meine MoloDigital (Tag 15): Herr Schröder, Beziehung im Unterricht & digitaler Geschichtsunterricht

Fortbildung, Mobile Schule

Bei der ersten moloDigital in diesem Jahr hatten Björn und ich unser Debüt als Referenten. Am letzten Mittwoch stand nun die letzte Veranstaltung für dieses Jahr auf dem Programm. Diesmal für uns als Teilnehmende.

Herr Schröder

Zu Beginn der Tagung wartet mit der Keynote bereits das erste Highlight auf die Teilnehmenden. Nach 12 Jahren Schuldienst geht der ehemalige Lehrer Johannes Schröder nun als Herr Schröder mit seinem Comedian-Programm „Instagrammatik: Das streamende Klassenzimmer“ auf Tour. Hierbei nimmt er mit viel Humor die aktuelle Schulpolitik und die Situation während Corona mit Witz und Humor aufs Korn. Darüber hinaus wirft er aber auch einen kritischen Blick auf das Schulsystem und die Bildungshoheit der Länder. Für Geschichte wird ein TikTok-Kanal zu Epic Fails in History empfohlen.

Während der Veranstaltung wurde auf Twitter fleißig diskutiert und kommentiert.

Beziehungen stärken im Unterricht

Endlich durfte ich Cornelia Stenschke einmal live erleben, nachdem ich schon viele tolle Impulse von ihr im #twlz gelesen habe. Beziehungsarbeit im Unterricht ist ein Bereich der in meinen Augen durch Erfahrung wächst und über den man in der Ausbildung (zumindest bei mir) nicht allzu viel lernt. Um so mehr freue ich mich immer über wertvolle Tipps, die ich in meinem Unterricht einsetzen kann. „Wenn wir Lehrer gemocht haben, haben wir auch mal für sie gelernt“, erklärte die Referentin gleich zu Beginn des Workshops. Erinnerte ich mich hierbei an meine eigene Schulzeit, konnte ich diesem tatsächlich zustimmen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr eine gute Lehrer*in – Schüler*in-Beziehung die Motivation und die Leistung der Schüler*innen fördern kann. Hierfür wurden dein Teilnehmenden des Workshops einige Tipps für den analogen und digitalen Unterricht mit an die Hand gegeben:

  • Wertschätzungsduschen
  • Check-In-Runden beim Betreten des Klassenzimmers oder der Videokonferenz (nach Befinden der Schüler*innen Fragen; wertschätzendes Interesse bekunden)
  • Mood Board (anhand von Bildern mit verschiedenen Stimmungslagen das eigene Wohlbefinden zum Ausdruck bringen lassen)
  • Chatgewitter
  • Klassenbingo
  • Klassenregeln erst bei Problemen aufstellen
  • Gruppenarbeit im Distanz zur Stärkung der Kommunikation zwischen den Schüler*innen mit kleinsten Arbeitsaufträgen oder mal fünf Minuten zum Reden; Kontakt zwischen Schüler*innen aufrecht halten
  • automatische Gruppeneinteilung zum Aufbrechen der Standartgruppen im Unterricht, z.B. mit LearningApps

Auf dem folgenden Padlet könnt ihr weitere Tipps sowie ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden.

Made with Padlet

Digitale Tools für und im Geschichtsunterricht

Im letzten Workshop von Stefan Fassnacht stand der Geschichtsunterricht im Mittelpunkt. Als Geschichtslehrerin für mich immer von Interesse. Während des Workshops hat der Referent verschiedene digitale Werkzeuge und Anregungen für den Unterricht vorgestellt, von welchen ich eine auch gleich am nächsten Tag im Unterricht eingesetzt habe.

Übersetzen von Schaubildern

Jede*r kennt sie, die klassischen Schaubilder zu politischen Systemen in jedem Geschichtsbuch und die damit verbundene Frage, wie man dieses oft zähe Thema möglichst anschaulich und spannend unterrichtet. Der Referent hat hat die klassischen Schaubilder in einen Darstellungstext verwandelt und die Schüler*innen haben diesen anschließend in ein Schaubild umgewandelt. Hierbei findet eine praktische und selbstständige Auseinandersetzung mit dem Thema statt, welche zudem die Kreativität der Schüler*innen fördert. Auf der Grundlage von Stefan Fassnachts Ausarbeitung für den Unterricht habe ich das Thema in meiner 8.Klasse genauso umgesetzt. Herausgekommen ist das beigefügte Schaubild. Sowohl der Klasse als auch mir hat diese Art der Erarbeitung sehr gut gefallen und ich werde diese mit Sicherheit nun öfters anwenden.

Zeitungen & Netflix

Als weiteren Anregungspunkt für den Geschichtsunterricht wurde die Arbeit mit Templates vorgestellt. Als Beispiel wurden hierbei die Arbeit mit Vorlagen zu Zeitungsartikeln (Template) vorgestellt sowie das selbstständige Erstellen einer Netflix-Serie (Template).

der Blogbeitrag als Serie

Hierbei war es Aufgabe der Schüler*innen eine Plot sowie eine Stafel und Charaktere zu entwicklen. Insbesondere die letzte Methode kann ich mir sehr gut bei meinen 10.Klassen im Kontext der Mauer vorstellen.

Social Media

Zuletzt wurde die Anwendung „zeoob“ vorgestellt, mit welcher ich auch schon gute Erfahrung gemacht habe. Hierbei können die Schüler*innen eigenen Social Media-Posts erstellen, ohne dass sie sich auf der entsprechenden Plattform anmelden müssen. Zudem bietet sich hierbei eine Thematisierung von Fake News an, um aufzuzeigen wie leicht man Social Media Faken kann.

Fazit

Die letzte molo für dieses Jahr war wieder ein richtiger Knaller. Insbesondere der Austausch mit den Kolleg*innen ist immer ein besonderes Highlight und bringt mehr persönlich für mich und meinen Unterricht immer sehr viel.

[Tagungsbericht] Deutsches Lehrkräfteforum 2021

Fortbildung

Als wir uns im Mai 2020 als Team für das Deutsche Lehrkräfteforum beworben hatten, glaubten wir nicht wirklich daran, dass wir genommen werden. Eine Zusage und sechs Monate später war es dann so weit und wir fuhren voller Vorfreude in das kleine Städtchen Bad Boll, in der Nähe von Stuttgart.

Donnerstag, 11.11.2021

Nach einem kurzen Imbiss und dem Bezug der Zimmer wurden alle Teilnehmenden des Forum von Dr. Birgit Ossenkopf, der Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft, begrüßt. Anschließend stand auch schon der erste Programmpunkt mit dem Titel „Gemeinsam gute Schule Gestalten – die vielfältigen Facetten von Kooperation“ auf dem Programm. Um möglichst viel Input von der Veranstaltung mitnehmen zu können, haben wir uns bei allen Workshops aufgeteilt und uns im Nachhinein ausgetauscht.

Zusammenarbeiten lernen: Wie kann erfolgreiche Zusammenarbeit gelingen und wie können wir die dafür notwendigen Strukturen schaffen? (Anna Ginkel & Andrea Seitz; Team:werk)
© Deutsches Lehrkräfteforum DominikEiseleFotografie

Das junge Team von Team:werk stellte in einem kurzen Impulsworkshop die verschiedenen Phasen der Zusammenarbeit in Teams vor. Zudem wurden Low- und Highlights der aktuellen Zusammenarbeit im Kollegium der einzelnen Teilnehmer*innen gesammelt. Für uns war es hierbei spannend zu sehen, auf welcher Stufe wir als Team stehen und unsere Zusammenarbeit selbst einmal genauer zu analysieren. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde ein Padlet erarbeitet, welches ihr euch gerne anschauen könnt.

Made with Padlet
Passwort: Team
Kooperationen in Zeiten digitaler Transformation: Welchen Beitrag können digitale Medien zur Unterstützung kollaborativer Unterrichts- und Lernformen leisten? (Micha Pallesche; Rektor, Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule)

In diesem Vortrag stellte Micha Pallesche, Schulleiter der Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule, vor, wie an „seiner“ Schule das Konzept des offenen Ganztags umgesetzt wird und welche Rolle digitale Medien dabei spielen. So wird z.B. sehr großer Wert darauf gelegt, das eigenstände Arbeiten mit digitalen Medien so zu ermöglichen, dass die SchülerInnen in Form von Eigen- und Projektarbeit selbstständig arbeiten können. Hierbei ist Lernen nicht immer „an den Raum“ gebunden, sondern kann auch außerhalb stattfinden, sei es auf dem Schulgelände oder auch innerhalb bestimmter Orte in der Stadt. Ebenfalls ist die Schule mit verschiedenen Räumen ausgestattet, welche es ermöglichen, eigene Produkte verschiedener Arten zu erstellen. So gibt es einen Raum, welcher extra für das Erstellen von Videos mit Kamera und Greensceen eingerichtet ist und von den SchülerInnen eigenständig zum Erstellen von z.B. Erklärvideos genutzt werden kann. Einen ausführlichen Bericht über dieses innovative Schulkonzept findet ihr auch hier.

Freitag 12.11.2021

Nach einem kräftigen Frühstück starteten wir den ersten Vortrag des Tages.

Burnout, Bildung, Beziehung und Beziehungsbildung (Tobias Rohde)

Der Referent Tobias Rohde referiert anschaulich und ohne digitale Präsentation über die Resilienz im Lehrerberuf. Leider ist aktuell die Burnout-Rate bei unserem Berufsgruppe immer noch sehr hoch, sodass dieses Thema nicht zu vernachlässigen sei. Der Weg aus diesem Dilemma sei für ihn eine gute Balance zwischen Belastbarkeit und Erholung. Korrekturen spielen dagegen kaum eine Rolle bei der Entstehung von Burnout im Lehrerberuf. Auch spreche er der Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler*innen eine hohe Bedeutung zu. Studien zeigen, dass man im Durchschnitt 2-3 Schulstunden im Jahr einsparen können, wenn man eine gute Beziehung zu seiner Klasse hat. Diese würden den Fachinhalt dadurch schneller verstehen und somit für ein rascheres Vorgehen Sorgen. Wichtig sei hierbei, echte Interesse an den Schüler*innen zu zeigen, beispielsweise indem man sich mit etwa einem Viertel der Klasse pro Stunde intensiver beschäftige und auch einmal nach ihren Bedürfnissen frage.

Computerspiele im Unterricht (Katharina Sambeth & Björn Hennig)

Beim ersten Workshop-Slot des Tages durften wir ein Projekt aus unserer Agenda vorstellen. In einem spannenden Austausch spielten und diskutierten wir mit Kolleg*innen über den Einsatz von Computerspielen im Unterricht. Die Präsentation kann hier eingesehen werden.

Herausforderungen einfach machen! (Mathias Pfeiffer)

Welches Herausforderungen musstest du dich im Leben schon stellen und wie war dein Gefühl danach? Mit diesen Worten begrüßte der Erlebnispädagoge die Teilnehmenden seines Workshops. Bei den jüngeren Teilnehmenden war dies oftmals eine prägende Erfahrung aus dem Studium, während aber auch persönliche Herausforderungen thematisiert wurden. Mathias Pfeiffer, welcher den Workshop veranstaltete, unterstützt Lehrkräfte bei der Planung und Durchführung von Herausforderungen mit ihrer Klasse (Website). Hierbei geht es um die etwas andere Form der Klassenfahrt, bei welchen die Schüler*innen sich einer eigenes gewählten Herausforderung stellen und diese mit einem vorher festgelegten Budget ausführen müssen. Diese Herausforderungen dienen auf der einen Seite zum Teambuilding, auf der anderen Seite aber auch zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Als Beispiele wurden etwa eine zwölftägige Pilgerreise genannt, bei welcher Schülerinnen ohne Begleitung und mit einem Budget von 120€ pro Person aufgebrochen waren.

„And the Oscar goes to…“ (Jule Müller & Simone Goerttler)

In diesem Workshop stellten die Referentinnen ein spannendes Projekt vor, welches jährlich in Kooperation mit der Universität an einer Schule in Osnabrück durchgeführt wird. Kurz gesagt spielt der neunte Jahrgang als Projekt im Englisch-Unterricht für einen Tag hier die Oscarverleihung nach. Die SchülerInnen werden in drei Gruppen aufgeteilt: Stars, Reporter und Fans. Jede Gruppe hat verschiedene Aufgaben und muss zum Tag der Oscarverleihungen verschiedene Aufgaben erfüllen und Produkte erstellen. Während die Stars z.B. einen Film drehen und eine Siegesrede vorbereiten müssen, müssen die Reporter Artikel schreiben oder Interviews durchführen. Die Fans malen Plakate ihrer LieblingsschauspielerInnen oder machen einen Fan-Podcast. Das ganze geht über mehrere Stunden, bis es dann am Tag der Oscarverleihung einen schönen „Abend“ gibt, an welchem alle für einen Tag nach Hollywood „entfliehen“. Wir konnten durch ein Video ein paar Einblicke in dieses spannende Projekt gewinnen. Zwar ist es in dieser Form für den Englisch-Unterricht konzipiert wurden, aber aus unserer Sicht lässt sich dieses Konzept auch gut in anderen Fächer einsetzen bzw. mit Englisch kombinieren: So könnte man für Geschichte z.B. die Kategorie „bester Historienfilm“ erstellen und im Vorfeld im Unterricht einen historischen Spielfilm analysieren.

One touch – digitalen Unterricht greifbar machen (Danielle Sardi & Loraine Trautwein)

Beim dritten und letzten Workshop des Tages stand das Transformieren von analogen zu digitalen Methoden im Mittelpunkt sowie die Förderung der Digitalkompetenz im Kollegium, ein Problem, welches der ein oder andere sicherlich auch aus dem eigenen Kollegium kennt. Als Tipps gaben die Referentinnen das Verteilen von kleinen digitalen Häppchen im Kollegium sowie das Veranstalten von Mikrofortbildungen mit auf den Weg. Sie selbst haben zudem einen Reader für das Kollegium erarbeitet, welcher die Möglichkeiten an digitalen Tools bündelt und Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht aufzeigt.

Mit TheA (themenorientiertes Arbeiten) große Herausforderungen in junge Köpfe bringen (Dominik Oebel & Philipp Sprott)

Fächerübergreifende Projektarbeit ist so ein Stichwort, welches immer wieder gefordert wird, wo es aber oftmals an konkreten Ideen zur praktischen Umsetzung fehlt. In diesem Workshop haben die Referenten Ideen vorgestellt, wir man die wöchentliche Ansammlung von Einzelstunden in Nebenfächern klug kombinieren und daraus einen guten fächerübergreifenden/fächerverbindenden Unterricht schaffen kann. Dies wurde an einer Einheit zum Thema Wasser gezeigt: Im Erdkunde-Unterricht wurde sich damit beschäftigt, wo wir Wasser haben und wo es herkommt. Der Biologie-Unterricht hat sich mit der Rolle von Wasser für Mensch und Tier beschäftigt. Was Wasser überhaupt „ist“, war dann Teil des Chemie-Unterrichts. Mit zahlreichen solcher Projekte konnten die Referenten aufzeigen, wie gut fächerübergreifender Unterricht funktionieren kann.

Projektförderung & Fuckup Night
© Deutsches Lehrkräfteforum DominikEiseleFotografie

Nach drei tollen Workshops stand an diesem Freitag zudem die Präsentation der Projekte auf dem Programm, welche sich für eine Förderung durch das Deutsche Lehrkräfteforum beworben haben. Anschließend fand nach einem gemeinsamen Abendessen noch die sogenannte Fuckup Night statt, bei welcher es unter anderem um das Erleben einer positiven Fehlerkultur ging. Hier stellten verschiedene Personen ihre witzigsten „Fehler“ vor und resümierten gleichzeitig, was sie daraus gelernt haben. Nach der Vorstellung dieser Fehler in der großen Runde wurden weitere Missgeschicke in kleineren Runden mit einem leckeren Bierchen weiter besprochen.

Samstag 13.11.2021

Auch wenn nach der gestrigen Abendveranstaltung für den ein oder anderen der Wecker etwas zu früh geklingelt hat, sind wir doch voller Tatendrang in den neuen Tag gestartet. Für den Samstag stand neben der Verkündung der Gewinner der Projektförderung noch der Austausch und die Erarbeitung von eigenen Projekten auf dem Programm.

Herausforderung Kollaboration – Wie können wir gemeinsam gute Schule gestalten?

Gemeinsam mit Danielle Sardi und Loraine Trautwein haben wir bei diesem offenen Format das Konzept der Tafelrunde entwickelt. Dieses monatliche digitale Treffen soll deutschsprachige Lehrkräfte zusammenbringen, um gemeinsam über aktuelle Probleme, Anliegen und Ideen zu diskutieren. Ziel hierbei ist es, Schule gemeinsam zu gestalten, damit nicht jede*r mit seinen Probleme alleine dasteht oder das Rad neu erfinden muss. Wir würden uns sehr freuen, euch in zwei Wochen bei der ersten Tafelrunde zu sehen.

Das #twlz grüßt

Uns hat es beide sehr gefreut, so viele bekannte Gesichter aus dem #twlz zu treffen und endlich einmal persönlich kennenzulernen.

Fazit

Das Deutsche Lehrkräfteforum war für uns beide als Team die erste Tagung in Präsens und wir sind sehr dankbar, dass wir an dieser Veranstaltung teilnehmen durften. Wir haben viele tolle Impulse für unseren Unterricht mitgenommen sowie Anregungen für uns selbst. Nicht zu vergessen ist das Treffen und der Austausch mit so vielen tollen und inspirierenden Menschen, wie sie in Bad Boll versammelt waren.

meine MoloDigital (Tag 12): TaskCards, Gamification und digitale Tools für den Geschichtsunterricht

Fortbildung, Mobile Schule

Die geballte Power an zeitgemäßem Unterricht auf einem Haufen? Ja, das gibt es und zwar jeden Monat auf der Mobile Schule digital, einer kostenlosen digitale Fortbildung mit über 50 eSessions direkt vom heimischen Schreibtisch aus. Eine Anmeldung für den nächsten Termin am 17.06.2021 ist hier bereits möglich. Wie jeden Monat ist das Angebot an tollen eSessions enorm und die Auswahl an drei Veranstaltungen aus dem riesigen Angebot schier unmöglich. Dennoch muss man sich letztendlich entscheiden. Um den vielen Input aus diesem Abend nicht zu vergessen und euch einige Tipps & Ideen hieraus mit auf den Weg zu geben, habe ich mich dazu entschieden, über die Tagung zu bloggen.

Vielen Dank an die tolle Orga und allen ReferentInnen sowie TeilnehmerInnen der Veranstaltung für diesen unvergessliche Abend!

Der Steh & TaskCards

Die datenschutzkonforme Alternative zu Padlet ist mittlerweile keine unbekannte Anwendung mehr. Und so war es für mich kein Wunder, dass ich gemeinsam mit über 170 TeilnehmerInnen im Workshop war. Während Daniel Steh charmant und mit einem ungeheueren Wissen über die Anwendung diese vorstellte, beantwortete Mathias Wickenhagen von TaskCards geduldig Frage für Frage im Chat, der bald aus allen Nähten zu Platzen drohte.

Beispiel eines TaskCards

Insbesondere die Frage nach der zukünftigen Preisgestaltung wurde häufig gestellt. „TaskCards ist und wird auch eingeschränkt kostenfrei bleiben“, so Mathias Wickenhagen. Es werde voraussichtlich eine kostenlose Version mit drei freien Pinnwänden geben sowie eine kostenpflichtige Version. Bei der Preisgestaltung wird hierbei aber noch eimal zwischen Schulen und nichtprofitablen Einrichtungen unterschieden. Der aktuellen NutzerInnen werden aber vorab informiert und nicht von einer plötzlichen Änderung überrascht werden.

Neben dieser administrativen Erläuterung haben ich vor allem die neuen Funktionen der Anwendung zum Staunen gebracht. Die Tafel eignet sich wunderbar zum kollaborativen Arbeiten im Unterricht und kann nun auch als Bilddatei abgespeichert werden. Um die einzelnen SchülerInnen Beiträge hierbei nachverfolgen zu können, ist es wichtig, diesen eigene Gastzugänge einzurichten. Aber auch die Möglichkeit, eigene Spalten, beispielsweise in einem Wochenplan, erst nacheinander freizugeben, hat mich überzeugt. Insbesondere für größere oder längere Projekte ist es so nun möglich, die ganze Pinnwand vorab zu erstellen, aber erst Stück für Stück den SchülerInnen zugänglich zu machen.

Nach diesem Abend kann ich nur noch einmal mehr eine Empfehlung für TaskCards aussprechen, welches den Ruf einer Alternative zu Padlet absolut nicht verdient hat. Denn die Anwendung ist smarter, kann wesentlich mehr und ist schon lange keine Alternative mehr zu etwas, sondern ein phänomenales Tool für den Unterricht. Wer bei der Molo nicht dabei sein konnte, bekommt am 16.06.21 bei der digital@regional erneut die Möglichkeit einer Vorstellung der Anwendung durch Daniel Steh.

Digitale Tools für und im Geschichtsunterricht

In meiner zweiten Session auf der Molo widmete ich mich dem digitalen Geschichtsunterricht. Jochen Gollhammer stellte in seiner kurzweiligen Session eine Vielzahl an digitalen Tools für den Geschichtsunterricht vor und gab zudem einige spannende Anregungen für bereits bekannte Tools.

Insbesondere die Produktion von Podcasts und Videos als Bestandteil des Unterrichts sollten hierbei nicht zu kurz kommen. Jochen Gollhammer erläuterte anschaulich und verständlich, wie er eine Vielzahl an digitalen Tools sinnvoll in den Unterricht integriert. Auch die bereits vorgestellte Anwendung TaskCards findet bei ihm häufig ihren Einsatz im Unterricht. Persönlich kann ich euch seine TaskCards als Quelle der Inspiration für eigene Projekte nur ans Herz legen. So finden sich hierbei nicht nur Einheiten zum Kalten Krieg, sondern auch zu Medien und Demokratie sowie vielen weiteren Themen aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich. Wer ihm auf Twitter folgt, wird regelmäßig über neue Pinnwände auf dem Laufenden gehalten.

Ebenso wie beim vorherigen Workshop habe ich aus diesem viele wertvolle Tipps für den Unterricht mitgenommen und bin sehr dankbar über die Möglichkeit der Teilnahme an diesem. Unten findet ihr das Padlet zur Session verlinkt. Ein persönlicher Tipp von mir ist der Besuch einer Fortbildung zu Ostellus, denn diese regelmäßigen Veranstaltungen erleichtern den Umgang mit der Anwendung enorm.

Made with Padlet

Gamification im Unterricht

Im finalen Workshop des Abends stellte das Team des DigiLLab der Uni Augsburg in ihrem Workshop das Thema „Gamification“ vor, ein Thema, welches mich im Allgemeinen sehr interessiert. Etwas schade fand ich den hohen theoretischen Anteil des Vortrags zu später Stunde, der selbst mich mit medienpädagogischen Hintergrund nicht aus der Reserve locken konnte. Persönlich hätte ich mir etwas mehr Anwendungen und praktische Beispiele gewünscht, konnte aber trotzdem einiges für mich aus dem Workshop mitnehmen.

Classcraft

Neben den tollen und verständlichen Ausführungen zu CoSpaches (verbindet alle vier Ks miteinander und entspricht dem deutschen Datenschutz) wurde zudem die Anwendung Classcraft vorgestellt. SchülerInnen können hierbei in eine fremde Welt eintauchen und Punkte sammeln, indem sie Aufgaben lösen. Alleine das Setting, aber auch die spielerischen Elemente haben ein großes Potenzial für den Unterricht und das Team Digitive ist aktuell schon fleißig dabei, die Anwendung zu erkunden😅

Aufgrund der kurzen Zeitspanne der Session, welches es nicht ermöglichte, auf alle Details des spielerischen Lernens im Unterricht einzugehen, hat das DigiLLab der Uni Augsburg zudem einen kostenfreien Selbstlernkurs zu Gamification erstellt, welcher hier abgerufen werden kann. Zudem widmet sich das Team Digitive am 26.05. in einer eigenen Fortbildung diesem Thema.

TaskCards mit allen Handouts

Das Handout wird aktuell noch bestückt.

meine MoloDigital (Tag 11): TikTok und digitale Tools für den Geschichtsunterricht

Fortbildung, Mobile Schule

Die geballte Power an zeitgemäßem Unterricht auf einem Haufen? Ja, das gibt es und zwar jeden Monat auf der Mobile Schule digital, einer kostenlosen digitale Fortbildung mit über 50 eSessions direkt vom heimischen Schreibtisch aus. Eine Anmeldung für den nächsten Termin am 12.05.2021 ist hier bereits möglich. Wie jeden Monat ist das Angebot an tollen eSessions enorm und die Auswahl an drei Veranstaltungen aus dem riesigen Angebot schier unmöglich. Dennoch muss man sich letztendlich entscheiden. Um den vielen Input aus diesem Abend nicht zu vergessen und euch einige Tipps & Ideen hieraus mit auf den Weg zu geben, habe ich mich dazu entschieden, über die Tagung zu bloggen.

Vielen Dank an die tolle Orga und allen ReferentInnen sowie TeilnehmerInnen der Veranstaltung für diesen unvergessliche Abend!

TikTok einmal für die Lehrerschaft erklärt

Wer auf schulischen Fortbildungen und im #twitterlehrerzimmer unterwegs ist, für den ist Anne Weiss keine Unbekannte. Die sympathische Gymnasiallehrerin aus Oberfranken stellte gemeinsam mit einigen Specialguests auf der vergangenen Molo die Plattform TikTok vor. Ich persönlich hatte mich zuvor noch nicht mit der App auseinandergesetzt und habe mich deshalb sehr über den angebotenen Workshop gefreut.

TikTok ist eine Applikation für Android und iOs, bei welcher man als Nutzer kurze Videos erstellen und posten kann. Diese stammen aus unterschiedlichen Genres, wie beispielsweise Comedy, Kochen, Hacks, aber auch aus dem Bildungsbereich. Sogar die Tagesschau besitzt einen eigenen, sehr populären Account. Für das Posten wird ein Account benötigt, zum Anschauen der Videos nicht. Somit ist zumindest das Ansehen der Videos im Unterricht problemlos möglich. Passend zum Thema Unterricht hat Anne Weiss zwei ihrer Schülerinnen eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen mit TikTok gegenüber der anwesenden Lehrerschaft zuteilen. Auf mich haben die beiden einer sehr reflektierten und bewussten Eindruck hinsichtlicher ihrer Nutzung mit der Plattform gemacht. Ihre Accounts seien auf privat gestellt und ihnen sei durchaus bewusst, dass viele der Szenen auf TikTok gestellt sind und auf der Plattform auch FakeNews sowie DeepFakes verbreitet werden. Insgesamt, so Anne Weiss, könne die Plattform gut zur Behandlung von FakeNews im Unterricht, aber auch zur Anregung von Kreativität eingesetzt werden. Ich persönlich habe zudem noch einen kleinen Lateinaccount gefunden, der sich auch für den Einsatz im Unterricht eignet. Ähnlich wie auf YouTube, aber wesentlich kürzer und prägnanter, werden hier grammatikalische Phänomene, aber auch die Herleitung von Namen des Spiels Pokémon erläutert. Ein weiterer Account, den Anne Weiss während ihres Vortrags vorstellte, ist der der Account von Hendrik Odendahl. Dieser war ebenso, wie die Schülerinnen, live bei der Session dabei und beantwortete zahlreiche Fragen der Gymnasiallehrerin. Sein Ziel sei es, Jugendliche zu erreichen und diese bei der Aufklärung von FakeNews zu unterstützen. TikTok sei hierfür eine gute Plattform, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Auch ein Account (eigene Anmerkung), welcher eine gute Mischung aus Aufklärung und Comedy bereitstellt, ist der des Lehrers Herr Grimm aus Berlin. Gemeinsam mit seinen SchülerInnen produziert er kurze Clips und schult diese zudem im Umgang mit der Plattform. Aktuell ist dieser Account zudem für einen Preis nominiert.

Als Fazit kann an dieser Stelle gesagt werden, dass Anne Weiss mit ihrem kurzweiligen Workshop neben einen tollen Einblick in die Plattform den TeilnehmerInnen auch viele Anregungen für den eigenen Unterricht mit auf den Weg gegeben hat. Hier geht es zu ihrer wundervollen Präsentation.

Digitale Tools für und im Geschichtsunterricht

Auch in der zweiten Session blieb es digital und regional in Bayern verankert. Jochen Gollhammer, welcher als Schulleiter an einer Fachoberschule tätig ist, ist ebenso kein Unbekannter aus dem #twitterlehrerzimmer. In seiner kurzweiligen Session stellte er eine Vielzahl an digitalen Tools für den Geschichtsunterricht vor und gab zudem einige spannende Anregungen für bereits bekannte Tools.

Spannend fand ich unter anderem die Herangehensweise mit Hilfe eines Lehreraccounts den SchülerInnen (kollaborativ oder einzeln) eigene LearningSnacks erstellen zu lassen. Ich persönlich kannte die Plattform bereits, aber habe mich nie so intensiv mit dieser beschäftigt, um diese Funktion zu kennen. Auch die Methode, eine Umfrage mit Mentimeter bereits im Voraus der Stunde an die Klasse zu verschicken, fand ich spitze und zudem eine sehr zeitsparende Bereicherung für den Unterricht. Zudem kann hierdurch gegebenenfalls das schlechte Schulnetz umgangen werden. Zuletzt berichtete Jochen Gollhammer über das Erstellen von wahlweise Podcasts oder Nachrichtensendungen im Distanzlernen. Insbesondere das Aufblühen von teilweise eher stillen SchülerInnen hob er hierbei hervor. Ich selbst habe bereits hier einmal über den Einsatz von Podcasts im Unterricht berichtet und fand es vor allem spannend, dass das Erstellen von Videomaterial so gut bei den SchülerInnen ankam. Ich selbst habe im Rahmen einer Tagung einmal das Erstellen einer Talk-Show im Lateinunterricht erleben dürfen, aber bis jetzt noch nicht die Möglichkeit gehabt, dieses einmal im Unterricht ausprobieren zu können.

Ebenso wie beim vorherigen Workshop habe ich aus diesem viele wertvolle Tipps für den Unterricht mitgenommen und bin sehr dankbar über die Möglichkeit der Teilnahme an diesem. Unten findet ihr das Padlet zur Session verlinkt. Ein persönlicher Tipp von mir ist der Besuch einer Fortbildung zu Ostellus, denn diese regelmäßigen Veranstaltungen erleichtern den Umgang mit der Anwendung enorm.

Made with Padlet

Padlet mit allen Handouts

Made with Padlet

meine MoloDigital (Tag 10): Games & Tools für das Distanzlernen

Apps/Programme, digital, Fortbildung, Methode, Methodik, Mobile Schule

Die geballte Power an zeitgemäßem Unterricht auf einem Haufen? Ja, das gibt es und zwar jeden Monat auf der Mobile Schule digital, einer kostenlosen digitale Fortbildung mit über 50 eSessions direkt vom heimischen Schreibtisch aus. Eine Anmeldung für den nächsten Termin am 01.04.2021 ist hier bereits möglich. Wie jeden Monat ist das Angebot an tollen eSessions enorm und die Auswahl an drei Veranstaltungen aus dem riesigen Angebot schier unmöglich. Dennoch muss man sich letztendlich entscheiden. Um den vielen Input aus diesem Abend nicht zu vergessen und euch einige Tipps & Ideen hieraus mit auf den Weg zu geben, habe ich mich dazu entschieden, in Zukunft über die von mir besuchten Tagungen zu bloggen.

Vielen Dank an die tolle Orga und allen ReferentInnen sowie TeilnehmerInnen der Veranstaltung für diesen unvergessliche Abend!

Virtuelle Touren rund um den Globus

Eine Englischlehrerin stellte uns die Anwendung outside simulator vor. Mit diesem Tool ist es möglich, durch die verschiedensten Orte der Welt zu spazieren und zwar direkt vom heimischen Klassenzimmer aus. Sie nutze dies insbesondere zur Förderung der Sprache, indem sie die SchülerInnen die gesehenen Orte auf Englisch erklären lasse.

„Tic Tac Toe“

Ein Mathelehrer berichtete, dass er mit seinen SchülerInnen das bekannte Spiel „Tic Tac Toe“ spiele, indem er ihnen mathematische Rechenaufgaben gebe. Auch für den Lateinunterricht kann ich mir dies in Form von Deklinations- oder Konjugationsübungen sehr gut vorstellen.

Spielplan „Tic Tac Toe“

Mini-Games für den Unterricht

Wieder ein Tipp aus dem Sprachunterricht war die Empfehlung von wisc-online. Ähnlich wie bei Wordwall ist es mit dieser Anwendung möglich, lustige Mini-Games für den Unterricht zu erstellen und zwar mit noch einer größeren Varietät wie bei eben genannter. Auch hier gibt es die Möglichkeit eines Highscores, um die Motivation der SchülerInnen anzuregen.

Auswahl an Möglichkeiten (https://www.wisc-online.com/gamebuilder)

„Stille Post“ digital

Die Anwendung Gartic Phone ist eine Mischung aus „Stille Post“ und Montagsmaler. Der weitergegebene Code muss hierbei erst schriftlich und dann graphisch weitergegeben werden, bevor sich dieses Schema wiederholt. So kann es vorkommen, dass aus dem Pianisten im Aufzug durch die Kombination aus schriftlicher oder graphischer Weitergabe ein menschenfressendes Klavier wird. Ein sehr lustige Anwendung, die sich gut zur Auflockerung oder Anregung für ein kreatives Storytelling im Unterricht einsetzen lässt. Eine Anmeldung ist hierbei nicht nötig.

Spiele für den (privaten) Spieleabend

Eine Anwendung, welche bereits auf Herz und Nieren getestet wurde, ist Board Game Arena. Diese Anwendung stellt zig klassische Brettspiele online zur Verfügung und macht so den Spieleabend mit Freunden auch in Zeiten von Corona möglich. Jeder SpielerIn benötigt hierbei einen Account, was den Einsatz im Unterricht nur bedingt möglich macht.

Auszug aus den Spielen (https://boardgamearena.com/welcome)

Weitere tolle Ideen & Anregungen

… findet ihr hier auf dem Handout der Veranstaltung.

Made with Padlet

Aktiv gegen Cybermobbing in der Schule [Literaturtipp]

Allgemein, Fortbildung, Literaturtipp

Man spricht immer über Medien, Digitalität und Social Media im Unterricht. Aber niemand spricht über Cybermobbing, Diskriminierung und feindliche Kommentare. SchülerInnen hiervor zu schützen und für solche feindlichen Regungen im Internet zu sensibilisieren, halte ich für genauso wichtig wie die SchülerInnen über den Umgang mit den modernen Medien und deren Nutzen für die eigene Person aufzuklären.

Was ist Cybermobbing?

„Unter Cyberbullying oder Cybermobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen mithilfe von Kommunikationsmedien, beispielsweise über Smartphones, E-Mails, Websites, Foren, Chats und Communities.“

Definition nach BMFSFJ (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/medienkompetenz/was-ist-cybermobbing-/86484; 11.05.2020)

JIM-Studie 2019

Die aktuellste Veröffentlichung der JIM-Studie (jährliche repräsentative Studie zum Medienverhalten von Jugendlichen) aus dem Jahr 2019 zeigt hierbei erschreckende Zahlen.

Jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen 12-19 Jahren gab an, dass über ihn falsche oder beleidigende Dinge im Internet verbreitet wurden. Das sind etwas fünf SchülerInnen in jeder Klasse und dies unabhängig von der Schulart. Zudem gaben acht Prozent der Befragten an, bereits selbst Opfer von Cybermobbing geworden zu sein. Mit dem zunehmenden Alter ist die Zahl der Betroffenen hierbei gestiegen. Bezogen auf unsere eigenen SchülerInnen ist somit in jeder Klasse etwa jeder zehnte Schüler selbst Opfer von Cybermobbing. Mädchen sind hierbei doppelt so häufig betroffen wie Jungen. Zudem gibt jeder Dritte der Befragten an, im eigenen Bekanntenkreis schon einmal einen Fall von Cybermobbing erlebt zu haben.

Eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigt hierbei, die dramatischen Folgen bei Jugendliche auf.

Quelle: https://www.gewalt-gegen-kinder.de/index.php/leitfaden/cybermobbing/folgen-von-cybermobbing?showall=1 (11.05.2020)

Diese können über die aufgeführten psychischen Folgen bis hin zu Selbstmordgedanken führen. Laut dem „Bündnis gegen Cybermobbing“ hat jeder Fünfte Betroffene bereits über einen Suizid nachgedacht.

Beispiele wie der Suizid von Amanda Todd zeigen, dass dies nicht nur Gedanken, sondern leider in einigen Fällen auch Realität sind.

„Medienhelden“ gegen Cybermobbing

Die Freie Universität Berlin entwickelte zur Bekämpfung von Cybermobbing das bereits erfolgreich getestete und evaluierte Programm „Medienhelden„.

Ablauf der Maßnahme „Medienhelden“ nach https://www.medienhelden.info/das-programm.html#news (11.05.2020)

Das Programm wird entweder während des Unterrichts anhand eines zehnwöchiges Curriculums (s.Graphik) durchgeführt werden oder in leicht gekürzter Form im Rahmen von Projekttagen. Zudem besteht die Möglichkeit für die bayrischen Lehrkräfte Fortbildung zu diesem Programm zu besuchen.

Das Programm startet mit der Evaluation eines Fragebogens, in welchem die Klasse näher zu ihrem eigenen Medienverhalten befragt wird. Zudem wird in diesem Zuge auch auf die Gefahren aufmerksam gemacht, welche sich im Netz verbergen. Anschließend wird in den folgenden Sektionen näher auf das Thema Cybermobbing eingegangen und anhand verschiedenen Übungen (Rollenspiele, Präsentationen, Quizze etc.) behandelt. Hierbei sollen die SchülerInnen nicht nur lernen, was Cybermobbing überhaupt bedeutet, sondern auch, warum dies geschieht und wie sie sich dagegen wehren, aber auch Betroffene im Kampf gegen Cybermobbing unterstützen können. Zum Beispiel Lernen SchülerInnen anhand eines Themenblocks, wie sie korrekt bei Cybermobbing handeln und mit welchen Methoden sie sich gegen Täter zur Wehr setzen können.

Die Durchführung des Verfahrens wurde von der Freien Universität Berlin in einer eigenen Handreichung sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Es finden sich genaue Angaben zum Ablauf der Einheiten sowie jede Menge Materialien und Beispiele aus der Praxis in der Abhandlung.

Weiteres Material

Verwendete Literatur & Bilder