[Materialsammlung] AR & VR im Geschichtsunterricht

2.Weltkrieg, Apps/Programme, digital, Geschichte

Im heutigen Blogpost stellen wir euch unsere liebsten AR & VR Anwendungen für den Geschichtsunterricht vor. Aktuell arbeiten wir mit dem Merge Cube und der MauAR-App und die SchülerInnen sind sehr begeistert. Als technische Unterstützung nutzen wir iPads und teilweise den Beamer, um bei größeren Klassen die Anwendung an die Tafel projektieren zu kann, da teilweise das Internet sonst zu schwach wäre.

Merge Cube

Wie bereits in diesem Blogpost gezeigt wurde, kann man den Merge Cube selbst bespielen und variabel im Unterricht einsetzen. Apps wie Object Viewer bieten einem aber auch die Möglichkeit, Objekt durch den Würfel projektieren zu lassen, welche dann von allen Seiten betrachtet werden können. Insbesondere für die Weltkriege finden sich hier einige spannende Objekte.

WDR AR

Die App WDR VR stellt mit Hilfe von virtueller Realität Zeitzeugenberichte rund um den Zweiten Weltkrieg anschaulich dar. Durch diese Darstellungen werden die SchülerInnen gefesselt und verfolgen gespannt den Erläuterungen. Für den schulischen Einsatz gibt es zudem (hier) bereits ein ausführliches Arbeitsmaterial.

MauAr

Diese Anwendung befasst sich mit dem Bau der Mauer und holt diese direkt ins Klassenzimmer. In verschiedenen Episoden wird der Bau der Mauer und das Leben im geteilten Deutschland aus Sicht von Ost- und Westdeutschland dargestellt. Insbesondere durch die vielen Elemente, welche während der Anwendung zu entdecken sind, wird spannend aufgebaut.

Wer sich als Lehrkraft oder während einer Klassenfahrt in Berlin vor Ort befindet, kann die Mauer an den jeweiligen historischen Orten entstehen lassen und hautnah zum Beispiel den Protest der der DDR erleben. Ich hatte hierzu einmal die Möglichkeit und fand es sehr beeindruckend.

Die Entwicklung der amerikanischen Kolonien spielerisch „entdecken“ [deck.toys]

Apps/Programme, deck.toys, Geschichte, Neuzeit

Die Amerikanische Revolution ist nach wie vor ein Dauerbrenner in den Geschichtsbüchern- und Curricula. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf den Entwicklungen, welche die Konflikte zwischen dem britischen Parlament und den amerikanischen Kolonien, zum Thema haben, bis hin zur Unabhängigkeitserklärung am 04.07.1776. Doch bevor man sich mit diesen ganzen Konflikten beschäftigen kann, ist es natürlich notwendig, dass die SchülerInnen sehen, dass dieser Konflikt nicht einfach „da war“. Es ist unabdingbar, dass die SchülerInnen über die Vorgeschichte des Konflikts ausführlich informiert sind: Wie entstanden die Kolonien in Amerika? Wer siedelte sich dort an? Wie war das Verhältnis zwischen den Kolonien und dem „Mutterland“? Und welche Entwicklungen führen zu den ersten Konflikten, die sich 1765 mit der Einführung der Stempelsteuer entzündeten?

All diese Fragen müssen natürlich geklärt werden. Und um dies auf eine möglichst spannende, aber gleichzeitig auch informative Weise zu tun, habe ich ein neues deck.toys entwickelt, welches sich speziell mit diesen Entwicklungen beschäftigt. Hier geht es darum, dass die SchülerInnen die wichtigsten Entwicklungen der ersten Kolonien bis zum siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) spielerisch kennenlernen. Mit den unterschiedlichen Methoden, welche deck.toys anbietet (z.B. Quizzes, Sortieraufgaben, Wahr-oder-Falsch Fragen etc.), ist so ein methodisch abwechslungsreiches Abenteuer entstanden, welches den oben angesprochenen Rahmen abdeckt.

Aufgabenbeispiel

Die letzte Station nach dem siebenjährigen Krieg fordert die SchülerInnen dann auf, sich Gedanken über die weitere Entwicklung der Kolonien zu machen. Dies kann als Überleitung zu den kommenden Stunden genutzt werden, in welcher die durch den siebenjährigen Krieg entstandenen Schulden als Aufhänger genutzt werden können, um die Einführung der Stempelsteuer zu thematisieren.

Das deck.toys zum eigenen Gebrauch findet ihr hier. Es kann über alle mobilen Endgeräte ohne Anmeldung direkt genutzt werden.

Workshop

Du hast Lust, selbst aktiv zu werden? Melde dich gerne zum kostenlosen Workshop am 01. Dezember hier an.

Digitale Tools für den Unterricht: Die Plattform LearnHip

Apps/Programme, digital, Latein

Heute möchte ich euch eine Plattform vorstellen, mit welchen ihr verschiedene kleine Apps und Spiele für den Unterricht erstellen könnt: LearnHip. Diese Seite ist eine englischsprache Website, welche ähnlich wie Learningapps oder Wordwall „Baukästen“ für verschiedene Apps zur Verfügung stellt. Diese können dann relativ einfach schnell erstellt und an den jeweiligen Unterricht angepasst werden. Weiterhin ist LearnHip kostenlos, es muss lediglich ein Account via Mail-Adresse erstellt werden.

Dabei ist die App sehr vielfältig aufgebaut: Zum einen gibt es die Klassiker, welche sich in ähnlicher Form auch auf anderen Plattformen durchaus wiederfinden: Multiple Choice-Fragen, Lückenfüller etc. Darüber hinaus bietet LearnHip aber auch weitere Funktionen: So gibt es z.B. eine App, in welcher Sätze miteinander verknüpft werden müssen. Dies kann für den Sprachunterricht genutzt werden, um z.B. passende Gliedsätze zuzuordnen. Praktischerweise bietet LearnHip für alle Apps auch eine Kontrollfunktion, sodass die Schüler*Innen am Ende immer selbst kontrollieren können, ob ihre Lösung richtig ist. Auch können Sätze durcheinander gebracht werden, sodass z.B. Satzglieder erst sortiert werden müssen, bevor ein Satz übersetzt werden kann. Im Folgenden habe ich einmal zwei Beispiele für den Lateinunterricht mitgebracht:

Sortieraufgabe

Hier geht es zum Beispiel: LearnHip: Sortiere die Relativsätze

Ordnen der Reihenfolge

Hier geht es zum Beispiel:LearnHip: Ordne die Satzglieder

Brettspiel

Wirklich besonders macht LearnHip aber seine Funktion, ein interaktives Brettspiel zu entwickeln. Hier kann mit ein paar wenigen Klicks ein kleines Brettspiel erstellt werden, bei welchen die Felder aus Fragen zu verschiedenen Unterrichtsthemen bestehen können. An einem Endgerät können bis zu 8 Spieler*Innen gemeinsam oder gegeneinander um den Sieg spielen. Auch hier folgt ein Beispiel aus dem Lateinunterricht.

Hier geht es zum Beispiel: Latein-Spiel

Sieben Möglichkeiten zum Generieren von Rätseln

Apps/Programme, digital, eduBreakout, escaperoom

Rätsel sind nicht nur eine Freude für Groß und Klein, sondern bieten auch viele Möglichkeiten für den Einsatz in der Schule wie beispielsweise einem eduBreakout. Heute möchte ich fünf Möglichkeiten zur Erstellung von Rätseln und Puzzles vorstellen.

MAKEAWORDSEARCH.NET

Die Anwendung Make Your Own Word Search ermöglicht die individuelle Gestaltung von Suchrätseln. Hierbei kann nicht nur entschieden werden, ich welche Richtungen nach einem Wort gesucht werden muss, sondern auch die Form des Suchspiels. Zudem werden die zu suchenden Wörter auf dem Rätsel angezeigt, was aber auch abgeschnitten werden kann.

das Erstellen eines Suchspiels
das Suchspiel

Mazebrite.com

Maze Brite ermöglicht die Erstellung eines Wortlabyrinths. Der Clou ist hierbei allerdings, dass Buchstaben in diesen verpackt werden können. Zudem kann das Rätsel mit und ohne Pfeile zur Hilfestellung ausgegeben werden.

Rätsel ohne Hilfestellung
Rätsel mit Hilfestellung
Lösung

mazes.angelika.me

Ebenfalls ein Labyrinth, allerdings ohne Text, dafür aber mit mehr Option zur Modifizierung, kann mit der Anwendung Mazes.Angelika erstellt werden. Hierbei können neben der Farbe auch Form und Radius ausgewählt werden.

Erstellung eines Labyrinths

puzzlemaker.discoveryeducation.com

Diese Anwendung ist ein bisschen der Allrounder unter den Tools, denn die Anwendung Puzzlemaker ermöglicht die Generierung einer großen Vielzahl von Puzzles und Rätseln.

Möglichkeiten der Generierung von Rätseln

Make Print Play

Quizdidaktik.de

Die Website bietet eine große Anzahl an Möglichkeiten zur Erstellung von Rätseln.

Die Anwendung ermöglicht es Wortsuchspiele und Scrambles zu generieren und sie anschließend als PDF herunterzuladen. Da es sich herbei um eine englischsprachige Anwendung handelt, funktionieren speziell deutsche Buchstaben wie ä und ö etc. nicht.

Peuzeul mit Genil.ly

Ein Peuzeul ist ein kleines Puzzle für die Anwendung Genial.ly. Probiert doch einmal im unterstehenden Beispiel die Schweine zu bewegen 🙂 Eine Anleitung auf französisch mit Vorlagen für die Anwendungen findet sich im unten befindlich Beispiel verlinkt oder kann hier abgerufen werden, während das Youtube-Video auf Englisch ist. Weitere Rätselmöglichkeiten für Genil.ly können zudem diesem Blogpost entnommen werden.

[Materialsammlung] Mini-Games & Quizze für den Unterricht

Apps/Programme, digital, Quiz

Nachdem ich euch im letzten Sonntagspost des Themenmonats spannende Games aus der analogen Spielewelt vorgestellt habe, geht es in diesem Post um digitale Tools und Anwendungen für den Unterricht. Doch zuerst ein kurzer Überblick.

Übersicht

Mini-GamesQuizzeSpielerische AnwendungenKlassenaccount
wisc-onlineeasy feedbackdeck.toysLearningApps
wordwallKahootgenial.lyLearningSnacks
H5PQuizAcadamyCo Spaces
LearningAppsQuizletClasscraft
LearningSnacksplayfactileostellus.schule

Mini-Games

wisc-online

Bei wisc-online können fachliche Inhalte spielerisch aufbereitet werden. Zudem werden die SchülerInnen für einen Highscore motiviert. Gelungen finde ich bei dieser Anwendung zudem, dass man viele Spiele im Partner- oder Gruppenmodus spielen kann und somit reale Spielebedingungen schaffen kann.

wordwall

Die Anwendung Wordwall bietet die Möglichkeit der Erstellung von kleinen Minigames für den Unterricht. So wird nicht nur die intrinisiche Motivation der SchülerInnen anregt, sondern nebenbei auch die Wiederholung von Vokabeln gesichert. Dies geschieht zudem auf eine tolle spielerische Weise in einem superspannenden Setting.

H5P & LearningApps

Mit den Anwendungen H5P und LearningApps lassen sich eine Reihe kleiner Spiele, aber auch Anwendung wie Lückentexte, Suchspiele etc. generieren. Zudem ist es bei LearningApps möglich, dass die SchülerInnen mithilfe eines Klassenaccounts eigene Anwendungen erstellen, ohne dass diese sich vorher registrieren müssen.

LearningSnacks

Mit LearningSnacks ist es möglich, mit Hilfe eines fiktiven Dialogs eine Wissensabfrage durchzuführen. Hierbei können die SchülerInnen gegeneinander antreten und ihre Ergebnisse in einem Highscore einsehen. Auch bei dieser Anwendung ist die Einrichtung von Klassenaccounts für das eigene Erstellen von Anwendungen möglich.

Quizze

easy Feedback

easy feedback ist eigentlich ein Umfragetool, welches aber auch als Quiz abgewandelt werden kann. Das große Plus der Anwendung ist, dass sie datenschutzkonform ist.

Kahoot

Die Plattform Kahoot! bietet in einer kostenlosen Basis-Version verschiedene Quiz-Tools an, bei welchen die Möglichkeit besteht Multiple-Choice-Frage, Simple-Choice-Fragen und Ja-Nein-Fragen zu generieren. Durch die Weitergabe eines Codes zur Bearbeitung der Fragen ist es nicht nötig, dass die SuS sich auf der Plattform anmelden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fragen via Beamer an die Tafel zu werfen und das Smartphone als Antwort-Buzzer zu nutzen.

QuizAcadamy

QuizAcadamy ist ein für den Bildungskontext kostenlosen Tool, welches neben Quizze auch die Arbeit mit Karteikarten ermöglicht.

Quizlet

Quizlet ermöglicht das spielerische Wiederholen von Wissen und unterstützt die SchülerInnen hierbei beim Lernen von Vokabeln und inhaltlichen Schwerpunkten für eine Klausur.

playfactile

Mit play factile können ganz im Stile der beliebten Gameshow Jeopardy eigene Quizzes erstellt werden. Der Clou ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler hier ihre Fachgebiete selbst aussuchen und auch das Schwierigkeitsniveau selbst bestimmen können. Die Lehrkraft kann gezielt Fragen zum Wiederholen eines bestimmten Themenkomplexes stellen und so durch das gemeinsame Gespräch dieses Wissen absichern.

Spielerische Anwendungen

deck.toys

Lernen und Abenteuer gleichzeitig? Was beim ersten Hören eventuell nicht ganz zusammenpassend zu klingen scheint, wird durch die Seite Deck.Toys möglich. Bei dieser Plattform können Lehrer*Innen in Form von verschiedenen Aufgaben einen „Abenteuerpfad“ erstellen und diesen mit allerlei verschiedenen Aufgaben füllen. Von Kreuzworträtseln über Sortieraufgaben bis hin zu kleinen Labyrinthen sind alle „Klassiker“ dabei.

genial.ly

Genial.ly ist ein Allrounder, mit welchem es nicht nur möglich ist die verschiedensten Arten von Rätseln durchzuführen, sondern zudem Präsentationen und Interaktionen zu erstellen.

Co Spaces

Mit Co Spaces ist es möglich, spielerische Welten zu erschaffen, aber auch Aufgaben in 3D-Umgebungen zu verstecken. Zudem können mit der Anwendung Vorlagen für einen Merge CUBE geschaffen werden.

Classcraft

Classcraft, nach eigenen Aussagen datenschutzmäßig unbedenklich, ist eine Gaming-Anwendung für den Unterricht. Die SchülerInnen tauchen hierbei in magische Rollen ein und können Punkte sammeln, aber auch verlieren. Zudem ist es möglich, dass der Charakter des SchülerIn stirbt, wenn er zu viele Punkte verloren hat, beispielsweise durch Fehlverhalten im Unterricht.

ostellus.schule

ostellus.schule verwandelt die Kartenarbeit in ein Lernabenteuer. Neben der interaktiven Arbeit mit Karten ist es möglich Einfach- und Mehrfachfragen, Lückentextübungen, Markieren von Wörtern, Ziehen von Wörtern in Lücken sowie Richtig/falsch-Fragen zu generieren.

[selbstkorrigierende ABs] TeacherMade vs. liveworksheets

Apps/Programme, Arbeitsblätter, digital

Neben Herausforderungen bietet die Digitalität auch neue Chancen und Möglichkeiten für den Unterricht. Ein Beispiel hierfür sind Tools, mit deren Hilfe es möglich ist, Arbeitsblätter automatisch auswerten zu lassen. Zwei von diesen Tools werden in diesem Blogpost näher vorgestellt und miteinander verglichen.

TeacherMade

Die Anwendung

Nach einer kostenlosen Anmeldung bei TeacherMade ist es möglich, eigene Dokumente in interaktive Arbeitsblätter zu verwandeln. Hierbei stehen dem NutzerInnen viele verschiedene Optionen zur Verfügung. Neben dem Auswählen von Antworten ist es zudem möglich, Zuordnungen zu Generieren oder offene Antworten vorzubereiten. Diesen können eine bestimmte Anzahl an Punkten zugeordnet werden, welche der SchülerIn erhält, wenn er die Antwort korrekt beantwortet.

Benutzeroberfläche

Bei offenen Antworten besteht zudem die Möglichkeit, verschiedene Möglichkeiten als Antwort vorzugeben und damit eine Differenzierung zu ermöglichen. Dieses Tool eignet sich vor allem bei kurzen Antworten oder dem Ausfüllen von Lücken.

Erstellen von Antwortmöglichkeiten

Nachdem Erstellen des interaktiven Arbeitsblatt, kann dieses mit den SchülerInnen geteilt werden. Diese müssen sich vor der Bearbeitung des Arbeitsblattes mit einer ID identifizieren durch welche es der Lehrkraft möglich ist, deren Fortschritt und Antwortmöglichkeiten einzusehen.

Ansicht einer Klasse
Ansicht einer SchülerInnenaufgabe

Neben der Rückmeldung an die Lehrkraft erhalten auch die SchülerInnen nach dem Bearbeiten der Aufgaben eine Rückmeldung, welche Aufgaben sie korrekt beantwortet haben und wie viel Prozent sie dabei erreicht haben.

Tutorial

Im folgenden Tutorial wird in einer StepbyStep-Anleitung das genaue Vorgehen mit der Anwendung zur Erstellung eines Arbeitsblattes beschrieben.

liveworksheets

Die Anwendung

Auch bei dieser Anwendung ist es notwendig sich als Lehrkraft vor dem Erstellen eines Arbeitsblattes zu registrieren. Im Vergleich zu TeacherMade wird bei dieser Anwendung mit Codes beim Generieren der verschiedenen interaktiven Elemente gearbeitet. Nähere Infos hierzu finden sich im unterstehenden Tutorial.

Erstellung der Anwendung

In der SchülerInnen-Version erscheinen an der Stelle der Codes anschließend Bausteine bzw. Markierungen etc.

SchülerInnen-Ansicht

Auch hier besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse der SchülerInnen einzusehen. Hierfür ist es nötig, den SchülerInnen eigene Accounts anzulegen. Dies bietet die Sicherheit, dass die SchülerInnen sich keine Fake-IDs geben und deren Antworten somit nicht mehr zu verfolgen sind. Ein Bearbeiten der Aufgaben ist zudem auch ohne Workbook, allerdings somit auch ohne Einsicht der Antworten möglich.

Die SchülerInnen erhalten nach ihrer Anmeldung mit ihren eigenen Zugangsdaten ein Workbook, in welchen verschiedene, auf die SchülerInnen zugeschnittene Arbeitsmaterialien, abgelegt werden können. Diese Option finde ich insbesondere zur Wiederholung, Förderung einzelner SchülerInnen sowie zur Differenzierung toll.

Einblick in das Workbook

Auch bei diesem Tool erhalten die SchülerInnen neben der Lehrkraft eine individuelle Rückmeldung zur Bearbeitung ihrer Aufgaben.

Tutorial

Im folgenden Tutorial wird in einer StepbyStep-Anleitung das genaue Vorgehen mit der Anwendung zur Erstellung eines Arbeitsblattes beschrieben

Fazit

Beide Anwendungen punkten mit den Möglichkeiten, interaktive und selbstkontrollierende Arbeitsblätter zu erstellen. Während TeacherMade durch seine einfache Handhabung und die Möglichkeit der individuellen offenen Antworten glänzt, bietet liveworksheets die Möglichkeit des Erstellen von Workbooks sowie das Bewegen von Elementen. Bei Anwendungen haben mich mit ihren Möglichkeiten und in ihrer Anwendung überzeugt und ich kann beide empfehlen. Die persönliche Entscheidung für eine der Anwendungen hängt in meinen Augen stark mit den individuellen Bedürfnissen und Zielen zusammen.

Spielend lernen und wiederholen: playfactile im (Geschichts-)Unterricht

Apps/Programme, Geschichte, Neuzeit, Wiederholung

Ein Gastbeitrag von Björn Hennig


Beim Wiederholen von Unterrichtsstoff kann es schnell passieren, dass man auf einige Probleme stößt: Wie viel Stoff erinnern die Schülerinnen und Schüler noch? Was ist noch halbwegs präsent und was ist bereits in Vergessenheit geraten? Wie geht man beim Wiederholen richtig mit dem unterschiedlichen Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler um? Und vor allem: Wie gestaltet man das Wiederholen interessant? Eine Möglichkeit dazu, all diese Fragen kombiniert beantworten zu können, stellt die (kostenlose) Plattform play factile dar. Auf ihr können ganz im Stile der beliebten Gameshow Jeopardy eigene Quizzes erstellt werden. Der Clou ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler hier ihre Fachgebiete selbst aussuchen und auch das Schwierigkeitsniveau selbst bestimmen können. Die Lehrkraft kann gezielt Fragen zum Wiederholen eines bestimmten Themenkomplexes stellen und so durch das gemeinsame Gespräch dieses Wissen absichern. In meinem folgenden Beispiel habe ich dies mit dem Thema Imperialismus getan.

Das Spiel (auch zum selbst spielen!) findet ihr hier.

Insgesamt finden sich in diesem Spiel 25 Fragen, die in fünf Kategorien mit fünf Schwierigkeitsstufen aufgeteilt sind. Jede der fünf Kategorien befasst sich hier mit einem Unterthema zum Oberthema „Imperialismus“. So gibt es z.B. eine Kategorie zum britischen Imperialismus, aber auch eine Kategorie zu Allgemeinwissen in Bezug auf den Imperialismus. Die Schülerinnen und Schüler können so selbst nach Stärke und Fachwissen ihre Fragen selbst auswählen. Fühlen sie sich in einem Thema sicher, wählen sie eine schwierige Frage, die aber auch viele Punkte bringt. Somit sehen sie auch gleich, in welcher Kategorie sie ggf. noch etwas üben müssen. Die verschiedenen Fragen sind in diesem Beispiel sehr bunt gemischt und beziehen sich auf Fachbegriffe, Daten und Fakten-Wissen, geographisches Wissen etc.

Um einen kleinen Wettkampffaktor zu haben, wurde die Klasse zum Spielen in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe durfte abwechseln eine Frage beantworten. Somit gab es auch einen Wettkampfcharakter, was für Schülerinnen und Schüler immer noch etwas zusätzliche Spannung bedeutet. Während der Fragen durften sich die jeweiligen Gruppenmitglieder austauschen, um ihr vorhandenes Wissen auszutauschen und ggf. abzusichern.

Insgesamt hat das Spielen den Schülerinnen und Schülern sehr viel Spass gemacht und es hat ihnen gleichzeitig aufgezeigt, was sie sich noch einmal anschauen sollten.

Anwendungen zum Implementieren in deck.toys

Apps/Programme, deck.toys

Angelehnt an die Fortbildung vergangenen Mittwoch habe ich eine Liste mit Websites und Anwendungen erstellst, die in einem Lernabenteuer mit deck.toys eingebettet werden können. Kleiner Tipp: Bei vielen Anwendungen, die nicht eingebettet werden können, besteht die Möglichkeit einen Umweg über Genial.ly zu gehen und diese dort einzubetten, um sie anschließend in deck.toys zu implementieren.

Apps & kleine Spiele

  • LearningApps
  • Genial.ly
  • LearningSnacks
  • wisc-online

Suchmaschinen

  • Wikipedia
  • FragFinn
  • Was ist Was
  • Kinderzeitmaschine
  • KLexikon

Filme & Videos

  • YouTube
  • Das Erste
  • ZDF

Digitale Tools

  • Padlet
  • Mentimeter
  • Flinga
  • TaskCards

Was funktioniert nicht?

  • Pinterest
  • Kahoot
  • WordWall
  • ThinkLink

Spielerisch wiederholen – deck.toys im Geschichtsunterricht

Apps/Programme, digital, eduBreakout, escaperoom, Geschichte, Neuzeit, Wiederholung

Lernen und Abenteuer gleichzeitig? Was beim ersten Hören eventuell nicht ganz zusammenpassend zu klingen scheint, wird durch die Seite Deck.Toys möglich. Bei dieser Plattform können Lehrer*Innen in Form von verschiedenen Aufgaben einen „Abenteuerpfad“ erstellen und diesen mit allerlei verschiedenen Aufgaben füllen. Von Kreuzworträtseln über Sortieraufgaben bis hin zu kleinen Labyrinthen sind alle „Klassiker“ dabei. Wie in einem Videospiel (Super Mario lässt grüßen) spielen sich die Schüler*Innen von Aufgabe zu Aufgabe. Nur bei der vollständigen Bearbeitung einer Aufgabe können sie zur nächsten Aufgaben weiterziehen. Nebenbei sammeln Sie je nach Schnelligkeit und Gründlichkeit Punkte, die am Ende in einer Art „Ranking“ aufzeigen, wie erfolgreich sie diesen Pfad bespielt haben.

Deck.Toys bietet durch seinen Ansatz vielfältige Möglichkeiten, in verschiedenen Phasen des Unterrichts integriert werden zu können. Im Folgenden möchte ich ein kurzes Beispiel vorstellen, welches ich im Geschichtsunterricht genutzt habe. Thema war der Imperialismus mit Schwerpunkt auf der indischen Herrschaft in Großbritannien. Ziel der Stunde war es, die bisher gelernten Inhalte zu wiederholen und am Ende zu der Frage zu kommen, ob die britische Kolonialherrschaft für die Menschen in Indien ein Fluch oder ein Segen war. Die ganze App findet ihr zum selber spielen hier.

Die App zur Wiederholung der Einheit „Britische Kolonialherrschaft in Indien“

Bei dieser App werden in den einzelnen Schritten die jeweiligen Stationen der Etablierung der britischen Kolonialherrschaft in Indien abgefragt. Die Schüler*Innen wiederholen spielerisch den bereits erlernten Stoff: Wann entstanden die britischen Kolonien? Wo entstanden Sie? Was waren die Gründe für ihr Aufkommen? Und welche Folgen hatte die britische Kolonialherrschaft? Der vorletzte Punkte leitet dann auf ein für den Geschichtsunterricht typisches Unterrichtsprinzip hin: Die Multiperspektivität. Hier werden die zwei für diese Thematik zentralen Perspektiven einander gegenüber gestellt. Der Schüler/Die Schülerin kann sich dabei auch aussuchen, mit welcher Perspektive er/sie sich auseinandersetzen will. Hierbei findet sich gleich auch eine Form der Differenzierung: Leistungsstarke Schüler*Innen können sich an beiden Perspektiven versuchen.

Erfahrungen aus dem Unterricht

Ich habe diese Stunde innerhalb meines Geschichtsoberstufenkurses (11. Klasse) durchgeführt. Die Schüler*Innen erhielten die Aufgabe, diese App durchzuspielen und dabei die folgenden 5 Fragen zu beantworten:

A) Wo besaßen die Briten überall Kolonien?
B) Was war der zentrale Grund für das aufkommende Streben nach
Kolonien?
C) Welche Ressourcen / Rohstoffe erhielten die Briten aus Indien?
D) Welche Folgen hatte die britische Herrschaft in Indien?
E) Welche Perspektiven über die britische Herrschaft in Indien gibt es?

Geplanter Ablauf war eine Einführung (5 Min), die Spielzeit (25 Min), das Besprechen (20 Min) und eine Vertiefung bezüglich der Frage nach „Fluch oder Segen?“ (10 Min). Dieser Zeitrahmen wurde beim Durchführen auch soweit eingehalten. Die Schüler*Innen konnten sich schnell mit der Technik vertraut machen und dementsprechend waren nach den 25 Minuten des Ausprobierens auch so gut wie alle Schüler*Innen am Ende angekommen und hatten ausführliche Ergebnisse, die dann gesammelt werden konnten. Dabei war zu verfolgen, dass das Spielen und das Beantworten der oben genannten Aufgaben gut einher ging und nach jeder gespielten Aufgabe auch entsprechende Notizen gemacht wurden. So konnte am Ende nach der Sicherung der Wiederholung auch eine breite Diskussion über die Leitfrage „Fluch oder Segen?“ geführt werden.

Die Schüler*Innen meldeten als Feedback, dass ihnen diese neue Methode Spass gemacht hat und sie diese Art des Wiederholens als sehr erfrischend wahrgenommen haben. Gerade für sonst eher lernschwächere Schüler*Innen stellte sich diese spielerische Methode als lernfördernd heraus, was sich anhand der höheren Beteiligung zeigte. Somit zeigt sich, dass Deck.Toys eine spannende Alternative zum Üben und Wiederholen von Unterrichtsinhalten darstellen kann.

Dieser Blogpost ist ein Gastbeitrag von Björn Hennig [Website, Twitter].

Workshop

Um möglichst ausführlich auf all eure Fragen eingehen zu können und um euch die Anwendung noch genauer und detaillierter, insbesondere in der praktischen Umsetzung, vorstellen zu können, findet am 09.06.2021 um 19Uhr ein etwa eineinhalbstündigerkostenloser Workshop über die Erstellung eines Spieles mit deck.toys statt. Hier gelangt ihr zu Anmeldung. Zudem könnt ihr bereits in unseren Tutorials erste Eindrücke der Veranstaltung gewinnen.

EduBreakout mit deck.Toys

Apps/Programme, eduBreakout, escaperoom, Geschichte

EscapeRooms liegen schon seit einigen Jahren voll im Trend und haben als eduBreakout auch den Weg in den Unterricht gefunden. Im heutigen Blogpost möchte euch die Anwendung deck.Toys kurz vorstellen, während am in diesem Post Björn Hennig in Form eines Gastbeitrags ein Beispiel aus dem Geschichtsunterricht näher beleuchten wird. Zudem bieten wir beide speziell zu diesem Tool am 09.06.2021 einen Workshop an.

Was ist desk.Toys?

Deck.Toys ist ein kostenloses Tool, mit dessen Hilfe es möglich ist, Rätselspiele zu erstellen. Zu einem Beispiel geht es hier. Das Passwort für die zweite Aufgabe lautet Romulus. Hierbei erhalten die SchülerInnen eine Karte, welche sich gemäß einer vorgegebene Reihenfolge abarbeiten müssen. Es ist zudem möglich, Zusatzaufgaben zu integrieren und Weggabelungen einzubauen. Grün erscheinen auf dem Spielfeld die Pfade, welche bereits bestritten wurde, rot die noch ausstehenden. Genauso verhält es sich mit den Aufgaben. Hier symbolisiert der grüne Hacken eine bereits gelöste Aufgabe. Das Abschließen der Lektion ist hierbei erst nach dem Bearbeiten aller Aufgaben möglich. Hierbei können einzelne Aufgaben mit einem Schloss versehen werden, welches mit einem Code oder einem speziellen Schlüssel geöffnet werden kann. Diese Funktion bietet sich insbesondere bei der Integration von externen Aufgaben, wie zum Beispiel LearningApps an, um die Durchführung dieser Garantieren zu können.

Die Aufgabenformate der Anwendung

Wie bereits erwähnt, bietet die Anwendung eine Vielzahl an Aufgabenformaten. Direkt von der Anwendung selbst werden kleine Mini-Games wie ein Labyrinth gestellt, aber auch Sortier- und Zuordnungsaufgaben.

Zudem ist es möglich, Aufgaben zu einem Video- und Text beizufügen und somit das Verständnis dessen zu kontrollieren. Hierbei besteht die Möglichkeit, die Aufgabe offen gestellt zu lassen oder die Antwort in Form eines Bildes einzufordern. Da die SchülerInnen sich anhand eines Spitznamens identifizieren müssen, ist eine Kontrolle der Aufgaben möglich. Bei diesen beiden Funktion kann die Aufgabe nur abgeschlossen werden, wenn die kleinen integrierten Spiele korrekt gelöst wurden.

Die Erstellung

Beim Erstellen der Anwendung erhält man ein Dashboard, mit welchem man sein eigenes Spielbrett in jeglicher Hinsicht modifizieren und zusammenstellen kann. Aufgrund der unzähligen Möglichkeiten an Tools braucht es anfangs seine Zeit, um sich zurechtzufinden. Aus diesem Grund bieten wir auch die Möglichkeit eines Workshops an, um mit euch gemeinsam nach einer theoretischen Einführung in der Praxis ein kleines Spiel zu erstellen.

Tutorials