Kathas Woche im #twlz: Exen, Leistungsdruck & nachhaltiges Lernen

meine Woche im #twlz

„Schreiben wir nächste Stunde eine Ex (unangekündigter Test über Inhalt der letzten Stunde)?“Fragen mich meine Mädels in der Geschichtsstunde und ich denke mir nur, wie kommt ihr jetzt darauf? „Wie reagiert sie?“ Analysieren die Mädels meine Mimik nach der Frage. Nur nicht Lachen, denke ich bei mir, oder irgendeine andere Regung zeigen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt weder vor eine Ex zu schreiben, noch tue ich dies gerne. Mir ist es wesentlich wichtiger, dass die Schülerinnen den Stoff verstehen und nachhaltig festigen, anstatt fünf Jahreszahlen in der Ex wiederzugeben und danach wieder vergessen haben. Insbesondere eine intensive Befassung mit dem historischen Stoff kann in meinen Augen zu einem nachhaltigen Lernen führen. Aus diesem Grund bieten sich in diesem Fach auch sehr gut alternative Leistungserhebungen an.

Traurig finde ich es insbesondere, wenn Exen als Bestrafung eingesetzt werden. Bereits im Praktikum musste ich die Erfahrung machen, dass auf fehlende Disziplin und Beteiligung der SchülerInnen oftmals eine Ex folgte. In meinen Augen der absolut falsche Weg. Korrekterweise müsste doch in einer solchen Situation die Frage lauten: Warum sind die SchülerInnen so unaufmerksam? Ist irgendetwas passiert? Gibt es Redebedarf? Haben sie eine Klausur geschrieben? Ist mein Unterricht langweilig oder schlecht strukturiert? Die Reflexion und Erfassung des Problems ist in meinen Augen eine viel bessere und auch nachhaltiger Lösung als das Drohen mit einer Ex.

Die DeutschEx

Auch im Twitterlehrerzimmer haben wir über dieses Thema diskutiert und sind eigentlich alle zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

Projektwerkstatt

Auch dieser Post passt sehr gut zum Thema „nachhaltiges Lernen“. SchülerInnen lernen einfach so viel mehr, wenn sie sich begeistern können und es sie wirklich interessiert.

Björns Woche im #twlz: „Tempus fugit“ oder was tun, wenn die Zeit knapp wird?

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

hier in Niedersachsen stehen die Herbstferien an! Nach 6 1/2 intensiven Wochen freue ich mich schon auf die „unterrichtsfreie“ Zeit, denn u.a. mit Klausurkorrektur gibt es auch in den Ferien genügend zu tun. Trotzdem gibt es auch die ein oder andere Sache, auf die ich gerne mit euch zurückblicken möchte. Und auch gerne mit euch besprechen will.

„Noch 5 Minuten…“ Wie beendet man eine unfertige Stunde?

Sicherlich kennt ihr diese Situation auch: Aus unterschiedlichen Gründen hat sich die ganze Stunde wieder etwas hingezogen. Die Klasse kam 5 Minuten später vom Sport, danach musste noch was organisatorisches besprochen werden, die Klasse stellt zu viele Fragen beim Einstieg etc.: Man kommt zwar voran, aber spätestens in der Arbeitsphase merkt man, dass man das Ende der Stunde nicht erreicht. Dieses Gefühl hatte ich in der letzten Woche relativ oft, sodass ich mich da selbst frage: Wie gehe ich am besten mit einer solchen Situation um. Denn die SchülerInnen einfach so aus dem Unterricht gehen zu lassen, ohne irgendwie nochmal etwas besprochen zu haben, fühlte sich sehr komisch an.

Die ersten Stunde habe ich nämlich so beendet, nach dem Motto: Bearbeitet das Blatt als Hausaufgabe fertig. Das kam bei den SchülerInnen nicht gut an (wann können Hausaufgaben das schonmal?) und sorgte wieder dafür, dass die nächste Stunde viel Platz wegnahm, um die Arbeitsaufträge zu besprechen. Zumal sie mittlerweile wieder vergessen hatten, was wir eigentlich gemacht haben. In den nächsten Stunden bin ich anders vorgegangen: Hier habe ich die Arbeitsphase früher unterbrochen, aber bewusst dafür genutzt, nur Aufgabe 1 zu vergleichen und den Rest als Hausaufgabe aufzugeben. So hatte die Klasse immerhin einen kleinen Erkenntnisgewinn, der Rest wurde dann als Hausaufgabe gemacht. Hiermit war ich schon wesentlich zufriedener als bei der vorherigen Lösung, da auch von der Folgestunde nicht so viel gebraucht wurde.

Allerdings frage ich mich immer noch, welche anderen Lösungen es gibt, um Stunden, die man nicht mehr fertig bekommt, sinnvoll zu beenden. Hier möchte ich dieses Format gerne nutzen, um eure Erfahrungen und Tipps zu „unfertigen“ Stunden zu hören. Wie geht ihr damit um, wenn ihr seht, dass ihr eine Stunde nicht mehr so durchführen könnt, wie ihr es geplant habt?

Tweets zur Boston Tea Party? – Eine Social Media-Methode

Mit meiner zwölften Klasse habe ich mich in meiner Einheit zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bewegt und wir sind dabei zur Boston Tea Party gekommen. Zur Behandlung dieses wichtigen Themas habe ich neben dem Lesen eines klassisches Darstellungstextes auch die folgende Aufgabe gestellt: „Stellt euch vor, es hätte zu Zeiten der Boston Tea Party schon Social Media gegeben. Erstellt Posts, Tweets etc., die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.“ Nach anfänglicher Skepsis fingen die SchülerInnen schließlich an, kreativ zu werden. Die Umsetzung dieses historischen Themas in modernen Form sei eine spannende Herausforderung gewesen, hieß es danach in der Nachbesprechung. Auch kam das Feedback, dass man bei der Recherche sehr genau auf Details geachtet hätte (z.B. war John Adams wirklich bei der Boston Tea Party dabei?). Generell hat es den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht und einige der gesammelten Werke möchte ich euch nicht vorenthalten. Diese Methode wird auf jeden Fall wieder ihren Weg in den Unterricht finden. 😎

Eine zweite Chance für ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen? – Eine Fishbowl-Diskussion

In meinem elften Jahrgang habe ich aktuell das Thema der friedlichen Revolution in der DDR. Als Grundlagen müssen dazu auch verschiedene Themen der Gesellschaft der DDR thematisiert werden, weshalb wir in der letzten Stunde über die Stasi gesprochen haben. Da es auch heute noch viele ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen gibt, die Teil unserer Gesellschaft sind, bin ich mit meinem Kurs die Frage nachgegangen, ob ehemalige Stasi-MitarbeiterInnen eine „zweite Chance“ verdient haben. Als Methode habe ich hier zum ersten Mal eine „Fishbowl-Diskussion“ gewählt. In dieser Methode sitzen vier Personen in einem Sitzkreis in der Mitte des Raumes und diskutieren gemeinsam über ein Thema. Das äußere Publikum schaut ihnen also wie bei einem Goldfischglas zu. Das besondere ist, dass die Personen in der Mitte jederzeit „ausgetauscht“ werden können durch Personen aus dem Publikum. Somit fließen immer neue Meinungen und Ansichten in die Diskussion ein. Am Ende konnten wir durch diese spannende Methode viele gute Pro und Contra-Argumente sammeln und die SchülerInnen betonten nochmal, dass diese Methode eine gute Abwechslungs zum klassischen „Einzelabfragen“ der Lehrkraft darstellte.

Gedanken aus dem #twlz

Mit Social Media habe ich bereits erfolgreich im Unterricht gearbeitet, mit Trailern aber noch nicht. Die Kollegin @Julelernt_lehrt hat dazu einen tollen Flyer erstellt, welcher auf die wichtigsten Punkte, die es hierbei zu beachten gilt, eingeht.

Als ehemaliger Referendar fand ich es ebenfalls „spannend“, mein Referendariat unter Corona-Bedingungen durchzuführen. Daher war es sehr interessant, einmal zu hören, wie „andere“ Referendare diese Zeit wahrgenommen haben. Einen Einblick gibt die aktuelle Folge des Podcasts #teechtalks.

Fazit

Vom Stresslevel so langsam bereit für die Herbstferien, aber lange ist es ja nicht mehr hin. Insofern liebe Grüße an die KollegInnen, die schon Ferien haben und noch etwas Kraft an die Kollegen, welche erst später in die Ferien gehen. Nichtsdestotrotz macht es mir weiterhin viel Spass an meiner Schule und ich freue mich schon auf die nächsten kreativen Sachen, die ich (bzw. meine SchülerInnen dann) ausprobieren dürfen. 😊

Kathas Woche im #twlz: problemorientierter Unterricht, Reflexion, VR & AR

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

vergangene Woche war ich mit einer sehr guten Freundin zum Joggen verabredet. Sie hat vor kurzem ihr Examen in Biologie und Englisch absolviert und so kamen wir auch auf unseren Unterricht zu sprechen. Insbesondere auf den problemorientierten Unterricht kamen wir zu sprechen. Ich muss gestehen, dass ich diesen für sehr wichtig erachte, ihn aber aktuell noch nicht perfekt umsetze. Teilweise habe ich noch Probleme, für jede Stunde die richtige Problematik zu finden, teilweise erscheint mir diese dann auch zu gekünstelt. Eine weitere Sorge ist, dass ich durch die Problematik die Spannungskurve abflachen könnte oder das Problem zu komplex ist, um von den Schülerinnen genannt zu werden. Auch die aktuelle Situation mit den Testen bereitete mir Sorge, ob ich es mit meinen Schülerinnen in so kurzer Zeit schaffen kann, eine problemorientierte Fragestellung zu bilden und diese in der Stunde auch noch zu lösen.

Ich habe mir in den vergangenen Tagen sehr viele Gedanken dazu gemacht, wie ich meinen Unterricht problemorientierter gestalten könnte. Zufälligerweise kam letzte Woche eine Schülerin am Ende der Stunde zu mir und stellte mir zum gelehrten Stoff eine Frage. Mit Hilfe dieser Frage werde ich nun eine von den Schülerinnen selbst gefunden Problemstellung zu Beginn der Stunde stellen. Aufgrund dieser Frage habe ich mir vorgenommen, in dieser Klasse noch kritischer und problemorientierter an das Thema heranzugehen und zu beobachten, wie die Schülerinnen damit zurecht kommen. Meine Bedenken sind insbesondere, dass sie Probleme haben, eigenständig eine problemorientierte Frage zu Beginn der Stunde zu formulieren. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Beginnt ihre jede Stunde mit einer problemorientierten Frage?

Meine Woche im #twlz

Neben meiner kleinen Laufrunde haben mich zudem diese Tweets zum Nachdenken und Reflektieren angeregt.

Schülerreflexion

Reflexion und Nachvollziehen des gelernten Stoffes erachte ich für einen wichtigen Teil des Lernprozesses. Aus diesem Grund finde ich den Ansatz mit einem wöchentlichen Podcast als Reflexion sehr spannend und werde ihn definitiv einmal selbst ausprobieren.

Leiter zur Projektplanung

Aktuell bearbeiten meine Mädels eine Stationsarbeit zur Amerikanischen Revolution. Bei dem nächsten größeren Projekt kommt diese Leiter sicherlich zum Einsatz.

Tolle Übersicht zu QR-Codes

Die kleinen Codes sind bei mir in vielfältiger Weise im Unterricht im Einsatz. Umso mehr freue ich mich über diese tolle Übersicht mit all ihren Möglichkeiten.

AR & VR im Unterricht

Eine tolle Übersicht, die ich gleich einmal an meine Freundin weitergeleitet habe.

Weitere tolle Anregungen für VR & AR im Unterricht finden sich auf diesem Padlet sowie im fragestellenden Tweet.

Björns Woche im #twlz: Abenteuer, Plakate und Impostor

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

das erste Schulvierteljahr neigt sich langsam dem Ende zu (einige KollegInnen haben diese Woche schon Ferien habe ich gehört), sodass es hier auch für mich einmal Zeit ist, auf die letzten Wochen zurückzuschauen. Ich habe in den letzten Wochen einiges ausprobieren können und meine drei Lieblingsbeispiele möchte ich euch heute einmal präsentieren.

Analog unterwegs: Plakate im Unterricht

Auch wenn Katharina und ich gerne mit digitalen Medien arbeiten, manchmal sind es auch die einfachsten analogen Methoden, die bei den SchülerInnen für großen Spass sorgen. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, haben wir uns gerade mit dem Stempelsteuerstreit auseinandergesetzt und um die SchülerInnen mit dem Thema vertraut zu machen, hatte ich als Einstieg ein Bild mit einem Protest gegen jene Stempelsteuer ausgewählt. Der weiterführende Auftrag war, dass sich die SchülerInnen in die Lage versetzen sollten, selbst auf dieser Demo mitzulaufen… natürlich mit einem Plakat, welches sie dazu gestalten sollten. Der Arbeitsauftrag war relativ einfach, aber es hat den SchülerInnen nicht nur viel Spass gemacht, sondern sie haben sich auch gut mit der Thematik auseinandergesetzt. Inhalt und Gestaltung gingen Hand in Hand, wenn die drohende Steuer als Gleichsetzung mit dem Tod für die Menschen in den Kolonien bezeichnet wurde und gleich noch ein paar Totenköpfe auf das Plakat wanderten. Am Ende fand ein spannender Austausch statt, in welchem die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Gestalten des Plakats hervorgehoben wurden. Einig waren sich alle aber in einer Sache: Bereit für Demonstrationen sind meine Zwölftklässler*Innen allemal.

Among als spielerischer Einstieg

Was bisher ziemlich gut funktioniert hat, ist der Einsatz unserer Among Us-Übungsblätter. Egal ob in Latein oder Geschichte: Die SchülerInnen werden immer gleich neugierig, wenn sie die kleinen Figürchen sehen. Das zeigt mir, dass es erstrebenswert ist, wenn man die Lebenswelt der SchülerInnen in den Unterricht bringt. Bei der Besprechung eines bereits weiterführenden Themas erwähnte ein Schüler meinte ein Schüler zu einem Mitschüler heute bei einer Nachfrage, wieso Frankreich um 1670 denn die größte Macht in Europa wäre, sogar: „Hey, erinnere dich doch an das Among Us-Blatt mit den Frankreich als Impostor.“ Weitere Gedanken gehen jetzt dahin, welche anderen populären Medien eingesetzt werden können, um den zu lernenden Inhalt spannend zu verpacken. Ein Nachteil: Die SchülerInnen fragen mich jetzt jede Stunde, ob wir denn mal zusammen Among Us spielen. Ist als Idee für die Ferien notiert. 😀

Erfolgreiche Abenteuer

Ebenfalls erfolgreich hat sich der Einsatz von deck.toys im Unterricht gezeigt. Ich halte es nach wie vor für ein tolles Tool, auch wenn ich immer überlege, wo es sich am besten einsetzen lässt. In meinem Leistungskurs, Jahrgang 12 Geschichte, habe ich es einmal als „begleitendes“ Programm für einen etwas längeren Darstellungstext zur Besiedlung Amerikas genutzt. Hier mussten die SchülerInnen verschiedene Informationen aus einem Text filtern und so z.B. Waren dahingehend sortieren, ob sie aus Amerika exportiert oder nach Amerika importiert wurden. Oder die jeweiligen Namen der Kolonien richtig zuordnen. Das hat den SchülerInnen soweit auch Freude bereit, wenngleich es eine gewisse Schwäche von deck.toys gezeigt hat: Die Formatierung, gerade auf kleineren Endgeräten, funktioniert nicht immer unbedingt. Hier muss ich bei den nächsten Malen noch einmal schauen, wie sich diese technischen Probleme lösen lassen. Insgesamt fiel das Feedback also durchaus positiv aus. Wenn auch etwas knapp. 😄

Gedanken aus dem #twlz

Auch wenn ich aktuell noch kein Klassenlehrer bin, sammle ich schon fließig Ideen, wie man so eine neue Klasse als Klassenlehrer begrüßen kann. Ganz besonders gilt dies natürlich für fünfte Klassen, die ganz neu an die Schule gekommen sind. Kristina Wahl hat dazu eine tolle Sammlung mit verschiedenen Ideen gesammelt, wie die Kleinen gleich toll begrüßt werden.

Mit meiner siebten Klasse bin ich in Geschichte aktuell noch nicht ganz bei Napoleon, werde aber bald da sein. Deshalb ist es umso praktischer, bei segu Geschichte ein Modul zum Thema „Napoleons Herrschaft über Europa“ gefunden zu haben. Das wird sicherlich den Weg in die Unterrichtsplanung finden.

Im Rahmen meiner Nachhaltigkeits-AG ist das Thema Projektarbeit in der Schule schon ziemlich wichtig. Umso besser, dass es von sofatour einen Vorschlag von 20 tollen Projekten gibt, die sich auch außerhalb einer Nachhaltigkeits-AG gut umsetzen lassen.

Fazit

Seit gut einem Monat läuft die Schule in Niedersachsen und es fühlt sich immer noch so an, als wäre das Schuljahr gerade losgegangen. Auch wenn es mich freut, dass die verschiedenen Projekte so gut angekommen sind, so merkt man doch, dass die Planung dafür relativ aufwendig ist. Daher beschwere ich mich nicht, wenn dann „demnächst“ (also hier in zwei Wochen) auch mal die Ferien kommen. 😅 Abgesehen davon macht es aber nach wie vor viel Spass an meiner neuen Schule und ich freue mich schon auf die kommenden Stunden, in welchen auch ein paar Sachen ausprobiert werden sollen. Was genau das ist? Guckt in zwei Wochen wieder rein!

Kathas Woche im #twlz: Die Probleme digitaler Anwendungen im Unterricht

Diary, meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

wir ihr vielleicht schon am Titel gesehen habt, wird sich der Mittwochspost verändern. Björn und ich möchten nicht nur die Posts aus dem #twlz reflektieren, sondern auch uns selbst. Zudem wollen wir euch ein bisschen mit in unseren Lehreralltag nehmen und gemeinsam mit euch in einen Austausch treten. Vielleicht wird dieser Post auch so etwas wie ein Tagebuch für uns selbst, auf welches wir in vielen Jahren zurückblicken können.

TaskCards und wie wir es nutzen

In jeder Klasse, die ich in diesem Schuljahr unterrichte, habe ich TaskCards eingeführt. Teilweise aus praktischen Gründen, teilweise aber auch, um im Ernstfall problemlos ins Distanzlernen gehen zu können. Hierzu haben die Mädels auf der Rückseite ihres Glossars einen QR-Code erhalten. Die Schülerinnen kannten dieses Modell noch nicht, haben es aber sehr gut angenommen. Manche Klassen haben sehr neugierig darauf reagiert und mich ausgefragt, was passiert wenn sie etwas hochladen und wer das alles sehen kann. Kleine Datenschutzprofis sind sie also schon einmal 😅

Der Einsatz von TaskCards im Unterricht gestaltet sich bei mir sehr vielfältig. Zum einen lasse ich die Schülerinnen in Geschichte Bilder von Quellen und Darstellungen hochladen, zum anderen verlinke ich digitale Anwendungen, gebe Literaturtipps oder lasse sie ihre Referate einteilen. Letzteres hat erstaunlich gut funktioniert und ich hätte dies persönlich nicht erwartet. Hierzu habe ich eine Spalte in TaskCards angelegt und für jedes Thema eine eigene Kachel erstellt. Die Schülerinnen haben sich nun in die jeweilige Kachel eingetragen, über deren Thema sie gerne referieren möchten. Mir zeigt dies, wie selbstständig meine Mädels schon sind und dass sie durchaus schon alleine organisatorische Aufgaben übernehmen können. In der nächsten Stunde sprechen wir die Auswahl noch einmal kurz durch und losen die doppelten Themen aus.

Quellen aus der Familie

In diesem Blogpost haben wir euch bereits vorgestellt, wie wir die Einführung in die Geschichtswissenschaft gestaltet haben. Als Hausaufgabe sollten die Schülerinnen eigene Beispiele für eine Quelle und Darstellung suchen und diese, wenn möglich auch mitbringen. Mein Herz ist echt aufgegangen als sie Münzen, Fotos und viele weitere Dinge aus der Vergangenheit mitgebracht haben. Insbesondere Münzen aus der Weimarer Republik haben mir sehr erfreut. Hier war ich richtig stolz auf meine Mädels.

Mentimeter und der Imperialismus

Neben Oncoo habe ich nun auch Mentimeter erstmals im Unterricht als Tool eingesetzt. Die Schülerinnen sollten auf einer Weltkarte ein Land markieren, welches sie gerne besitzen würden. Hierdurch sollte die Problematik des Imperialismus verdeutlicht werden. Mentimeter war für die Schülerinnen eine unbekannte Anwendung und so haben wir viel Zeit damit verbracht, diese genau zu erklären. Besonders problematisch war, dass sie anfangs nicht verstanden haben, dass sie ihre Antwort nicht einsehen können, sondern diese nur auf dem Bild an der Tafel zu sehen ist. Mein größtes Problem hierbei war, dass ich mich am PC via Google nicht bei Mentimeter einloggen konnte und am Ende mein iPad unter die Dokumentenkamera legen musste, da ich es leider nicht spiegeln konnte. Habt ihr hierzu eine besser Lösung, um dieses Problem in Zukunft zu umgehen?

Handy, iPads und das Internet

Ein weiterer Punkt, der mir aktuell viel Kopfzerbrechen bereitet, ist die technische Ausstattung. Teilweise haben meine Klassen ab der Mittelstufe keine Handys dabei, teilweise ich kein Internet und teilweise arbeiten die Schülerinnen bereits mit dem iPad im Unterricht. Letzteres freut mich sehr und ich werde dies auch unterstützen, indem ich ihnen via TaskCards die Materialien digital zur Verfügung stelle. Meine Sorge ist aktuell dabei, dass sie durch das iPad im Unterricht zu sehr abgelenkt werden. Hat jemand von euch hier schon gute Erfahrung gemacht? Das andere Problem bereitet mir größeres Kopfzerbrechen. Ohne Geräte und Internet funktionieren so tolle Anwendungen wie Mentimeter im Unterricht leider nicht und auch Tools wie deck.toys und Co. lassen sich auf Handys schlecht realisieren. Aktuell arbeite ich zwar mit H5P, aber wir machen das alle zusammen an der Tafel. Auch hier haben die Schülerinnen große Freude bei der Bearbeitung der einzelnen Aufgaben, insbesondere, wenn sie ihre Lösungen kontrollieren und es einmal „Pling“ macht. Aber gerne würde ich doch mehr mit Gamification im Unterricht arbeiten und so tolle VR-Anwendungen wie die WDR-App für Geschichte im Unterricht einsetzen.

Gedanken aus dem #twlz

Angeregt durch den Post von Anna möchte ich in diesem Schuljahr nun endlich auch einen kleinen Drucker kaufen und auditives Feedback im Unterricht einsetzen. Insbesondere für Projektarbeiten und Übersetzungen in Latein stelle ich mir dies sehr gewinnbringend vor.

Auch der Tweet von Nataliya wird spätestens im nächsten Schuljahr eine Umsetzung erfahren.

Und dank Hanno Kennst habe ich eine tolle Idee zum Vorstellen von Lektüren im Lateinunterricht oder Referatsthemen in Geschichte kennengelernt.

Fazit

Seit nun mehr einer Woche läuft das neue Schuljahr in Bayern und genauso lange bin ich nun schon an meiner neuen Schule. Ich fühle mich sehr wohl im Kollegium und die Arbeit dem den Schülerinnen bereitet mir sehr viel Freude. Ich bin sehr stolz auf sie, wenn ich ihre Fortschritte sehe und wie sie alle meistern trotz Corona. Auch das Kollegium ist echt toll und hat mich toll aufgenommen. Ich fühle mich sehr wohl hier und arbeite gerne an dieser Schule.

meine Woche im #twlz: Tipps & Ideen für den Schulalltag zum Schulanfang (1)

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

ich weiß, dass einige von euch erst in die verdienten Ferien gestartet sind und auch in Bayern ist das neue Schuljahr noch in weiter Ferne, aber in einigen anderen Bundesländern hat der Unterricht schon wieder bekommen. Aus diesem Grund wird es einen weiteren Themenpost dieser Art zum Schulstart im September noch einmal geben. Somit verabschiedet sich diese Kolumne auch in die Sommerpause und ist mit Part 2 im September wieder für euch da.

Viel Spaß beim Stöbern!

Katharina

Digitale Anwesenheitskontrolle

Eine wichtige Frage zu Zeiten der Pandemie.

Bingo für den Schulstart

Eine tolle Idee, die modifiziert werden darf.

Gestaltungsideen fürs Klassenzimmer

Vielleicht findet der ein oder andere hier auch ein paar spannende Ideen für seinen Raum.

Ideen zur Lärmvermeidung

Zwei tolle Ideen, um Störungen im Klassenzimmer zu vermeiden und den Lärmpegel unten zu halten. In den Kommentaren sind weitere Varianten der Ideen zu finden

Der digitale Lehrerkalender

Die liebe Jule hat einen unfassbar tollen Kalender gestaltet, den ihr euch kostenlos herunterladen könnt.

meine Woche im #twlz: Viel Digitales & ein Musical

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

der heutige Rückblick steht ganz unter dem Motto digitale Tools und Empfehlungen. Zudem habe ich euch den Link eines Musicals angehängt, welches von einer Lehrkraft komponiert und von den SchülerInnen aufgeführt wurde. Hört doch einmal rein 🙂

Viel Spaß beim Stöbern!

Katharina

Ein Termin zum Vormerken

Ab sofort ist die Anmeldung offen für einen Kongress über das Thema Lernen und Lehren im digitalen Zeitalter.

Apps & Ideen für den Englischunterricht

Eine Zusammenstellung an Applikationen für den Unterricht im Fach Englisch sowie eine Zusammenstellung an weiteren Anwendungen für ebendiesen.

(digitale) Ideen für den Geschichtsunterricht

Egal ob Film, Museum oder Computerspiele. Für jeden ist etwas dabei 🙂

Ein Tool mit Potenzial?

Ich persönlich muss gestehen, dass ich die Anwendung selbst noch nicht kenne, sie aber auf jeden Fall sehr spannend aussieht.

Weil es einfach eine super Aktion ist … ein Musical über den Schulalltag

Ein Musical, komponiert von einer Lehrkraft und aufgeführt von SchülerInnen, welches den Schulalltag behandelt. Höre es gerade parallel zum Verfassen dieses Blogposts und bin echt begeistert 🙂 Respekt vor so einer Leistung!

meine Woche im #twlz: Olympia

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

Olympia steht vor der Tür und bestimmt das Motto des heutigen Posts. Zudem werden in den nächsten Wochen auch noch einige Arbeitsblätter und Materialien hierzu auf dem Blog erscheinen. In Bayern startet Anfang August „Brücken bauen“, sodass noch einiges an Material für die Förderung in Latein in Planung ist. Zudem wird es auch ein kleines Quiz rund um die Olympiade geben.

Viel Spaß beim Stöbern!

Katharina

Materialsammlung

Hier findet ihr eine tolle Materialsammlung an Themen für Olympia.

Roboter

Tolle Anwendung zum Programmieren für Klein und Groß.

deck.toys

Schafft ihr es, das Podium zu erklimmen?

meine Woche im #twlz: Moderationskarten; eduBreakout & mehr

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

das Wetter spielt verrückt und hat somit auch einige Wandertage durcheinander gewirbelt. Alternative Ideen für den regnerischen Wandertag sowie viele weitere Ideen findet ihr im heutigen Post.

Viel Spaß beim Stöbern!

Katharina

Moderationskarten für die Videokonferenz

Apps für das iPad

Bei mir beschränkt sich die Nutzung eines iPad leider aktuell noch auf das Privatleben, aber vielleicht haben die Geräte schon bei dem ein oder anderen von euch Einzug in den Unterricht gehalten.

Sammlung von eduBreakouts

Tolle Ideen unter dem Tweet für den Einsatz im Unterricht oder zur eigenen Inspiration.

Ideen für regnerische Wandertage

Bei dem aktuellen schlechten Wetter sicherlich kein Einzelfall.

Tipp-Spiel EM

Fast 100 Lehrkräfte haben über Wochen fleißig getippt und um den Titel des Tipp-Königs bzw. der Tipp-Königin gekämpft. Herzlichen Glückwunsch!

meine Woche im #twlz: Eine bunte Mischung an Inspirationen

meine Woche im #twlz

Liebes digitales Kollegium,

diese Woche haben ich einen bunten Mix voller Inspirationen für euch 🙂

Viel Spaß beim Stöbern!

Katharina

Förderung des Hörverstehen

Eine spannende Anwendung für Englischlehrkräfte.

Comics

Das klingt nach einer wirklich tollen Anwendung, die zudem das Sprechen von Fremdsprachen fördert.

Lektüreunterricht

Ein Fundstück für die Deutschlehrkräfte.

Gartic Phone

Aus eigener Erfahrung kann ich diesem, auch im Unterricht, nur zustimmen.

Interaktive Videos

Ein super Update, welches die Anwendung noch genialer macht als sie schon ist.

Zum Abspeichern & Weitergeben