[the monthly dose] Tools für interaktive Geschichten

Apps/Programme, digital, the monthly dose

In der fünften Ausgabe unsere Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool widmen wir uns Tools für interaktive Geschichten oder Branching Szenarios. Diese können als Hilfestellung, zur Erarbeitung oder als eduBreakout im Unterricht eingesetzt werden. Unter interaktiven Geschichten versteht man Szenarien, bei welchen man sich zwischen mehreren Optionen entscheiden muss und je nach Entscheidung ein anderes Ergebnis dabei herauskommt. Als Beispiel für diesen Beitrag habe ich eine Entscheidungshilfe aus dem Lateinunterricht gewählt, welche den Schüler*innen als Hilfestellung bei der Umsetzung dient und eine Hilfestellung für grammatikalische Probleme darstellt.

Favelio

Favelio ist für mich persönlich das Tool mit der intuitivsten Bedienung. Durch klare Eingabefelder und eine übersichtliche Oberfläche kann man ganz einfach verschiedene Szenarien erstellen, ohne dass man groß Vorkenntnisse des Programmes haben muss.

Das erstellte Ergebnis kann anschließend in einer Vorschau getestet werden, bevor es an die Schüler*innen im Unterricht weitergegeben wird.

Zudem ist es möglich, dass entstandene Favelio via App direkt auf dem digitalen Endgerät zu spielen. In dieser findet man zudem viele weitere Favelios und interaktive Geschichte von Nutzer*innen aus der ganzen Welt. Wer auf großen SchnickSchnack wie Musik, Bilder etc. verzichten kann und eine simple Struktur liebt, dem würde ich diese Anwendung empfehlen.

Twinery

Twinery wird von vielen Nutzer*innen geliebt, für mich persönlich ist es das Tool, welches ich von den drei vorgestellten am wenigsten mag. In meinen Augen ist es sehr komplex und nicht unbedingt intuitiv zu bedienen, da man es via HTML programmieren muss. Hier findest du eine detaillierte Anleitung dazu sowie hier ein Handout mit den wichtigsten Codes.

Wenn man sich allerdings einmal etwas näher mit Twinery befasst hat, bietet einem das Tool diverse Möglichkeiten für den Unterricht. So ist es nicht nur möglich, Bilder und Videos zu integrieren, sondern auch mit Zufallsvariabeln und Geräuschen zu arbeiten.

H5P

Die Anwendung H5P bzw. hier das BranchingSzenario bietet in meinen Augen dieselben Möglichkeiten wie Twinery, ist aber doch etwas einfacher in die Bedienung und mein Favorit unter den drei Anwendungen. Mit Hilfe der klassischen Eingabefelder der Anwendung lässt sich leicht eine interaktive Geschichte erstellen. Zum Einfügen von diversen Extras wie beispielsweise Musik sollte man sich trotzdem eine Minute mehr Zeit nehmen.

Ist das Layout bei manchen Anwendungen von H5P manchmal doch noch etwas sperrig, finde ich persönlich, dass das Branching Szenario von H5P wunderschön gestaltet ist und man damit auch eine optisch ansprechende interaktive Geschichte gestalten kann.

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Schriftliche Leistungserhebungen mit Tutory konzipieren

Apps/Programme, Arbeitsblätter, digital

Das Erstellen von Leistungserhebungen gehört zu unserem Job dazu, auch wenn es sich hierbei wohl nicht um die liebste Aufgabe der Lehrkräfte handelt. Oftmals hat man neben dem Finden von passenden Inhalten auch mit den Formalia und Musterlösungen zu kämpfen. Ich nutze für meine schriftlichen Leistungsnachweise mittlerweile nur noch Tutory, welches neben seinen Baukästen für Arbeitsblätter auch viele tolle Funktionen für das Erstellen von Leistungsnachweisen bereithält. So kann ich beispielsweise den Schwierigkeitsgrad einer Aufgabe festlegen. Zudem wird die Gesamtpunktzahl automatisch zusammengezählt und an meinen Notenschlüssel angepasst.

Tutory

Mit der browserbasiertes Anwendung Tutory ist es möglich mit einer großen Anzahl an Bausteinen simple und unkompliziert harmonische Arbeitsblätter zu erstellen. Diese Arbeitsblätter können sowohl analog (hier) als auch als interaktives digitales Arbeitsblatt (hier) online bearbeitet oder in das LMS der Schule eingebunden werden. Hierbei kann zwischen einer kostenfreien Basis-Version und zwei kostenpflichtigen Varianten unterschieden werden. Mittlerweile bieten auch viele LMZ und KMZ Lizenzen für Tutory an. Nachfragen kann sich hier also lohnen.

Erstellen von Leistungsnachweisen

Das Grundgerüst meines schriftlichen Leistungsweises ist dasselbe wie bei einem klassischen Arbeitsblatt auch. Zudem ergänze ich am Kopf des Blattes die vorgegebenen Formalia meiner Schule.  Das sind in der Regel die Art des Leistungsnachweises (Schulaufgabe, Stegreifaufgabe etc.), Datum, Arbeitszeit, Schule und Namensfeld. Nachdem ich die Aufgaben anschließend erstellt habe, kommt der Schritt, der Tutory so besonders macht. Ich ergänze nun den Anforderungsbereich der Aufgabenstellung in Form von kleinen Punkten für eine absolute Transparenz. Zudem trage ich die entsprechende Punkte ein. Dies lässt sich beides über den Bearbeitungsmodus der Aufgaben bewerkstelligen. 

Anschließend füge den Baukasten Benotung für die Gesamtpunktzahl in meinen Leistungsnachweis ein. Tutory zählt automatisch die Punkte und passte diese bei einer Änderung der Punkte automatisch an. Zudem kann ich mit dem Notenspiegel-Baukasten ganz einfach meine aktuelle Punktzahl mit meinem Notenschlüssel verrechnen lassen und brauche hierfür keine extra Tabelle, sondern habe alles in einem Programm. Auch der Notenschlüssel wird automatisch bei einem Verändern der Gesamtpunktzahl angepasst.

Musterlösung 

Nachdem ich meinen Leistungsnachweis nun erstellt habe, kann ich diesen mit der kompletten Musterlösung herunterladen. Das schöne ist hierbei an Tutory, dass für die geschlossenen Items automatisch der Erwartungshorizont generiert wird und ich eine Musterlösung für die offenen Items direkt beim Erstellen der Aufgaben eingeben kann, sodass ich hierbei nicht ein weiteres Dokument benötige. Die Musterlösung kann ich anschließend separat von dem eigentlichen Leistungsnachweis herunterladen, was ich super praktisch finde und jede Menge Zeit einspart. 

Fazit 

Ich persönlich empfinde das Erstellen von Leistungsnachweisen mit Tutory als sehr bequem und hab es ehrlich gesagt auch nie anders gemacht. Durch das automatische Zählen der Gesamtpunktzahl und der integrierten Musterlösung bietet das Tool eine Menge Vorteile gegenüber klassischen Texteditoren, die mir in diesen Aspekt nur unnötige Arbeitszeit rauben würden. 

Rabattcode (Anzeige; gültig bis 30.09.2022): 

Da wir wissen, dass viele Lehrkräfte die Lizenz, ebenso wie wir, selbst zahlen, haben wir für euch nach einem Rabatt- und Testcode gefragt.

  • 2 Wochen BASIC-Test: kms-test 
  • 20% Rabatt auf BASIC: kms-rabatt 

Hinweis zum Einsatz der Codes: Man kann den Testcode gleich während der Registrierung eingeben; im vierten Schritt nach Akzeptierung der Nutzungsbestimmungen oder dann auf der Abo Seite, wenn man schon registriert ist: https://www.tutory.de/profil/abonnement

[the monthly dose] Einsteiger Tools für den Anfang

Apps/Programme, digital, the monthly dose

In der vierten Ausgabe unsere Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool widmen wir uns dem perfekten Tool für den Einstieg ins Universum der unendlichen Möglichkeiten. Am Ende des Posts findet ihr zudem einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Infos für euer Kollegium, die Pinnwand im Lehrerzimmer oder das Studienseminar.

LearningSnacks

LearningSnacks ist ein kostenloses und DSGVO-konformes Tool in Deutschland, mit welchem du ganz einfach kleine Quizze und Live-Games für den Unterricht erstellen kannst. Hierbei führst du deine Schüler*innen in Chatform durch die Aufgabenstellung und kannst ihnen dadurch auch kleine Hilfestellungen geben. Das beste hierbei ist, dass du über deinen Lehreraccount auch deine Schüler*innen Zugang sie LeaningSnacks ermöglichen kannst und diese somit ohne eigene Anmeldung kleine Snacks erstellen können.

Aufgrund der intuitiven Bedienung und den lediglich vier zur Verfügung stehenden Elementen für das Gestalten eines eigenen Snacks eignet sich das Tools sehr gut für den Einstieg, da es den Nutzer*in nicht mit zu vielen Funktion überfordert.

Im Unterricht kann LearningSnacks beispielsweise zur Wiederholung, aber auch zur selbstständigen Erarbeitung eines Themas eingesetzt werden, da durch den gesteuerten Chatverlauf eine Art Lernlandkarte geschaffen wird.

PlayFactile

Beim Wiederholen von Unterrichtsstoff kann es schnell passieren, dass man auf einige Probleme stößt: Wie viel Stoff erinnern die Schülerinnen und Schüler noch? Was ist noch halbwegs präsent und was ist bereits in Vergessenheit geraten? Wie geht man beim Wiederholen richtig mit dem unterschiedlichen Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler um? Und vor allem: Wie gestaltet man das Wiederholen interessant? Eine Möglichkeit dazu, all diese Fragen kombiniert beantworten zu können, stellt die (kostenlose) Plattform play factile dar. Auf ihr können ganz im Stile der beliebten Gameshow Jeopardy eigene Quizzes erstellt werden. Der Clou ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler hier ihre Fachgebiete selbst aussuchen und auch das Schwierigkeitsniveau selbst bestimmen können. Die Lehrkraft kann gezielt Fragen zum Wiederholen eines bestimmten Themenkomplexes stellen und so durch das gemeinsame Gespräch dieses Wissen absichern. Durch die unterschiedlichen Wertigkeiten kann zudem sehr einfach differenziert werden.

Auch PlayFactile punktet mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche. Man muss lediglich in die entsprechenden Felder die jeweilige Frage eingeben und schon wird das Spiel automatisch generiert.

Quizizz

Quizizz ist ein Tool zum Erstellen von Quizzen aus Indien. Mit der Anwendung kann man relativ schnell und intuitiv Quizze für das Klassenzimmer erstellen. Hierbei ist im Gegensatz zu Kahoot auch in der kostenlosen Version die Mehrfachabfrage enthalten. Zudem ist es möglich, die einzelnen Quizze den Schüler*innen auch für das asynchrone Lernen, zum Beispiel als Hausaufgabe zuzuweisen. Mir gefällt zudem beim synchronen Lernen sehr gut, dass man hierbei zwischen einer automatisches Zeitvorgabe und der Zeitvorgabe durch Lehrerhand wählen kann, sodass ich als Lehrkraft auch händisch die Fragen abspielen kann. Ansonsten gibt es auch bei dieser App eine gamifiziertes Setting mit passender Musik beim Lösen der einzelnen Fragen.

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Tutory vs. Canva

Apps/Programme, Arbeitsblätter

Auf Instagram wurde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen Tutory und Canva sei. Die beiden Anwendungen seien sich doch so ähnlich. Ich persönlich finde, dass dies einem Vergleich zwischen Birnen und Äpfeln gleich kommt, aber lest selbst.

Tutory ist ein browserbasiertes Programm, welche Lehrkräften zum Erstellen von Arbeitsblättern Bausteinen zur Verfügung stellt. Canva läuft ebenso im Browser, besitzt aber auch eine eigene App und ist im Grundgedanken ein sehr umfangreiches Grafiktool mit welchem man auch Arbeitsblätter erstellen kann.

Während Tutory eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktion anbietet, ist Canva für Lehrkräfte auch in der Premium-Version kostenlos (hier). Ansonsten kostet die Einzellizenz 109,99€ im Jahr. Tutory dagegen bietet ein Zwei-Stufen-Modell an: Die in meinen Augen ausreichende Basis-Version kostet 29,90€ im Jahr, während die Premium-Version ebenfalls mit 59,90€ zu Buche schlägt. Für Student*innen und Referendar*innen gibt es die bei beiden Anwendungen die Möglichkeit eines Rabattes auf den Vollkostenpreis.

In der Art der Benutzeroberfläche sind beide Anwendungen im Grundgedanken gleich aufgebaut. Bei beiden Anwendungen findet sich in der Kopfzeile die Formatierung, während sich die einzelnen Bausteine bzw. Gestaltungselemente auf der linken Seite befinden.

Während Tutory für die verschiedenen Aufgabenstellungen und Items eines Arbeitsblattes Bausteine zur Verfügung stellt, existiert dies bei Canva nicht. Man hat aber die Möglichkeiten mit Hilfslinien zu Arbeiten und somit die verschiedenen Elemente eines Arbeitsblattes gut zu platzieren. An Bausteinen stellt Tutory hierbei einen bunten Mix aus Lückentext, Suchsel, Sortieraufgaben, Angreizaufgaben etc. seinen Nutzer*innen zur Verfügung, während man dies bei Canva alles händisch erstellen oder exportieren müsste. Durch die Möglichkeit der verschiedenen Bausteine ist Tutory sehr intuitiv und leicht zu bedienen, während man sich bei Canva doch etwas einarbeiten muss und Fingerspitzengefühl braucht. Björn zum Beispiel würde nie mit Canva ein Arbeitsblatt erstellen, da dies für ihn viel zu viel Zeit frisst und auch ich gebe zu, dass ich mit Tutory manchmal vermutlich schneller wäre.

Zudem bietet Tutory die Möglichkeit, ein analoges Arbeitsblatt auch in ein interaktives und somit digitales Arbeitsblatt umzuwandeln. Dies kann Canva nicht. Man kann zwar Interaktion wie beispielsweise Highlights auf das Arbeitsblatt setzen, aber eine Selbstkontrolle wie Tutory erreicht man damit noch lange nicht. Das digitale Arbeitsblatt (mehr hier) von Tutory kann beispielsweise in der eigenen Lernplattform hinterlegt und dort von den Schüler*innen bearbeitet werden. Ein weitere Vorteil von Tutory ist, dass man sich neben einem Arbeitsblatt für die Schüler*innen auch ein Lösungsblatt zum entsprechenden Arbeitsblatt herunterladen kann. Hierbei werden die geschlossenen Items automatisch von Tutory auf dem Lösungsblatt angezeigt, während man die offenen Aufgabenstellungen schon in der Anwendung händisch ergänzen kann, damit diese ebenso auf dem Lösungsblatt erscheinen.

Mit was Canva im vergleich zu Tutory punkten kann, sind die unendlichen Möglichkeiten zur Verschönerung der Arbeitsblätter. Man kann diverse Formen, Figuren und Cliparts einfügen, ohne dafür extra zahlen zu müssen. An dieser Stelle kann sich jeder selbst die Frage stellen, ob weniger Auswahl nicht manchmal mehr ist. Bei der immensen Vielfalt tut man sich doch manchmal schwer sich zu entscheiden und verzettelt sich sehr.

Wer schnell und einfach ein gut strukturiertes Arbeitsblatt erstellen möchte, ist mit Tutory bestens beraten. Durch die verschiedenen Bausteine wird auch viel Arbeit abgenommen und ihr habt zusätzlich noch die Möglichkeit, euer Arbeitsblatt digital zu nutzen oder eine Musterlösung auszudrucken. Canva dagegen ist ein Designtool und bietet wesentlich mehr grafische Elemente zur Gestaltung eines Arbeitsblattes, allerdings nicht die nötigen Bausteine wie Tutory sie hat. Übrigens könnt ihr auch beide Elemente miteinander verbinden, indem ihr beispielsweise eine PDF von Tutory in Canva hochladet.

Ich persönliche liebe beide Tools sehr und möchte weder das eine noch das andere in meinem Lehreralltag missen und bin sehr froh, dass es beide gibt. Arbeitsblätter erstelle ich sowohl mit Tutory als auch mit Canva und finde die Abwechslung zwischen beiden Tools auch sehr erfrischend.

Tutorial

Rabattcode für Tutory (Anzeige; gültig bis 30.09.2022):

Wollt ihr Tutory selbst einmal testen? Da wir wissen, dass viele Lehrkräfte die Lizenz, ebenso wie wir, selbst zahlen, haben wir für euch nach einem Rabatt- und Testcode gefragt.

  • 2 Wochen BASIC-Test: kms-test
  • 20% Rabatt auf BASIC: kms-rabatt

Hinweis zum Einsatz der Codes: Man kann den Testcode gleich während der Registrierung eingeben; im vierten Schritt nach Akzeptierung der Nutzungsbestimmungen oder dann auf der Abo Seite, wenn man schon registriert ist: https://www.tutory.de/profil/abonnement

[kms-Ref] Praktische Tools für deinen Unterrichtsbesuch

Apps/Programme, Referendariat

In den ersten Bundesländern sind die Sommerferien vorbei und Lehrkräfte und SchülerInnen strömen wieder in die Schulen. Auch fangen jetzt viele ReferendarInnen mit ihrem Referendariat an und machen sich auf den Weg, die letzte Ausbildungsstufe der Schullaufbahn zu erledigen. Doch genau diese Zeit gilt als anstrengendste und belastende, weil man als Referendar in einem Zwiespalt gefangen ist, sowohl Lehrkraft (gegenüber den SchülerInnen) als auch Schüler (gegenüber den Fachleitern) zu sein. Gerade Unterrichtsbesuche sorgen für eine enorme psychische und arbeitstechnische Belastung. In diesen „Showstunden“ geht es meist darum, ein ganz nach Muster durchgeplantes Programm abzuspulen, um damit seine „Lehrfähigkeit“ zu beweisen. Heutzutage soll dann am Besten auch noch ein wenig Digitalität dabei sein, um zu zeigen, dass man bereit für das digitale Lernen der heutigen Zeit ist.

Wir wollen dir heute daher einige Tools zeigen, welche du relativ einfach und unkompliziert für deinen Unterrichtsbesuch nutzen kannst. Wir stellen die Tools kurz vor und zeigen dir beispielhafte Einsatzmöglichkeiten für einzelne Phasen des Unterrichtsbesuchs. Alle Tools sind dabei entweder komplett oder in der (ausreichenden) Grundversion kostenlos und benötigen lediglich einen erstellten Accoutn zum Einloggen.

Learning Apps

Learning Apps ist eine Plattform, auf welcher relativ einfach eigene Apps erstellt werden können. Von Memory- bis Zuordnungs-Spielen sind alle möglichen Anwendungen dabei. Zudem ist die Plattform kostenlos, sodass man lediglich eine E-Mail-Adresse zum Anmelden braucht. Mit ein paar wenigen Klicks kann man hier also schnell einen Account erstellen und für den Unterrichtsbesuch passende Apps vorbereiten. Diese Apps können dann z.B. für den Einstieg genutzt werden, wenn mit Vokabeln Memory gespielt (super als Ritual!) oder bestimmte Begriffe aus den letzten Unterrichtsstunden gesucht werden sollen. Alternativ können Links via QR-Code auch als Differenzierung für leistungsstärkere Schüler zurückgehalten werden.

Neben dem eigenen Erstellen von Apps ist es auch möglich, die SchülerInnen selbst eigene Apps erstellen zu lassen. Dies wäre z.B. für eine Erarbeitungsphase interessant, in welcher die SchülerInnen Apps zu einem bestimmten Thema erstellen sollen. Dies ist in gut 15 Minuten möglich, sodass man mit Einleitung, diesem Arbeitsauftrag und dem Auswerten bereits eine gute 45-Minuten Stunde gefüllt hat.

Plickers

Einen digitalen Vokabeltest schreiben oder schnell eine Umfrage machen? Das klingt für viele Referendare interessant, aber leider muss man sich hierbei auf das Internet verlassen, was gerade in der Schule dann natürlich dann nicht klappt, wenn man es braucht. Plickers bietet daher die Möglichkeit, digitale Tests oder Umfragen durchzuführen, ohne dass die SchülerInnen eigenes WLAN brauchen. Denn hier werden Fragen durch Zettel beantwortet, welche die Lehrkraft zuhause vorbereiten kann und dann nur noch austeilen muss. So können schnell und technisch einfach Stimmbilder aus der ganzen Klasse eingefangen und dann später wieder aufgegriffen werden. Gerade für einen Unterrichtsbesuch ist es praktisch, z.B. zu Beginn einer Stunde eine Umfrage zu einem Thema zu machen (z.B. Bismarcks Außenpolitik – gelungen oder nicht?) und nach der Erarbeitungs- und Auswertungsphase eine weitere Umfrage zu machen und die Ergebnisse zu vergleichen. Alternativ kann auch eine zusätzliche Sicherung über eine kurze Abfrage nach der eigentlichen Sicherung erfolgen.

Kahoot

Wenn es um Quiz-Spiele in der Schule geht, gehört Kahoot sicherlich schon zu den bekanntesten Tools. Kurz gesagt: Hier können die SchülerInnen gemeinsam ein Quiz spielen, in welchem sie Fragen beantworten müssen und dafür Punkte bekommen. Das ganze ist sehr bunt und schülerorientiert gestaltet und zudem relativ leicht zugänglich. Auch für einen Unterrichtsbesuch kann man Kahoot gut nutzen, etwa um im Einstieg nochmal Inhalte der letzten Stunde zu wiederholen oder ggf. am Ende (auch als didaktische Reserve), um den Inhalt dieser Stunde noch einmal zu wiederholen.

Zeoob und TaskCards

„Lebensweltbezug“ ist eines dieser Wörter, welches man im Ref sicherlich pausenlos hört. Nahezu jede Stunde soll in irgendeiner Form die Lebenswelt der SchülerInnen aufgreifen. Um dies auch in einerm Unterrichtsbesuch zeigen zu können, bietet sich die Arbeit mit der Plattform Zeoob an. Bei dieser können SchülerInnen relativ einfach eigene Social Media-Produkte wie Instagram-Stories oder Twitter-Posts erstellen. Das sind natürlich tolle Lernprodukte, welche auch in Unterrichtsbesuch schnell erstellt und verglichen werden können. Gerade für die Interpretation von Texten kann der Arbeitsauftrag einfach lauten, Social Media-Posts zu dem gelesenen Text zu erstellen. Die erstellten Produkte werden dann z.B. auf einer TaskCard hochgelagen und können dann gemeinsam in der Sicherungsphase besprochen werden. Mit dieser Methode ist es also möglich, relativ kreative Unterrichtsbesuche zu zeigen.

Argumentationswippe

Ein Fachleiter ist immer das glücklich, wenn man in seinem Unterrichtsbesuch den AFB III erreicht. Das gemeinsame Diskutieren und Argumentieren zeigt den Höhepunkt einer guten Unterrichtsstunde. Ein Tool, mit welchem man diesen AFB III sehr gut visualisieren kann, ist die Argumentationswippe. Hier können wie auf einer Wippe verschiedene Argumente eingetragen werden, welche die Wippe dann in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Gerade für Pro/Contra-Argumente kann so eine Abstufung entstehen, welche SchülerInnen für die eigene Argumentation nutzen können. Insofern bietet es sich an, dass die SchülerInnen ihre Argumente (Pro oder Contra) beim Bearbeiten eines Arbeitsauftrags direkt herausschreiben und auf die Seite eintragen. In der folgenden Diskussion können die Elemente dann verschoben werden und so entsteht am Ende ein visualisiertes Meinungsbild des Kurses.

[the monthly dose] Tools für Virtual & Augmented Reality

Apps/Programme, digital, the monthly dose

In der dritten Ausgabe unsere Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool widmen wir uns Tools für Virtual & Augmented Reality. Objekte, Gebäude und Gegebenheiten, welche virtuell ins Klassenzimmer projektiert werden können, helfen den Schüler*innen diese besser fassen und begreifen zu können, was sich wiederum positiv auf deren Lerneffekt auswirkt. Am Ende des Posts findet ihr zudem einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Infos für euer Kollegium, die Pinnwand im Lehrerzimmer oder das Studienseminar.

CoSpaches

Neben dem Erstellen von virtuellen Welten ist es mit der Anwendung CoSpaces zudem möglich, eigene Anwendungen für den MergeCube zu erstellen. Ein MergeCube ist ein Würfel, welcher im Internet bestellt oder mit Hilfe einer kostenlosen Bastelvorlage (hier) bearbeitet werden kann und anschließend mit einem Inhalt bespielt werden kann. Diese können auf spielerische und plastische Art und Weise den Schüler*innen Wissen vermitteln und zudem animiert werden. In Latein kann so beispielsweise zur Untermalung der Vokabel für kämpfen „pugnare“ ein Soldat mit animierter Kampfhandlung auf dem Würfel platziert werden.

Object Viewer

Im Vergleich zu CoSpaces bietet die App „Object Viewer“ bereits vorgefertigte Elemente, welche in die eigene Umgebung oder auf einen Merge Cube projektiert werden können. Zu diversen Fächern und Themen finden sich hierbei Objekte, die ganz einfach mit Hilfe der App ins Klassenzimmer gesetzt werden können. Dies kann in Geschichte beispielsweise zur Veranschaulichung und Beschreibung sowie Interpretation von Quellen dienen, während in Biologie mit der Anwendung Zellen oder Mechanismen im Körper veranschaulicht werden können.

MauAr

Eine Anwendung, welche ich sehr gerne in der 10.Klasse einsetze, ist die MauAr-App. Diese bringt die Berliner Mauer direkt ins Klassenzimmer und hilft den Schüler*innen diese greifbarer zu machen. Meine Mädels fanden diese zumindest sehr hilfreich und haben positives Feedback gegeben. In verschiedenen Episoden wird der Bau der Mauer und das Leben im geteilten Deutschland aus Sicht von Ost- und Westdeutschland dargestellt. Insbesondere durch die vielen Elemente, welche während der Anwendung zu entdecken sind, wird spannend aufgebaut. Wer sich als Lehrkraft oder während einer Klassenfahrt in Berlin vor Ort befindet, kann die Mauer an den jeweiligen historischen Orten entstehen lassen und hautnah zum Beispiel den Protest der der DDR erleben. Ich hatte hierzu einmal die Möglichkeit und fand es sehr beeindruckend.

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Digitales & interaktives Arbeitsblatt mit worksheet.digital

Apps/Programme, Arbeitsblätter

Bevor wir uns morgen mit der aktuellen Ausgabe von My Monthly Tool in die Blogpause verabschieden, haben wir heute noch einen digitalen Tipp für euch: worksheet.digital.

worksheet.digital

Mit der kostenlosen Anwendung im Browser ist es möglich, ein digitales sowie interaktives Arbeitsblatt für seine Klasse zu erstellen. Mir gefällt insbesondere die Optimierung für das mobile Endgerät. So kann ich als Lehrkraft nicht nur am Handy mein Arbeitsblatt erstellen, sondern sehe auch im Browser auf der rechten Seite sofort, wie mein Arbeitsblatt am Handy dargestellt wird. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

Erstellen des Arbeitsblattes im Browser

Beim Erstellen meines Arbeitsblattes kann ich zwischen verschiedenen Baukästen und Seiten wählen. Toll finde ich, dass mein YouTube-Video direkt eingebunden wurde und abspielbar ist.

Auswahl an Baukästen

Einsatz im Unterricht

Nachdem ich mein Arbeitsblatt erstellt und die Darstellung am mobilen Endgerät nochmals überprüft habe, kann ich dies mit meiner Klasse teilen. Hierfür erstelle ich eine entsprechende Klasse und gebe den Link an meine Schüler*innen weiter. Diese müssen sich lediglich mit einem Nickname anmelden und können sofort mit der Bearbeitung loslegen. Anschließend bekommen diese automatisch Rückmeldung zu ihrem Arbeitsstand. Auch die Lehrkraft kann diesen über die zuvor erstellte Klasse einsehen.

Fazit

Mir gefällt an dem Tool insbesondere die leichte Handhabung sowie Durchführung des Arbeitsblattes. Zudem finde ich es praktisch, zu sehen, was meine Schüler*innen ausgefüllt haben und wo ihr aktueller Arbeitsstand ist.

Üben und Wiederholen: deck.toys im Lateinunterricht

Apps/Programme, deck.toys, digital, Gamification, Latein, Methode

Kaum ein Unterrichtsfach wie Latein hat das große Problem, dass SchülerInnen gerne schnell vergessen, was man vor einer Woche gemacht hat. So schnell wie ein Abl.Abs. in den Kopf kommt, ist er bei den meisten auch schon wieder draußen. Gerade für Latein ist das natürlich schwierig, weil viele Elemente in gewisser Weise aufeinander aufbauen: Wer z.B. den Infinitiv nicht beherrscht, kann auch den AcI nicht beherrschen. Daher ist es wichtig, regelmäßig zentrale Elemente zu wiederholen, um diese halbwegs greifbar für neue grammatische Phänomene zu haben.

In meiner neunten Klasse stand ich vor der Situation, konjunktivische Nebensätze einzuführen. Ein zentrales Element hier sind die Zeitverhältnisse, welche durch die jeweiligen Konjunktiv-Formen angegeben werden. Diese Formen zeigen einem also an, ob es heißt „Julia sieht, dass das Haus brennt.“ oder „Julia sieht, dass das Haus gebrannt hat.“. Vorzeitigkeit und Gleichzeitigkeit (Nachzeitigkeit war hier in Nebensätzen noch nicht bekannt) sind zentrale Elemente des Lateinunterrichts und sollten hier bereits durch die bestehenden Infintivie bekannt sein. Doch weil ich bereits zuvor merkte, dass es da aktuell größere Mängel gab, wollte ich vor dem Einführen der neuen Grammatik noch einmal die Themen „Vorzeitigkeit und Gleichzeitigkeit“ inklusive der Infinitive wiederholen. Bei der Überlegung, wie mir dies nachvollziehbar, effektiv aber auch ein wenig spielerisch gelingen könnte, kam ich zu einem meiner Lieblingstools: deck.toys. Damit erstellte ich also ein Lernabenteuer zu den genannten Themen, welches ich euch gerne vorstellen möchte und welches ihr auch sofort selbst nutzen könnt.

Wenn ihr das Programm noch nicht kennt oder euer Wissen ein wenig auffrischen wollt, findet ihr hier nochmal einen ausführlichen Artikel zum Thema auf dem Blog.

Das deck.toys

Zu Übersicht hier einmal der grobe Aufbau meines deck.toys. Im Prinzip ist es ein linearer Pfad mit 4 Zwischenstationen. Daneben gibt es noch 3 weitere Bonuslevel, welche für den Pfad selbst nicht wichtig sind, aber den Zugang zu einem „geheimen“ Ende ermöglichen. Die Bonuslevel sind daher optional und eher als eine Art Differenzierung zu sehen. Insgesamt sieht die Oberfläche so aus:

Dabei bestehen die einzelnen Aufgaben auch genau aus dem, was darauf steht. Bei dem Infinitiv-Level geht es um… das Üben und Wiederholen von Infinitiven. Bei Übersetzungen sollen passende Übersetzungen einander zugeordnet werden und die beiden gleichzeitig/vorzeitig Übungen sollen einmal auf Deutsch und einmal auf Latein jeweils einem Bereich zugeordnet werden. Die jeweiligen Bonuslevel greifen das „angeschlossene“ Thema dann vertieft auf.

Wie gesagt gibt es hier in diesem deck.toys ein geheimes Ende, welches die SchülerInnen nur lösen können, wenn sie die drei Bonuslevel schaffen. In diesem Geheimlevel erhalten sie einen geheimen Code (optimus magister), welches sie mir nach der Stunde sagen sollten. Als Belohnung dafür gab es eine kleine Süßigkeit.

Insgesamt hat es den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht, mit diesem deck.toys dieses Thema zu wiederholen. Selbst diejenigen, welche im Unterricht eher ruhig waren, waren hier sehr fokussiert, um möglichst viele Punkte zu erzielen. Sehr schön zu sehen war auch, dass sich einige ein wenig aufgeregt haben, wenn sie bei einem Spiel erstmal nicht weitergekommen sind. Wer kennt solche Situationen nicht vom eigenen Spielen? Insofern war das Feedback am Ende relativ positiv und beim Einführen des neuen Themas wrid sich zeigen, wie hilfreich der Einsatz von deck.toys dann wirklich war. Oder ob es wieder wie so oft im Unterricht heißt: „Haben wir das jemals gehabt?“ – „Ja, vor einer Woche.“. Ich hoffe es nicht. 😄

Das deck.toys könnt ihr unter dem folgenden Link (hier) oder QR-Code spielen und im eigenen Unterricht nutzen:

Tutorial zum Erstellen

[the monthly dose] Tools für zeitgemäße Prüfungsformate

alternative Prüfungsformate, Apps/Programme, digital, the monthly dose

In der zweiten Ausgabe unsere Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool widmen wir uns Tools für zeitgemäße Prüfungsformate. Authentische Produkte, Reflexion und das Prüfen von Kompetenzen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Bildungsdebatte. Wir zeigen euch heute drei Tools, mit welchen ihr zeitgemäße Prüfungsformate gestalten könnt. Am Ende des Posts findet ihr zudem einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Infos für euer Kollegium, die Pinnwand im Lehrerzimmer oder das Studienseminar.

Keynote (Alternative PowerPoint)

Keynote ist die kostenlose Präsentationssoftware von Apple, welcher reibungslos und ohne Internet auf dem iPad läuft. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn die schulische Infrastruktur noch nicht über ein flächendeckendes Wlan verfügt. Mit der Präsentationssoftware lassen sich neben Präsentationen auch Schaubilder erstellen und Templates bearbeiten. Je nach Kenntnisstand der Schüler*innen ist hierfür eine kurze Einführung nötig, um zu zeigen, wie man mit der Software arbeitet, zeichnet und Bilder einfügen kann.

In der schulischen Praxis war es einmal die Aufgabe, ein Schaubild zur Industrialisierung (Blogpost) zu entwerfen, welches mit Keynote gezeichnet wurde sowie eine Netflix-Serie zur Berliner Mauer (Blogpost) mit Hilfe eines Templates zu entwicklen. Bei beiden Aufgabenstellungen gab es keinerlei Probleme von Seiten der Schülerinnen in der technischen Umsetzung der Aufgabenstellung. Im Gegenteil wurde positiv zurückgemeldet, dass die Arbeit sehr viel Freude bereitet und zeitgemäß ist. Die Schüler*innen erhielten ein Endprodukt, auf welches sie stolz waren und welche ich anschließend mit einem vorher kommunizierten und besprochenen Bewertungsraster benotet habe. Die Freude über das eigene Produkt zeigte sich insbesondere darin, dass die Mädels darauf bestanden, dass ich ihnen alle Produkte zugänglich mache und auf unserer Lernplattform hochlade.

BookCreator

Ein weiteres tolles Tool für das Durchführen von zeitgemäßen Prüfungsformaten ist der BookCreator, welcher sowohl als App sowie als Anwendung im Browser genutzt werden kann. Je nach Bedarf und angestrebte Nutzung reicht die kostenlose Version aus. Ich selbst habe bisher auch nur die kostenfreie Version im Unterricht eingesetzt. Bei der Anwendung können die Schüler*innen kollaborativ oder alleine eBooks erstellen, welche anschließend von ihren Klassenkamerad*innen angeschaut werden können. Die Handhabung und der Umgang mit der Anwendung sind sehr intuitiv und die Schüler*innen erhalten über den Lehreraccount einen eigenen Account, ohne sich direkt bei der Anwendung registrieren zu müssen. Eingesetzt habe ich das Tool insbesondere zur Erarbeitung im Unterricht (Blogpost). Den Schüler*innen hat insbesondere das eigenständig arbeiten und das Umgehen von Lehrläufen im Unterricht gefallen. Die Bewertungskriterien für die eBooks habe ich gemeinsam mit den Schülerinnen im Unterricht erarbeitet, während sie in einer Testphase bereits erste Erfahrungen mit dem Tool gesammelt haben. Somit waren die Bewertungskriterien für alle verständlich und absolut transparent.

Anchor (Alternative GarageBand)

Podcast sind seit einigen Jahren voll im Trend und auch ich höre gerne Podcasts beim Joggen oder auf dem Weg zur Arbeit. Während Björn im Unterricht einen Podcast mit Anchor aufgenommen hat, habe ich mit GarageBand gearbeitet. Gute Erfahrungen haben wir mit beiden Tools gemacht, wobei Anchor etwas intuitiver ist als GarageBand und aus diesem Grund hier im Fokus stehen soll. Anchor als Anwendung wurde direkt für die Aufnahme von Podcasts konzipiert und kann sowohl kostenlos als App als auch im Browser genutzt werden. Mit dem Tool ist es möglich, innerhalb von wenigen Sekunden eine Aufnahme zu starten und diese mit Musik zu untermalen. Hierfür bietet die Anwendung eine große Auswahl an Möglichkeiten zur akustischen Untermalung. Björn hat Anchor im Unterricht zur kreativen Erarbeitung von eher trockenen Theorien (Blogpost) eingesetzt, während bei mir die Erarbeitung primär im Vordergrund stand. In Gruppen haben die einzelnen Schüler*innen ihre Aufnahmen getätigt und anschließend ihre Ergebnisse abgeben, welche im Plenum angehört wurden. Eine Bewertung fand wiederum mit Hilfe der bekannten Rubriken statt, wobei die Schüler*innen hierbei im Voraus eigenen Kriterien festlegen durften, an welche sie sich anschließend auch zu halten hatten. Die Schüler*innen von Björn meldeten bei dieser Methode zurück, dass sie es sehr motivierend fanden, die Definitionen auf diese Weise zu lernen. Zumal sie es auch zurückmeldeten, dass die eigene Formulieren einer Definition dazu geführt hat, dass sie sich wesentlich genauer mit dieser auseinandersetzen mussten. Einige hatten auch noch ein wenig Musik etc. in ihre Produkte eingearbeitet, was ebenfalls positiv angemerkt wurde… und auch ganz gut klang. Bei mir im Unterricht wurde zudem durch die musikalische Untermalung eine Struktur im Podcast geschaffen, um beispielsweise aufzuzeigen, dass nun die Definition eines Fachwortes erfolgt.

Flyer zum Abspeichern

Für die Weitergabe via Mail sind alle QR-Codes auf dem Flyer interaktiv. Das Material wurde mit canva.com erstellt und unterliegt deren Lizenzbestimmungen. Lediglich der Inhalt & Idee stehen unter folgender Lizenz: Lizenz CC BY(-SA) 4.0.

Greenscreen: In drei Schritten zum fertigen Video

Apps/Programme

Für das Pädagogik-Seminar einer Freundin durften Björn und ich das Twitterlehrerzimmer vorstellen. Um Grafiken möglichst schön einzubinden, haben wir mit dem iPad und der kostenlosen Greenscreen-Funktion von iMovie gearbeitet. Im Unterricht nutzen meine Mädels beispielsweise diese Technologie, um historische Settings oder Fernsehsendungen authentisch nachzustellen.

Die Vorbereitung

Im Zentrum des Ergebnisses steht die Person und dessen Botschaft, welche durch den eingefügten Hintergrund unterstrichen werden soll. Um den Effekt möglichst authentisch bewerkstelligen zu können sind verschiedene Faktoren zu beachten. Das schönste Ergebnis erzielt man sicherlich mit einem Greenscreen, welcher in verschiedenen Preiskategorien angeboten wird. In der Schule haben wir tatsächlich einen, privat nicht. Als Alternative bietet sich eine grüne oder weiße Wand ohne merkliche Sonneneinstrahlung an. Mit der grünen Wand wird das Ergebnis authentischer als mit der weißen Wand, aber dennoch kann es sich sehen lassen.

1. Die Aufnahme

Zu Beginn des Entstehungsprozesses steht die Aufnahme des Videos. Diese habe ich vor einer grünen Wand eingesprochen. Je nach Hintergrund müsst ihr euch an dieser Stelle bereits überlegen, wie ihr euch für die Aufnahme platziert. In meinem Fall sollte auf der linken Seite des Logo des Blogs später eingefügt werden.

2. Erstellen des Hintergrunds

Nach dem Fertigstellen der Aufnahme habe ich unter „Fotos“ auf meinem iPad die Länge der jeweiligen Clips eingesehen und diese anschließend an meinen gewünschten Hintergrund angepasst.

So erspart man sich in iMovie unnötiges Schneiden und kann den Clip sofort passend auf den gewünschten Hintergrund – hier erstellt mit Canva – legen. Nach dem Einstellen der einzelnen Szenen lädt man das Produkt nun als Video auf das iPad.

3. Zusammenführen von Video und Hintergrund

Im nächsten Schritt beginnt die eigentliche Arbeit mit iMovie. In einem neuen Film fügt man zuerst den gewünschten Hintergrund ein. Hierfür wählt man diesen auf der rechten Seite unter „Medien“ an, tippt auf diesen und fügt ihn mit dem Plus-Symbol hinzu.

Im nächsten Schritt wird nun das Video mit dem Sprecher*in eingefügt. Man geht ebenso wie beim Hintergrund vor, aber klickt nun nicht auf das „Plus“, sondern die drei Punkte. Nun erscheint ein neues Feld, bei welchem nun „Green-/Bluescreen“ ausgewählt wird.

Das Video erscheint nun unten in der Leiste sowie auf dem Vorschaubild. Mit Doppelklick auf das Vorschaubild wird nun der Hintergrund entfernt und kann mit dem Werkzeug noch angepasst werden. Ich habe beispielsweise den Ausschnitt mit mir etwas kleiner gestellt, um die Steckdosen am linken Rand zu verdecken.

Der grüne Hintergrund wurde nun mit iMovie vollständig entfernt und durch meine weiße Vorlage ersetzt.

4. Fertigstellen

Nachdem das Video nun bearbeitet und fertiggestellt wurde, kann es gespeichert und anschließend exportiert werden.