Meine liebsten Podcasts für den Latein- und Geschichtsunterricht

Geschichte, Latein, Podcast

Aktuell versuche ich jeden Tag meine 10.000 Schritte voll zumachen und als Ausgleich zur täglichen Arbeit an der frischen Luft spazieren zu gehen. Hierbei höre ich bevorzugt Podcast und möchte euch in diesem Blogbeitrag meine Favoriten vorstellen. Alle Podcast sind kostenlos auf Spotify zu finden. Über den Einsatz von Podcasts im Unterricht habe ich bereits hier einen Beitrag veröffentlicht sowie hier zum Einsatz im Unterricht allgemein.

Was ist Was

Ein Klassiker bei den Podcasts sind für mich mittlerweile die Hörbücher der Buchreihe „Was ist Was“. Auf anschauliche und unkomplizierte Weise erklären die drei Protagonisten die Welt. Hierbei geht es neben Themen des Alltags auch um historische Themen. Insbesondere für die Primär- und Unterstufe finde ich die Hörspiele sehr gelungen, da in diesem Podcast historische Ereignisse einfach und ohne die Verwendung von komplexen Strukturen erzählt werden.

Ovids Metamorphosen

Hinter dem Podcast „BuschZwoEins“ steck das dritte Studienjahr der Ernst Busch aus Berlin. Die StudentInnen des „Schauspiels“ haben in Zeiten von Corona den Podcast ins Leben gerufen. Die Erfahrung der angehenden darstellenden KünstlerInnen merkt man auch bei der Vortragsweise im Podcast. Top artikuliert tragen die StudentInnen Auszüge aus Ovids Verwandlungen vor. On top kommt dabei noch die Interpretation der einzelnen Geschichten. Hierbei wird kein Blatt vor den Mund genommen, sondern offen über Vergewaltigungen durch Jupiter etc. gesprochen.

Mir gefällt insbesondere die Kombination aus Text und Interpretation, welche sich super im Lateinunterricht einsetzen lässt, um zeitsparend eine Metamorphose zu behandeln. Neben Spotify können die einzelnen Folgen ebenso auf der Website der Truppe gehört werden.

Geschichten aus der Geschichte

Hinter den zwei wahnsinnig angenehmen Stimmen des Podcasts „Geschichten aus der Geschichte“ stehen die beiden die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer. Seit mittlerweile über fünf Jahren laden die beiden Woche für Woche eine neue Folge zu einem historischen Thema hoch. Hierbei haben sie schon alle möglichen Themen bedient, die sich mal mehr und mal weniger in den Geschichtsunterricht integrieren lassen. Insbesondere in Auszügen eignen sich diese Podcast sehr gut zur Darstellung einer historischen Narration, insbesondere im Distanzlernen. Ansonsten sind die meist etwa einstündigen Folgen auch zur persönlichen Weiterbildung zu empfehlen.

Hier geht es zur Website der zwei, auf welchen ihr auch die einzelnen Folgen anhören könnte.

Geschichten aus der Geschichte

Die zwei Freiburger Studenten Victor und David stehen hinter dem Podcast „His2Go“. Mir gefällt an diesem Format insbesondere die eingangs gestellten Fragen, welche während den einzelnen Folgen beantwortet werden. Zudem werden die erörterten Themen sehr anschaulich dargestellt, sodass sich die Folgen gut und für SchülerInnen unterhaltsam und verständlich in den Unterricht integrieren lassen. Auch diese beiden haben eine eigene Website, die ihr hier finden könnt.

Geschichten mit Schuch

Hinter „Geschichte mit Schuch“ steht der bayrische Gymnasiallehrer Stefan Schuch, welcher in kurzen und knackigen Folgen die Themen des bayrischen Lehrplans schulkonform aufbereitet. In einem Blogpost habe ich bereits ausführlicher darüber berichtet.

Wrint

Ebenfalls für den schulischen Kontext wird der Podcast „wrint“ produziert. Er orientiert sich thematisch manchmal an den Folgen von „Eine Stunde History“, aber wesentlich heruntergebrochener und somit geeinter für den Unterricht als so manche Folge der großen Schwester. Neben historischen Themen bietet wird eine ein Podcast für den Geschichtsunterricht angeboten. Hier erfahrt ihr mehr dazu.

Viel Spaß beim Anhören!

Bismarck twittert? Social Media im Geschichtsunterricht

digital, Geschichte, Neuzeit

Wenn es etwas gibt, was Politiker*Innen aller Parteien vereint, dann ist es der „Zwang“, in den sozialen Medien aktiv zu sein. Twitter, Instagram und co sind für die heutige Kommunikation unverzichtbar, vor allem wenn es darum geht, auch die jüngere Generation zu erreichen. Nach einer Umfrage des Profiling Instituts nutzen gut 85% der Jugendlichen zwischen 12 und 17 regelmäßig Soziale Medien. Insofern ist es nicht überraschend, dass oftmals wichtige Entscheidungen direkt über Twitter verkündet werden. Vor allem der ehemalige US-Präsident Donald Trump nutzte dieses Medium so intensiv, dass er kurz vor Ende seiner Amtszeit für seine kontroversen Tweets und Aufrufe von Twitter gesperrt wurde. Dabei ist die Aufgabe, die eigenen Überzeugungen und Entscheidungen in möglichst kurze und klare Botschaften zu packen, nicht wirklich neu: Seit jeher ist direkte Kommunikation für die politische Vermittlung wichtig. Nur ging das in der Vergangenheit nicht über Tweets und Stories, sondern z.B. über Plakate oder Flugblätter. Doch was wäre, wenn es auch früher schon soziale Medien gegeben hätte? Wie hätte man frühere politische Inhalte mit einer „modernen“ Art der Kommunikation verknüpft? Die folgende Idee für den Einsatz von Twitter und co im Geschichtsunterricht greift dieses Thema auf und konfrontiert die Lernenden mit der Frage, wie sich die Entlassung Otto von Bismarcks 1890 durch Kaiser Wilhelm II. in Zeiten von sozialen Medien wohl abgespielt hätte.

Um diese Aufgabe zu bewältigen, werden von den Lernenden verschiedene Kompetenzen benötigt: Zum einen müssen sie die historischen Hintergründe der Entlassung Bismarcks kennen. Das setzt voraus, dass sie seine bis dahin betriebene Politik (sowie seinen Stil zu regieren) kennen, ebenso wie die politischen Ziele Wilhelms II. Zum anderen müssen sie einen gewissen Grad an Medienkompetenz erwerben, um die gestellte Frage beantworten zu können. Medienkompetenz beinhaltet hier sowohl das Wissen über (soziale) Medien als auch das aktive Nutzen können dieser Medien. Für Twitter bedeutet das z.B. auch, dass ein Tweet an sich eher kurz und auf das wesentliche beschränkt ist, meistens ein persönliches Urteil beinhaltet und oftmals Hashtags oder Verknüpfungen enthält. Gerade für die geforderte Kompetenzerweiterung des Geschichtsunterrichts kann eine Transfer-Aufgabe zur Nutzung sozialer Medien innerhalb eines bestimmten historischen Themas sehr gut genutzt werden.

Umsetzung

Im konkreten Beispiel „Entlassung Bismarcks 1890“ kann die Aufgabe dabei folgendermaßen aussehen:

Aufgabe
Stell dir vor, dass es um 1890 unsere heutigen sozialen Medien bereits gegeben hätte. Wie wäre die Entlassung Bismarcks in Zeiten von Twitter, WhatsApp und co abgelaufen? Setze mit Hilfe eines sozialen Mediums deiner Wahl die Entlassung Bismarcks als aktuelles Ereignis um. Hier eine Übersicht möglicher Beispiele:
- Verfasse einen Twitterpost, in welchem Wilhelm II. die Entlassung Bismarcks verkündet.
- Verfasse einen Twitterpost, in welchem Otto von Bismarck seine Entlassung kommentiert.
- Schreibe einen WhatsApp-Chatverlauf zwischen Wilhelm II. und Otto von Bismarck, in welchem Wilhelm II. ihm die Entlassung mitteilt.

Diese Art der Aufgabenstellung berücksichtigt dabei auch das durchaus unterschiedliche Nutzungsverhalten der jeweiligen Lerngruppen. Die genannten Beispiele sind nur Ideen, aber den Lernenden steht es frei, durchaus auch andere Medien (z.B. TikTok) zu nutzen. Ihrer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Es ist zu empfehlen, diese Aufgabe als Partner- oder Gruppenarbeit zu stellen, um einen gegenseitigen Austausch und ggf. auch das Ausprobieren einer Idee zu ermöglichen. Zumal soziale Medien eben auch dafür gemacht sind, von mehreren Menschen genutzt zu werden. Sonst wären es ja auch keine sozialen Medien. 😉

Hilfreich ist es ebenfalls, den Lernenden eine Art Vorlage als Beispiel zu geben.

Visualisierung mit Padlet

Um die kreativen Ergebnisse effektiv zu sichern, ist es notwendig, diese möglichst gut für die gesamte Lerngruppe sichtbar zu machen. Denn das gegenseitige Austauschen undBewerten/Liken von Beiträgen ist ebenfalls ein unverzichtbarer Bestandteil sozialer Medien. Im Lernkontext bietet sich dafür die Plattform Padlet an, auf welcher eine Art virtuelle Pinnwand erstellt werden kann. Hier können die Lernenden ihre Ergebnisse hochladen, sodass diese von anderen gesehen und kommentiert werden können. Ein gegenseitiger Austausch über eine gut gefüllte Pinnwand stellt gerade zu Zeiten des Distanzlernens eine tolle Möglichkeit einer Feedback-Phase dar. Da ich diese Aufgabe bereits einmal im eigenen Unterricht durchgeführt habe, kann ich an dieser Stelle auch einige gelungene Beispiele meiner Schüler*Innen präsentieren.

Diese Übung ist ein Gastbeitrag von Björn Hennig [Website, Twitter].

Karneval der Antike

Antike, digital, Geschichte, Latein

Auch wenn in meiner unterfränkischen Heimat der Fasching allgegenwärtig ist, hat doch das Wort Karneval seinen Ursprung in der Antike. Es setzt sich aus den lateinischen Begriffen carnis und elevare zusammen, welches den Fleischverzicht in der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit markiert.

Um den SchülerInnen die Faschingszeit etwas zu versüßen habe ich ein kleines Rätsel zur römischen Antike zusammengestellt, welches sowohl im Latein- als auch im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann. Mit Hilfe dem Startbild eines karnevalistischen Augustus (hier) gelangen diese zu drei kleinen digitalen Rätseln. Diese können alternativ auch als analoge Datei heruntergeladen werden.

Maskenparade

Bei dieser Aufgabe geht es darum, die Götter hinten den Masken den richtigen Gottheiten zuzuordnen.

Beispiel aus der Aufgabe

Konfettichaos

In diesem Wörterchaos verstecken jeden Menge Örtlichkeiten des antiken Roms, welche von den SchülerInnen gefunden werden müssen.

Beispiel aus der Aufgabe

Verkleidungen

Bei dieser Aufgabe handelt es sich um Anagramme lateinsicher Berufsbezeichnungen, welche entschlüsselt werden müssen.

Beispiel aus der Aufgabe

Materialien

[Tutory meets Sejda] Das Attentat von Sarajevo

Apps/Programme, Arbeitsblätter, Computerspiel, digital, Erster Weltkrieg, Geschichte, Methode, Methodik

Auf Wunsch meiner Follower zeige ich heute, wie man ganz einfach ein Arbeitsblatt von Tutory.de in eine interaktive Datei verwandeln kann.

Das Arbeitsblatt

Das Arbeitsblatt habe ich zu allererst mit Tutoty.de erstellt und anschließend mit der Anwendung Sejda bearbeitet.

Die Aufgabe der SchülerInnen ist es hierbei mit Hilfe eines Serious Games das Attentat von Sarajevo zu erarbeiten. In der Rolle eines Attentäters werden sie hierbei vor die Entscheidung gestellt, den Thronfolger zu ermorden oder die Tat zu verhindern.

Einfügen von Links

Um den QR-Code zum Spiel auch auf dem PC abrufen zu können, habe ich diesen mit einem Link versehen. Hierzu wird die gleichnamige Funktion benötigt.

Bearbeitung Sejda

Das Drop-Down-Menü

Für die Erstellung dieser Funktion habe ich mit Tutory einen einfachen Lückentext generiert und diesen mit Sejda anschließend in ein Drop-Down-Menü verwandelt. Die entsprechende Funktion hierfür heißt „Dropdown“.

Vorlage mit Tutory
Bearbeitung mit Sejda

Die Auswahlfelder

Für diese Funktion wählte ich bei Tutory den Baustein „Multiple-Choice“ und fügte anschließend bei Sejda „Radio option“ zur Markierung der richtigen Antworten hinzu.

Vorlage mit Turory
Bearbeitung mit Sejda

Textfelder

Um bei einer offenen Frage den SchülerInnen Platz für Antwortmöglichkeiten zu schaffen, setze ich eine Textarea mit der Option des Zeilenumbruchs.

Bearbeitung Sejda

Lückentext

Bei einem Lückentext dagegen, bei welchem nur einzelne Felder auszufüllen sind, wähle ich die Option „Text box“, welche keinen Zeilenumbruch beinhaltet. Die einzelnen Textfelder setze ich anschließend auf die entsprechenden Lücken, welche mit Tutory geniert wurden.

Vorlage Tutory
Bearbeitung Sejda

Fazit

Ich hoffe, ich konnte euch mit der kleinen Vorstellung beider Anwendungen zeigen, wie einfach es ist mit Tutory und Sejda interaktive Arbeitsblätter zu erstellen. Die Erstellung des Arbeitsblatt inklusive der Einarbeitung der interaktiven Elemente hat eine knappe Stunde gedauert.

Material

eduBreakout „Percy Jackson“

Antike, eduBreakout, escaperoom, Geschichte

Die aus der Feder eines Geschichtslehrers stammende Reihe rund um den Halbgott „Percy Jackson“ zeichnet sich seit Jahren durch große Beliebtheit aus.

Hintergründe

Der junge Percy Jackson erfährt, dass er der Sohn des Gottes Poseidon ist. Als Halbgott wird er daraufhin im „Camp Half-Blood“ ausgebildet, einem Trainingslager für Halbgötter. Im weiteren Verlauf der Geschichte muss Percy verschiedene Aufgaben lösen, um eine Verschwörung im Olymp aufzudecken. Dabei muss er u.a. drei magisch grüne Perlen sammeln. Neben der Buchreihe wurde zudem ein Teil der Bücher verfilmt.

Aktuell besteht zudem die Möglichkeit die Bücher als Hörbuch kostenlos auf Spotify (hier) anzuhören.

Die Vorgeschichte

Der Protagonist Percy wird im ersten Band der Reihe beschuldigt, den Herrscherblitz gestohlen zu haben. Zudem hat der Gott Hades die Mutter des Helden in die Unterwelt entführt. Um zu dieser und anschließend wieder aus der Unterwelt zu entkommen, muss der Halbgott drei Perlen in ganz Amerika ausfindig machen, deren Erhalt mit drei mythologischen Figuren bzw. Ereignissen verbunden sind. Hier knüpft der eduBreakout an und der SchülerIn wird auf die Suche nach den drei Perlen geschickt. Am Ende ergibt sich ein Code, durch welchen die Lehrkraft einen Schatz oder eine Überraschung verschlüsseln kann.

Der eduBreakout

In dem eduBreakout lernen die SchülerInnen auf spielerische Weise die Welt der griechischen Mythologie kennen und begeben sich gemeinsam mit Percy Jackson auf eine Entdeckungsreise durch eben diese. Die fachlichen Inhalte sind hierbei angelehnt an die Mythen, welchen Percy Jackson gemeinsam mit seinen zwei Freunden auf der Suche nach den drei Perlen begegnet. So lernen die SchülerInnen beispielsweise etwas über die Schlangenfrau Medusa, die Hydra sowie die Irrfahrten des Odysseus.

eduBreakout – digital

Eine liebe Userin auf Twitter (@tuli_by) hat sich die Mühe gemacht und den eduBreakout mit LearningApps digitalisiert. Vielen lieben Dank!

Material

[eLearning] Herstory – interaktiv und digital

auditive Quelle, digital, Geschichte, Museum, Neuzeit

In einer Zusammenarbeit mit der Abteilung Bildung und Vermittlung des Deutschen Historischen Museums entstanden in einer mehrmonatigen Zusammenarbeit vier eBooks mit interaktiven Arbeitsblättern, welche für den Unterricht, aber auch für das Distanzlernen herangezogen werden können. In diesem Post werden die drei historischen eBooks im Vordergrund stehen, während am Sonntag ein eBook zum Thema „queeres Leben in Deutschland“ auf diesem Blog vorgestellt werden wird.

Warum Herstory?

Vielleicht ist der geläufige Ausdruck „Männer, die Geschichte machen…“ bekannt. Hier stellt sich natürlich die Frage nach der Rolle der Frauen in der Geschichte. Das Deutsche Historische Museum hat diesem Thema eine eigene Führungsreihe gewidmet, welche ich neben dem Lehrerband zur dieser Themenführung mit vielen Materialien und Anregungen für den Unterricht (hier) nur herzlichst empfehlen kann.

Der Inhalt der eBooks

Die eBooks setzen sich in jeweils einem separaten Band kritisch mit einem Thema der Frauen- und Geschlechtergeschichte auseinander und stellen darüber hinaus immer einer Bezug zur Gegenwart her. Band 1 thematisiert hierbei die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert und geht speziell auf das Thema „Crossdressing“ ein, während in Band 2 die Frau in der Weimarer Republik sowie das Wahlrecht der Frauen im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus wird die Frage erörtert, inwiefern Frauen sich als Politikerinnen in der heutigen Gesellschaft etabliert haben. Abschließen tut die Reihe mit dem Band über die Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Hierbei wird sowohl die DDR als auch die BRD beleuchtet und das Thema der sexuellen Selbstbestimmung der Frau in den Vordergrund gerückt. Darüber hinaus findet aber auch die Einführung der Anti-Baby-Pille sowie die Diskussion um dieses Verhütungsmittel in der heutigen Gesellschaft ihren Platz im eBook.

Das Prinzip der eBooks

Die eBooks beinhalten dabei das komplette Material ihrer Einheit und können somit komplett im Distanzlernen und in einer Phase des selbstbestimmten Lernens im Unterricht eingesetzt werden.

Auszug aus dem eBook

Darüber hinaus ist am Ende jedes eBooks ein interaktives Arbeitsblatt hinterlegt, welches als Arbeitsgrundlage oder unabhängig des jeweiligen eBooks im Unterricht eingesetzt werden kann. Es kann sowohl analog als auch digital an die Klasse weitergegeben und von dieser bearbeitet werden.

Auszug aus dem Arbeitsmaterial

Die eBooks

Danksagung

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich für die tolle Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum bedanken. Mir hat die Entwicklung und Erarbeitung des gemeinsamen Projektes sehr viel Freude bereitet und einen tollen Einblick in die Arbeit der Museumspädagogik eines Museums ermöglicht.

Sprechende Bilder im Geschichtsunterricht

Apps/Programme, digital, Geschichte, Wiederholung

Angeregt durch den Adventskalender von Fobizz wurde ich auf die Anwendung ChatterPix Kids aufmerksam. Die App kann kostenlos für iOS oder Android aus dem Playstore heruntergeladen und ohne Anmeldung genutzt werden. Mit dem Tool ist es möglich, kurze Sequenzen zu Bildern einzusprechen und diese anschließend mit ClipArts, Filtern oder einem kurzen Text zu versehen.

Die Anwendung

Nach der Installation der Applikation können die SchülerInnen sofort mit der Anwendung starten. Diese sieht folgende Schritte vor:

  1. Im ersten Schritt können die SchülerInnen ein Foto schießen oder ein bereits vorhandenes Foto auswählen.
  2. Nun erfolgt das Setzen des Mundes auf dem bereits ausgewählten Bild.
  3. Exakt 30 Sekunden haben die SchülerInnen nun Zeit für das Einsprachen ihres Textes.
  4. Im letzten Schritt kann das bBild zudem mit lustigen ClipArts, Filtern und einem Text versehen werden.

Nach dem Speichern des Bildes kann dieses nun versandt oder auf dem Endgerät abgerufen werden.

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Mit Hilfe der Anwendung können historische Persönlichkeiten oder historische Ereignisse zum Leben erweckt werden. Durch die zeitliche Begrenzung erfordert die Anwendung eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen historischen Objekt und eine Reduzierung der wichtigsten Ereignisse auf das Wesentlichste. So filtern die SchülerInnen gezwungenermaßen die wichtigsten Aspekte aus einer Fülle von Informationen heraus.

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

  • als Ratespiel „Wer bin ich?“ in Form einer Wiederholung
  • als Vorstellungsrunde zu einem bestimmten historischen Thema
  • als Vorbereitung auf eine Klausur oder Prüfung
  • im Distanz- und Präsenslernen zur Präsentation einer Aufgabe
  • als lustiges Icon zum Einstieg in eine neue Unterrichtseinheit oder in einem eduBreakout

Materialien

Hier geht es zur Anwendung ➡️ ChatterPixKids

PS: Im Beispielvideo ist mir ein Fehler unterlaufen und es heißt selbstverständlich 955.

Juxtaposition zur Darstellung von temporären Verläufen

2.Weltkrieg, Apps/Programme, Bildquelle, digital, Geschichte

Die Anwendung „Image Juxtaposition“ von H5P (z.B. via ZUM-Apps) ermöglicht es dem Nutzer zeitliche Verläufe darzustellen. Insbesondere bei historischen Örtlichkeiten bietet sich diese Methode im Unterricht an.

Die SchülerInnen können hierbei entweder mit durch die Lehrkraft erstellten Bildern arbeiten oder diese selbst erstellen. Dies bietet sich beispielsweise in Kooperation mit dem Archiv des Heimatortes an, in welchem die SchülerInnen nach alten Aufnahmen der Heimat recherchieren können und diesen anschließend eigenen Fotografien aus der heutigen Zeit gegenüberstellen können.

Bilder mit Hashtags analysieren

Bildquelle, Geschichte, Methode, Methodik, Sachquelle

Nach der Vorstellung der Möglichkeit einer Inhaltsanalyse im gestrigen Blogpost erfolgt heute eine Variante der Analyse von Bildquellen mit der sogenannten Hashtag-Methode.

Die Methode

Für die Durchführung der Methode eignet sich jede Art von Bild-, aber auch ein Teil der Sachquellen. Als Beispiel habe ich die Analyse eines Portraits von Ludwig XIV gewählt.

Die Aufgabe der SchülerInnen besteht nun darin, das Gemälde mit Hashtags zu versehen, welche in Bezug zum dargestellten Bild stehen. Beispielsweise #Herrscherinsignien #aufrechteHaltung #Staatsräson. Das Ziel der Übung ist es hierbei, die einzelnen Aspekte und den Inhalt des Gemälde möglichst präzise zu erfassen.

Die Hashtags können an der Tafel, aber auch mit Tools wie Mentimeter etc. gesammelt und anschließend im Plenum ausgewertet und als Hilfestellung für eine detaillierte Analyse des Objektes im Unterricht herangezogen werden.

eLearning „Nationalversammlung 1848“

Arbeitsblätter, digital, Geschichte, Museum, Neuzeit

In Kombination mit dem digitalen Angebot des Deutschen Historischen Museum entstand eine digitale eLearning-Einheit zur Frankfurter Nationalversammlung 1848. Auf insgesamt zwei Arbeitsblättern erarbeiten die SchülerInnen eigenständig die wichtigsten Aspekte der Versammlung in der Paulskirche. Als materielle Grundlage dient hierbei die Aufbereitung des DHM Berlin.

DHM Mediathek

In Insgesamt vier Kapiteln bereitete das Museum das historische Thema auf.

Register des Materials

Anhand von interaktiven Elementen können die SchülerInnen hierbei die Fraktionen der Nationalversammlung kennenlernen. On top kommt hierbei die Hervorhebung und Benennung der einzelnen Fraktionsmitglieder auf einem Gemälde der Versammlung in der Paulskirche. Das Museum kombiniert in dieser Einheit also spielerische Elemente mit historischem Inhalt und erhöht somit die Motivation der SchülerInnen. Zudem findet hierdurch eine Auseinandersetzung mit dem Gemälde statt.

die Darstellung der Fraktionen

Neben den einzelnen Fraktionen erläutert das Museum auf seiner Website alle wichtigen Debatten in der Paulskirche sowie weitere Aspekte, wie das Präsidium oder die Rolle der Frauen rund um die Nationalversammlung.

die Debatten

Das Arbeitsblatt

Auf dem zweizeitigen Bogen erarbeiten die SchülerInnen die eben vorgestellten Aspekte anhand des Materials des DHMs. Zudem wird mit einem Bezug auf den heutigen Bundestag ein Gegenwartsbezug geschaffen. Hierbei müssen sie sich einmal durch das Material auf der Website klicken und erhalten somit einen Einblick in die historischen Geschehnisse der Paulskirche.

das Arbeitsmaterial

Einsatz des Materials

Durch die selbstständige Erarbeitungsphase kann das Material sowohl im Unterricht als auch im HomeSchooling eingesetzt werden.

Materialien

DHM Mediathek ➡️ hier