„App in die Geschichte“

Apps/Programme, digital, Geschichte, Gruppenarbeit, Quiz

Seit 2013 arbeitet die Freie Universität in Kooperation mit namenhaften Partnern an der „App in die Geschichte“. Mit dieser Anwendung haben SchülerInnen die Möglichkeit, ihre eigene Stadtgeschichte zu entdecken und mithilfe von Tools zu visualisieren. Dies ist sowohl in Einzel-, als auch in analoger oder digitaler Gruppenarbeit möglich. Hierfür ist eine Anmeldung der SchülerInnen notwendig, allerdings ohne der Abfrage einer Mailadresse.

In einem kurzen Clip stellt das Team um Dr. Müller seine Anwendung kurz vor:

Neben verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sticht insbesondere die Erstellung eines Zeitstrahls ins Auge. Für das hier angefügte Beispiel wurde ein Zeitstrahl zu den Luftangriffen Berlins gefördert.

Über die Suchmaske haben die SchülerInnen die Möglichkeiten im Archiv der Anwendung nach geeigneten Bildern für die Erstellung des Zeitstrahles zu suchen, welche urheberrechtlich unproblematisch sind.

Die gefundenen Ergebnisse können mit wenigen Klicks dem Zeitstrahl hinzugefügt werden.

Anschließend können diesem noch persönliche Bilder und Ereignisse eingepflegt werden. Dies erfolgt über die Bearbeitung des Zeitstrahls und wird automatisch vom Programm zu den Bildern aus dem Archiv eingepflegt. Aktuell sind im Archiv insbesondere Bilder zu großen Städten oder Ereignissen nach aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu finden. Durch die Möglichkeit, auch eigene Bilder hochzuladen, wird dieser Nachteil etwas gelindert und bietet zudem die Möglichkeit, mit der Klasse einmal ins Stadtarchiv zu gehen und nach eigenen Bildern und Quellen zu suchen.

Neben dem Zeitstrahl bietet die Anwendung auch die Möglichkeit verschiedener Tagging Games an, wie zum Beispiel die Durchführung ein Tabu-Spiels.

Hierbei geht der Weg über die Erklärung eines historischen Begriffs über ein Bild dessen. Somit wird der Erklärende in doppelter Hinsicht gefordert, da er nicht nur das Ereignis erklären, sondern auch korrekt einordnen muss.

Die Anwendung bietet somit eine große Bandbreite der Möglichkeit zur Förderung von Kompetenzen. Zudem schafft sie die Grundlage zur Erforschung der eignen Stadtgeschichte, welche sich insbesondere als Projekt im Unterricht anbietet und den SchülerInnen einen anderen Zugang zu Geschichte im Vergleich zum klassischen Unterricht aufzeigt.

Weitere Informationen

Link zur Anwendung: https://app-in-die-geschichte.de

Geschichte in Videospielen [YouTube – Tipp]

Computerspiel, digital, Geschichte, Methode, Methodik

Vor einiger Zeit habe ich einen Post zu „Historisches Lernen mit Computerspielen [„Assassin`s Creed Odyssey“]“ veröffentlicht und mich seitdem ausführlicher mit diesem Thema befasst. Während meiner Recherchen bin ich auf den YouTube-Kanel „Armidas“ des Historikers Adrian gestoßen, welcher in Form von Q&A – Formaten, aber auch in GamePlays die historischen Inhalte von Videospielen erläutert.

Die Person hinter dem Kanal

Hinter „Armidas“ steht der junge Historiker (Geschichte, Kunstgeschichte & klassische Archäologie) Adrian, welcher sowohl Fertigkeiten aus der Museumspädagogik als auch Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Berater von namenhaften Computerspieleherstellern in seinen Kanal einbringt. In einem kurzen Trailer hat er sich selbst auf YouTube ausführlicher vorgestellt.

Der Kanal

Armidas“ zeichnet sich insbesondere durch seine große Anzahl an historisch kommentierten GamePlays aus. Dies bedeutet, dass Adrian Szenen seinen Videos hinzufügt, welche ihn dabei zeigen, wie er gerade das vorgestellte Spiel spielt und welche die im Video erläuterten Inhalte wiedergeben. Die Reihe „Historiker kommentiert …“ deckt dabei ein großes Spektrum an Videospielen ab, unter anderem auch sehr populäre Games und das im Herbst erscheinende „Assassins´s Crew Valhalla“.

Mir gefällt an diesem Kanal besonders, dass die Computerspiele sowohl historisch fundiert aufgearbeitet werden als auch, dass mir dadurch, ohne das Spiel selbst zu spielen, ein sehr guter Einblick in die Welt des jeweiligen Games gegeben wird, welches ich anschließend im Unterricht an geeigneter Stelle einsetzen kann. Insbesondere die kurzen Trailer der Spiele eignen sich sehr gut zur Erarbeitung und anschließenden Diskussion im Unterrichtsgeschehen.

bring your own device – ein Essay

digital

Welche Methode passt besser zur einer Social Media – Themenwoche, als „bring your own device“ kurz BYOD. In einem kurzen Essay habe ich meine Gedanken hierzu näher erläutert.

Bring your own device (BYOD) ist die Bezeichnung für das Integrieren von digitalen Endgeräten in den Unterricht, Universitäten, Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen. Für den Schulalltag wird hierbei insbesondere die Integration des Smartphones in zahlreichen Publikationen und in verschiedenen Foren und Blogs eifrig diskutiert. Auch ich besuchte im Rahmen der letzten Tagung des Altphilologen Verbandes eine solche Veranstaltung. Hierbei stellte eine Lehrkraft für Mathematik und Latein die Anwendung des Smartphones im Unterricht vor. Im Vergleich zu manch anderer Veranstaltung des Programmes, wurde diese zahlreich besucht und der zur Verfügung gestellte Raum platzte fast aus allen Nähten. Die Lehrkraft plädierte während ihres Vortrages für die Einbezug des Smartphones in den Unterricht, insbesondere unterstützt durch zahlreiche Applikationen. Zudem ist die Erlaubnis zu etwas für SchülerInnen weitaus weniger interessanter und reizvoller, als ein Verbot. Diesem stimmten aber nicht alle KollegenInnen zu. Eine in diesem Kontext oft genannte Befürchtung, war die mangelnde Kontrolle über das Handeln der SchülerInnen sowie der Datenschutz. Insbesondere für den ersten Zweifel ist die Erarbeitung von klaren Regeln für den Einsatz des Smartphones im Unterricht zu empfehlen.

Kind mit Tablett im Unterricht

Die von den KollegenInnen genannten Zweifel sehe ich zudem als Schwäche dieser Methode an. Allerdings überwiegen für mich, unter der Befolgung klarer Regeln, die Vorteile für den Einsatz von modernen Technologien im Unterricht. So kann durch den Einsatz von digitalen Endgeräten im Unterricht nicht nur eine Bereicherung dessen stattfinden, sondern auch eine Schulung der SchülerInnen im Umgang mit diesem. Hierzu zählen das Aufzeigen von Gefahren des Internets, wie beispielsweise Cybermobbing, aber auch die Vermittlung von juristischen Grundthemen wie das Recht am eigenen Bild, Persönlichkeitsrechte etc. Neben diesen Themen findet durch den Einsatz von digitalen Endgeräten auch eine Schulung der Medienkompetenz statt. SchülerInnen müssen lernen sich bewusst und kritisch mit den im Internet angebotenen Inhalten auseinanderzusetzen. Fake News, Fake Accounts und andere Schwarze Schafe haben im Internet ein leichtes Spiel und davor gilt es die SchülerInnen zu schützen. Vielen, insbesondere der jüngeren SchülerInnen, ist es noch nicht ausreichend bewusst, wie sensibel sie mit ihren eigenen Daten und Informationen im Internet umgehen müssen und posten diverse Dinge auf z.B. Social Media, die keinem etwas angehen sollten.

Neben der aufgezeigten Vermittlung von Kompetenzen der SchülerInnen kann der Einsatz von z.B. Smartphones im Unterricht die Schulstunde auch per se bereichern. Im Kontext des Lateinunterrichts denke ich hierbei an ein schnelles Nachschauen von Vokabeln, dem individuellen Abspielen von Lernvideos via YouTube oder dem Anschauen von Animation, alten Karten oder Antiken Stätten. Auch das Üben von Vokabeln kann durch Programme wie „Phase-6“ oder „Memrise“ mit modernen Medien schnell und effektiv erfolgen. Für den Geschichtsunterricht fallen mir als Beispiele ein Instagram-Kanal ein, welcher das Tagebuch einer jungen Jüdin im Nationalsozialismus, welche im Konzentrationslager getötet wurde, als einzelne Stories medial aufbereitet hat. Zusätzlich werden diese eben erwähnten Clips als Gesamtdatei auf YouTube angeboten. Auch das Anne-Frank-Haus bietet eine virtuelle Lerneinheit zum Leben der Anne Frank an. Anhand solcher interaktiven Möglichkeiten werden den SchülerInnen Chancen und Möglichkeiten des selbstregulierten Lernens geboten, welches die in ihrem eigenen Tempo durchführen und aufgrund der immerwährenden Verfügbarkeit beliebig oft wiederholen können. Bei den meisten dieser Anwendungen wird keine Anmeldung von Seiten der SchülerInnen gefordert, sodass man als Lehrkraft nicht in den Konflikt mit den geltenden Datenschutzbestimmungen kommt. Auch bei Anwendungen, wie Instagram, kann der Weg über das gegebene YouTube Video gegangen werden, welches jederzeit und ganz ohne Anmeldung des SchülerIn auf der Plattform möglich ist.

Voraussetzung für die Nutzung der digitalen Möglichkeiten ist, neben dem Aufstellen von Regeln, die Verfügbarkeit der Endgeräte in der jeweiligen Schule und eine ausreichend gute und stabile Internetverbindung. Hierbei sehe ich eine viel größere Problematik als bei dem Aspekt, dass die SchülerInnen vom eigentlichen Thema abdriften. Zudem ist die Vermittlung von Kompetenzen des Internets in der heutigen Zeit wichtiger denn je geworden, dass man nicht mehr einfach ignorieren kann. Neben dem Erlernen von Fachwissen, ist es meines Erachtens mittlerweile genauso wichtig, dass die SchülerInnen lernen, wie sich sich im Internet sicher agieren und sich schützen können. Leider ist es teilweise noch sehr schwierig, all diese genannten Inhalte in das Curriculum des jeweiligen Faches zu integrieren. Dabei plädieren Bildungsforscher bereits seid Ende des letzten Jahrhundert dafür, dass den digitalen Kompetenzen ein größere Aufmerksamkeit bei der Zusammensetzung der Curricula eingeräumt werden soll.

Adobe Scan [App-Tipp]

Apps/Programme, digital

Jeder kennt die Fülle an Ordnern, Materialien und Unterrichtsvorlagen, die sich in dicken Ordnern, großen Boxen und Kartons im Regal oder Keller stapeln. Das Einscannen der Unterlagen mit dem handelsüblichen Scanner ist oftmals mühsam und arbeitsaufwendig. Eine gute Alternative bietet für die Digitalisierung von Dokumenten, aber auch Tafelaufschrieben, Whiteboard-Darstellungen oder Fotos die kostenlose App „Adobe Scan“, welche sowohl für das Smartphone als auch für das Tablet kostenlos heruntergeladen werden. Neben der Funktion des Scannens werden zudem die Daten in dem gewünschten Format in der kostenlosen Cloud gespeichert und somit ein Zugriff auf die Daten via PC etc. von überall möglich ist.

Die App

Die Installation der App erfolgt direkt aus dem jeweiligen App-Store und ist nach einer kurzen kostenlosen Anmeldung schnell einsatzbereit. Das Prinzip der App basiert darauf, dass die Kamera des Gerätes auf das zu scannende Bild oder Dokument zu richten ist und von der App anschließend erfasst wird.

Scan des ausgewählten Dokumentes

Anschließend erfolgt der „Scan“ des Dokumentes oder Bildes und die App schneidet das ausgewählte Dokument automatisch zu. Eine nachträgliche Änderung des automatischen Zuschneidens ist jederzeit möglich. Das schöne an dieser Anwendung ist nun, dass weitere Scans erfolgen können und diese anschließend in einer einzigen Datei gespeichert werden.

Optionen der Bearbeitung des Dokumentes

Nun kann der Scan gespeichert und die erstellten Datei in der Cloud und dem gewünschten Speicherort abgelegt werden.

Beispiel eines Scans
Übersicht und Speicherung der Daten

Weiterführende Tipps und eine sehr ausführliche Anleitung für den Gebrauch der App können hier aufgerufen werden.

digitales Arbeitsblatt „Aufbau der Ständegesellschaft“ + Anleitung [Freeware]

digital, Geschichte, Mittelalter

Wie bereits am Mittwoch angekündigt, steht in diesem Post das Erstellen von Textfeldern unter Zuhilfenahme einer Freeware im Mittelpunkt. Aufgrund der Kompatibilität mit meiner Vorlage habe ich das Programm „Libre Office“ gewählt. Die Anwendung gestaltet sich mit dieser Anwendung deutlich angenehmer als mit der kostenpflichtigen Software „Adobe Pro“. Herausgekommen ist in der Kombination mit „PowerPoint“ ein Arbeitsblatt zur „Ständegesellschaft im Mittelalter“, welches bequem verschickt und am PC oder Tablet ausgefüllt werden kann.

Vorteile des digitalen Arbeitsblattes

Anleitung

Im ersten Schritt zur Erstellung von Textfeldern ist es nötig, den für das Erstellen der Felder benötigten Befehl in der Toolbar zu verankern. Hierzu sind die Schritte View – Toolbar – Form Navigation nötig. Der Haeder „View“ befindet sich auf der linken Seite am oberen Rand der Anwendung.

Auswahl des Befehls

Nach der Verankerung des Befehls werden im nächsten Schritt bereits die einzelnen Textfelder erstellt. Die hierzu benötigten Tools befinden sich an der linken Seite des unteren Bildschirms. Bevor mit dem Erstellen der Felder begonnen werden kann, ist es wichtig, dass der Befehl „Design Mode“ aktiviert ist. Im nächsten Schritt wird nun der Befehl für das Erstellen von Textfeldern „Text Box“ aktiviert sowie das individuelle Platzieren der einzelnen Boxen vorgenommen.

Einfügen der Textfelder

Am Ende der Bearbeitungsphase gilt es nun das Dokument in eine PDF zu exportieren. Hierzu ist die Kombination File – Export As – Export Directly as PDF notwendig.

Speicherung des Arbeitsblattes als PDF

Nun kann das fertige Arbeitsblatt am Computer ausgefüllt und bearbeitet werden.

Material

Der Beginn des 1. Weltkriegs – PDF mit Dropdown-Menü [AB+Anleitung: Adobe Pro + Libre/Open office]

digital, Erster Weltkrieg, Geschichte

Diese Woche steht weiterhin ganz unter dem Motto der Digitalität. Während im Post am Freitag die „Adobe Pro“ Alternative „Libre Office“ im Mittelpunkt steht, wird heute eine Idee, welche unter einem meiner letzten Tweets zum digitalen Arbeitsblatt aufkam, aufgegriffen – der Zeitstrahl.

Das entstandene Arbeitsblatt kann individuell im Unterricht als Ergänzung zum Lehrbuch, Heimaufgabe, Wiederholung etc. eingesetzt werden. Aus diesem Grund habe ich auf eine finale Aufgabenstellung verzichtet und das Arbeitsblatt zusätzlich als analoge Version zum Download bereit gestellt.

Anleitung „Adobe Pro“

Das Arbeitsblatt an sich wurde diesmal komplett mit Hilfe einer Vorlage aus PowerPoint erstellt.

Anschließend wurde dieses als PDF abgespeichert und mit Adobe Pro geöffnet. Über das Tool „Formular vorbereiten“ und dem anschließenden Befehl „Drohdown-Liste hinzufügen“ wurden die einzelnen Kästen erstellt.

Über die Eigenschaften folgt anschließend die Eingabe der verschiedenen Auswahlmöglichkeiten.

Am Ende des Erstellungsprozess wurden die verschiedenen Textfelder – wie bereits beim letzten Arbeitsblatt erläutert – eingefügt. Nach dem Speichern der PDF besteht nun für den Anwender die Möglichkeit, die verschiedenen Ereignisse des „Ersten Weltkrieges“ gemäß ihrer Chronologie zu ordnen.

Anleitung „LibreOffice & Open Office“

Als kostenlose Alternative stehen die Anwendungen „LibreOffice“ und „OpfenOffice“ zur Verfügung. „Microsoft Word“ kann dies leider nicht. Im nachfolgenden Video findet eine sehr detaillierte und einfache Erklärung für die Erstellung des gezeigten Elementes in „LibreOffice“ oder „OpenOffice“ statt. Als Vorlage für das Arbeitsblatt kann wiederum die bereits erstellte Vorlage genutzt werden, allerdings diesmal nicht in einem PDF-Format, sondern in einem mit der Anwendung kompatiblem Format. Zur Erstellung von Textfelder mit den eben erläuterten Anwendungen folgt zudem am Freitag ein separater Post.

Um die im Video gezeigten Steuerungselemente nutzen zu können, bedarf es die Ausführung der Befehle Ansicht – Symbolleisten – Formular-Steuerelemente. Die Reihenfolge der Befehle ist für beide Anwendungen dieselbe. Ich persönlich empfinde die Anwendung mit „OpenOffice“ als angenehmer, aber das ist in meinen Augen lediglich ein persönliches Empfinden.

Der folgende Clip erläutert nun Schritt für Schritt die weiteren Anwendungen. Nach dem Erstellen des Arbeitsblattes muss das Dokument anschließend als PDF exportiert werden, um die Anwendungen nutzen zu können.

Fazit

Im direkten Vergleich beider Anwendungen empfinde ich die Handhabung von Adobe Pro als wesentlich angenehmer und auch schneller. Allerdings für den satten Preis von etwa 20 Euro ist die Anwendung in meinen Augen lediglich für die Erstellung von Arbeitsblättern zu teuer. Die Freeware-Programme bieten eine hervorragende Alternative zu Adobe Pro an, bei welcher man keine großen Abstriche machen muss.

Material

Kollaboratives Lernen via Social Media – der Podcast

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Der Podcast ist der neuste Trend im Netz und hat das uns bekannte Hörbuch mittlerweile abgelöst. Das Hörangebot gibt es mittlerweile zu jeder uns vorstellbaren Thematik. Als Beispiele können hier Krimis und andere Hörbücher im klassischen Sinne genannt werden, aber auch Angebote aus dem Bereich der Bildung, Sport oder Freizeit.

Durch das aktuelle digitale und technische Angebot wird den SchülerInnen eine kreative, aber auch konstruktive und kollaborative Lernumgebung zur Verfügung gestellt, die nicht nur in der Freizeit genutzt werden kann, sondern ebenso viel Potenzial für den schulischen Bildungsprozess beinhaltet.

Methodisch-didaktische Aspekte

Der Podcast ist in seiner Methodik in den Bereich des „Flipped Classromm“ einzuordnen. Dieser Begriff bezeichnet eine Methode, bei welcher Inhalte der reinen Vermittlung aus dem Unterricht herausgelöst werden und eine Vertiefung des Inhaltes sowie eine Vernetzung und eine Transformation dessen in den Vordergrund gestellt werden. Der Podcast unterstützt hierbei nicht nur die Förderung dieser Methode, sondern stärkt zudem das selbstgesteuerte Lernen der SchülerInnen im Allgemeinen. Prof. Stang von der Hochschule für Medien, Stuttgart betont zudem, dass ein Podcast keine einmalige Angelegenheit ist, sondern immer wieder von den SchülerInnen individuell angehört werden kann. Somit ist diese Art der Lernsituation weder stimmungs- noch tagesformabhängig und kann somit von den SchülerInnen beliebig oft und in ihrem eigenen Tempo wiederholt und abgerufen werden.

Einsatz im Unterricht

Der Einsatz von Podcasts im Unterricht ist sowohl rezeptiv als auch produktiv möglich.

Eine rezeptive Anwendung von Podcasts im Unterricht, habe ich bereits mehrmals an Beispielen zu historischen Podcasts vorgestellt. Mittlerweile finden sich zu einer großen Anzahl an historischen Themen, aber auch zu den meisten Themen der klassischen Antike, Podcasts auf diversen Plattformen. Hierbei ist insbesondere die Aktualität dieser Formate in den Vordergrund zu stellen. So behandelt beispielsweise der Podcast „eine Stunde History“ jede Woche ein historisches Thema mit aktuellem Bezug. Aber auch aus dem Bereich der Politik finden sich tagesaktuelle News bei den entsprechenden Anbietern, wie beispielsweise der Podcast von Gabor Steingart „Steingarts Morning Briefing„.

Eine weitere Möglichkeit der Anwendung im Unterricht ist die praktische Anwendung von Podcasts, bei welcher die SchülerInnen selbst aktiv werden. Im Rahmen eines Projektes oder zu einem bestimmten Themen können diese eigene Podcasts produzieren und im Kreis des Projektes oder (nach Zustimmung der Eltern) in einem größeren Rahmen publiziert werden.

Einsatzbeispiele

Beim praktischen Einsatz von Podcasts im Unterricht, gibt es eine Bandbreite an Themen und Settings, welche als Grundlage eines Podcasts gewählt werden können. Für den Latein- und Geschichtsunterricht bieten sich beispielsweise folgende Thematiken oder Settings an:

  • eine Diskussion über die verschiedenen philosophischen Richtung der Antike.
  • die Nachstellung einer Nachrichtensendung zu einem historischen Thema, z.B. dem Mauerfall.
  • Diskussionen und Kommentare zu diversen historischen Themen.
  • ein fiktives Interview mit einer historischen Persönlichkeit, einem Politiker und dem Göttervater selbst.
  • die Nachstellung eines Wahlkampfes.
  • die Aufbereitung einer historischen Narration als Hörbuch.
  • das Umschreiben einer Geschichte aus Ovids Metamorphosen als Hörbuch mit verschiedenen Sprechern.

Literatur & Tipps

Bildquellen

Sukzessives Sehen von Filmen [ETR Geschichte – Teil 4]

digital, escaperoom, Film, Geschichte

Wer hört auch nicht ständig die Frage „wann schauen wir denn wieder einen Film an?“ im Unterricht. Oftmals sehen die SchülerInnen einen Film als Möglichkeit an, die Unterrichtsstunde entspannt ohne große Interaktionen verbringen zu können. Zu meiner Schulzeit wurde der Film gezeigt und im Anschluss besprochen. Gelernt habe ich vermutlich nichts dabei.

Die Methode

Aus diesem Grund gibt es eine große Sammlung an filmischen Methoden. Das „Sukzessives Sehen“ bezeichnet hierbei die Methode des Unterbrechen des Films an geeignetes Stellen, um das gelernte Wissen der SchülerInnen abzufragen und über die einzelnen Abschnitte des Films zeitnah zum Geschehen sprechen. Somit wird gewährleistet, dass die SchülerInnen den Film aufmerksam folgen und in regelmäßigen Abschnitten neue Impulse zur Erhaltung ihrer Konzentration und Aufmerksamkeit erhalten.

Das Material

Für den „EscapeRoom“ habe ich mich dazu entschieden, den Film in regelmäßigen Abständen zu unterbrechen und geeignete Fragen einfliegen zu lassen. Die Fragen werden anschließend in einem Quiz nochmals geprüft.

Bei der analogen Version kann der Film einfach im Unterricht gezeigt und an den entsprechenden Unterbrechungen direkt mit den SchülerInnen über die gestellten Fragen gesprochen werden. Die Lösungsziffern am Ende sind die 08.

Im Vergleich zu den anderen Anwendungen, die ich im Kontext dieser Reihe mit den Anwendungen von LearningApps.org erstellt habe, benötigt das Zuschneiden eines Clips und das Einpflegen von Fragen einem erheblichen größeren Arbeitsblatt- und Zeitaufwand als die übrigen vorgestellten Anwendungen.

Mit der dritten Station endet bereits unsere Reise mit Paul durch die Vergangenheit. Nächste Woche wird im Rahmen dieser Reihe das Thema der Evaluation einer solchen Einheit sowie die Besprechung derer im Plenum methodisch vorgestellt.

Material

  • Link zur dritten Einheit des „EscapeRooms“

Coniugemus! [ETR Latein – Teil 3]

digital, escaperoom, Grammatik, Latein, Quiz, Wiederholung

Wie letzte Woche bereits angekündigt, widmen wir uns heute einer zweiten häufigen Fehlerquelle im Lateinunterricht, dem Konjugieren, bevor s nächstes Woche etwas mehr um die Geschichte des Helden Theseus gehen wird.

„Gruppen-Puzzle“

Beispiel aus der digitalen Version

In der ersten Aufgabe geht es darum, dass die SchülerInnen die verschiedenen Wörter der richtigen Konjugation zuordnen sollen. Erfahrungsgemäß machen hierbei vor allem die e-Konjugation und die konsonantische Konjugation Probleme, sodass Wörter dieser beiden Kategorien auch vermehrt in dem Puzzle vertreten sind.

Formenbilden

Beispiel aus der digitalen Version

Bei der zweiten Aufgabe handelt es sich dagegen um eine praktische Anwendung, bei welchen die SchülerInnen die entsprechenden Konjugation bilden sollen.

Zusammengefasst sind die Apps dieses Mal in einer App-Matrix (hier der „EscapeRoom“), zu welcher die SchülerInnen anhand eines QR-Codes gelangen können. Erstellt wurden die Anwendungen wie auch schon im ersten Teil mit der Website LearningApps.org. Die Eingabe der Daten in Anwendungen war auch diesmal kein Problem und innerhalb weniger Minuten erledigt.

Analoge Version

Die analoge Version beinhaltete beide Aufgaben in Form eines Arbeitsblattes, welches an die SchülerInnen ausgeteilt werden kann. Das Lösungswort zu diesem Teil lautet „Theseo“.

Material

  • Link „EscapeRoom“ Teil 2 auf LearningsApps.org

Weitere Angabe

Bild-Labyrinthvon Eluj auf Pixabay

Escape (the) Room. Bitte was? [Latein & Geschichte – Teil 1 ]

Spiel, digital, Quiz

Diese Woche starten auf meinem Blog zwei neue Reihen. Hierbei soll jeweils ein Escape (the) Room sowohl für das Fach Geschichte als auch für dich Fach Latein vorgestellt werden.

Das organisatorische Grundgerüst

Um eine Verwirrung zwischen den beiden Fächern zu vermeiden, werde ich die Posts zum Fach Geschichte mit [ETR Geschichte – Teil ?] kennzeichnen und für das Fach Latein dementsprechend die Abkürzung [ETR Latein – Teil ?] wählen.

Die Posts werden zu den beiden Fächern jeweils freitags (Geschichte) oder samstags (Latein) veröffentlicht und jeweils mehrere Wochen umfassen. Am Ende jedes Posts werden ich eine sich ergänzende PDF anfügen, welche am Ende der Reihe den kompletten „Escape (the) Room“ enthält und ebenso auf der Plattform „Lehrermarktplatz“ hochgeladen werden wird.

Die Aufgabenformate

Der „Escape (the) Room“ wird sowohl in analoger als auch in digitaler Form herausgegeben werden, um auch eine Durchführung im Klassenzimmer ohne Abhängigkeit von der Technik gewähren zu können. Hierfür werden die verschiedenen Aufgaben am Ende als PDF bereitgestellt.

Was ist nun ein „Escape (the) Room“?

Als „Escape Room“ oder auch „Escape (the) Room“ wird das Spiel „Escape Games “ in der Wirklichkeit bezeichnet. Das Spiel wird mittlerweile in jeder größeren Stadt angeboten und kostet pro Person etwa 30€.

Zu Beginn des Spiels wird eine Gruppe von Personen in eine kleine Anzahl von Räumen eingesperrt. In diesem müssen sie in einer vorgegeben Zeit eine Reihe von Rätseln lösen, um aus ihrem „Gefängnis“ wieder herauszukommen. In der Regel haben sie hierfür 60 Minuten Zeit.

Im schulischen Kontext ist das primäre Ziel der Übung, einen Code zu knacken, der die Lösung eines Rätsels beinhaltet oder eine Belohnung o.ä. verspricht. Im Klassenzimmer kann dies – auch unter einer zeitlichen Vorgabe – beispielsweise eine Schatzkiste mit Süßigkeiten sein oder ein Gutschein für das einmalige Erlassen einer Hausaufgabe. Bei Fragen steht die Lehrkraft – je nach Situation – digital oder analog zur Verfügung. Bei der digitalen Anwendung des Spieles bietet es sich beispielsweise an, alle aufkommenden Fragen in einer regelmäßigen Videokonferenz mit der Klasse zu klären.

Das Storytelling

Um das Game spannender zu gestalten, habe ich mich dazu entschieden, ein WebQuest um den „Escape Room“ herum zu erschaffen. Als Protagonisten stehen den SchülerInnen beim Lösen der Rätsel diese zwei Helden zur Seite.

Paul lebt in einer Welt der Physik und des Gödeluniversums. Sein Ziel ist es die Paradoxa der Zeitreise zu erforschen und mit Hilfe von Einsteins Relativitätstheorie in die Vergangenheit zu reisen. Hierbei geht leider nicht immer alles gut ….

Paul wird die jungen ForscherInnen durch das konfessionelle Zeitalter begleiten.

Theseus, einer der berühmtesten Helden der griechischen Mythologie, verliebte sich als junger Tribut der Athener nicht nur in die Königstochter Ariadne, sondern besiegte auch den Minotaurus. Im weiteren Verlauf seines Lebens besiegte er nicht nur die Kentauren, sondern war auch am Raub der Helena beteiligt ….

Theseus erzählt den jungen LatinistInnen seine Geschichte und löst gemeinsam mit ihnen das Rätsel um das Labyrinth des Minotaurus.

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit euch in den nächsten Woche auf Reise zu gehen und in die Welten von Paul und Theseus gemeinsam mit den SchülerInnen einzutauchen.

Angabe zu den Bildern: Bild (1) von Tumisu auf Pixabay; Bild (2) von Clockedin dk auf Pixabay; Bild (3) von GraphicMama-team auf Pixabay; Bild (4) von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay