[Pronomen] Puzzle für die Grammatikwiederholung

Allgemein

Die lateinische Sprache kennt viele Phänomene, welche den Schüler*innen Probleme bereiten. Eins davon sind die Pronomen, insbesondere die Deklination dieser. Für das Erlernen und die Wiederholung der Pronomen habe ich ein kleines Puzzle entwickelt. Hierbei bilden jeweils die Formen aller Genera sowie die Bestimmung dieser ein Quartett. Das Quartett kann alleine aus einer Gattung gebildet werden oder wahlweise auch vermischt werden. Beispielsweise kann man die verschiedenen Demonstrativpronomen miteinander kombinieren oder auch das Relativpronomen hinzunehmen.

Für den Einsatz im Unterricht habe ich die erstellte Vorlage einmal laminiert und in kleine Tütchen gepackt. Die Zusammenstellung der Tütchen habe ich so gewählt, wie ich sie anschließend in Gruppen- oder Partnerarbeit im Unterricht einsetzen möchte.

Material

Das Material unterliegt folgender Lizenz: CC BY-SA 4.0

[KMS-Haushalt] Die Didaktik des effektiven Tellerwaschens

Allgemein

Für uns als Lehrkräfte ist es oftmals so, dass ein Ende der Unterrichtszeit nicht auch gleichzeitig ein Ende der Arbeitszeit ist. Das Planen der nächsten Stunden, das Korrigieren von Arbeiten oder auch sonstige Aufgaben, die noch „dringend“ erledigt werden müssen, können einem auch zuhause noch wertvolle Erholungszeit rauben. Bei letzterem Punkt sind dabei nicht nur Schulaufgaben gemeint, sondern auch die alltäglichen Dinge im Haushalt, welche sich ebenfalls nicht einfach durch „rumstehen“ lösen: Staubsaugen, Putzen, Bügeln oder auch Tellerwaschen. Damit dies nicht allzu viel Zeit kostet, welche wir entweder für die Schule oder für die Erholung dieser nutzen können, haben wir uns entschieden, auf dem Blog eine neue Kategorie einzuführen: KMS-Haushalt. Hier geben wir praktische Tipps für andere Lehrkräfte, mit welchen der Haushalt gut bewältigt werden kann. Denn wie für einen guten Lehrerschreibtisch gilt auch für den Haushalt: Ordnung muss sein! Für die erste Ausgabe unserer neuen Rubrik haben wir uns das Thema „Effektives Tellerwaschen“ ausgesucht, welches viele Lehrkräfte oftmals vor das Problem unnötigen Zeitverlustes stellen kann.

Die richtige Grundausstattung

Um einen Teller richtig effektiv zu waschen, muss man auch richtig ausgestattet sein. Genauso wie wir heute Kinder nicht mehr mit Kreide unterrichten, muss auch in der Küche mit modernen Reinigungsutensilien gearbeitet werden. Dabei sind drei Gegenstände unerlässlich für effektives Tellerwaschen:

1x ein guter Schwamm mit Vorder- und Rückseite (Grundlage der Reinigungsdurchführung)

1x Spülbürste für hartnäckige Flecken (Hilfsmittel für antizipierte Schwierigkeiten im Reinigungsprozess)

1x Spülmittel eurer Wahl

Grundsätzlich reicht es, das Spülmittel eurer Wahl in Wasser beizugeben und so ein schaumiges Freudenbad für die schmutzigen Teller zu erzeugen. Grundlegende Reinigungsmaßnahmen können mit dem Schwamm durchgeführt werden, für Reste im höheren AFB sollte die Spülbürste genutzt werden. Zudem eignet sie sich auch bei hohen Tellern für schwierige Ecken.

Wichtig beim Tellerwaschen: Die Reinigungsbewegung

Was vielen nicht bewusst ist: Auch beim Säubern der Teller kann man durch die falsche Reinigungsbewegung unnötig viel Zeit verschwenden. Damit euch das nicht passtiert, haben wir euch den wichtigsten Reinigungstipp einmal grafisch dargestellt: Runde statt gerade Bewegungen!

Falsch: Beim „gerade“ Reinigen entsteht zum einen kein gleichmäßiger Reinigungsvorgang und zum anderen bleiben viele Ecken ungesäubert, was lästiges Nachputzen erfordert.

Richitg: Durch das gleichmäßige Kreisen um den Rand herum entsteht ein guter Säuberungsrhythmus, welches alle Teile des Tellers gleichermaßen reinigt. Bei größeren Teller kann diese Kreisbewegung von innen nach außen druchgeführt werden. So erreicht der Teller schnell das gewünschte Sauberkeitsniveau.

Fazit

Mit der richtigen Ausstattung und den Tipps wird euer Tellerwasch-Vorgang beim nächsten Mal sicherlich ganz einfach von der Hand gehen. Wir hoffen, dass euch der erste Artikel in unserer neuen Rubrik gefallen hat. Für den nächsten Artikel würden wir gerne von euch wissen, bei welchen Haushaltsbereich ihr gerne ein paar Tipps bräuchtet, um diese schneller zu erledigen. Wir werden euch dann so gut es geht helfen, allerdings kann es sein, dass wir da ein wenig mehr Vorbereitungszeit brauchen, ca. ein Jahr in etwa. Bis dahin: Gutes Spülen. 😉😀

Sketchen und Zeichnen für Unbegabte

Allgemein

Vielleicht seid ihr begabter als ich, aber mir persönlich fehlt jegliches Talent zum Zeichen und Malen. Aus diesem Grund nutze ich gerne neben vorgefertigten Zeichnungen und Symbolen (Materialsammlung findest du hier) für das Anfertigen von eigenen Zeichnungen und Sketches, welche über die absoluten Basics hinausgehen, eine kleine Hilfestellung. Hierfür arbeite ich mit der kostenpflichtige Version der Anwendung „Sketches“, welche einmalig 5,99€ kostet. Der Trick funktioniert aber mit jeder beliebigen anderen Anwendung auch, welche mehrere Ebenen zulässt.

Recherchieren einer Vorlage

Bevor ich mit de Zeichnen starte, recherchiere ich eine Vorlage, welche meinen Vorstellungen entspricht. Diese lade ich anschließend auf einem neuem Papier in der App hoch und platziere diese.

Ich habe mich für einen kleinen Pinguin entschieden, welchen ich zeichnen möchte.

Das Zeichnen

Im zweiten Schritt erstelle ich nun eine neue Ebene über der Vorlage und wähle diese aus.

Nun male ich Strich für Strich den Pinguin nach, bis ich alle Linien gezeichnet habe. Wichtig ist hierbei, mit Schwung zu arbeiten, da es sonst schnell unnatürlich wirkt. Anschließend blende ich die Vorlage mit dem kleinen Auge auf der entsprechenden Ebene aus und kontrolliere nochmal, ob alle nachgezeichneten Linien miteinander verbunden sind. Dies ist wichtig fürs Einfärben der Flächen, da die Farben sonst über den Rand hinausgehen.

Fertigstellen und Exportieren

Als letzten Schritt male ich den Pinguin nun aus und füge einige Schatten und Linien hinzu, bevor ich ihn mit einem transparenten Hintergrund exportiere und nun beispielsweise als Clipart auf einem Arbeitsblatt einsetzen kann.

Diese Methode funktioniert mit jeder beliebigen Vorlage ebenso wie Fotografien von Persönlichkeiten etc. Hier muss man nur etwas aufpassen, dass man die Stärke des Stiftes nicht zu stark auswählt.

Assassin’s Creed III im Geschichtsunterricht

Allgemein, Computerspiel, digital, Geschichte, Jugendmedien, kritischer Umgang, Neuzeit

Wenn man SchülerInnen heutzutage fragt, wo sie etwas über Geschichte „lernen“, dann nennen sie wohlmöglich noch den Geschichtsunterricht, aber in der Vermittlung von der Geschichte nimmt er tatsächlich nur einen relativ kleinen Raum ein. Geschichtsdarstellungen im Alltag sind für SchülerInnen wesentlich präsenter, da es heute kaum ein Medium gibt, bei welchem nicht mit historischen Darstellungen gearbeitet wird. Filme, Bücher und auch Videospiele sind die normalen Freizeitbeschäftigungen der heutigen SchülerInnen und prägen dabei auch das Geschichtsbild mit. Insofern sollte es auch die Aufgabe eines modernen Geschichtsunterrichts sein, sich dieser Lebenswelt in gewisser Weise anzunehmen und sich mit den Geschichtsdarstellungen in diesen populären Medien auseinanderzusetzen.

Eine der populärsten Videospiel-Serien ist die Assassin’s Creed-Reihe, in welcher man in verschiedenen historischen Szenarien (Kreuzzüge, Französische Reovlution etc.) in die Haut von Assassinen schlüpft und in dieser Rolle die Templer, die Gegner der Assassinen darin hindern muss, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mittlerweile gibt es bereits 12 Teile der Reihe und darüber hinaus wurde die Spieleserie auch schon verfilmt. Wenn SchülerInnen Videospiele spielen, ist es also nicht unwahrscheinlich, dass sie bereits einmal Assassin’s Creed gespielt haben.

Da es mit Assassin’s Creed III auch einen Teil gibt, welcher den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Setting nimmt, bot es sich für mich an, diesen auch in Rahmen der Einheit zu selbigem Thema einmal anzuschauen. So setzt der Lehrplan in Niedersachsen voraus, sich auch mit der Rezeption der Amerikanischen Revolution zu beschäftigen und zu schauen, wie „wir“ heute mit dieser historischen Zeit umgehen. Insofern bot es sich geradezu an, sich hier einmal in die Welt der Videospiele zu begeben und zu schauen, wie Assassin’s Creed III diese historische Epoche umsetzt und wie es historische und fiktive Elemente kombiniert.

Assassin’s Creed III – Ein „geeignetes“ Spiel für den Geschichtsunterricht?

In Assassin’s Creed III spielt man, wie bereits in den Vorgängerspielen, den Charakter Desmond Miles, welcher mit Hilfe eines modernen Geräts namens Animus die Erinnerungen seiner Vorfahren nacherleben kann. Auch im dritten Teil macht er davon Gebrauch: Um einen geheimen Schlüssel zu finden, schlüpft er in die Haut des Charakters Connor, welcher als Sohn eines Briten und einer Mohawk als Kind miterlebt, wie sein Dorf von dem amerikanischen General Charles Lee niedergebrannt wird. Lee stellt sich als Templer heraus, welcher ebenfalls auf der Suche nach dem Schlüssel ist. Connor beschließt, Lee und die Templer aufhalten zu wollen, woraufhin er eine Ausbildung bei dem Assassinen Achilles Davenport beginnt. Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft er dann nicht nur auf historische Personen wie George Washington, sondern erlebt auch historische Ereignisse wie die Boston Tea Party nach. Im Endeffekt gelingt es Connor am Ende, Lee, die Templer und auch seinen Vater, welcher ebenfalls für die Templer arbeitet, zu besiegen und so die Gefahr der Templer zu beseitigen. In dieser Folge gewinnen die Amerikaner dann auch den Unabhängigkeitskrieg.

Assassin’s Creed III spielt sehr viel mit der Vermischung von historischen und fiktiven Elementen: Im Fokus steht immer der übergeordnete Konflikt zwischen Templern und Assassinen, welcher sich aber zahlreicher historischer Elemente bedient. Historische Charaktere wie z.B. Charles Lee werden hier so umfunktioniert, dass sie als Schurke fungieren können. Auch historische Ereignisse werden so angepasst, dass Connor selbst aktiv daran beteilgt ist, dass die Boston Tea Party stattfinden kann. Insofern bietet das Spiel genügend Möglichkeiten, es von den SchülerInnen dekonstruieren zu lassen: Wie und mit welchem Zweck wird Geschichte hier dargestellt? Und welche Besonderheiten werden beim Medium „Videospiel“ deutlich?

Aufbau der Kurzeinheit

Als Einstieg in die kurze Einheit dient der offizielle deutsche Trailer.

Dieser wird gemeinsam geschaut und danach zusammen besprochen: Was gibt es im Trailer zu sehen? Welche historischen Elemente lassen sich bereits erkennen? Und welche Elemente scheinen eher fiktiv zu sein? Im Optimalfall kennen SchülerInnen das Spiel bzw. die Serie und können den anderen hier auch eine kurze Einführung geben, was aber nicht zwingend notwendig ist. Auf Basis des Trailers können auch schon erste Vermutungen darüber angestellt werden, wie das Spiel historische Elemente nutzt und in die „eigene“ Geschichte einarbeitet. Durch den Trailer kamen meine SchülerInnen sehr schnell darauf, dass der Held auf der guten Seite kämpfte, welche mit Amerika verknüpft wurde. Im Umkehrschluss wurde vermutet, dass die Briten dann „die Bösen“ seien. Weiterhin gingen meine SchülerInnen dann davon aus, dass das Spiel eine sehr eigene Interpretation des Unabhängigkeitskrieges zeige und daher nicht so unbedingt „historisch korrekt“ sei. An dieser Stelle konnten wir auch kurz diskutieren, was sich die SchülerInnen unter „historischer Korrektheit“ vorstellten. Insofern gingen wir nach dem Trailer mit folgenden Fragen in die genauere Dekonstruktion des Spiels:

  • Welche Charaktere im Spiel sind historisch, welche sind fiktiv?
  • Welche Charaktere werden gut, welche böse dargestellt?
  • Stellt das Spiel die Amerikaner als gut, die Briten als böse dar?

Die folgenden Fragen wurden schließlich in Aufgaben umformuliert und auf Basis eines Darstellungstextes über das Spiel analysiert.

Der Darstellungstext selbst basiert auf der Nacherzählung der Handlung, wie sie bei Wikipedia beschrieben wird, etwas umgeschrieben und gekürzt, damit der Fokus auf dem Wesentlichen liegt. Er ermöglicht es den SchülerInnen, Antworten auf die gemeinsam formulierten Fragen zu finden, sodass das Spiel dann ausführlich dekonstruiert und besprochen werden kann. Zudem habe ich noch zwei QR-Codes eingebaut, welche den SchülerInnen die Darstellung zweier bedeutender Ereignisse des Unabhängigkeitskrieges im Spiel zeigen soll.

Die SchülerInnen als ExpertInnen: Einen Artikel für eine Gaming-Zeitschrift schreiben

Nach dem Sammeln der Ergebnisse und dem Besprechen der jeweiligen Punkte ginges darum, die Ergebnisse durch einen Transfer zu sichern. Hierfür hatte ich mir überlegt, die SchülerInnen einen Artikel für ein (fiktives) Videospielmagazin schrieben zu lassen, welches sich mit Assassin’s Creed III beschäftigt und dabei genau diese Fragen aufgreift: Wie „authentisch“ ist das Spiel? Vertritt es eine „anti-britische“ Haltung? Dazu entwarf ich schließlich ein eigenes Cover, auf welchem die eigentliche Aufgabe für die SchülerInnen dann auch gleich sichtbar werden sollte: Sie waren die jewieligen HistorikerInnen, welche hier ihre Expertenmeinung niederschreiben sollten.

Motiviert fingen meine SchülerInnen an, hier Kritiken zu schreiben, welche auf die auf dem Cover gezeigten Fragen eingingen. Sie wandten dabei nicht nur ihr gelerntes Wissen an, sondern formulierten die Antworten auch so, als wenn sie eine ernsthafte Kritik schreiben würden. Einige hinterließen am Ende sogar eine Bewertung aus „HistorikerInnen-Sicht“. Insgesamt entstanden so einige tolle Ergebnisse, von welchen ich euch zwei nicht vorenthalten möchte:

Fazit

Es hat den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht, sich im Geschichtsunterricht einmal kritisch-analystisch mit einem ihnen bekannten Alltagsmedium auseinanderzusetzen. Da einige die Serie auch kannten, war die Motivation hier dementsprechen hoch, hier die eigene Expertise einbringen zu können. Am Ende kamen wir zu relativ differenzierten Urteilen, bei welchen zwischen dem Videospiel als Medium, welches in erster Linie unterhalten möchte, und dem Faktor „Authentizität“ gut abgewogen wurde. Videospiele haben nicht den Anspruch, historisch möglichst „nah“ an der Geschichte zu sein, sie wollen unterhalten. Aber trotzdem vermitteln sie dabei auch Geschichtsbilder, welche als „authentisch“ wahrgenommen werden können. Die generelle Diskussion über den Anspruch von „Authentizität“ in populären Darstellungen von Geschichte konnte ich dann gleich als Aufhänger für die nächste Stunde nutzen, um dieses Thema dann da diskutieren zu lassen. Aus diesem Grund freue ich mich schon sehr, auch in der nächsten Einheit einmal wieder in virtuelle historische Welten abzutauchen und diese mit den SchülerInnen zu analysieren.

Material

Wie etabliere ich erfolgreich Nachhaltigkeit an meiner Schule?

Allgemein, Schulentwicklung

Als ich im letzten August an meine neue Schule gekommen bin, bot mir die Schulleitung an, auch eine AG anbieten zu dürfen. Da ich im Rahmen meines Referendariats eine Zusatzqualifikation zum Thema „BNE“ (Bildung für nachhaltige Entwicklung) gemacht hatte, fragte ich nach, ob ich nicht eine Nachhaltigkeits-AG an der Schule starten könnte. Bisher hatte es eine solche AG noch nicht gegeben, weshalb ich auch relativ schnell die Zusage für die AG bekam. Nach der ersten Freude kam jedoch der Moment, wo ich mich mit der konkreten Planung und Organisation beschäftigen musste. Wie genau sollte diese AG aufgebaut sein? Was genau würde ich dort eigentlich machen wollen? Und auf welche Weise könnte ich mit dieser AG für mehr Nachhaltigkeit an der eigenen Schule sorgen? All diese Frage galt es zu beantworten, um mit der AG einen guten Start hinzulegen. Ich möchte euch an dieser Stelle einmal zeigen, wie genau ich diesen Start gemacht habe und welche Ideen ich bis jetzt umsetzen könnte, um euch zu zeigen, wie auch ihr eine solche AG an eurer Schule starten könnt. Falls ihr ebenfalls noch Tipps oder Anmerkungen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare, ich bin immer gespannt auf neue Ideen.

Was genau heißt „nachhaltig“ eigentlich?

Vor dem Start galt es eigentlich für mich selbst erstmal zu schauen, was ich inhaltlich so machen möchte. Bei dem Begriff „nachhaltig“ ist die Richtung klar: Ich möchte die SchülerInnen zu nachhaltigem Denken anregen. Sie sollen erkennen, dass ein nachhaltiger Lebensstil notwendig ist, um für kommende Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dabei möchte ich Probleme nicht von oben herab erklären, sondern aktuelle Probleme gemeinsam entdecken und zusammen mit ihnen Lösungsansätze formulieren, die wir dann der Schulgemeinschaft zugänglich machen. Doch hierzu müsste ich für mich erstmal definieren, was genau „nachhaltig“ denn nun bedeutet. Basis für die eigene Definition waren hier die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung, der UN Agenda 2030. In ihnen sind 17 Ziele formuliert, die breite Teile der Gesellschaft abdecken: Neben Punkten wie „Klimaschutz“ oder „Nachhaltiger Konsum“ finden sich auch Punkte wie „Keine Armut“ oder „Geschlechtergleichheit“ dort wieder. Das zeigt, dass der Nachhaltigkeitsbegriff hier nicht nur auf den Bereich Umwelt, sondern auf die gesamte Gesellschaft bezogen ist: Nur eine Welt, in welcher alle Menschen gute und faire Lebensbedingungen haben, kann nachhaltig sein. Insofern gibt es für die AG genügend Punkte, welche wir aufgreifen und je nach Interesse der SchülerInnen in den Fokus setzen können.

Start mit dem ökologischen Fußabdruck

Zum Start in die AG hatte ich mir überlegt, dass die SchülerInnen erstmal selbst überprüfen sollten, wie nachhaltig sie bereits leben. Dazu habe ich mich des „ökologischen Fußabdrucks“ bedient, eines Programms, welches auf Basis von Antworten errechnet, wie viele Erden nötig wären, wenn jeder Menschen so wie man selbst leben würde. Hier werden verschiedene Faktoren abgefragt, wie Mobilität, Essgewohnheiten oder Stromverbrauch. Wir haben dazu einen Online-Test verwendet, welchen ihr hier finden und selbst einmal nachspielen könnt. Hatten die SchülerInnen vorher damit gerechnet, relativ nachhaltig zu leben, so waren sie am Ende doch erstaunt, dass bei vielen 2-3 Erden nötig wären, um ihren Lebensstil aufrecht zu erhalten. Dadurch inspiriert kamen wir dann zu der Diskussion, wie wir diesen hohen Wert für uns verringern könnten. Zumal einige SchülerInnen auch zweifelten, ob es denn überhaupt ausreiche, wenn man „selbst“ aktiv werden würde. Als Inspiration haben wir uns in der folgenden Stunde dann ein Video angeschaut, in welchem die Influencerin Marie Johnson 50 Ideen, wie jeder nachhaltig leben kann vorgestellt hat. Wir haben dieses Video angeschaut, über verschiedene Punkte diskutiert und einige auch selbst ausprobiert. In der dann folgenden Stunde haben wir gemeinsam ein Ranking mit den 5 besten Tipps erstellt und diese Tabelle ziert seitdem unseren eigenen Schaukasten im Schulflur. Das war sozusagen unser erstes größeres Projekt für die AG.

Der nachhaltige Schokoladentest

Nach diesem Projekt begann so langsam die Weihnachtszeit und da wir kurz vor Ende einer AG-Stunde noch über Schokolade gesprochen hatten, überlegte ich mir, ob man nicht daraus mal ein spannendes Thema machen könnte: Unter welchen Bedingungen wird Schokolade produziert? Warum kostet eine Schokolade 50 Cent, die andere 1,50€? Wie nachhaltig ist eigentlich Schokolade? Um all diesen fragen nachzugehen, machte ich mit der AG einen Ausflug zu einem nahe befindlichen Supermarkt und wir schauten uns das Schokoladen-Regal dort einmal an. Nachdem wir die Schokoladen verglichen hatten (Preis, abgebildete Siegel etc.), kauften wir 3 Beispielexemplare, die wir für einen Test nutzen sollten: Anhand von Faktoren wie Preis, Geschmack, Verpackung oder „Siegel“ wollten wir herausfinden, welche Schokolade am nachhaltigsten war. Wieder in der Schule probierten wir die einzelnen „Herausforderer“ und erstellten eine Tabelle.

In der darauffolgenden Stunde informierten wir uns dann schließlich über die einzelnen Siegel und schauten, inwiefern die wirklich ein Indikator für nachhaltige Herstellung waren. Als Basis diente dazu diese übersichtliche Seite des NABU. Gleichzeitig setzten wir uns hierbei auch mit den Problemen auseinander, wenn Schokolade eben nicht nachhaltig produziert wird: Umweltschäden oder Kinderarbeit sind nur einige negative Folgen, die auch mit dem Kauf nicht-nachhaltiger Schokolade zusammenhängen. Am Ende dieses Prozesses entstand schließlich eine Art „Verbrauchertest“, welcher den Testsieger unseres kleinen Tests kürte. Auch dieser Test fand natürlich seinen Weg in unser Schaufenster und hier folgten dann auch die ersten Rekationen der Schulgemeinschaft, die die Arbeit unserer AG wahrgenommen haben. Für die SchülerInnen war es eine tolle Motivation, als sie sahen, dass ihre Arbeit auch andere interessierte.

Das wirkliche Highlight (zumindest für die SchülerInnen) erfolgte dann aber in den folgenden Stunden. Da wir im Test auch eine sehr billig produzierte Schokolade dabei hatten, kam die Frage auf, wie teuer es eigentlich wäre, selbst eine nachhaltige Schokolade zu produzieren. Wir informierten uns also darüber, aus welchen Zutaten eine Schokolade eigentlich besteht und wo man diese nachhaltig kaufen konnte. Zur nächsten Stunde besorgte ich die jeweiligen Zutaten dann, wir berechneten die Mengenpreise für 100g und mit Wasserbad und co produzierten wir dann unsere eigene nachhaltige Schokolade, für die wir am Ende einen Mindestverkaufspreise von 1,09€ errechneten. Da wir gleich mehrere Tafeln produziert hatten, konnten die SchülerInnen zwei Tafeln mitnehmen und damit in der Schule ein wenig Werbung für das Thema machen.

Ein Blick in die Zukunft

Ich hoffe, euch mit diesen zwei kurzen Projekten Iden gegeben zu haben, wie ihr auch an eurer Schule das Thema Nachhaltigkeit etablieren oder sogar eine eigene Nachhaltigkeits-AG einrichten könnt. Falls ihr noch Infos oder Material benötigt, schreibt mich gerne an und fragt nach. Aktuell planen wir einen Podcast zum Thema „Plastikmüll – Eine Gefahr für die Weltmeere“ und sichern dazu noch erste Informationen. Hiervon hoffe ich dann auch demnächst mal berichten zu können. Ansonsten bin ich nach anfänglicher Skepsis doch recht froh, wie sich die AG entwickelt hat. Die SchülerInnen waren zu Beginn noch ein wenig zurückhaltend, aber mittlerweile hat sich eine gute Basis entwickelt, die spannende Fragen zu bestehenden Problemen mit dem Streben nach dem Entwickeln von Lösungsansätzen kombiniert. Das Ziel, Nachhaltigkeit vertieft in der Schule zu etablieren, ist auf einem guten Weg und daran trägt das Interesse der SchülerInnen einen großen Teil bei. Genauso wie auch die Schule, welche mir die Möglichkeit gegeben hat, diese Idee umzusetzen. Auch wenn wir als Schulgemeinschaft die Welt nicht auf einen Schlag nachhaltig machen können, so tragen wir doch in kleinen Teilen dazu bei, den Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu gehen.

Wie AmongUs zu einem perfekten Match verhalf!

Allgemein

Ende 2019 hatte sich in mir der Gedanke festgesetzt, einen eigenen Blog mit zeitgemäßen Unterrichtsideen für die Fächer Latein und Geschichte zu gründen. Ich hatte viele Ideen und Beispiele aus der Praxis, die ich gerne mit anderen Lehrkräften teilen und diskutieren wollte. Insbesondere das verstaubte Image des Faches Latein war ein großer Ansporn, dieses Projekt zu realisieren. Ende Januar 2022, genau vor einem Jahr, war es dann so weit und ich habe den Blog online gestellt. Zu Beginn hatte ich große Bedenken, ob das der richtige Schritt sei und wie Freunde, aber auch andere Lehrkräfte auf diesen reagieren würden. Noch nie hatte ich ein solches Projekt gestartet. Zwei Jahre später bereue ich diesen Schritt keineswegs. In den letzten zwei Jahren ist so enorm viel passiert, was ich immer noch nicht wirklich realisieren kann. Über Social Media, Fortbildungen, Barcamps etc. durfte ich viele tolle Menschen kennenlernen, die meinen Unterricht durch ihre Impulse, Gedanken und Diskussionen nachhaltig geprägt und ihn damit weiterentwickelt haben. Heute habe ich definitiv ein anderes Bild auf Schule, Prüfungen und zeitgemäßen Unterricht als es vor zwei Jahren der Fall war.

Teamwork auf kms-b.de

Durch den Austausch auf Social Media habe ich Ende November 2020 Björn kennengelernt, welcher Mitte 2021 auch voll in den Blog als Co-Autor miteinstieg. Bereits Anfang des selben Jahres habe wir zusammen die erste Fortbildung gegeben und haben uns seitdem stetig weiterentwickelt und sind als Team zusammengewachsen. Nicht nur auf dem Blog, sondern auch im Alltag arbeiten wir mittlerweile eng zusammen. Ein schönes Beispiel für unsere Arbeit als Team war ein Gespräch gestern Abend. Ich erzählte Björn, dass ich verschiedene Themen aus dem Lernplan noch behandeln möchte, aber zwischen diesen keine geeignete rote Linie finden kann. Im darauffolgenden Gespräch hat sich durch den Austausch ein Konzept für eine Sequenz entwickelt, die alle Themen miteinander verbindet, zeitgemäß ist und einen Gegenwartsbezug beinhaltet. Diese Sequenz wäre ohne unsere Arbeit als Team und den gegenseitigen Austausch nie so zustande kommen und auch nicht so schnell ausgearbeitete gewesen. Wir haben beide unsere Erfahrungen und Interessen in einen Topf geworfen und gemeinsamen eine Sequenz für meinen Unterricht entwickelt, die ich nun so problemlos mit meinen Mädels im Februar durch führen kann. Aus dieser Erfahrung heraus ist auch die Idee zur Tafelrunde entstanden, um noch mehr Lehrkräfte von der Zusammenarbeit als Team im schulischen Alltag zu überzeugen.

AmongUs als Matching-Tool

Bei Veranstaltungen oder Projekten werden wir oft gefragt, ob wir gemeinsam studiert haben, an derselben Schule sind oder wie die Verbindung zueinander ist, da wir als Team so gut harmonieren. In den ersten Monaten unserer Zusammenarbeit war die Antwort auf diese Frage stets, dass wir uns über Twitter kennengelernt haben und uns eigentlich gar nicht persönlich, sondern nur digital kennen. Aufgrund der Pandemie und der Entfernung von über 700km konnte ein Treffen erst nach Björns Schulwechsel im September 2021 realisiert werden. Als Kuppler haben im November 2021 kleine, bunte Männchen und die Liebe zum Fach Latein agiert. Björn hatte einen Tweet zu AmongUs im Lateinunterricht gepostet, welchen ich geteilt habe. Anschließend sind wir ins Gespräch gekommen und haben festgestellt, dass uns nicht nur die gleichen Fächern, sondern auch das Interesse und Engagement für einen zeitgemäßen Unterricht verbindet.

Dieser Tweet war der Startschuss für eine Zusammenarbeit, welche sich stetig weiterentwickelt hat. Seitdem arbeiten wir nicht nur in schulischen Angelegenheiten zusammen, sondern sind auch gute Freunde geworden. Für uns beide hat sich diese Zusammenarbeit als echte Bereicherung herausgestellt, welche wir heute nicht mehr missen möchten. Wir kennen uns zwar quasi erst ein Jahr, aber für uns fühlt es sich so an als ob wir uns schon ewig kennen.

Wer sind wir überhaupt?

Nachdem wir nun das Geheimnis gelüftet haben, wie wir uns eigentlich kennengelernt haben, haben wir noch einen kleinen Podcast für euch aufgenommen. Mit sieben spannenden Fragen wollen wir euch einmal mit hinter die Kulissen von kms-b nehmen und auch mal eine andere, außerschulische Seite von uns vorstellen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anhören!

Schulschließungen, Präsenzunterricht… und dazwischen? – Eine Übersicht über Unterrichtsformen zu Zeiten von Corona.

Allgemein

In der aktuellen Debatte um den „richtigen“ Umgang mit Schulen zu Zeiten der Corona-Pandemie weisen die BildungsminsterInnen der Bundesländer oftmals darauf hin, dass man sich nun der Frage stellen müsse, ob es denn nun Präsenzunterricht oder Schlusschließungen geben würde. Erst vor kurzem erklärte, Karin Prien, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein und Vorsitzende der Kultuministerkonferenz, dass es keine Schulschließungen geben dürfe, daher liege der Fokus darauf, den Präsenzunterricht so gut es geht aufrecht zu erhalten. Dabei wird in dieser Debatte oftmals vergessen, dass es zwischen diesen beiden Formen der Unterrichtsdurchführung auch noch weitere Formen gibt, die aber in der aktuellen Debatte oftmals mit „Schulschließungen“ gleichgesetzt werden. Begriffe wie Hybridunterricht, Wechselunterricht und Distanzunterricht werden selten genannt und verschwinden oftmals hinter dem Schreckgespenst der Schulschließungen. Da es auch für uns als Lehrkräfte etwas frustrierend ist, immer wieder zu erklären, dass „Kein Präsenzunterricht“ nicht gleich „Schulschließungen“ bedeutet, hielten wir es für sinnvoll, einmal eine Übersicht über die verschiedenen Unterrichtsformen zu geben, welche wir zu Zeiten der Corona-Pandemie bereits hatten und welche wir ggf. noch haben werden. Ergänzt um die Perspektive von uns Lehrkräften, um einmal aufzuzeigen, welche spezifischen Probleme (aber auch Vorteile) die jeweiligen Formen mit sich bringen. Damit auch diese in der Debatte mehr genutzt werden und es nicht darum geht, ob es denn nun „Präsenzunterricht“ oder „Schulschließungen“ heißt.

Wie bereits erwähnt sind Schulschließungen das äußerste Mittel, um das Pandemiegeschehen auf Bildungsebene einzuschränken. Hier bleiben die Schulen komplett zu, es findet keine Form von Notbetreuung oder Unterricht statt. Dieses Szenario fand vor allem in den ersten Pandemiewochen statt, als man noch nicht so viel über Corona wusste, da es die Mobilität und das Ausbreiten von Corona größtmöglich eindämmt. Seitdem gab es aber eigentlich keine pauschalen Schulschließungen mehr.

Auch im Homeschooling findet kein Unterricht in der Schule statt. Lediglich eine Notbetreuung wird hier gestellt, damit SchülerInnen ihre Aufgaben auch in der Schule bearbeiten können. Beim Homeschooling nehmen die Lernenden Material mit nach hause oder erhalten Aufgaben über ein schulinternes Verwaltungssystem. Hier arbeiten sie größtenteils selbstständig und reichen Aufgaben nur zur Kontrolle an die Lehrkraft weiter. Diese hat hier die Schwierigkeit, nicht direkt mit den SchülerInnen interagieren zu können. Daher fließt bereits im Vorhinein viel Arbeit in die Planung, um die oftmals heterogenen Leistungsniveaus auch berücksichtigen zu können.

Beim Distanzunterricht findet der Unterricht ebenfalls nicht in der Schule statt, aber die Lernenden haben hier genauso wie in der Schule feste Termine, an welchen sie mit ihren Lehrkräften in Videokonferenzen zusammenkommen. Wie in der Schule wird hier gemeinsam gelernt, durch die moderne Technik können Folien gezeigt, Arbeitsräume erstellt und Ergebnisse vergleichen werden. Weiterhin enthält der Distanzunterricht viele Elemente des Homeschoolings, ist aber klassischer an den eigentlichen Präsenzunterricht angelehnt. Auch hier gibt es für SchülerInnen die Möglichkeit, in der Schule die Notbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Der Wechselunterricht kombiniert den Präsenzunterricht mit dem Homeschooling: Die jeweiligen Lerngruppen werden in zwei Hälften geteilt, von welchen eine an einem Tag zuhause bleibt, die andere ganz normal in der Schule unterrichtet wird. Der Teil, welcher zuhause ist, erhält Aufgaben, die dann in der nächsten Präsenzstunde besprochen werden. Durch diesen Wechsel beschränkt man den Austausch verschiedener Gruppen, ermöglicht so aber allen SchülerInnen regelmäßigen Präsenzunterricht. Für uns als Lehrkräfte ist der Wechselunterricht die anstrengendste dieser Unterrichtsformen, da man eine Stunde quasi zweimal planen muss: Einmal als Präsenzstunde und einmal für das Homeschooling.

Der Hybridunterricht ist eine Sonderform des Wechselunterrichts. Auch hier ist die Lerngruppe in zwei Hälften geteilt, allerdings arbeitet die Gruppe, die nicht in der Schule ist, nicht im Homeschooling, sondern lässt sich via Beamer/Rechner etc. direkt ins Klassenzimmer schalten. Somit nehmen sie, wie auch der andere Teil der Lerngruppe, direkt am Unterricht teil, wenn auch nur digital. Der Vorteil dieser Unterrichtsform ist natürlich, dass hier das doppelte Planen für die Lehrkraft entfällt, allerdings ist der Hybridunterricht auch die technisch aufwändigste Form und setzt, noch mehr als die anderen Formen, stabiles Internet voraus.

Der Präsenzunterricht stellt den Normalfall des Unterrichts dar, bei welchem alle SchülerInnen gemeinsam im Klassenzimmer unterrichtet werden und der auch hoffentlich bald wieder der „Normalfall“ sein wird. Zu Zeiten der Pandemie ist es die Form, welche für die meiste Mobilität sorgt, was sich so wieder auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Daher führen wir ja aktuell die Diskussionen um die oben genannten Modelle.

Wie man sieht, sind die Formen der Unterrichtsformen zu Corona-Zeiten relativ vielfältig. Jede der einzelnen Formen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf die Eindämmung der Pandemie und das Vermitteln von Bildung. Deshalb ist es aus unserer Sicht auch wichtig, dass diese unterschiedlichen Unterrichtsformen in der öffentlichen Debatte berücksichtigt werden und sich nicht nur auf die Frage „Präsenzunterricht oder Schulschließungen?“ konzentriert wird. Denn die Pandemie hat gezeigt, dass es auch dazwischen Unterrichtsformen gibt, welche zu Corona-Zeiten mit guter Planung ebenfalls gelingen können. Aus diesem Grund sollten wir in der Debatte schauen, auch zwischen diesen Formen zu differenzieren und anzuerkennen, dass es bereits viele tolle Konzepte und Beispiele gibt, wie Lehrkräfte bspw. Distanz- oder Wechselunterricht durchgeführt haben.

Drei Arten von Belohnungssystemen

Allgemein

Menschen lieben Challenges und Kinder ganz besonders. Wir haben uns diese Eigenschaft zu nutzen gemacht, um die Motivation im Unterricht etwas zu fördern.

Die Belohnungssysteme

Björn hat hierzu ein kleine Tombola gebastelt, bei welcher die SchülerInnen als Belohnung immer etwas ziehen dürfen. Hierbei gibt es verschiedene kleine Gewinne, natürliche auch einen Hauptgewinn, aber – wie sollte es anders sein – auch nieten.

Ich dagegen habe mich für ein klassisches Belohnungssystem entschieden. Für jede Woche, welche ohne große Vorkommnisse verläuft, erhalten die Schülerinnen einen Punkt. Am Ende vom Halbjahr wird abgerechnet. Eine meiner Klasse hat sich als Ziel eine kleine Einheit zur Hexenverfolgung gewünscht. Da ich zu diesem Thema einmal geforscht habe und der Anreiz durch die eigene Wahl der Belohnung noch einmal größer ist, kam ich diesem Wunsch gerne nach.

Zum Überkleben der Belohnungen haben wir beide mit sogenannten Rubbeletiketten gearbeitet, wie diese hier. Mit Hilfe der einzelnen Etiketten könnt ihr die Belohnungen überkleben, sodass diese später freigerubbelt werden müssen.

Reaktionen der SchülerInnen

Wie bereits im vorherigen Abschnitt angeklungen ist, wurden beide Systeme von den SchülerInnen sehr positiv aufgenommen. Eine Klasse fragt sogar kontinuierlich nach, wann sie den endlich wieder eine Belohnung erhalten werden.

[Ideensammlung] Kennlernmethoden

Allgemein

Bald fängt auch für mich das neue Schuljahr an und sechs neue, tolle Klassen warten darauf kennengelernt zu werden. Für euch habe ich im folgenden Blogpost meine Gedanken hierzu einmal notiert.

HeldInnen der Kindheit

In diesem Blogpost habe ich die Methode bereits einmal vorgestellt. Jedes Mitglied der Klasse wählt sich entweder aus einer bestehenden Sammlung oder frei den Held seiner Kindheit aus und stellt diesen vor, z.B. Harry Potter. So hat man neben einer schönen Gesprächsrunde auch schnell eine kleine Eselsbrücke an der Hand, um sich die Namen besser einprägen zu können.

Liebste historische Persönlichkeit

Als Lehrkraft für das Fach Geschichte kann man diese Methode abwandeln, indem man sich anstatt des Helden der Kindheit nach der liebsten historischen Persönlichkeit der Kinder erkundet. Auch hier bildet sich oftmals schnell eine tolle Eselsbrücke für das Einprägen der Namen.

Kennlern-Würfen

Eine tolle Idee, vor allem für die jüngeren Jahrgangstufen.

Was wäre wenn..

Ja, was wäre, wenn man plötzlich in die Vergangenheit reisen könnte? Dies und andere Fragen kann man zum Kennlernen der Klasse stellen und mit ihnen darüber diskutieren und so ganz nebenbei etwas über deren Persönlichkeit lernen und diese Kennenlernen.

Kenn-Lern-Bingo

Bingo kennt in der Regel jeder. Wie wäre es, dieses für den Unterricht abzuwandeln? Hierbei muss man so schnell wie möglich Personen finden, die mit den vorgegebenen Merkmalen überein stimmen. Eine tolle Vorlage ist hier zu finden.

Zwei Wahrheiten und eine Lüge

Die Methode macht gerade im Instalehrerzimmer ihre Runde, ist dem ein oder anderen vielleicht aber auch von einer bekannten DatingApp geläufig. Jeder Mitglied der Klasse schreibt drei Fakten über sich auf einen Zettel, von welchem ein Fakt eine Lüge ist. Der Rest der Klasse muss erraten, um welche Behauptung es sich hierbei handelt.

Schneeballschlacht

Diese Methode funktioniert ähnlich wie die vorherige. Auch diesmal werden drei, aber nun wirkliche Fakten auf einen Zettel geschrieben und in einem Behälter gesammelt. Anschließend darf jedes Kind einen Zettel ziehen und muss durch Nachfragen und logischen Denken den Urheber dessen finden.

Wer ist es?

Auch bei dieser Methode geht es um die Charaktereigenschaften des anderen. Anders als bei der vorherigen Methode werden hierbei die Zettel oder Karten mit Fakten nach dem Ausfüllen durch die SchülerInnen nur eingesammelt und nicht mehr ausgeteilt. Der Lehrkraft ließt die jeweiligen Bögen vor und die SchülerInnen müssen auf einem Zettel ihren Tipp für die jeweilige Karte abgeben. Gewonnen hat derjenige, welcher seine Mitschüler am besten gekannt hat.

Empfehlenswerte Sammlung

Eine sehr ausführliche Sammlung mit Kennlernspielen und Methoden zur Auflockerung findet ihr hier.

Padlet

In diesem tollen Padlet wurden verschiedene Ideen und Einstiege für alle möglichen Fächer gesammelt. Reinschauen lohnt sich!

Made with Padlet

(Digitale) Kennlernspiele

In diesem Padlet sind weitere (digitale) Ideen zum Kennlernen zu finden.

Made with Padlet