selbstständiges Lernen mit eBooks

Arbeitsblätter, Latein, Wiederholung

Ein großes Problem des Lateinunterrichts sind oftmals Defizite der SchülerInnen in der Grammatik und im Wortschatz. Um diesem entgegenzuwirken habe ich aktuell drei eBooks erstellt, mit welchen die SchülerInnen selbstständig schwierige grammatikalische Phänomen wiederholen können.

Die einzelnen Bücher bestehen aus einer Einführung in das Thema sowie ausreichendem Material zum Üben.

Hierbei habe ich bevorzugt auf Angebote zurückgegriffen, bei welchen die SchülerInnen ein sofortiges Feedback ihrer Leistung erhalten oder auf Aufgabenmaterial, welches einer Lösung beigefügt ist. Hiermit möchte ich verhindern, dass die SchülerInnen frei vor sich her üben und keine Rückmeldung zu ihrer Lösung erhalten. Zudem sind die digitalen Anwendungen oftmals spielerisch gestaltet, was einen zusätzlichen Anreiz zur Durchführung der einzelnen Aufgaben bietet.

Die Erstellung der Bücher

Die Bücher an sich wurden mit der Anwendung „Book Creator“ erstellt, welche die Möglichkeit des Erstellen von Büchern mit nur wenigen Klicks bereitstellt.

Material

Bibliothek der eBooks ➡️ hier

Padlet zum Book Creator ➡️ hier

Autorenkarten

Hintergrundwissen, Latein

Auf Twitter wurde ich anhand eines Beispiels aus dem Deutschunterricht zu der Erstellung von Autorenkarten inspiriert.

Methodische Grundlage

Die drei erstellten Karten bieten eine Grundlage für ein klasseninternes Projekt, welches auf der Ergänzung der Karten anhand des jeweiligen behandelten Autores in der Lektürephase beruht.

Auf den Karten werden die jeweilige Gattung, Epoche und die wichtigsten stilistischen Merkmale des einzelnen Literaten vermerkt. Ziel dieser fortwährenden Ergänzung ist der Erhalt eines Sets von Karten und somit das Erlangen eines schnellen Überblicks über die verschiedenen lateinischen Autoren in der Vorbereitungsphase vor dem Abitur oder anderen Prüfungen.

Material

eduBreakout: Wiederholung Perfektstämme

Arbeitsblätter, eduBreakout, escaperoom, Latein, Spiel, Wiederholung

Der EscapeRoom oder auch eduBreakout, wie er im Schulkontext genannt wird, stellt eine Rätselreise für SchülerInnen im Klassenzimmer dar. Diese müssen verschiedene Rätsel lösen, um am Ende an einen Schatz zu gelangen.

Vor der Durchführung im Unterricht

Für die Durchführung des eduBreaksouts wird neben dem Arbeitsmaterial eine Kiste benötigt, welche mit drei Zahlenschlössern a drei Nummern verschlossen ist. In dieser befinden sich kleine Schokotaler oder eine andere Überraschung für die SchülerInnen als Belohnung für die korrekte Lösung der Aufgaben. Selbstverständlich ist es auch möglich, am Ende nur die Codes der SchülerInnen zu vergleichen und beispielsweise für diesen Tag die Hausaufgaben zu erlassen.

Die Durchführung

Die SchülerInnen bearbeiten selbstständig die auf den Arbeitsblättern gestellten Aufgaben und wiederholen so spielerisch die Perfektstämme der Verben. Die Lehrkraft fungiert hierbei als Ansprechpartner bei Problemen in der Aufgabenstellung oder dem Lösen der einzelnen Aufgaben.

Mit jeder richtig gelösten Aufgabe erhalten die SchülerInnen einen dreistelligen Code, den sie auf dem Übersichtsblatt mit den Schatzkisten festhalten können und am Ende zum öffnen er Truhe in die jeweiligen Schlösser eingeben können.

Material

Latine loquamus: Konversationskarten für den Unterricht

Latein, latine loqui

Latein lebt! Um das den SchülerInnen zu verdeutlichen, habe ich Konversationskarten mit lateinischen Vokabeln und Phrasen erstellt. Diese können gemäß der Vorlage im Unterricht weiter ergänzt und ausgebaut werden.

Latein ist nämlich nicht nur eine Sprache, welche auf das Übersetzen von Texten beschränkt ist, sondern mit der man auch leichte gesprochene Übungen im Unterricht durchführen kann. SchülerInnen sollen so einen weiteren Zugang zu der Sprache erhalten, die sie ansonsten eher selten im Unterricht gesprochen hören oder selbst sprechen. Die Konversationskarten bieten Anregungen zum Umgang mit der Sprache im Unterricht und können von den SchülerInnen selbstständig eingesetzt werden. Zudem sind diesen je nach Themenfeldern eigene Farben zugewiesen worden, sodass eine gewisse Übersichtlichkeit in der stetig wachsende Sammlung an Karten bestehen bleibt.

Vorschau des Materials

Material

Quadriga: Wagenrennen als Wiederholung im Unterricht

Latein, Spiel, Wiederholung

Schon länger habe ich nach einer Spielende gesucht, die auf dem Prinzip der römischen Wagenrennen basiert. Primär ist das Spiel dabei auf den Lateinunterricht ausgerichtet, kann aber für jedes andere Fach adaptiert werden.

Was wird benötigt?

Für die Durchführung des Spieles wird der Spielplan, eine beliebige Anzahl an Aktionskarten und vier Spielsteine in den Farben weiß, blau, grün und rot benötigt. Als Alternative zu den klassischen Steinen können hier auch alte Deckel von Stiften etc. genutzt werden. Zudem empfiehlt es sich aufgrund der Nachhaltigkeit und des aktuellen Infektionsschutzes beim Gebrauch des Spiels in Kleingruppen dieses vorher zu laminieren, um es später abwischen zu können.

Das Spielprinzip

Vor dem Spiel wird die Klasse, eine Gruppe etc. in vier Teams gemäß den vier Factiones der römischen Antike eingeteilt. Benannt werden die Gruppen nach den Farben der antiken Rennställe: Es gab die Weißen, die Blauen, die Roten und die Grünen. Diese Farben finden sich auch wieder auf dem Spielfeld wieder, haben aber ansonsten keinerlei Bedeutung für den Verlauf des Spieles. Wie bei den Rennen im Circus Maximus geht es auch bei Quadriga darum als Erster mit seinem Spielstein ins Ziel zu kommen.

Nach der Einteilung der Gruppen und dem Zuteilen der Facto kann der Startschuss fallen. Wie bei den Römern entscheidet das Los darüber, welches Team den ersten Zug setzen darf. Hierbei können die Spielsteine in eine kleine Kiste oder ein Säckchen geworfen werden und von einem Mitglied der Klasse gezogen werden. Auf dem Start-/Zielfeld beginnt nun das Rennen. Im Gegensatz zur Antike muss nur eine Runde gefahren werden, um das Ziel zu erreichen.

Die erste Factio darf nun eine Aktionskarte vom Stapel ziehen und die dortige Aufgabe erfüllen. Die Aufgabenstellungen können hierbei individuell von der Lehrkraft auf den einzelnen Kärtchen notiert werden. Gemäß den drei Wagentypen der römischen Wagenrennen gibt es im Spiel auch drei Typen von Karten mit einer unterschiedlichen Wertung. Je höher die Zahl auf den einzelnen Karten ist, umso weiter darf die Factio bei einer korrekten Lösung der Aufgabe vorrücken.

  • Biga: Bei der ersten Kategorie handelt es sich um eine einfache Aufgabenstellung, welche dem Team einen Punkt einbringt.
  • Triga: Bei der mittleren Kategorie handelt es sich um eine mittelschwere Aufgabe nach deren Lösung das Team zwei Felder nach vorne rücken darf.
  • Quadriga: Die höchste und seltenste Kategorie im Spiel beinhaltet sehr schwierige und knifflige Fragen und bringt das Team drei Punkte nach vorne.

Hat eine Factio eine Karte gezogen, liest sie die dortige Aufgabenstellung laut vor und beantwortet die sich auf dieser befindenden Aufgabe. Die nicht an der Lösung der Aufgabenstellung beteiligten anderen drei Faktionen agieren hierbei als Kontrollinstanz bei der Beantwortung der Fragestellung. Geben alle drei Gruppen ihr okay, darf das Team gemäß der Anzahl der Punkte auf der Karte seinen Spielstein auf dem Feld nach vorne bewegen. Der Lehrkraft ist an dieser Stelle vorbehalten, bei einer falschen Zustimmung der Kontrollgruppen einzugreifen und diese zu korrigieren.

Bsp. Lateinunterricht: Für die Beschriftung der Karten kann bei der Wiederholung von Grammatik, z.B. der Deklinationen eine Abstufung zwischen der Schwierigkeit der einzelnen Deklinationen gemacht werden bzw. je nach Schwierigkeitsstufe den SuS einfache bzw. komplexere Wörter und Wortzusammensetzungen (z.B. Substantiv + Adjektiv/Partizip etc.) zur Deklination gegeben werden.

Gewonnen hat am Ende die Factio, welche als erstes ihren Wagen beziehungsweise seinen Spielstein ins Ziel bringt.

Abwandlungen

Als Alternative zum Ziehen der Karten von einem zuvor gemischten Stapel, können die SchülerInnen auch auswählen, zu welcher Kategorie sie eine Frage beantworten beziehungsweise eine Aufgabe lösen möchten.

Neben dem Prinzip des Reihum Gehens können auch alle Gruppen gleichzeitig und geheim ihre Antwort abgeben und nur die Gruppen, die die Aufgabenstellung korrekt gelöst haben, dürfen mit ihren Spielsteinen nach vorne rücken.

Material

Weitere Informationen zu Wagenrennen ➡️ hier

Latein lebt!

Latein, Vokabeln

Viele heute bekannter Begriffe haben ihren Ursprung im Lateinischen. Ein Beispiel hierfür ist die Automarke Audi, deren Markenname sich vom lateinischen Wort audire ableitet. Angelehnt an die Einheit Sprache verbindet – Sprache erforschen des MPZ entstand eine kreative Erarbeitungsphase, in welcher sich SchülerInnen mit heutigen aus dem lateinischen abgeleiteten Begriffen auseinandersetzen und diese graphische aufbereiten.

© Museumspädagogisches Zentrum; License; Copyright © Autor
Illustration: Georg Schatz
© Museumspädagogisches Zentrum; License; Copyright © Autor
Illustration: Georg Schatz

Hierdurch wird eine bewusste Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Fachbegriffen gefordert und zudem die Kreativität der Klasse angeregt. Gezeichnet werden können die einzelnen Eselsbrücken auf Karteikarten oder einzelnen Papieren, welche später zu einem Memory etc. zusammengesetzt werden können. Hierdurch kann eine weitere Auseinandersetzung mit den ausgewählten Vokabeln anregt werden.

Die jeweiligen Begriffe können sich die SchülerInnen hierbei selbst aus dem Alltag auswählen oder die Lehrkraft kann Vokabeln für die Aufgabenstellung vorgeben. Inspirationen bieten dabei diverse Listen aus dem Internet.

Material

  • Sprache verbindet – Sprache erforschen ➡️ hier
  • Liste lateinischer Lehn- und Fremdwörter im Deutschen (Wikipedia) ➡️ hier
  • Deutsche Wörter aus dem Lateinischen (Superprof) ➡️ hier
  • Latein im Deutsche (latein.ch) ➡️ hier

Bilder Haeder

© Museumspädagogisches Zentrum; License; Copyright © Autor
Illustration: Georg Schatz

Didaktischer Einsatz von Lernvideos im Unterricht

digital, Latein, Methode, Methodik

Aufgrund von Corona gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Lernvideos frei verfügbar im Netz zu finden, welche sich teilweise auch sehr gut für den Einsatz im Unterricht eignen. Um zu verhindern, dass die SchülerInnen diese nur konsumieren ohne dabei etwas zu lernen, empfiehlt sich eine Aufbereitung dieser Videos, beispielsweise mit der Methode des Sukzessiven Sehens. Eine Anleitung zum Erstellen der folgenden Tools ist hier zu finden.

Die Methode

Hierbei werden einzelne Verständnisfragen in das Video eingebaut, welche die SchülerInnen korrekt beantworten müssen, um das Video weitersehen zu können. In aufgezeigten Beispiel geht es um das Verständnis des grammatikalischen Phänomens des Abl. Abs. Die SchülerInnen müssen einige zielführende Fragen zur Grammatik beantworten, um die Bearbeitung des Clips abschließen zu können.

Mit Hilfe der Anwendung H5P kann eine große Zahl an Tools ausgewählt werden unter Zuhilfenahme derer das Verständnis des Videos geprüft werden kann.

Material

  • das bearbeitete Video mit Interaktionen ➡️ hier
  • das Video auf YouTube ➡️ hier

Comics im Lateinunterricht am Bsp. eines Lehrbuchtextes

Comic, Einführung, Latein, Methode, Wiederholung

In einem vergangenen Beitrag auf diesem Blog wurde bereits die Anwendung von Comics im Unterricht thematisiert. Heute erfolgt nun ein konkretes Beispiel aus dem Lateinunterricht. Bei dem hier verwendeten Lehrweg handelt es sich um Adeamus! von Oldenbourg. Für das Erstellen des Comics wurde wiederum die Anwendung StoryboardThat genutzt.

Der Comic als Einstieg in eine neue Lektion

Als Einstieg in eine neue Lektion wird bei dieser Herangehensweise der Comic als blanko Vorlage der Klasse präsentiert.

Die Klasse versucht nun anhand des Settings und der Mimik und Gestik der dargestellten Charaktere zu erahnen, welche Handlung im folgenden Text dargestellt wird. Aufgelöst und ausgefüllt wird der Comic nach dem Übersetzen der entsprechenden Lektion. Haben Sie Ideen, um welchen Lektionstext es sich bei diesem Beispiel handelt? Es ist hierbei schön zu sehen, wie nah manche SchülerInnen der tatsächlichen Lösung hier bereits kommen.

Der Comic in der Übersetzungsphase

Als zweite Variante kann der Comic während oder nach der Lektüre des lateinischen Textes eingesetzt werden. Hierbei ist von folgender Textgrundlage auszugehen, welche freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde:

Berchthold, Volker u. Prof. Dr. Markus Schauer (Hgg.): Adeamus! Ausgabe C Schülerbuch Band 1, Berlin: Cornelsen Verlag 2018.

Der Comic kann nun sowohl als blanko Vorlage oder bereits ausgefüllt der Klasse präsentiert werden.

möglicher Comic zu „Eine Vestalin erzählt“

Eine leere Vorlage bietet sich insbesondere direkt nach der Übersetzung des Textes und zur Verständniskontrolle des Lektionsinhaltes an. Zudem findet bei dieser Methode eine Schulung des Sprachverständnisses der Klasse statt. Dagegen eignet sich ein ausgefüllter Comic, um den Lektionstext den SchülerInnen nach einer gewissen Zeitspanne, z.B. nach dem Wochenende, wieder ins Gedächtnis zu rufen und das bereits gelernte Wissen zu aktivieren.

Selbstverständlich ist auch die Option gegeben, dass die SchülerInnen selbst einen kompletten Comic erstellen und sich diesen gegenseitig präsentieren. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass zum Speichern des Comics ein Account der Anwendung StoryboardThat notwendig ist. Der Comic an sich kann aber ohne jegliche Registrierung auf der entsprechenden Seite erstellt und gegebenenfalls zur Dokumentation abfotografiert werden.

Quidditch im Lateinunterricht

Arbeitsblätter, Latein, Wiederholung

Quidditch – ein Ballspiel auf Besen aus der Welt von „Harry Potter“ – genießt einen großen Stellenwert in der Welt der Magie wie es bei uns zum Beispiel Fußball tut. Auf Basis der gängigen Regeln der Trendsportart wurde ein Arbeitsblatt konzipiert, welches auf die Wiederholung der Grammatik ausgelegt ist.

Die SchülerInnen agieren hierbei als Quidditch-Spieler und müssen gemäß dem Regelwerk und analog zu den im Spiel verwendeten Bällen Aufgaben lösen.

Material

  • Quidditch – Regeln für Interessieret ➡️ hier
  • Auszug eines Spieles auf YouTube ➡️ hier
  • Für die Anwendung in anderen Klassenstufen oder Fächern steht die Datei als bearbeitbares Word – Dokument bei Lehrermarktplatz zur Verfügung ➡️ hier

Wiederholung Perfektstämme [digital]

Latein, Spiel, Vokabeln, Wiederholung

Die Kenntnis der einzelnen Perfektstämme ist ein essenzieller Bestandteil der Wortschatzarbeit. Zur Wiederholung dieses Wissens wurde ein kleines Quiz erstellt, welches die Bestimmung sowie die Übersetzung der einzelnen Vokabeln erfordert. Das Ziel der Übung ist es hierbei, 20 Perfektformen zu finden, diese im Präsens zu bilden und anschließend zu übersetzen.

Beispiel

Die Anwendung zeigt während dieses Vorgangs die Zeit und die bereits gefundenen Vokabeln an und kann somit einen kleinen Wettbewerb im Klassenzimmer ermöglichen.

Hier geht es zur Anwendung ➡️ Wortsalat