[Anleitung] VR im Unterricht erstellen

Apps/Programme, digital, Methode, Methodik

Virtual Reality kurz VR ist schon seit einigen Jahren ein absoluter Trend. Mittlerweile ist die Technik soweit fortgeschritten, dass im Unterricht ganz einfach eine eigene virtuelle Realität, zum Beispiel als Nachbereitung eines Besuches im Museum, erstellt werden. Dies ist heute kein Hexenwerk mehr und in wenigen Schritten erstellt.

Erstellen eines 360° Bildes mit Google Street View

Um später ein tolles Bild zu erhalten, wird zuerst mit Hilfe der App „Google Street View“ ein 360° Bild erstellt und dieses auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert.

Bild via Google Street View

Erstellung der Virtuellen Realität

Nun ist ein Wechsel der Anwendung zu H5P notwendig, welche das Tool „Virtual Tour (360)“ kostenlos zur Verfügung stellt.

In dieser Applikation wird das bereits erstellte Panorama hochgeladen und nach persönlichen Wünschen modifiziert. Im Beispiel wurden sowohl Bilder & Videos als auch eine Audiodatei eingefügt. Ein Einbinden von Videos aus YouTube ist hierbei möglich.

Nach dem Speichern ist die Virtuelle Realität nun fertig und kann entdeckt werden.

Material

„App in die Geschichte“

Apps/Programme, digital, Geschichte, Gruppenarbeit, Quiz

Seit 2013 arbeitet die Freie Universität in Kooperation mit namenhaften Partnern an der „App in die Geschichte“. Mit dieser Anwendung haben SchülerInnen die Möglichkeit, ihre eigene Stadtgeschichte zu entdecken und mithilfe von Tools zu visualisieren. Dies ist sowohl in Einzel-, als auch in analoger oder digitaler Gruppenarbeit möglich. Hierfür ist eine Anmeldung der SchülerInnen notwendig, allerdings ohne der Abfrage einer Mailadresse.

In einem kurzen Clip stellt das Team um Dr. Müller seine Anwendung kurz vor:

Neben verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sticht insbesondere die Erstellung eines Zeitstrahls ins Auge. Für das hier angefügte Beispiel wurde ein Zeitstrahl zu den Luftangriffen Berlins gefördert.

Über die Suchmaske haben die SchülerInnen die Möglichkeiten im Archiv der Anwendung nach geeigneten Bildern für die Erstellung des Zeitstrahles zu suchen, welche urheberrechtlich unproblematisch sind.

Die gefundenen Ergebnisse können mit wenigen Klicks dem Zeitstrahl hinzugefügt werden.

Anschließend können diesem noch persönliche Bilder und Ereignisse eingepflegt werden. Dies erfolgt über die Bearbeitung des Zeitstrahls und wird automatisch vom Programm zu den Bildern aus dem Archiv eingepflegt. Aktuell sind im Archiv insbesondere Bilder zu großen Städten oder Ereignissen nach aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu finden. Durch die Möglichkeit, auch eigene Bilder hochzuladen, wird dieser Nachteil etwas gelindert und bietet zudem die Möglichkeit, mit der Klasse einmal ins Stadtarchiv zu gehen und nach eigenen Bildern und Quellen zu suchen.

Neben dem Zeitstrahl bietet die Anwendung auch die Möglichkeit verschiedener Tagging Games an, wie zum Beispiel die Durchführung ein Tabu-Spiels.

Hierbei geht der Weg über die Erklärung eines historischen Begriffs über ein Bild dessen. Somit wird der Erklärende in doppelter Hinsicht gefordert, da er nicht nur das Ereignis erklären, sondern auch korrekt einordnen muss.

Die Anwendung bietet somit eine große Bandbreite der Möglichkeit zur Förderung von Kompetenzen. Zudem schafft sie die Grundlage zur Erforschung der eignen Stadtgeschichte, welche sich insbesondere als Projekt im Unterricht anbietet und den SchülerInnen einen anderen Zugang zu Geschichte im Vergleich zum klassischen Unterricht aufzeigt.

Weitere Informationen

Link zur Anwendung: https://app-in-die-geschichte.de

Computerspiele im Unterricht [Material- und Literatursammlung]

Apps/Programme, Computerspiel, Geschichte

Nach der Vorstellung eines YouTube-Kanals auf diesem Blog (hier), welcher sich mit Videos im Geschichtsunterricht befasst, erhielt ich als Reaktion auf meine Blogpost viele weitere Tipps und Anregungen zu Computerspielen im Unterricht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Webisten & digitale Literaturangebote

Monographien

YouTube

Spieletipps

Facebook-Gruppe

Adobe Scan [App-Tipp]

Apps/Programme, digital

Jeder kennt die Fülle an Ordnern, Materialien und Unterrichtsvorlagen, die sich in dicken Ordnern, großen Boxen und Kartons im Regal oder Keller stapeln. Das Einscannen der Unterlagen mit dem handelsüblichen Scanner ist oftmals mühsam und arbeitsaufwendig. Eine gute Alternative bietet für die Digitalisierung von Dokumenten, aber auch Tafelaufschrieben, Whiteboard-Darstellungen oder Fotos die kostenlose App „Adobe Scan“, welche sowohl für das Smartphone als auch für das Tablet kostenlos heruntergeladen werden. Neben der Funktion des Scannens werden zudem die Daten in dem gewünschten Format in der kostenlosen Cloud gespeichert und somit ein Zugriff auf die Daten via PC etc. von überall möglich ist.

Die App

Die Installation der App erfolgt direkt aus dem jeweiligen App-Store und ist nach einer kurzen kostenlosen Anmeldung schnell einsatzbereit. Das Prinzip der App basiert darauf, dass die Kamera des Gerätes auf das zu scannende Bild oder Dokument zu richten ist und von der App anschließend erfasst wird.

Scan des ausgewählten Dokumentes

Anschließend erfolgt der „Scan“ des Dokumentes oder Bildes und die App schneidet das ausgewählte Dokument automatisch zu. Eine nachträgliche Änderung des automatischen Zuschneidens ist jederzeit möglich. Das schöne an dieser Anwendung ist nun, dass weitere Scans erfolgen können und diese anschließend in einer einzigen Datei gespeichert werden.

Optionen der Bearbeitung des Dokumentes

Nun kann der Scan gespeichert und die erstellten Datei in der Cloud und dem gewünschten Speicherort abgelegt werden.

Beispiel eines Scans
Übersicht und Speicherung der Daten

Weiterführende Tipps und eine sehr ausführliche Anleitung für den Gebrauch der App können hier aufgerufen werden.

Vokabelabfrage mit dem Tafelspiel „Galgenmännchen“ [digital]

Apps/Programme, digital, Latein, Vokabeln

Wart ihr als Schüler auch immer ein großer Fan des Tafelspiels „Galgenmännchen“? Ich habe damals das Spiel geliebt und mich sehr gefreut, also ich die digitale Variante des Klassikers auf LearningApps.org entdeckt habe.

Beispielabfrage aus dem Spiel

Für die Umsetzung eines eigenen Spiels ist eine kostenlose Registrierung bei LearningApps.org nötig.

Die Erstellung der Abfrage

Für die Erstellung der Abfrage ist es lediglich notwendig, die verschiedenen Vokabeln in die vorgegebenen Lücken einzutragen. Diese werden anschließend durch das Programm gemischt. So entsteht bei einer Wiederholung der Anwendung kein Vorteil durch das Merken der Abfragereihenfolge. Die Beispiel Abfrage kann gerne hier eingesehen werden.

Neben dem vorgestellten Spiel bietet die Anwendung noch zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Genierung von Abfragen, wie beispielsweise Lückentexte oder Gruppenpuzzle.

Die besten Apps & Anwendungen für den Unterricht – Teil 2 [digital]

Allgemein, Apps/Programme, digital, Geschichte, Latein, Methode, Methodik, Quiz, Spiel

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meiner liebsten Apps und Anwendungen für den Unterricht. Den ersten Teil findet ihr hier.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Kahoot!

Die Gestaltung eines Quiz mit Kahoot!

Die Plattform Kahoot! bietet in einer kostenlosen Basis-Version verschiedene Quiz-Tools an, bei welchen die Möglichkeit besteht Multiple-Choice-Frage, Simple-Choice-Fragen und Ja-Nein-Fragen zu generieren. Durch die Weitergabe eines Codes zur Bearbeitung der Fragen ist es nicht nötig, dass die SuS sich auf der Plattform anmelden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fragen via Beamer an die Tafel zu werfen und das Smartphone als Antwort-Buzzer zu nutzen. So generiert man an Live-Game im Klassenzimmer, da man die Antworten der Klassendirekt im Kontext des Spieles erhält. Lediglich die Lehrkraft benötigt zur Erstellung des Quiz einen eigenen Account. Somit kommt es zu keinem Konflikt mit den in den jeweiligen Bundesländern geltenden Datenschutzverordnungen.

Die Generierung eines Quiz mit Kahoot! ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Im abgebildeten Beispiel erkennt man, dass dem Urheber des Quiz die Frage mit den entsprechenden Antwort-Tools angezeigt wird. Die korrekten Antworten können jeweils durch das Anklicken des Kreises am rechten Rand markiert werden. In diesem Beispiel ist eine Antwort korrekt, welche an dem grünen ausgefüllten Kreis erkennbar ist.

Expeditionen

Beispiel an Touren aus der App
Tourenbeispiel „Totenkult im Alten Ägypten“ (VR)

Der Name der App „Expeditionen“ sagt schon viel über deren Inhalt aus. Der Benutzer kann hierbei ohne Anmeldung sich auf Entdeckungstour durch Museen oder andere Örtlichkeiten begeben, während ihm sowohl visuell als auch auditiv Informationen zu einem Exponat oder dem Ort gegebene werden. Das ganze findet in VR oder AR statt und vermittelt somit den Eindruck, direkt im Museum vor dem Exponat zu stehen. Insbesondere bei AR ist es möglich, um das Objekt herumzugehen, es zu vergrößern und somit aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Ein Besuch im Museum gemeinsam mit der Klasse ist somit vom Klassenzimmer oder dem heimischen Schreibtisch aus möglich.

Zudem ist es möglich, eigene Touren zu erstellen und diese mit einer (virtuellen) Gruppe durchzuführen. Dies kann beispielsweise zur Nachbereitung eines Besuches im Museum gemeinsam mit der Klasse geschehen. Zum Erstellen einer Tour ist eine kostenlose Anmeldung nötigt.

Pixabay

Bild von Ina Hall auf Pixabay
Bild von Rolf Dobberstein auf Pixabay
Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Die Plattform Pixabay ist eine tolle Fundgrube für jede Art von Bildern. Diese können ohne Anmeldung heruntergeladen werden und dürfen kostenlos nichtkommerziell verwendet werden.Eine Angabe des Urhebers erfolgt hierbei auf freiwilliger Basis.

Anmerkung: Das Titelbild stammt aus der Tour „Das Alte Ägypten“ (VR).

Die besten Apps & Anwendungen für den Unterricht – Teil 1 [digital]

Apps/Programme, digital, Geschichte, Latein

Heute und am kommenden Sonntag dreht sich alles um meine liebsten Apps und Programme für den Unterricht.

Die Ausstattung

Bevor ich nun zu den Apps komme, möchte ich euch erstmal die Geräte vorstellen, die ich für die Planung meines Unterrichts verwende.

Seit Jahren arbeite ich schon mit der Kombination aus MacBook Air und iPad. Ich kann hierbei jedem nur die Erweiterung der Cloud für 99ct im Monat empfehlen. Für mich ist diese Anwendung eine große Erleichterung für die Bearbeitung von Dokumenten im Alltag. Zudem habe ich für das iPad einen Stift von Logitech gekauft. Mit dieser etwas günstigeren Version im Vergleich zum Original von Apple bin ich sehr zufrieden. Einzig der Akku könnte etwas länger halten. Stift und iPad habe ich in der Regel jeden Tag dabei, den Laptop nicht.

Microsoft Word

Für die Planung meiner Unterrichtsstunden benutze ich ganz klassisch Word. In der Regel schreibe ich den Ablauf und das Grundgerüst am PC und mache mir zusätzlich handschriftliche Notizen am iPad oder markiere mir hier noch wichtige Stichpunkte für die Kommunikation während des Unterrichts. Zudem kann ich mit der App auf dem Tablet während oder nach dem Unterricht schnell in Kombination mit dem Stift Anmerkungen machen, was gut gelaufen ist, wo die SuS Schwierigkeiten hatten oder andere Notizen zum Verlauf der Unterrichtsstunde.

Concepts (kostenlose Version)

Die Applikation „Concepts“ überzeugt mich insbesondere durch die Möglichkeit, mit verschiedenen Ebenen zu arbeiten. Als Einstieg habe ich für die Unterrichtsstunde „Berlin Blockade“ Die Karikatur „No Go, Joe“ gewählt. Diese kann ich via einer Verbindung mit meinem iPad an die Tafel werfen. Als unterste Ebene habe ich die Karikatur positioniert und anschließend die zwei weiteren Tafelbilder (s. Galerie) als Ebene darüber aufgebaut. Somit kann ich in den verschiedenen Ebenen unterschiedliche Hilfestellungen für die SuS geben oder auf dem Bild etwas einzeichnen, ohne meine Ebene mit dem Tafelaufschrieb (Bild 1) zu „verschmutzen“. Der Vorteil von Ebenen ist zudem, dass diese Notizen bestehen bleiben und ich im Verlauf der Analyse wieder auf diese zurückkommen kann.

Das Schreiben und Zeichnen in der Anwendung funktioniert mit Hilfe des Stiftes ohne Probleme oder Verzögerungen. Durch die Angabe der Schreibhand kommt es auch nicht zu unbeabsichtigten Zeichnungen mit der Hand auf dem Blatt.

Karikatur: Quelle: Daily Mail. For King and Commonwealth. 27.09.1948, No 16.340. London; Copyright: (c) Leslie Illingworth Associated Newspaper / Solo Syndication, London

Biparcours (kostenlos)

Die Applikation, welche vom Bildungspartner NRW zur Verfügung gestellt wird, bietet eine große Anzahl an erstellten Lernparcours zu schulischen und außerschulische Themen sowie die Möglichkeit des Erstellen eigener Parcours. Zudem bietet die Anwendung die Möglichkeit, der Lehrkraft die Ergebnisse der eigenen SuS nach dem Bearbeiten des Parcours mitzuteilen.

Als Beispiel habe ich den vorgevertigten Parcours zum Thema „Antisemitismus“ gewählt. Hierbei lernen die SuS in einer Einheit von 60 Minuten etwas über die Herkunft des Begriffes sowie dessen Bedeutung in der Vergangenheit und Gegenwart. Zwischendurch müssen die SuS Fragen beantworten und selbst agieren.

Zum Einstieg in die App kann ich das kostenlose Tutorial von Bildungspartner NRW empfehlen:

Welche Apps und Anwendungen nutzt ihr gerne für den Unterricht? Nächste Woche Sonntag werde ich den zweiten Teil meiner Favoriten mit euch teilen 🙂

MindMaps im Unterricht [analog & digital]

Apps/Programme, digital, Geschichte, Latein, Methode, Methodik

MindMaps zählen zu einer meiner liebsten Methoden zur Strukturierung von Wissen. Besonders gerne nutze ich diese zu Beginn eines Themenkomplexes, um gemeinsam mit der Klasse zu erarbeiten, was diese über den bevorstehenden Stoff bereits wissen. Hierfür schreibe ich das Thema groß in die Mitte der Tafel und lasse die Schüler*innen selbstständig nach Vorne an die Tafel kommen, um ihre Gedanken zu notieren. Nach etwa fünf bis zehn Minuten beende ich das Sammeln von Gedanken und spreche gemeinsam mit der Klasse über das erstellte Tafelbild. Am Ende der Stunde bzw. vor dem Reinigen der Tafel mache ich zur Vorbereitung des Stoffes für die nächsten Stunden noch ein Foto der MindMap.

Neben der Ansammlung von bereits vorhandenem Wissen kann die MindMap zudem auch individuell von jedem Schüler*innen selbst eingesetzt werden: Zum Beispiel bei der Vorbereitung eines Referates oder der Strukturierung des Stoffes für die nächste Klassenarbeit. Dies funktioniert sowohl für den Latein- als auch für den Geschichtsunterricht. Gerne stelle ich einmal meine MindMaps zur lateinischen Grammatik in einem separaten Post mit der Möglichkeit zum Download zur Verfügung.

Neben den eben angeführten Möglichkeiten des Einsatzes von MindMaps im Unterricht zeichnen sich die Schaubilder zudem dadurch aus, dass sie den (Lern-)Stoff durch ihre Struktur, aber auch durch ihre Möglichkeit der graphischen Gestaltung und farblichen Hervorhebung visualisieren und der Klasse das Lernen des Stoffes und das Verstehen von Sachverhalten vereinfachen. Zudem wird durch das System der MindMaps Struktur in einen gegebenen Stoff gebracht und somit wie bei der Visualisierung dessen das Verstehen und Lernen von Wissen vereinfacht.

MindMaps am Tablet

Auch für Tablet-Klassen ist die MindMap als Methode geeignet. Anwendungen auf dem Tablet bieten hierbei den Vorteil, dass die MindMaps ins Unendliche ergänzt werden können und somit parallel zum Unterricht fortgeführt werden können.

Beispiel Map der App „SimpleMind Lite“

So kann zum Beispiel zu Beginn der Themeneinheit der Begriff „Kreuzzug“ als Ausgangspunkt der MindMap festgelegt werden und die Schüler*innen erweitern als Teil der Hausaufgabe oder im Unterricht selbstständig die MindMap um den neu erlernten Stoff. Der Effekt dieser Methode ist nicht nur die Wiederholung und Festigung des eben Gelernten, sondern auch eine fertig vorbereitete und visualisierte Aufbereitung des Stoffes für die nächste Klassenarbeit.

Für Tablet-Klassen oder der digitalen Nutzung von MindMaps kann ich hierbei die kostenlose App „SimpleMind Lite“ empfehlen. Die App ist leicht und verständlich zu bedienen.