssystem entschieden. Für jede Woche, welche ohne große Vorkommnisse verläuft, erhalten die Schülerinnen einen Punkt. Am Ende vom Halbjahr wird abgerechnet. Eine meiner Klasse hat sich als Ziel eine kleine Einheit zur Hexenverfolgung gewünscht. Da ich zu diesem Thema einmal geforscht habe und der Anreiz durch die eigene Wahl der Belohnung noch einmal größer ist, kam ich diesem Wunsch gerne nach.

Zum Überkleben der Belohnungen haben wir beide mit sogenannten Rubbeletiketten gearbeitet, wie diese hier. Mit Hilfe der einzelnen Etiketten könnt ihr die Belohnungen überkleben, sodass diese später freigerubbelt werden müssen.

Reaktionen der SchülerInnen

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angeklungen ist, wurden beide Systeme von den SchülerInnen sehr positiv aufgenommen. Eine Klasse fragt sogar kontinuierlich nach, wann sie den endlich wieder eine Belohnung erhalten werden.

[Ideensammlung] Kennlernmethoden

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Bald fängt auch für mich das neue Schuljahr an und sechs neue, tolle Klassen warten darauf kennengelernt zu werden. Für euch habe ich im folgenden Blogpost meine Gedanken hierzu einmal notiert.

HeldInnen der Kindheit

In diesem Blogpost habe ich die Methode bereits einmal vorgestellt. Jedes Mitglied der Klasse wählt sich entweder aus einer bestehenden Sammlung oder frei den Held seiner Kindheit aus und stellt diesen vor, z.B. Harry Potter. So hat man neben einer schönen Gesprächsrunde auch schnell eine kleine Eselsbrücke an der Hand, um sich die Namen besser einprägen zu können.

Liebste historische Persönlichkeit

Als Lehrkraft für das Fach Geschichte kann man diese Methode abwandeln, indem man sich anstatt des Helden der Kindheit nach der liebsten historischen Persönlichkeit der Kinder erkundet. Auch hier bildet sich oftmals schnell eine tolle Eselsbrücke für das Einprägen der Namen.

Kennlern-Würfen

Eine tolle Idee, vor allem für die jüngeren Jahrgangstufen.

Was wäre wenn..

Ja, was wäre, wenn man plötzlich in die Vergangenheit reisen könnte? Dies und andere Fragen kann man zum Kennlernen der Klasse stellen und mit ihnen darüber diskutieren und so ganz nebenbei etwas über deren Persönlichkeit lernen und diese Kennenlernen.

Kenn-Lern-Bingo

Bingo kennt in der Regel jeder. Wie wäre es, dieses für den Unterricht abzuwandeln? Hierbei muss man so schnell wie möglich Personen finden, die mit den vorgegebenen Merkmalen überein stimmen. Eine tolle Vorlage ist hier zu finden.

Zwei Wahrheiten und eine Lüge

Die Methode macht gerade im Instalehrerzimmer ihre Runde, ist dem ein oder anderen vielleicht aber auch von einer bekannten DatingApp geläufig. Jeder Mitglied der Klasse schreibt drei Fakten über sich auf einen Zettel, von welchem ein Fakt eine Lüge ist. Der Rest der Klasse muss erraten, um welche Behauptung es sich hierbei handelt.

Schneeballschlacht

Diese Methode funktioniert ähnlich wie die vorherige. Auch diesmal werden drei, aber nun wirkliche Fakten auf einen Zettel geschrieben und in einem Behälter gesammelt. Anschließend darf jedes Kind einen Zettel ziehen und muss durch Nachfragen und logischen Denken den Urheber dessen finden.

Wer ist es?

Auch bei dieser Methode geht es um die Charaktereigenschaften des anderen. Anders als bei der vorherigen Methode werden hierbei die Zettel oder Karten mit Fakten nach dem Ausfüllen durch die SchülerInnen nur eingesammelt und nicht mehr ausgeteilt. Der Lehrkraft ließt die jeweiligen Bögen vor und die SchülerInnen müssen auf einem Zettel ihren Tipp für die jeweilige Karte abgeben. Gewonnen hat derjenige, welcher seine Mitschüler am besten gekannt hat.

Empfehlenswerte Sammlung

Eine sehr ausführliche Sammlung mit Kennlernspielen und Methoden zur Auflockerung findet ihr hier.

Padlet

In diesem tollen Padlet wurden verschiedene Ideen und Einstiege für alle möglichen Fächer gesammelt. Reinschauen lohnt sich!

Made with Padlet

(Digitale) Kennlernspiele

In diesem Padlet sind weitere (digitale) Ideen zum Kennlernen zu finden.

Made with Padlet

[Ideensammlung] Fußball im Unterricht

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Deutschland ist wieder im Fußballfieber. Aus diesem Grund möchte ich euch im heutigen Blogpost einige Ideen präsentieren, wie man das Thema Fußball auch außerhalb der Sportstunde in den Unterricht einbauen kann.

Tafelfußball

Der absolute Klassiker ist wohl das Tafelfußball. Zwei gegnerischen Teams werden hierbei Fragen gestellt, welche abwechselnd beantwortet werden müssen. Bei jeder richtigen Antwort wandert der Ball ein Feld weiter in Richtung des gegnerischen Tors. Hier geht es zu einer ausführlichen Anleitung. Wer seinen SchülerInnen anschließend noch eine Urkunde ausstellen möchte, kann auf diese Vorlagen zurückgreifen.

Fußball-Suchsel

Auch das beliebte Suchspiel kann an die Fußballthematik angepasst werden. Mit diesem Generator ist es möglich, ein Suchsel in Kreisform zu erstellen. Leider müssen die schwarzen „Flecken“ des Balls händisch eingefügt werden, was die Erstellung etwas zeitaufwendiger gestaltet. Hier gelangt ihr zum Beispiel als PDF-Datei.

kicktipp

Eine weitere Idee für die EM ist die Erstellung einer privaten Tipp-Gruppe für die Klassengemeinschaft. Dies geht beispielsweise mit der Anwendung kicktipp. Hierbei wird nicht nur das Kenntnis der Klasse über die teilnehmenden Länder gefördert, sondern auch die Klassengemeinschaft gestärkt. Danke an @KrahTobis für diese Idee.

E-Sport Turnier

Diese Methode eignet sich für alle Lehrkräfte, die die EM trotz Distanz- und Wechselunterricht ins Klassenzimmer bringen wollen.

Die Jagd nach dem Titel

Nach dem Prinzip der k.o.-Runde kann man innerhalb der Klassengemeinschaft beispielsweise beim Abfragen von Vokabeln den „Europameister“ küren. Möglich ist es hierbei, das Spiel auf die Spieltage der EM zu strecken, um näher an der Thematik zu sein. Entsprechende Vorlagen gibt es beispielsweise hier.

Die EM im Klassenzimmer

Natürlich bietet es sich auch an, ein Tippspiel mit der Klasse durchzuführen.

Weitere Ideen & Sammlungen

[Comic-Tipp] Berlin – Geteilte Stadt

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Heute stelle ich euch diesen tollen Comic von Susanne Buddenberg und Thomas Hänsele vor. Die zwei Autoren haben auf der Grundlage von historischen Recherchen und der Befragung von Zeitzeugen fünf Comics geschrieben, welche verschiedene Geschichten aus dem Leben in der DDR erzählen.

Im Mittelpunkt stehen hierbei insbesondere Geschichten um die Mauer und Personen, welche diese gerne überwinden möchten. Zum Beispiel die Geschichte eines jungen Flüchtlings aus dem Osten, welcher an der Grenze erschossen wird. Aber auch andere Geschichten, wie der Clip über das Comic erfährt. Dieser ist zudem auch außerhalb des Comics für den Einsatz im Unterricht geeignet, da er die Befragung von Zeitzeugen und historisches Material über die Berliner Mauer enthält.

Durch solche Geschichten gewinnt der Comic an Authentizität. Denn er stellt nicht nur die geglückten Fluchten in den Westen dar, sondern beschreibt auch solche Schicksale, wie die des jungen Mannes, welcher an der Mauer sein Leben gelassen hat.

Hier geht es zum Comic (14,95€/97 Seiten).

Step by Step Anleitung – digitales Arbeitsblatt „Französische Revolution“

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Vielen Dank für das zahlreiche Feedback zu meinem gestrigen Post über das digitale Arbeitsblatt zur Französischen Revolution. Ich werde alle Alternativprogramme und Erstellungswünsche- und vorschläge in den nächsten Wochen ausführlich testen und darüber berichten. 

Aufgrund der Vielzahl an Anfragen, reiche ich heute erst einmal eine detaillierte Anleitung zum Arbeitsblatt nach.

Erstellung des analogen Arbeitsblattes

Das „rohe“ Arbeitsblatt ohne die digitalen Elemente wurde auf meinem Ipad mit der kostenlosen Version der App „Canva“ erstellt.

Die App bietet eine Vielzahl an kostenlosen Tools und Vorlagen für die Erstellung von Arbeitsblättern an.

Mit PowerPoint wurde anschließend auf dem PC noch einmal eine Optimierung des Arbeitsblattes durchgeführt, da insbesondere die Abstände der einzelnen Elemente hier einfacher zu handhaben sind als in der App.

Erstellung des digitalen Arbeitsblattes

Das fertig bearbeitete Arbeitsblatt wird anschließend als PDF gespeichert und diese wird wiederum mit dem Programm „Adobe Pro“ zur weiteren Bearbeitung geöffnet. Das Programm kann in einer einwöchigen Testphase kostenlos ausprobiert werden und ist anschließend kostenpflichtig. Für das Erstellen des digitalen Arbeitsblattes benötigt es in diesem Programm nun die Tools „Rich Media“ und „Formular vorbereiten“.

Zuerst wird über das Tool „Rich Media“ und „Video einfügen“ das auf dem PC gesicherte Video in die PDF eingefügt. Anschließend wird über die Einstellungen des Videos (Klick auf das Video) eingestellt, dass die Steuerelemente dieses auf dem späteren Arbeitsblatt angezeigt werden.

Nun werden die Fenster, in welche die SchülerInnen später Eintragungen vornehmen sollen, in die PDF eingefügt. Über „Formular vorbereiten“ und „Textfeld hinzufügen“ werden fünf Textfelder erstellt und anschließend deren Eigenschaften (Klick auf das Textfeld) bearbeitet, damit die ganze Größe des Textfeldes von den SchülerInnen genutzt werden kann und ein Zeilenumbruch beim Ausfüllen der Felder entsteht.

Als letzten Schritt wird das nun fertige Arbeitsblatt auf dem PC abgespeichert und kann per Mail, Moodle etc. den SchülerInnen zugänglich gemacht werden.

Sollten weiterhin Fragen oder Unklarheiten in Bezug auf das Arbeitsblatt bestehen, gerne kommentieren, eine Mail schicken, eine Message bei Facebook etc. schreiben. Gerne beantworte ich Fragen oder helfe bei der Lösung von Problemen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Digitales AB [Video + Eingabefelder] zur „Französischen Revolution“

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Sowohl in der Schule als auch in der Universität habe ich es gehasst, wenn man mich mit Arbeitsblättern überhäuft hat. Mal war es nicht gelocht und der Locher nicht parat, mal lag der entsprechende Ordner zuhause und das Arbeitsblatt ist irgendwann in Vergessenheit geraten. Zumindest bis zur nächsten Klassenarbeit …

Insbesondere in der aktuellen Zeit und auch für das Papierchaos der SchülerInnen sowie den Kopieraufwand der Lehrkräfte bietet das digitale Arbeitsblatt entscheidende Vorteile: Ein Versenden und Einsammeln dieses ist leicht und unkompliziert via Mail möglich. Zudem können alle wichtigen Elemente bereits in das Arbeitsblatt integriert werden und es müssen keine zusätzlichen Links oder Materialien verschickt werden. Lediglich zur Wiedergabe des Videos ist die Installation des kostenlosen Adobe-Reader nötig.

Erläuterung des Arbeitsblattes

Als Thema des Arbeitsblattes, habe ich passend zum Rollenspiel des vergangenen Post, die „Französische Revolution“ ausgewählt. Die SchülerInnen erarbeiten mit Hilfe eines Videos die wichtigsten Stationen des Jahres 1789. Das Video sowie die Felder für die Erarbeitungen der SchülerInnen sind bereits in das Arbeitsblatt im Vorfeld integriert worden.

Für alle, die selbst ein Arbeitsblatt erstellen möchten, wurde hier eine detaillierte Anleitung erstellt.

Material [Update 1]

YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=WCiYpgmSwLw&t=591s

„Les Misérables“ & die Revolution der Studenten

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Neben seinem wohl bekanntesten Roman „Der Glöckner von Norte-Dame“ schrieb der Schriftsteller Victor Hugo auch das „Die Elenden“, welches unter dem Arbeitstitel der zahlreichen Romanverfilmungen – am bekanntesten ist wohl die oscarprämierte Version mit Anne Hathaway und Helena Bonham Carter – „Les Misérables“ dem breiten Publikum ein Begriff ist.

Victor Hugo zeichnet in seinem Roman „Die Elenden“ ein Abbild der Gesellschaft Frankreichs von der Zeit Napoleons bis zur Zeit des Bürgerkönigs Louis Philippe. Ein Teil des Handlungsgeschehen beinhaltet den Aufstand französischer Republikaner gegen die Regierung des Königs im Juni 1832. In der Verfilmung des Romans singen Studenten in dem Lied „Das Lied des Volks“ über eben diese Revolution.

„Lied des Volkes“ aus dem Musical „Les Misérables“ (Clip aus dem englischen Film)
„Lied des Volkes“ aus dem Musical „Les Misérables“ (deutsche Version)

Die Junirevolution 1832 zählt nich zwingend zu den „großen“ Studentenbewegungen des 19.Jahrhunderts. Trotzdem ist nicht zu verachten, dass die Revolution etwa eine Woche nach dem „Hambacher Fest“ zu verorten ist und sich aus diesem Grund ein Vergleich der beiden Bewegungen anstreben lässt.

Ziel des Arbeitsblattes ist es, die Forderungen der Studenten mit den Forderungen des „Hambacher Festes“, aber auch mit mit dem 15 Jahre zuvor stattgefunden „Wartburgfest“ zu vergleichen, zu analysieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Hierbei soll zudem die Frage erörtert werden, inwiefern eine Wandlung der Forderungen durch den temporalen Unterschied zwischen den Ereignissen stattgefunden hat und inwiefern ein regionaler Unterschied spürbar ist.

Material

Quellenangaben

Aktiv gegen Cybermobbing in der Schule [Literaturtipp]

Allgemein, Fortbildung, Literaturtipp

Man spricht immer über Medien, Digitalität und Social Media im Unterricht. Aber niemand spricht über Cybermobbing, Diskriminierung und feindliche Kommentare. SchülerInnen hiervor zu schützen und für solche feindlichen Regungen im Internet zu sensibilisieren, halte ich für genauso wichtig wie die SchülerInnen über den Umgang mit den modernen Medien und deren Nutzen für die eigene Person aufzuklären.

Was ist Cybermobbing?

„Unter Cyberbullying oder Cybermobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe von Kommunikationsmedien, beispielsweise über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communities.“

Definition nach BMFSFJ (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/medienkompetenz/was-ist-cybermobbing-/86484; 11.05.2020)

JIM-Studie 2019

Die aktuellste Veröffentlichung der JIM-Studie (jährliche repräsentative Studie zum Medienverhalten von Jugendlichen) aus dem Jahr 2019 zeigt hierbei erschreckende Zahlen.

Jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen 12-19 Jahren gab an, dass über ihn falsche oder beleidigende Dinge im Internet verbreitet wurden. Das sind etwas fünf SchülerInnen in jeder Klasse und dies unabhängig von der Schulart. Zudem gaben acht Prozent der Befragten an, bereits selbst Opfer von Cybermobbing geworden zu sein. Mit dem zunehmenden Alter ist die Zahl der Betroffenen hierbei gestiegen. Bezogen auf unsere eigenen SchülerInnen ist somit in jeder Klasse etwa jeder zehnte Schüler selbst Opfer von Cybermobbing. Mädchen sind hierbei doppelt so häufig betroffen wie Jungen. Zudem gibt jeder Dritte der Befragten an, im eigenen Bekanntenkreis schon einmal einen Fall von Cybermobbing erlebt zu haben.

Eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigt hierbei, die dramatischen Folgen bei Jugendliche auf.

Quelle: https://www.gewalt-gegen-kinder.de/index.php/leitfaden/cybermobbing/folgen-von-cybermobbing?showall=1 (11.05.2020)

Diese können über die aufgeführten psychischen Folgen bis hin zu Selbstmordgedanken führen. Laut dem „Bündnis gegen Cybermobbing“ hat jeder Fünfte Betroffene bereits über einen Suizid nachgedacht.

Beispiele wie der Suizid von Amanda Todd zeigen, dass dies nicht nur Gedanken, sondern leider in einigen Fällen auch Realität sind.

„Medienhelden“ gegen Cybermobbing

Die Freie Universität Berlin entwickelte zur Bekämpfung von Cybermobbing das bereits erfolgreich getestete und evaluierte Programm „Medienhelden„.

Ablauf der Maßnahme „Medienhelden“ nach https://www.medienhelden.info/das-programm.html#news (11.05.2020)

Das Programm wird entweder während des Unterrichts anhand eines zehnwöchiges Curriculums (s.Graphik) durchgeführt werden oder in leicht gekürzter Form im Rahmen von Projekttagen. Zudem besteht die Möglichkeit für die bayrischen Lehrkräfte Fortbildung zu diesem Programm zu besuchen.

Das Programm startet mit der Evaluation eines Fragebogens, in welchem die Klasse näher zu ihrem eigenen Medienverhalten befragt wird. Zudem wird in diesem Zuge auch auf die Gefahren aufmerksam gemacht, welche sich im Netz verbergen. Anschließend wird in den folgenden Sektionen näher auf das Thema Cybermobbing eingegangen und anhand verschiedenen Übungen (Rollenspiele, Präsentationen, Quizze etc.) behandelt. Hierbei sollen die SchülerInnen nicht nur lernen, was Cybermobbing überhaupt bedeutet, sondern auch, warum dies geschieht und wie sie sich dagegen wehren, aber auch Betroffene im Kampf gegen Cybermobbing unterstützen können. Zum Beispiel Lernen SchülerInnen anhand eines Themenblocks, wie sie korrekt bei Cybermobbing handeln und mit welchen Methoden sie sich gegen Täter zur Wehr setzen können.

Die Durchführung des Verfahrens wurde von der Freien Universität Berlin in einer eigenen Handreichung sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Es finden sich genaue Angaben zum Ablauf der Einheiten sowie jede Menge Materialien und Beispiele aus der Praxis in der Abhandlung.

Weiteres Material

Verwendete Literatur & Bilder

Die Wäscheleine – Methode [MedienheldInnen Teil 1]

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Heute möchte ich über ein Thema sprechen, welches mich seit Tagen nicht mehr los lässt. In einem Kurs über Medienerziehung sprachen wir diese Woche über die Helden unserer Kindheit. Zu Beginn sollten wir unseren eigenen Helden zeichen. Könnt ihr – auch bei meiner fehlenden Begabung – den von mir ausgewählten Helden erkennen? Wen hättet ihr gewählt? Als Hilfestellung habe ich links eine weitere, besser getroffene Zeichnung hinzugefügt.

Ich habe lange überlegt, wen ich wählen soll. Mir waren Helden wie Wickey, Heidi,  Biene Maja, aber auch die Zwillinge Hanni und Nanni durch den Kopf geschossen. Doch zu all diesen Helden konnte ich keine richtige Verbindung fühlen. Einzig und alleine bei Harry Potter konnte ich diese gewünschte emotionale Bindung spüren. Harry begleitete mich durch meine Kindheit und Jugend fast ausnahmslos hindurch und ich muss gestehen, auch heute schaue ich die Filme noch gerne an oder verfolge den Ableger der Reihe im Kino. Alle Bücher der Reihe meines Helden habe ich verschlungen und ich muss gestehen, auch heute noch würde ich Harry Potter gegenüber Menschen verteidigen und positiv anpreisen, die den Hype um diese Reihe nicht verstehen können. 

Die Methode hinter den HeldInnen

Die Methode stammt ursprünglich aus Fortbildungen und Elternabenden und dient zur Auflockerung in neu zusammengestellten Gruppen, aber auch zur Anregung der Kommunikation und Fantasie bei Kindern.

Entweder man lässt die Gruppe ihre HeldInnen selbst zeichnen oder bringt bereits ausgedrückte Karten mit HeldInnen der Kinder und Jugendlichen ausgedruckt mit.

Wählt man hierbei die zweite Herangehensweise, kann man sich auf der Suche nach passenden Bildern an aktuellen Film- und Serientrends orientieren. So zählten beispielsweise „König der Löwen“ und „Frozen“ im vergangenen Jahr zu den beliebtesten Filmen bei Kindern. Nicht außer acht sollte man hierbei auch die Stars von YouTube, TikTok und Instagram lassen. Hierzu zählen die Zwillinge Lisa und Lena, die Influencerin Bianca Heinicke, aber auch Sportler wie Thomas Müller oder Marco Reus. Diese HeldInnen werden jeweils auf ein Blatt Papier ausgedruckt und an einer Wäscheleine quer durch den Raum gehängt. Jedes Mitglied der Klasse wählt sich nun eine(n) HeldIn aus und nimmt das Blatt mit an seinen Platz oder in einen Stuhlkreis. Werden die HeldInnen von der Klasse selbst gezeichnet, fällt die Wäscheleine weg und die SchülerInnen zeichnen ihre(n) HeldIn direkt an ihrem Platz auf ein leeres Blatt Papier. Anschließend können diese, wie auch die ausgewählten HeldInnen von der Wäscheleine, mittig in einem Stuhlkreis gesammelt werden.

Nun erklärt jedes Kind im Stuhlkreis, warum es sich den jeweilige(n) HeldIn ausgewählt hat. Es geht darum, die anderen Mitglieder der Klasse besser kennen zu lernen und ein Verständnis dafür zu entwicklen, dass jeder Mensch andere Interessen und Vorlieben besitzt und diese von seiner Umgebung akzeptiert werden müssen. Von Seiten der Lehrkraft kann zudem ein kritisches Hinterfragen der Auswahl erfolgen. Oftmals werden von den Kindern und Jugendlichen HeldInnen gewählt, die sie irgendwo aufgeschnappt haben und überhaupt keinen richtig Bezug zu diesen entwickelt haben. Sie finden diese tolle, weil ihre Freunde dies auch tun, ohne sich jemals mit dem HeldIn expliziter auseinandergesetzt zu haben.

In einer Abwandlung kann diese Rolle auch als Anreiz der Kreativität bei SchülerInnen eingesetzt werden. Beispielsweise beim Schreiben eines Aufsatzes. So wissen manche Kinder nicht immer sofort, was sie zu einem gewählten Thema schreiben sollen. Baut man den HeldIn mit in die Geschichte ein, sprudelt es meist nur so aus den Kindern heraus und der Aufsatz schreibt sich schon fast von alleine.

MedienheldInnen ist ein von mir gewählter Titel einer kleinen Reihe auf diesem Blog, welche sich nächste Woche mit dem Thema CyberMobbing befassen wird.

Freiwillige Angabe der Bildquelle: Bild von Ryan_Stekken auf Pixabay (rechtes Bild); Bild von Gareth Webb auf Pixabay; Bild von Džoko Stach auf Pixabay (Galerie)

Die besten Apps & Anwendungen für den Unterricht – Teil 2 [digital]

Allgemein, Apps/Programme, digital, Geschichte, Latein, Methode, Methodik, Quiz, Spiel

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meiner liebsten Apps und Anwendungen für den Unterricht. Den ersten Teil findet ihr hier.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Kahoot!

Die Gestaltung eines Quiz mit Kahoot!

Die Plattform Kahoot! bietet in einer kostenlosen Basis-Version verschiedene Quiz-Tools an, bei welchen die Möglichkeit besteht Multiple-Choice-Frage, Simple-Choice-Fragen und Ja-Nein-Fragen zu generieren. Durch die Weitergabe eines Codes zur Bearbeitung der Fragen ist es nicht nötig, dass die SuS sich auf der Plattform anmelden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fragen via Beamer an die Tafel zu werfen und das Smartphone als Antwort-Buzzer zu nutzen. So generiert man an Live-Game im Klassenzimmer, da man die Antworten der Klassendirekt im Kontext des Spieles erhält. Lediglich die Lehrkraft benötigt zur Erstellung des Quiz einen eigenen Account. Somit kommt es zu keinem Konflikt mit den in den jeweiligen Bundesländern geltenden Datenschutzverordnungen.

Die Generierung eines Quiz mit Kahoot! ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Im abgebildeten Beispiel erkennt man, dass dem Urheber des Quiz die Frage mit den entsprechenden Antwort-Tools angezeigt wird. Die korrekten Antworten können jeweils durch das Anklicken des Kreises am rechten Rand markiert werden. In diesem Beispiel ist eine Antwort korrekt, welche an dem grünen ausgefüllten Kreis erkennbar ist.

Expeditionen

Beispiel an Touren aus der App
Tourenbeispiel „Totenkult im Alten Ägypten“ (VR)

Der Name der App „Expeditionen“ sagt schon viel über deren Inhalt aus. Der Benutzer kann hierbei ohne Anmeldung sich auf Entdeckungstour durch Museen oder andere Örtlichkeiten begeben, während ihm sowohl visuell als auch auditiv Informationen zu einem Exponat oder dem Ort gegebene werden. Das ganze findet in VR oder AR statt und vermittelt somit den Eindruck, direkt im Museum vor dem Exponat zu stehen. Insbesondere bei AR ist es möglich, um das Objekt herumzugehen, es zu vergrößern und somit aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Ein Besuch im Museum gemeinsam mit der Klasse ist somit vom Klassenzimmer oder dem heimischen Schreibtisch aus möglich.

Zudem ist es möglich, eigene Touren zu erstellen und diese mit einer (virtuellen) Gruppe durchzuführen. Dies kann beispielsweise zur Nachbereitung eines Besuches im Museum gemeinsam mit der Klasse geschehen. Zum Erstellen einer Tour ist eine kostenlose Anmeldung nötigt.

Pixabay

Bild von Ina Hall auf Pixabay
Bild von Rolf Dobberstein auf Pixabay
Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Die Plattform Pixabay ist eine tolle Fundgrube für jede Art von Bildern. Diese können ohne Anmeldung heruntergeladen werden und dürfen kostenlos nichtkommerziell verwendet werden.Eine Angabe des Urhebers erfolgt hierbei auf freiwilliger Basis.

Anmerkung: Das Titelbild stammt aus der Tour „Das Alte Ägypten“ (VR).