Tutory vs. Worksheet Crafter

Apps/Programme, Arbeitsblätter

Auf einer Fortbildung wurde ich vor einiger Zeit gefragt, was denn der Unterschied von Tutory und Worksheet Crafter sei. Damals musste ich ehrlich gesagt, passen und habe die Zeit nun genutzt, um mir den Worksheet Crafter einmal genau anzuschauen.

Tutory, aber auch der Worksheet Crafter sind beides Tools, welchen insbesondere Lehrkräfte bei der Erstellung von Arbeitsblättern unterstützen möchten. Während Tutory im Browser läuft, ist der Worksheet Crafter eine Desktopanwendung, welche man sich aus dem Internet für Windows oder Mac herunterlädt. Somit ist die Anwendung auch offline oder bei schlechtem Internet nutzbar. Tutory hat dagegen als browserbasiertes Tool den Vorteil, dass ich von überall auf meinen Account zugreifen kann, aber nicht die Sicherung des Materials auf dem PC habe. Bei Unternehmen sind ein Sozialunternehmen mit Sitz in Deutschland und somit nicht auf die Maximierung von Gewinn ausgerichtet.

Während Tutory eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktion anbietet, kann man beim Worksheet Crafter die Anwendung lediglich zwei Wochen lang kostenlos testen. Ansonsten kostet die Einzellizenz für Lehrkräfte 59,90€ im Jahr. Tutory dagegen bietet ein Zwei-Stufen-Modell an: Die in meinen Augen ausreichende Basis-Version kostet 29,90€ im Jahr, während die Premium-Version ebenfalls mit 59,90€ zu Buche schlägt. Für Student*innen und Referendar*innen gibt es die bei beiden Anwendungen die Möglichkeit eines Rabattes auf den Vollkostenpreis.

In der Art der Benutzeroberfläche sind beide Anwendungen sich sehr ähnlich. Bei beiden Anwendungen findet sich in der Kopfzeile die Formatierung, während sich die einzelnen Bausteine, mit welchen man sein Arbeitsblatt auf der linken Seite befinden.

Während bei den Bausteinen von Tutory ein bunter Mix aus Lückentext, Suchsel, Sortieraufgaben etc. im Fokus steht, finden sich beim Worksheet Crafter primär Bausteine aus beim primären Bereich der Mathematik sowie des Faches Deutsch mit Möglichkeit zur Trennung der Silben. Lediglich zwei Worträtsel sind hier vorhanden. Ansonsten gibt es hier eine Reihe von Symbolen, wie Sprechblasen, Kreise und Pfeile, welche ich diesem Umfang nicht so übersichtlich in den Bausteinen von Tutory vorhanden sind. Dagegen konnte ich Bausteine zur Benotung beim Worksheet Crafter nicht finden. Das Ziehen der Bausteine auf ein Arbeitsblatt und somit das Erstellen von Aufgaben hat bei beiden Anwendungen keine Probleme bereitet.

Möchte man einzelne Bausteine modifizieren, kann man dies bei beiden Anwendungen mit einem Klick auf den jeweiligen Bausteine machen. Auf der rechten Seite öffnet sich anschließend das entsprechende Menü zur Bearbeitung der einzelnen Items.

Bei beiden Anwendungen gibt es neben dem analogen Arbeitsblatt auch die Möglichkeit, dieses in ein interaktives Blatt umzuwandeln. Während man bei Tutory das Arbeitsblatt mit einem Button in ein digitales Arbeitsblatt umwandelt, muss man beim Worksheet Crafter dieses in den Einstellungen angeben und das Arbeitsblatt wird in der Größe für die Anwendung am Tablet optimiert. Anschließend kann man dies via QR-Code und der entsprechenden App auf dem Tablet nutzen. Bei Tutory dagegen erhält man eine HTML-Datei, welche in der Darstellung am iPad problemlos funktioniert, aber der Worksheed Crafter ist hierbei wesentlich handlicher und einfach zu bedienen.

Nach dem Laden bzw. Öffnen des interaktiven Blattes kann man seine Lösung eingeben und sich anschließend selbst kontrollieren. Dies funktioniert bei beiden Anwendungen problemlos.

Persönlich muss ich sagen, dass ich die digitale Lösung von Worksheet Crafter sehr gut finde. Insbesondere die Darstellung und Optimierung für das iPad ist super.

Der ein oder anderen ist sicherlich beim Lesen schon das große Manko der beiden Anwendungen aufgefallen: Tutory ist von seinen Übungen für die Sek. I-II konzipiert, der Worksheet Crafter eignet sich in meinen Augen eher für den Primärbereich. Tutory nutze ich seit Jahren selbst im Unterricht und kann es sehr empfehlen. Es spart aufgrund seinen Baukastensystems sehr viel Zeit. Hier habe ich bereits ausführlich dazu berichtet. Beim Worksheet Crafter hat mich dagegen die digitale Möglichkeit sehr begeistert. Das fehlt mir bei Tutory noch. Da ich für den Worksheet Crafter die falsche Zielgruppe darstelle, habe ich einmal nach euren Erfahrungen zum Tool gefragt: Auf Instagram wurde mir berichtet, dass die Anwendung eine super Unterstützung für den Unterrichtsalltag ist und insbesondere die digitalen Möglichkeiten punkten.

Argumentationswippe: Digital und visuell Argumentieren

Geschichte, digital, Neuzeit, kritischer Umgang, Apps/Programme

Wie bereits in meinem letzten Beitrag (hier) angesprochen, haben meine Mädels selbstständig im Unterricht eine Lernlandkarte mit der Fragestellung „Keine Chance für die Demokratie“ bearbeitet. Zum Abschluss der Sequenz stand die Diskussion der Forschungsfrage im Raum.

Die Argumentationswippe

Im neuen Schulbuch von C.C.Buchner sah ich zufällig als Abschluss der Reihe eine Waage, auf welcher die verschiedenen Stationen der Weimarer Republik aufgelistet waren. Mir kam der Gedanke, das selbst mit den Mädels zu machen und die Lösung zu diskutieren, empfand ein Arbeiten mit Karten und Magneten an der Tafel allerdings als wenig anschaulich. Im #twlz habe ich von Katha Mowitz den Tipp zur Argumentationswippe bekommen und die Anwendung auch gleich getestet.

Das Tool kann kostenlos und ohne Anmeldung am PC oder Tablet genutzt werden. Für die Verwendung am Tablet ist es nützlich zu wissen, dass man die Argumente mit Hilfe des kleinen Pfeils auf der rechten Seite der Karte ziehen kann. Am PC ist es dagegen problemlos mit Drag and Drop möglich. Für den Einsatz in der Schule habe ich die Argumente für die Waage bereits vorbereitet und sie exportiert. Via TaskCards konnte die Mädels die Datei mit den Argumenten hochladen und die Waage beladen. Bei manchen Geräten hat der Import nicht ganz funktioniert und sie haben selbst Argumente gebildet. Die Waage galt es in Partnerarbeit zu beladen und anschließend das Ergebnis zur Diskussion auf der Klassen-TaskCard hochzuladen.

Durchführung

Die Mädels haben nun in ihrer Kleingruppe – wahlweise nur rechts und links, aber auch differenziert – Argumente bzw. Ereignisse auf die Seiten der Waage gelegt, welche dafür gesorgt haben, dass die Demokratie eine Chance hatte und welche der jungen Weimarer Republik eher geschadet haben. Bei Differenzierung kamen die stärksten Argumente jeweils an den Rand der Wippe und wurden zur Mitte hin schwächer.

Anschließend wurde ein Screenshot der Waage angefertigt und die Ergebnisse zur gemeinsamen Diskussion auf die TaskCard hochgeladen, um die Fragestellung abschließend zu beantworten und die Sequenz abzuschließen.

Update

In der Parallelklasse habe ich die Wippe im Unterrichtsgespräch getestet und hierbei kam eine schöne Diskussion zu Stande, bei welcher die Mädels eigenständig Argumente überlegt haben.

Fazit

Mir gefällt das Tool zum Sammeln und Gewichten von Argumenten sehr und es bietet eine gute Grundlage als auch Hilfestellung zur Durchführung von Diskussionen.

[the monthly dose] Eure liebsten Tools

Apps/Programme, digital

Heute startet unsere neue Reihe „the monthly dose“ in Kooperation mit FindMyTool. Jeden ersten Sonntag im Monat stellen wir euch eine kleine Dosis an digitalen Tools unter einem bestimmten Motto für euren Unterricht vor. Wir, Björn und ich, zeigen euch im Rahmen dieser Kooperation, wie ihr die Tools in eurem Unterricht einsetzen könnt, während Deborah von FindMyTool euch eine kurze Übersicht mit allen wichtigen Fakten zu den Tools zur Verfügung stellt. Am Ende des Posts findet ihr zudem einen kleinen Flyer mit allen wichtigen Infos für euer Kollegium, die Pinnwand im Lehrerzimmer oder das Studienseminar.

Zu Beginn der Reihe und um den kooperativen Gedanken von FindMyTool aufzugreifen, haben wir auf Twitter nach euren liebsten Tools gefragt. Im folgenden stellen wir euch eure drei Favoriten einmal vor. Viel Spaß dabei!

TaskCards

Während Björn aufgrund seines Abos noch relativ lange an Padlet gefesselt war, arbeite ich quasi seit der Gründung von TaskCards mit der digitalen Pinnwand. Mittlerweile ist sie nicht mehr aus meinem Unterricht wegzudenken. Jede Klasse besitzt eine eigene Pinnwand, auf welchen ich ihnen Material zur Verfügung stellen kann oder sie Ergebnis einer Bearbeitung hochladen, um dieses anschließend zu kommentieren. Aber auch das Erstellen von Zeitstrahlen und MindMaps ist mit der Anwendung möglich. Durch die Synchronisation in Echtzeit werden alle Beiträge sofort auf die Pinnwand projektiert und niemand ist zeitverzögert. Zudem schätze ich es sehr, dass man bei den einzelnen Pinnwänden Spalten ausblenden kann. Somit kann ich den Inhalt für meine Mädels vorbereiten, aber sie können diesen noch nicht sofort einsehen. Auch ist es möglich, einzelne Spalten nur zum Anschauen und nicht zum Bearbeiten zur Verfügung zu stellen. Insbesondere bei Gruppenarbeiten kommen so die Arbeitsanweisungen nicht durcheinander, wenn die Mädels unabsichtlich die Spalten verschieben oder eigene Einträge an falscher Stelle vornehmen.

Mittlerweile plane ich sogar meinen Unterricht (mehr dazu hier) mit TaskCards und empfinde das Tool als eine große Bereicherung für meinen Unterricht. Viele KMZ stellen ihren Lehrkräften mittlerweile auch eine kostenlose Lizenz zur Verfügung und ermöglichen so ein kostenlosen Arbeiten mit der DSGVO-konformen Pinnwand.

LearningApps

LearningApps ist, unter uns gesagt, Björn absolutes Lieblingstool. Ich persönlich nutze in der Regel aufgrund von mebis eher H5P, kann aber die Begeisterung für LearningApps absolut nachvollziehen. Mit dem Tool kann man kleine Mini-Games jeglicher Art erstellen, welche die Antworten der Schüler*innen automatisch kontrollieren. Sei dies das Arbeiten mit Hotspots, Sortieraufgaben oder einem Lückentext. Für jeden Wunsch hat das Tool eine passende Anwendung parat. Es ist sogar möglich, ein digitales Galgenmännchen zu spielen. Neben den zahlreichen Möglichkeiten schätze ich an LearningApps zudem die große Auswahl an bereits vorhandenen Apps von anderen Lehrkräften. Oftmals finden sich hier sogar Aufgaben für einzelne Lateinlektionen zum passenden Buch und Bundesland. Benötige ich einmal schnell eine kleine Übung, Wiederholung oder Auflockerung im Unterricht, greife ich gerne auf die große Sammlung zurück, da man in der Regel immer etwas passendes findet.

Neben dem eigenen Erstellen von Apps als Lehrkraft ist es mit der DSGVO-konformen Anwendung zudem möglich, die eigenen Schüler*innen kleine Mini-Games erstellen zu lassen. Hierfür benötigen diese keinen eigenen Account, sondern können über den kostenlosen Account der Lehrkraft eingeladen werden. Björn hat das Vorgehen im letzten Post (hier) ausführlich erläutert.

Canva

Die Plattform für Grafikdesign ist wohl das Tools, auf welchem manche Lehrkräfte sehr viel Zeit am Tag verbringen könnten. Mich eingeschlossen😅 Mit Canva ist es möglich, Designprodukte jeglicher Art zu erstellen: Egal ob Arbeitsblätter, Präsentationen, Schaubilder etc. Jegliche Art von grafischer Darstellung kann mit Canva bewerkstelligt werden. Für das optische Layout stellt Canva dem Nutzer*in eine schier unendliche Auswahl an Grafiken, Fotos, Symbolen etc. zur Verfügung. Im Unterricht nutze ich die Plattform gerne für Arbeitsblätter, Präsentationen oder das Erstellen von Schaubildern. Letzteres habe ich sowohl schon in Kombination mit meinen Schülerinnen gemacht als auch diese alleine an einem Schaubild arbeiten lassen. Durch den kostenlosen eduAccount der Anwendung ist es möglich, Konten für die eigenen Schüler*innen zu erstellen, sodass diese gemeinsam an einem Projekt arbeiten können.

Zudem ist es möglich, kollaborativ an einem Projekt zu arbeiten oder bereits bestehende Vorlagen für sich selbst zu modifizieren. Björn und ich erstellen in der Regel unsere Präsentationen für Workshops über Canva, da dies der einfachste Weg für uns ist, gemeinsam an einer Präsentation von zwei verschiedenen Orten aus zu arbeiten.

Flyer zum Abspeichern

Für die Weitergabe via Mail sind alle QR-Codes auf dem Flyer interaktiv.

In 5 Schritten: SchülerInnen eigene Apps bei LearningApps erstellen lassen

Apps/Programme, digital, Methode, Quiz

Der Einsatz von LearningApps ist mittlerweile fester Bestandteil meines Unterrichts: Vor allem zur Wiederholung ober Übung setze ich die existierenden Apps gerne ein, um Ereignisse sortieren, Definitionen üben oder Vokabeln lernen zu lassen. Hierbei zeigt sich auch immer eine große Motivation und das Beherrschen der gerlernten Inhalte in den Leistungserhebungen. Insofern überlegte ich, ob es nicht mal spannend wäre, die SchülerInnen handlungsorientiert eigene Apps erstellen zu lassen. Immerhin bietet LearningApps mit der Option der Kollektion die Möglichkeit dazu, dass SchülerInnen dort ohne eigenen Account Apps erstellen und anschließend spielen können. Gedacht, getan wollte habe ich das ganze also ausprobiert und möchte zum einen darüber berichten, zum anderen euch aber zeigen, wie auch ihr diese Funktion im Unterricht nutzen könnt. Denn es sind im Prinzip nur 5 kleine Schritte, die zwischen euren SchülerInnen und tollen eigenen Apps stehen:

1. (Wenn noch nicht vorhanden): Erstellt einen kostenlosen Account auf der Seite LearningApps. Loggt euch dann mit eurem Account ein.

2. Klickt auf den Reiter „Kollektion erstellen“.

3. Klickt dort auf „Neue Kollektion erstellen“.

4. In dem folgenden Menü findet ihr verschiedene Optionen. Gebt eurer Kollektion zuerst einen Titel (z.B. Wiederholung Vokabeln Lektion 23). Die Funktionen „Apps nacheinander freischalten“ und „Arbeitsstand verfolgen“ sind optional. Wichtig ist das Häkchen bei der Option „Apps erstellen / hinzufügen erlauben“, denn nur, wenn ihr diese aktiviert habt, können die SchülerInnen problemlos eigene Apps hinzufügen. Ergänzt ggf. noch die weiteren Optionen und klickt dann unten rechts auf „Kollektion speichern“.

5. Jetzt müsstet ihr die folgende Oberfläche sehen:

Unter dieser Fläche findet ihr den Bereich „Kollektion verwenden“. Dort könnt ihr entweder den Link kopieren oder rechts den QR-Code verwenden, um eure SchülerInnen auf diese Oberfläche kommen zu lassen. Jetzt können mit einem Klick auf das Feld „App hinzufügen“ ganz einfach eigene Apps erstellt werden, welche dann auf der Oberfläche auftauchen. Bei meiner zwölften Klasse sah das ganze dann so aus:

Wie bereits erwähnt hat es meinen SchülerInnen nicht nur Spass gemacht, hier eigene Apps zu erstellen, sondern sie haben sich dabei auch vertieft mit dem Inhalt auseinander gesetzt. So mussten sie bevor sie eine Apps erstellen konnten wirklich erstmal schauen, welche Personen und Begriffe dieser Zeit wichtig waren, wann welche Ereignisse waren oder wie die einzelnen Begriffe zusammenhingen. Auf Basis dieser Ergebnisse konnten wir dann später vertiefter in den Stoff einsteigen. Das Erstellen eigener Apps ist also gerade in den AFB I und II eine tolle Möglichkeit, Stoff zu üben und zu wiederholen. Zudem bleibt diese Kollektion vorhanden, sofern sie nicht von Seiten der Lehrkraft aktiv gelöscht wird. Die SchülerInnen können diese also zur Vorbereitung auf die nächste Klausur nutzen, um Stoff zu wiederholen. Dabei kann die App in jedem Unterrichtsfach genutzt werden, denn eine Sache verbindet dann doch alle Fächer: Geübt werden muss überall!

Wie ich mit TaskCards meinen Unterricht plane.

Apps/Programme

Zu Beginn möchte ich sagen, dass sich dieses Modell für mich bewährt hat. Es muss aber nicht zu jedem passen und ist bestimmt nicht die perfekte Lösung. Mir persönlich hilft es meinen Unterricht in der Schule strukturiert zu halten und flexibel anzupassen. Das Modell dient damit insbesondere zur Planung des aktiven Unterrichts und stellt nicht meine Langzeitplanung dar.

Was ist TaskCards?

TaskCards ist eine DSGVO-konforme Anwendung aus Deutschland, mit welcher es möglich ist, digitale Pinnwände zu erstellen.

Die Struktur

Meine Planung erfolgt immer in Sequenzen. Da ich nur Einzelstunden habe, ist das für mich die beste Lösung. Für jede Sequenz lege ich eine Pinnwand an und übertrage in die einzelnen Spalten die jeweiligen Themenschwerpunkt für mich zur Orientierung. Für die bessere Strukturierung der einzelnen Spalten habe ich mir ein farbliches Schema überlegt:

  • orange: Kompetenzschwerpunkt
  • gelb: Verankerung im Lehrplan (LehrplanPlus Bayern)
  • weiß: Fragestellung, die in der Regel gemeinsam erarbeitet wird und anschließend mit der erarbeiteten Fragestellung ergänzt wird
  • grün: Einstieg
  • rot: Erarbeitung
  • pink: Vertiefung
  • grau: Abschluss und Beantworten der Forschungsfrage

Gemäß diesem Schema plane ich nun den Unterricht und füge alle Materialien, die ich für die Durchführung benötige in die TaskCards ein. Hierbei werden Seiten im Buch abfotografiert. Sollten wir einmal ein neues Buch bekommen, kann ich nämlich mit der Planung nichts mehr anfangen.

Einsatz im Unterricht

Vor jeder Stunde rufe ich am PC meine TaskCard auf und sehe ganz genau die einzelnen Schritte und Materialien, welche ich für den Unterricht benötige. Ich muss nicht mehr unnötig Links oder QR-Codes suchen, denn diese sind bereits in der Pinnwand verankert. Auch Aufgabenstellungen und Notizen habe ich mir bei den einzelnen Pins bereits im Vorfeld gemacht. Haben wir es im Unterricht einmal nicht geschafft, eine Stunde bzw. Einheit zu beenden, kann ich die entsprechenden Pins einfach in die Spalte der nächsten Stunde verschieben und hieraus den Einstieg gestalten bzw. mir Notizen in die entsprechende Spalte mit einem Hinweis hierzu machen. Im Anschluss werden diese wieder gelöscht.

Für mich hat sich dieses System bewahrt, denn es gibt mir Struktur und Sicherheit im Unterricht. Ich kann auf alle notwendigen Materialien zugreifen und verschwende mit ewigem Suchen keine Zeit. Zudem sind dort alle relevanten Materialien gesichert und schlummern nicht in zig Ordnern auf meinem PC oder im Regal, wo ich sie vielleicht eh nicht mehr finde. Arbeitsblätter, Materialien, Exen etc. befinden sich nun alle auf der entsprechenden Pinnwand und können so von mir bequem jederzeit und überall abgerufen werden.

[FindMyTool] Gemeinsam suchen, gemeinsam finden.

Apps/Programme

Björn und ich freuen uns riesig, heute die Kooperation mit Find My Tool bekanntgeben zu dürfen. Euch erwartet eine spannende Serie mit kreativen, innovativen, neuen und außergewöhnlichen Tools für euren Unterricht! Ihr kennt Find My Tool noch nicht? In diesem Blogpost werden sich die vier Köpfe hinter Find My Tool in zwei Minuten vorstellen.


Ein ganz herzliches Hallo allerseits! Wir von Find My Tool freuen uns riesig über das Angebot von Katharina & Björn dir heute unsere Plattform vorstellen zu dürfen. Wer und was wir sind erfährst du innerhalb von zwei Minuten Lesezeit. Wie lange du dann auf unserer Online-Toolsammlung find-my-tool.io verweilst und stöberst, bleibt ganz dir überlassen…

Aber spulen wir erst mal zurück zum Anfang,

was genau ist Find My Tool? Im Netz gibt es ja unglaublich viele tolle digitale Tools. Passend dazu gibt es auch unglaublich viele tolle Sammlungen von digitalen Tools. Das Problem ist dabei nur häufig, dass viele Sammlungen nicht aktualisiert oder umfassend genug sind. Das ist aber auch total verständlich, denn es entstehen immer mehr neue digitale Anwendungen und es scheint kein Ende in Sicht. Wie soll da eine einzelne Person, bestenfalls noch eine Lehrkraft, die tagtäglich im Klassenzimmer steht, auch den Überblick behalten oder selbst eine Sammlung kuratieren?

Genau das haben wir uns auch gedacht und deshalb eine kollaborative Sammlung ins Leben gerufen, die von der Schwarmintelligenz aller lebt. Getreu unserem Motto „Gemeinsam suchen, gemeinsam finden“, bietet dir find-my-tool.io einen Überblick über digitale Tools, Tipps und Tricks, die andere für dich gefunden haben. Das heißt, du musst gar nicht länger selbst suchen, denn alles liegt schon für dich bereit. Du kannst lediglich aus dem Sammel­surium auswählen, für welche Situation du ein Tool brauchst, und deine Zeit effektiv dafür nutzen, das Tool passgenau in deinen Unterricht zu integrieren.

Einblick in die große Bandbreite von Find My Tool

Ja, aber wie erweitert sich dann die Sammlung und bleibt aktuell?

Durch das Mitwirken aller. Sollte mal ein Link nicht mehr funktionieren oder ein Tool in der Sammlung fehlen, kannst du es ganz leicht via Mail an uns rückmelden und im Handumdrehen wird die Website aktua­lisiert. Dadurch haben alle von uns minimalen Aufwand und gleichzeitig den größt­möglichen Nutzen. Genial!

Und zum Abschluss noch eine kurze Frage, kennst du das Akronym von TEAM? Toll, ein anderer macht’s? Oft wird das negativ konnotiert, aber wir sehen das eigentlich ganz anders. Denn ist es nicht genau das was wir brauchen? Wäre es bei dieser Vielzahl an digitalen Tools, nicht wirklich toll, wenn’s ein anderer macht (oder viele andere gemeinsam)? Wäre es nicht super, wenn wir nicht immer alles alleine suchen müssten, sondern es schon jemand für uns gefunden hätte? Ja, sehen wir ganz genauso! Deshalb besuche uns gern auf find-my-tool.io (oder auf Twitter @FindMyTool), erzähle anderen von uns & noch viel wichtiger: werde Teil der Community!

Wir freuen uns auf dich,

Flo, Max, Philipp & Deborah

PS: Tools allein sind ja schön und gut, aber wie genau kann man sie denn nun im Unterricht sinnvoll einsetzen? Nicht umsonst sind Katharina & Björn Expert*innen in diesem Bereich! Ihr dürft gespannt sein, was die Kooperation von Find My Tool mit den beiden noch so mit sich bringt!

Quiz-Apps im Unterricht: Kahoot vs QuizAcademy

Apps/Programme, digital, Quiz

Schon seit meiner Jugend bin ich einer großer Freund von Quizshows. Insofern ist es natürlich praktisch, dass es heutzutage auch Möglichkeiten gibt, eine „Quizshow“ via App digital ins Klassenzimmer zu holen. Denn zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass auch die heutigen SchülerInnen großen Spass dann haben, in Wissensfragen miteinander zu wetteifern. So kann darüber Wissen abgefragt, sortiert oder einfach wiederholt werden. Gerade für die einfachen Anforderungsbereiche bereichern Quiz-Apps den Unterricht sehr.

Bei den Planungen, eine digitale Quizshow, an welcher sich jeder beteiligen kann, im Unterricht einzusetzen, stellt sich natürlich die Frage, welche App sich dafür am besten eignet. Da es hier relativ viele Apps gibt, möchte ich euch heute zwei etwas genauer vorstellen und einmal in drei Kategorien miteinander vergleichen: Kahoot und QuizAcademy. Beide habe ich schon mehrfach im Unterricht benutzt und mit einer kritischen Fachjury (= meine SchülerInnen) besprochen. Insofern könnt ihr euch jetzt auf einen spannenden Vergleich freuen, gleichzeitig aber auch gerne eure Lieblings-App vorstellen: Womit setzt ihr digitale Quizze um?

Im Schulkontext ist es meistens sehr wichtig, dass Apps auch „datenschutzkonform“ sind. Sprich: Man sollte SchülerInnen keine Apps nutzen lassen, wo sie ihre Daten z.B. an ein Unternehmen in Singapur weitersenden. Dasselbe gilt natürlich auch für Quiz-Apps, weshalb es mir wichtg ist, dass ich nur Apps nutze, bei welchen sich SchülerInnen nicht anmelden müssen und die Daten eben nicht gespeichert werden. Kahoot! wurde im Jahr 2013 in Norwegen gegründet und hat dort nach wie vor seinen Hauptsitz. Das Grundprinzip dieser App ist, dass die Lehrkraft ein Quiz erstellt, bei welchem die SchülerInnen ohne einen Account teilnehmen können. Eine Anmeldung ist hier für die SchülerInnen nicht nötig, für die Lehrkraft beim Erstellen eigener Quizzes aber schon. In Bezug auf die Speicherung der Daten schreibt Kahoot von sich selbst, dass es die seit 2018 in der EU gültige Europäische Datenschutz-Grundverordnung einhalte. Selbst wenn es dazu komme, dass Daten in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes übermittelt werden, ergreife Kahoot angemessene Schutzmaßnahmen: So werden keine Kennnummern übermittelt, durch welche auf die NutzerInnen rückgeschlossen werden könnte. Allerdings werden die anonymen Daten manchmal zu Analysezwecken genutzt. Das Online-Portal mobilsicher kritisiert weiterhin, dass dies nicht für Lehrkräfte gelte, welche Kahoot über ein Android-Gerät nutzen würden. Insofern rät es hier von der Nutzung ab, bewertet die App ansonsten aber als „akzeptabel“ in Bezug auf den Datenschutz.

QuizAcademy wurde im Jahr 2015 in Deutschland aus dem Umfeld der Universität Potsdam und dem Hasso Plattner Institut gegründet. Die Server der App stehen hier in Deutschland. Ähnlich wie bei Kahoot müssen sich die SchülerInnen nicht anmelden, lediglich die Lehrkraft muss einen Account erstellen, um eigene Quizzes erstellen zu können. In dieses können die SchülerInnen dann via QR-Code oder Codewort mit einem selbst gewählten Nickname beitreten. Positiv ist weiterhin, dass QuizAcademy zum einen klar nennt, welche Dienstleister bei der Datenverarbeitug in Anspruch genommen werden, zum anderen aber auch sagt, dass sie keine Daten von nicht-registrierten SpielerInnen weitergeben. Lediglich von registrierten UserInnen könnten Daten zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Insofern ist die App für SchülerInnen, welche sich nicht registrieren müssen, ziemlich unbedenklich und auch für Lehrkräfte abgesehen von der möglichen Verwendung zu gewerblichen Zwecken wenig bedenklich.

Insofern sind beide Apps datenschutzkonfrom nutzbar, wobei QuizAcademy mit den Daten noch einmal sicherer als Kahoot! umgeht. Daher geht der Punkt in dieser Kategorie an QuizAcademy.


In Bezug auf die Bedienung zeigt sich, dass Kahoot! hier relativ einfach gestaltet ist. Nachdem die Lehrkraft einen kostenlosen Account erstellt hat, kann sie sofort ein eigenes Quiz erstellen. Weiterhin kann sie aus bereits bestehenden Quizzes auswählen, um diese spielen zu können. Wenn sie ein eigenes Quiz erstellt, stehen ihr in der kostenlosen Variante verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Multiple Choice-Fragen mit bis zu 4 Antwortmögichkeiten und Wahr/Falsch-Fragen. Weitere Fragetypen wie z.B. das Puzzle stehen nur in der kostenpflichtigen Premium-Variante zur Verfügung. Trotzdem kann man auch in der kostenlosen Variante ausführliche Quizzes für die Lerngruppe erstellen. Die SchülerInnen können dem Quiz via Code oder QR-Code beitreten und lesen dann die Fragen auf der Smartboard, während sie auf der App je nach Farbe die richtige Antwort eintippen. Bei Kahoot! werden die Punkte nach Schnelligkeit und Richtigkeit verteilt, wer also schnell die richtige Antwort gedrückt hat, bekommt auch mehr Punkte. Wer dagegen eine falsche Antwort antippt, bekommt gar keinen Punkte, unabhängig von der Geschwindigkeit. Insofern belohnt das Spiel sowohl Wissen als auch Schnelligkeit in einer angenehmen Mischung. Den SchülerInnen macht es auf jeden Spass und sie sehen schnell, dass gründliches Lesen hier wichtiger als schnelles Antippen ist. Auch die Rückmeldung zeigte, dass sie immer sehr viel Spass am Spielen haben.

QuizAcademy ist vom Aufbau her gar nicht so unterschiedlich zu Kahoot!: Auch hier kann die Lehrkraft relativ einfach Fragen erstellen, welche entweder Multiple Choice, Single Choice oder Wahr/Falsch-Fragen sind. So baut sich die Lehrkraft ein Quiz zusammen, in welchem die Fragen dann nacheinander „abgearbeitet“ werden. Im Gegensatz zu Kahoot! sehen die SchülerInnen die Fragen hier allerdings komplett auf dem eigenen Endgerät, sodass ein Blick auf das Smartboard vorne nicht notwendig ist. Etwas fummelig ist hier, dass die SchülerInnen ihre Antwort noch bestätigen müssen, was auf der anderen Seite praktischerweise dafür sorgt, dass man sich nicht mehr „vertippt“. Auch hier müssen die SchülerInnen keinen Account erstellen, sondern treten dem Spiel via QR-Code oder Codeeingabe mit einem eigenen Nickname bei. Anders als bei Kahoot! trennt Quizacademy die Punkte und die Zeit der Eingabe: Hier werden keine Punkte gegeben, sondern das Spiel bewertet den Sieger am Ende aus der Anzahl an richtigen Antworten, während die Eingabezeit lediglich angegeben wird. Schnell richtig antworten bringt im Gegensatz zu Kahoot! also keinen Vorteil, was gerade leistungsstärkere SchülerInnen kritisierten. Leistungsschwächere erfreuten sich dagegen, hier auch endlich eine „Chance“ zu haben. Generell war die Rückmeldung hier aber auch positiv.

Beide Apps überzeugen durch eine einfache Bedienung, viele Möglichkeiten zum Erstellen von Quizzes und ein nachvollziehbares Bewertungssystem. Auch wenn es hier kleine Unterschiede gibt, sehe ich hier keinen klaren Gewinner, weshalb beide Apps einen Punkt bekommen.


Kahoot! ist vom Design her eher bunt gestaltet. Der lilafarbene Grundton wird um die vier Farben der Antwortmöglichkeiten ergänzt (Rot, Gelb, Grün, Blau) und ergibt so ein stimmiges Gesamtbild. Kleine Animationen im Hintergrund runden das gute Design ab. Auch technisch erweist sich die App als durchaus stabil, lediglich kleine Aussetzer sorgen manchmal für Frust bei einzelnen SchülerInnen. Hier gibt es allerdings eine „ReJoin-Funktion“, sodass SchülerInnen trotz einer kurzen Trennung der Verbindung wieder in das laufende Spiel einsteigen können. Auch in Bezug auf die verschiedenen Geräte passt sich Kahoot! gut an und läuft auf Computern, Tablet oder dem SmartBoard gleichermaßen konstant. Dementsprechend positiv viel auch das Feedback meiner Lerngruppen aus, welche Kahoot! ein gutes und buntes Design zusprachen.

QuizAcademy ist von seinem Aufbau her wesentlich nüchterner aufgebaut. Die vorherrschenden Farben sind grün und weiß. Das sorgt dafür, dass die einzelnen Menüpunkte durch das gleiche Design gerade auf dem Dashboard etwas unübersichtlich erscheinen. Auch beim Erstellen selbst erinnert das Design mehr an eine Art Excel-Tabelle, was aber für das eigentliche Erstellen nicht unpraktisch ist. Rein technisch gesehen funktioniert die App soweit, auch wenn es beim Spielen hier teilweise größere Probleme gab. So wurden bei einzelnen SchülerInnen Fragen nicht angezeigt oder sie konnten den „Antwort bestätigen“-Button nicht drücken. Auch bei der Formatierung gab es bei einigen Geräten Probleme. So überlagerten sich bestimmte Felder, was es nicht möglich machte, ein bestimmtes Feld anzuklicken. Es sei erwähnt, dass das lediglich Ausnahmen waren, die hier aber wesentlich häufiger als eben bei Kahoot! auftraten. Im Großen und Ganzen lief aber auch QuizAcademy stabil und die SchülerInnen hatten ihren Spass. Trotzdem häuften sich hier die Rückmeldungen bezüglich der kurzen technischen Probleme.

Da beide Apps grundsätzlich funktionieren, aber sowohl die Stabilität als auch die Optik bei Kahoot! überzeugender wirkten, erhält Kahoot! somit den letzten Punkt der Gesamtwertung in dieser Kategorie.


Am Ende steht ein aus meiner Sicht gerechtes Endergebnis von 2:2 zwischen Kahoot! und QuizAcademy. Beide Apps sind absolut empfehlenswert für den Einsatz im Unterricht und haben lediglich kleine Punkte, an welchen sie sich dann doch unterscheiden. Kahoot! überzeugt mit seinen schönen Optik, Stabilität und einem motivierenden Punktesystem, während QuizAcademy mit gutem Datenschutz, einem für leistungsschwächere SchülerInnen motivierenden Punktesystem und dem Verhindern des Vertippens. Zu Kahoot! sei noch gesagt, dass die Premium-Version weitere Funktionen bietet, aber ich wollte mich hier im Vergleich auf die Situation beschränken, die Apps in der kostenlosen Variante für den Einsatz in der Schule zu vergleichen. Hierbei überzeugen beide Apps, weshalb ich immer empfehlen würde, sie auch beide einmal auszuprobieren und ggf. zu schauen, was bei den eigenen Bedingungen (Technik, Lerngruppe etc.) besser geeignet ist. Das „geeignet“-Testsiegel bekommen aber beide, weshalb ich euch an dieser Stelle nur noch viel Spass beim Quizzen wünschen möchte. Denn dieser entsteht auf jeden Fall, egal, für welche dieser beiden Apps ihr euch entscheidet.

Sechs Möglichkeiten zum Freistellen von Bildern

Apps/Programme

Wer kennt ihn nicht, den lästigen Hintergrund. Sei es auf einem Foto, einem Screenshot oder auf einer anderen Art von Bild. Heute zeige ich euch verschiedene Möglichkeiten, wie du ganz einfach als Laie den Hintergrund entfernen kannst und nehme euch einmal mit durch meine Fotogalerie.

Scan Thing

Die Applikation für das digitale Endgerät gibt es in einer in der Anzahl an Anwendung pro Tag beschränkten kostenlosen und einen kostenpflichtigen Version zum Einmalpreis. Ich habe sie gekauft, da sie bei mir wirklich regelmäßig im Einsatz ist und ich keine Bearbeitungsgrenzen haben möchte. Mit der App kann man sowohl von bereits gemachten Bildern als auch aktuellen Aufnahmen den Hintergrund entfernen und das Ergebnis anschließend abspeichern. Zudem besteht neben den Bildern auch die Möglichkeit einen Text von einem Foto abzulesen und anschließend in ein Dokument zu kopieren.

Canva

Auch das beliebte Grafikprogramm bietet eine Möglichkeit zur Entfernung des Hintergrunds an. Mit der kostenlosen Version für Lehrkräfte kann das Tool kostenlos genutzt werden. Nachdem ich ein Bild bei Canva hochgeladen habe, kann ich über „Bild bearbeiten“ und anschließend „HG-Entferner“ diesen entfernen. Nun kann ich die freien Gebäude beispielsweise in ein Bergpanorma setzen.

Weitere Möglichkeiten

Für mich persönlich sind Scan Thing und Canva die bequemsten Optionen, welcher mitunter auch das beste Ergebnis liefern. Dennoch gibt es noch weitere Möglichkeiten.

Pages
PowerPoint
Gimp
Weitere online Tools

Zudem gibt es eine Reihe von Anwendungen im Browser wie CleanUp Pictures und Remove bg, welche blitzschnell den Hintergrund eines Fotos entfernen können.

Empfehlungen für Profis und Fortgeschrittene

Wer sich an den manchmal auftretenden kleinen Schönheitsfehlern beim Freistellen stört, kann hierbei auch gerne zum Profi-Werkzeug für ein korrekteres Ergebnis greifen. Auf Empfehlung von Susanne Alles wurden hier auf Facebook Affinity Photo (21,99€ in der iPad-Version) und Photoshop genannt.

Instagramposts im Latein- und Geschichtsunterricht

Apps/Programme, digital, Geschichte, Latein, Methode, Methodik

Mit meinen Schülerinnen arbeite ich gerne digital und setze digitale Tools im Unterricht ein. Neben den digitalen Kompetenzen erachte ich auch die Medienerziehung und den Umgang mit Social Media als eine wichtige Aufgabe, die es zu fördern gilt. Aus Gründen des Datenschutzes ist es nicht so einfach mit den gängigen Social Media-Plattformen wie Twitter, Snapchat & Co. im Unterricht zu arbeiten. Zwar ist ein Großteil der heutigen Schüler*innen auf den bereits genannten Plattformen angemeldet, allerdings dürfen sie ihre privaten Accounts nicht im Unterricht einsetzen. Abhilfe bietet hierbei die Plattform zeoob.com.

zeoob.com

Mit Hilfe der Anwendung ist es möglich, Social Media-Beiträge zu verfassen, ohne dass sich die Schüler*innen auf der jeweiligen Plattform anmelden müssen.

Möglichkeiten mit zeoob.com

Egal ob TikTok, Snapchat oder Instagram, die Anwendung bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Besonders beliebt ist bei meinen Schülerinnen Instagram, dessen Vorlage sie gerne einsetzen, wenn wir Social Media-Posts im Unterricht erstellen.

Einsatz im Geschichtsunterricht

Instagram setzte ich daher gerne ein, um einen historischen Aspekt darzustellen. Sei dies, aus heutiger Sicht oder aus zeithistorischer Perspektive. Erfahrungsgemäß tun sich die Schüler*innen, insbesondere die jüngeren Klassen, leichter, wenn sie einen historischen Aspekt aus heutiger Sicht darstellen sollen. In diesem Fall ist das Anforderungsniveau niedriger und sie müssen sich nicht in die Situation der Person hineinversetzen. Schwieriger wird die Aufgabenstellung, wenn der Post aus zeithistorischer Perspektive verfasst werden soll, wie im Beispiel zu sehen.

Die Schüler*innen müssen sich Gedanken über die Art der Artikulation der jeweiligen Person machen und ihren Charakter bestmöglich nachahmen. Hierfür ist eine hohe Transferleistung erforderlich, welche auch ein hohes zeithistorisches Verständnis voraussetzt. Die Schüler*innen lernen bei der Erstellung eines Instagramposts nicht nur ein hohes historisches Verständnis des jeweiligen Lerngegenstands, sondern auch den zeithistorischen Kontext genau zu untersuchen und zu verstehen. Die im Unterricht entstandenen Beiträge können anschließend auf einer digitalen Pinnwand gesammelt und gegenseitig kommentiert werden.

Einsatz im Lateinunterricht

Neben dem Geschichtsunterricht kann zeoob.com auch im Lateinunterricht eingesetzt werden. Hierbei bietet sich die Wiedergabe eines literarischen Inhalts mit Möglichkeit zu einem interpretatorischen Kommentar an, aber auch das Zusammenfassen eines Lektionstextes oder die Vorstellung eines Charakters oder Autors der lateinischen Welt.

Beim Erstellen des Posts wird von den Schüler*innen gefordert, die zentralen Inhalte knapp und prägnant zusammenzufassen. Hierfür ist es notwendig, dass sie den Text verstanden und in seinen Einzelheiten erfasst haben. Auch ein mögliches Streitgespräch in den Kommentaren, beispielsweise im Themenschwerpunkt „Philosophie“ ist möglich.

Thematisierung von Social Media und Fake News

Neben den fachlichen Inhalten bietet sich die Arbeit mit zeoob.com an, über Social Media und Fake News allgemein zu sprechen. Während der praktischen Anwendung sehen die Schüler*innen, wie leicht es ist, den Inhalt zu faken. Auch die Tatsache, dass die Welt von Instagram manchmal mehr Schein als Sein ist, sollte in meinen Augen thematisiert werden. Viele Jugendliche gehen viel zu leichtgläubig mit dem Thema um und glauben alles, was irgendwelche Stars und Influencer von sich geben.

[ZUMpad; mebis] Kollaborative Gruppenarbeit im Geschichtsunterricht

Apps/Programme, digital, Geschichte, Gruppenarbeit, mebis

Gruppenarbeiten sind aktuell im Unterricht mit ansteigenden Coronazahlen etwas problematisch. Als Lehrkräfte sind wir angehalten, die Sitzpläne der Klassen nicht durcheinanderzubringen, um eine rasche Verfolgung von Kontakten im Falle eines positiven Tests in der Klasse garantieren zu können. Somit bleibt quasi nur noch die Partner- oder Einzelarbeit übrig. Letzteres ist bei unseren SchülerInnen ja generell immer hoch im Kurs – nicht. Somit habe ich mich bei der Erarbeitung zu den Gründen der Entstehung des „Kalten Kriegs“ für eine Mischung aus Gruppen- und Partnerarbeit entschieden. Als Materialgrundlage habe ich eine Gruppenarbeit von eduki genommen sowie die Aufgabenstellung entfernt und eine Karikatur hinzugefügt. Selbstverständlich könnt ihr bei dieser Einheit auch auf die Texte in eurem Buch etc. zurückgreifen.

Die Erarbeitung

Die Gruppenarbeit bestand aus vier Gruppen, welche ich per Zufallsprinzip eingeteilt hatte. Hier könnt ihr einfach alle vier Blätter im Klassensatz als einen Stapel kopieren und erhaltet so beim Ausgeben eine zufällige Gruppeneinteilung. Die Schülerinnen haben nun in Einzelarbeit die Aufgaben bearbeitet und diese anschließend ihrer Sitznachbarin vorgestellt. Bei diesem Schritt wurde das erarbeitete Wissen im Dialog angewandt, Nachfragen wurden gestellt und somit das eben Gelernte nochmals beleuchtet und gefestigt. Anschließend ging es in die Gruppenarbeitsphase. Diese habe ich vom analogen in den digitalen Raum verlegt, um ein Durchmischen der Klasse zu verhindern. Mit Hilfe eines digitalen Dokuments (ZUMpad) haben die Schülerinnen nun nach der Präsentation ihrer Ergebnisse an die Partnerin selbstständig und kollaborativ die Gruppenarbeit vom Platz aus mit dem Handy oder Tablet erledigt.

Das ZUMpad bietet hierbei die Möglichkeit einzelne Passagen wieder herzustellen, sollten diese bei der Erarbeitung unabsichtlich gelöscht worden sein. Zudem kann das Ergebnis nach der Fertigstellung in diversen Formaten heruntergeladen werden. Auch können den einzelnen Autor*innen Namen gegeben werden, worauf ich aber verzichtet habe.

Die Sicherung

Nach dem Ende der Gruppenarbeit habe ich die einzelnen Gruppe in ein Word-Dokument übertragen, welches wir anschließend im Unterricht nochmals besprochen haben. Unbekannte und schwierige Begriffe haben wir hierbei sofort in unser Glossar bei mebis aufgenommen. Zu diesen Begriffen habe ich mit Hilfe der Funktion „Kurzlink“ einzelne QR-Codes erstellt.

Diese haben ich anschließend auf das Dokument mit der Sicherung der Arbeit gesetzt, um so eine Hilfestellung und Differenzierung beim Lernen zu gewährleisten.

Fazit

Sowohl die Schülerinnen als auch ich waren mit der Durchführung dieser Gruppenarbeit sehr zufrieden. Als Rückmeldung gaben Sie mir das Feedback, dass wir so etwas durchaus öfters machen können und sie es besonders toll fanden, dass so auch schwächere oder schüchterne Schülerinnen etwas beitragen können, die sich ansonsten nicht immer trauen, sich zu melden.