ABC-Methode

Einführung, Gruppenarbeit, Methode, Methodik, Wiederholung

Die „ABC-Methode“ wird charakterisiert durch ihre Eignung sowohl als Lernstandserhebung als auch zur Wiederholung von bereits vermittelten Inhalten. Sie besticht durch ihre Eigenschaft, dass zu einem bestimmten Oberbegriff Fachbegriffe von den SchülerInnen gesammelt werden, welche sind an den 26 Buchstaben des ABCs orientieren.

Durchführung der Methode

Zu Beginn der Methode schreiben die SchülerInnen in Einzelarbeit zu einem vorgegebenen Oberthema, z. B. Karl der Große, jeweils einen Begriff pro Buchstabe des Alphabets auf, welcher etwas mit dem vorgegeben Thema zu tun hat. Hierbei gibt es die Option, Joker zu verteilen, wodurch die SchülerInnen nicht alle 26 Buchstaben des ABCs befüllen müssen.

ABC – Methode am Beispiel Karl des Großen

Nach dem Abschluss der Einzelarbeit, können die gefundenen Begriffe zuerst in einer Kleingruppe oder gleich im Plenum gesammelt werden. Hierbei werden die einzelnen Begrifflichkeit auf ihre Korrektheit hin besprochen und anschließend zur Erstellung einer historischen Narration in eine chronologische Reihenfolge gebracht. Die Lehrkraft hat hierbei die Möglichkeit, Nachfragen zu den einzelnen Begriffen zu stellen und gegebenenfalls zu prüfen, was die SchülerInnen bereits zu einem bestimmten Thema wissen oder inwiefern sich der Lerninhalt der vergangenen Einheit verfestigt hat.

Memes im Unterricht – Einsetzen & Erstellen

Geschichte, Latein, Methode, Methodik, Vokabeln, Wiederholung

Gestern veröffentlichte ich auf meinen Social Media Kanälen einen Post mit folgenden Meme und dessen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

Quelle: Instagram/lateinonde

Memes bieten eine gute Möglichkeit zur Integration in den Unterricht, sei es durch die Verwendung von bereits erstellen Memes oder der Erstellung neuer, eigener Memes.

Einsatz von Memes im Unterricht

Für den Einsatz und die Zielsetzung von Memes im Unterricht gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Beispielsweise können diese zur Einführung in ein neues Thema oder am Beginn einer neuen Stunde zur Wiederholung herangezogen werden. Die lustigen Memes besitzen in ihrer Aufmachung ein großes Potenzial zur Schaffung von Irritationen und bilden somit eine gute Grundlage für eine anschließende Diskussion im Plenum.

Auch eine kritische Betrachtung dieser darf nicht vernachlässigt werden, denn sie bilden nicht immer historische korrekte Gegebenheiten ab.

Erstellung von Memes im Unterricht

Eine besondere Herausforderung, aber auch einen besonderen Anreiz für die SchülerInnen bietet die Erstellung von eigenen Memes. Denn hierbei können diese nicht nur ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sondern müssen bei der Erstellung der lustigen Bildchen auch Beweisen, dass sie das vorgegebene Thema in all seinen Facetten verstanden haben. Denn ohne ein tiefgründiges Verständnis dessen ist es nicht möglich, eine treffende historische und ironische Note dessen zu treffen.

Die Erstellung von eigenen Memes im Unterricht kann mit verschiedenen Zielen verfolgt werden.

  • Wiederholung eines bereits behandelten Themas.
  • Vorstellung eines in der Gruppe erarbeiteten Themas mit Hilfe eines Memes im Plenum der Klasse.
  • Erstellung von Lernhilfen bei schwierigen Themen oder Vokabeln.
  • Verfassung einer Meme-Geschichte zu einem historischen Thema oder einer klassischen Lektüre (z.B. eine Metamorphose des Ovids.

Für die Erstellung von Memes bietet das Internet eine Reihe kostenloser Programme an, bei welchen keine Anmeldung von Seiten der SchülerInnen notwendig ist. Im folgenden wurden einige Beispiele hierfür aufgelistet:

Neben diesen Anbieter gibt es auch noch eine Reihe von Apps für Tablet und Smartphone, bei welchen aber in der Regel eine Registrierung notwenig ist.

Weiterführende Website & Anregungen

Methode zur Wiederholung unter Corona

Methode, Methodik, Quiz, Spiel

Wer kennt ihn nicht, den Satz „1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei!“ Als Kind war ich ein großer Fan der Sendung und habe immer mit meinem Bruder vor dem Fernsehen mitgerätselt. Zu Seiten von Corona ist es natürlich nicht möglich, die SchülerInnen im Klassenzimmer herspringen zu lassen. Trotzdem eignet sich das Spiel zur Mobilisation oder Auflockerung der SchülerInnen während der Unterrichtsstunde.

Methode

Zu Beginn der Durchführung teilt die Lehrkraft die Klasse in drei Gruppen ein. Die SchülerInnen bleiben auch nach der Einteilung in die Gruppe an ihrem Platz sitzen, um so den nötigen Abstand zu den MitschülerInnen einhalten zu können. Jede Gruppe steht für eines der drei Felder der Show. Nun wird die erste Frage – hier eigene sich Fragen zur Wiederholung der vergangenen Stunde und einer vergangenen Lerneinheit – und die drei dazugehörigen Antwortmöglichkeiten vorgelesen. Glaubt nun ein SchülerIn, dass er in der Gruppe mit der richtigen Antwortmöglichkeit sitzt, steht er auf, bleibt aber an seinem Platz stehen. Glaubt er, dass er nicht in der richtigen Antwort-Gruppe sitzt, bleibt er an seinem Platz sitzen. Nach der Auflösung der Frage steht es der Lehrkraft frei, weitere näher auf den Inhalt eingehende Fragen zu der eben gespielten Aufgabe zu stellen.
Diesem Prinzip folgend kann im Unterricht eine kleine Quiz-Einheit durchgeführt werden, bei welcher die SchülerInnen sowohl kognitiv als auch motorisch beansprucht werden.

Geschichte in Videospielen [YouTube – Tipp]

Computerspiel, digital, Geschichte, Methode, Methodik

Vor einiger Zeit habe ich einen Post zu „Historisches Lernen mit Computerspielen [„Assassin`s Creed Odyssey“]“ veröffentlicht und mich seitdem ausführlicher mit diesem Thema befasst. Während meiner Recherchen bin ich auf den YouTube-Kanel „Armidas“ des Historikers Adrian gestoßen, welcher in Form von Q&A – Formaten, aber auch in GamePlays die historischen Inhalte von Videospielen erläutert.

Die Person hinter dem Kanal

Hinter „Armidas“ steht der junge Historiker (Geschichte, Kunstgeschichte & klassische Archäologie) Adrian, welcher sowohl Fertigkeiten aus der Museumspädagogik als auch Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Berater von namenhaften Computerspieleherstellern in seinen Kanal einbringt. In einem kurzen Trailer hat er sich selbst auf YouTube ausführlicher vorgestellt.

Der Kanal

Armidas“ zeichnet sich insbesondere durch seine große Anzahl an historisch kommentierten GamePlays aus. Dies bedeutet, dass Adrian Szenen seinen Videos hinzufügt, welche ihn dabei zeigen, wie er gerade das vorgestellte Spiel spielt und welche die im Video erläuterten Inhalte wiedergeben. Die Reihe „Historiker kommentiert …“ deckt dabei ein großes Spektrum an Videospielen ab, unter anderem auch sehr populäre Games und das im Herbst erscheinende „Assassins´s Crew Valhalla“.

Mir gefällt an diesem Kanal besonders, dass die Computerspiele sowohl historisch fundiert aufgearbeitet werden als auch, dass mir dadurch, ohne das Spiel selbst zu spielen, ein sehr guter Einblick in die Welt des jeweiligen Games gegeben wird, welches ich anschließend im Unterricht an geeigneter Stelle einsetzen kann. Insbesondere die kurzen Trailer der Spiele eignen sich sehr gut zur Erarbeitung und anschließenden Diskussion im Unterrichtsgeschehen.

die Apollo-Technik

Methode, Methodik

Die Apollo-Technik stammt aus dem Bereich des kooperativen Lernens und hat als Ziel die gemeinsame Erarbeitung von Regeln in einer Gruppe. Sie kann beispielsweise zu Beginn eines Schuljahres zur Erstellung von Klassenregeln oder auf Klassenfahrt zum Einsatz kommen.

Die Methode

Die Methode untergliedert sich in vier Phasen, welche im Einzelnen näher erläutert werden soll:

  1. Jeder SchülerIn schreibt für sich die Regeln auf, welche sie für ein Miteinander in der Gemeinschaft als wichtig ansieht.
  2. Im zweiten Schritt werden diese nun mit dem SitznachbarnIn verglichen. Gemeinsame Vorstellungen werden zu einer Regel zusammengefasst, während divergierenden Vorschläge auf ein extra Blatt notiert werden.
  3. Nun finden sich zwei Paare und wiederholen den eben vorgestellten Schritt nun in einer Vierer-Gruppe. Am Ende dieser Phase wird zudem eine Gruppe ausgewählt, welche nach dem bereits bekannten Schema alle Vorschläge der Gruppen zusammenträgt.
  4. Im vierten und letzten Schritt wird die Liste mit den gemeinsamen Vorschlägen vorgestellt und die abweichenden Vorstellungen der Gruppen im Plenum diskutiert und anschließend der bereits existenten Liste hinzugefügt oder fallen gelassen.

Am Ende der Erarbeitungsphase sind nun Regeln entstanden, an deren Entstehung die ganze Klasse beteiligt war und somit sich diesen auch verbundener fühlt als Regeln, die durch die Lehrkraft vorgegeben wurden.

Sachquellen im Geschichtsunterricht

Geschichte, Methode, Methodik, Sachquelle

In einer meiner ersten Veranstaltungen im Studium hieß es, ersteigern Sie sich günstig Geld aus der Weimarer Republik, es könnte Ihnen später im Unterricht noch von Nutzen sein. Ich muss gestehen, dass ich diesen Rat bis heute nicht in die Tat umgesetzt und es das ein oder andere mal schon bereut habe. Ehrlich gesagt ertappe ich mich immer wieder selbst dabei, wie wenig Sachquellen ich den Unterricht mit einbeziehe, obwohl sie so viel Potenzial bieten:

Drei Vorteile von Sachquellen im Unterricht

  1. Sachquellen bestechen durch ihre Materialität und Dreidimensionalität. SchülerInnen können diese anfassen, in die Hand nehmen und in ihrer Beschaffenheit untersuchen. Dadurch entstehen neue Anregungen und Wahrnehmungen in Bezug auf diese, welche zu Irritationen führen oder zum Nachdenken anregen können.
  2. Sachquellen sind in der Regel – im Vergleich zu den Informationstexten des Lehrbuches – authentische Originale und ermöglichen so einen direkten Zugang zur Vergangenheit.
  3. Sachquellen sind Objekte, zu welchen in der Regel keine zusätzlichen Informationen vorhanden sind, sodass die SchülerInnen anregt werden, sich intensiv mit diesen auseinanderzusetzen und eigene Fragestellungen in Hinblick auf diese zu entwicklen und anzuwenden.

Durch den Einbezug von Sachquellen im Unterricht, wird nicht nur eine Abwechslung zur typischen Bild- und Textquelle sowie dem Lehrbuch geschaffen, sondern auch eine Reihe von Kompetenzen der SchülerInnen gefördert, welche im alltäglichen Unterrichtsgeschehen nicht immer im Vordergrund stehen.

Die Beschaffung von Sachquellen

Sachquellen lassen sich auf unterschiedlichen Wegen beschaffen: Zum einen bieten viele Museen die Möglichkeit, einen „Museumskoffer“ auszuleihen, welcher voll gepackt mit Sachquellen oder Duplikaten derer ist. Auf der anderen Seite gibt es die bereits erwähnte Möglichkeit des Ersteigern von Sachquellen auf eBay, aber auch auf Flohmärkten und Haushaltsauflösungen kann man das ein oder andere Schmuckstück finden.

Weiterführende Literatur

Dietmar von Rieken: Sachquellen im Unterricht – sträflich ignoriert und unterschätzt?

die Spickzettel-Methode

Methode, Methodik, Prüfungsvorbereitung

Heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, welche ich bereits in meiner eigenen Schulzeit im Rahmen des Deutschunterrichts kennengelernt habe. Die Methode hat sich seit dieser Zeit nicht verändert und eignet sich nach wie vor hervorragend zur Klausurvorbereitung. Denn in der Prüfung sollte der Spickzettel nicht mehr zum Einsatz kommen müssen.

Die Methode

Das Schreiben eines Spickzettels basiert darauf, möglichst viel Wissen auf möglichst kleinem Raum zusammenzufassen. Hierfür ist es nötig, sich auf das Wesentliche und die wichtigsten Fakten zu beschränken und Stichpunkte zu wählen, an welche man mit seinem bereits vorhandenen Wissen anknüpfen kann. Durch das Schreiben werden bewusst die wichtigsten Fakten aus dem vorgegebenen Wissensgebiet selektiert und in ihre wesentlichen Bestandteile komprimiert. Durch das Anfertigen eines Spickzettels vor der Prüfung reduzieren die SchülerInnen somit den vorgegebenen Themenbereich auf seine wesentliche Inhalte und haben sich somit eine gute und kompakte Lerngrundlage für die anstehende Prüfung geschaffen. Zudem wird durch das Verfassen des Spickzettels und die damit verbünde Auseinandersetzung mit dem Stoff bereits ein Teil des Stoffes im Gedächtnis der SchülerInnen verankert und somit eine Reduzierung des Lernaufwandes geschaffen.

Um eine kurze und prägnante Zusammenfassung des Stoffes auf Seiten der SchülerInnen zu erzwingen, ist es ratsam, die Größe des Spickzettels vorher festzulegen. Dies kann je nach Themengebiet variieren. Als Faustmaß eignen sich 1-2 DIN – A5 – Seiten.

Tipps zum Abfassen des Spickzettels

  1. Das handschriftliche Verfassen eines Spickzettels ist effektiver als das Erstellen am PC.
  2. Der Spickzettel soll keine Abschrift der Lernunterlagen sein, sondern eine eigenständige Komprimierung und Strukturierung des Lernstoffes. Denn nur durch die eigenständige Auseinandersetzung mit einem Themenbereich entsteht ein Lerneffekt.
  3. Die Strukturierung des Spickzettels mit Hilfe von Farben, Variationen der Schriftgrößen, MindMaps, Schaubildern etc.
  4. Primär sollten auf einem Spickzettel Dinge stehen, die sich nicht gemerkt werden können.

Weiterführende Literatur

Bettina Broker: Lerntechnik: Spickzettel als Prüfungsvorbereitung [25.06.2020]

Rätespiel mit Emoji-Geschichten

Methode, Methodik, Quiz

Ein Faible für Rätsel liegt in der Natur des Menschen. Ebenso wie der zahlreiche Gebrauch von Emojis. Im heutigen Post wird aufgezeigt, wie beide Vorlieben miteinander verbunden und zudem in den Unterricht eingebaut werden können.

Jeder der WhatsApp oder einen anderen Messanger-Anbieter im Alltag nutzt, kennt sie, die zahlreichen Emojis, welcher zur Unterstreichung einer Nachricht oder als Ersatz für einen Text zur Verfügung stehen. Sehr im Trend ist seit einiger Zeit das kreative Bauen von Geschichten aus Emojis. Hierbei werden der Kreativität und der Anwendungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.

Für den Geschichts-, aber auch den Lateinunterricht bietet es sich nun an, den SchülerInnen als Aufgabe das Erstellen von Emoji-Geschichten zu einem bestimmten Thema, einem Werk oder einer Epoche zu stellen. Dies können sie digital und von zuhause aus erledigen und anschließend gemeinsam mit der Klasse als Quiz im Klassenzimmer oder der Videokonferenz lösen. Die Methode eignet sich dabei insbesondere zur Wiederholung von Themenkomplexen. Die SchülerInnen setzen sich auf der einen Seite während dem Prozess der Erstellung der Emoji-Geschichte intensiv mit dem gegebenen Thema auseinander, auf der anderen Seite rufen sie sich aber auch während des Lösungsprozesses der einzelnen Rätsel bereits gelerntes Wissen wieder ins Gedächtnis.

Als Beispiel zur Veranschaulichung habe ich drei Rätsel erstellt, welche drei historischen Persönlichkeiten bzw. Ereignisse in Form von Emoji-Geschichten umschreiben.

Viel Spaß beim Rätseln und Lösen!

Das Standbild am Beispiel des Lateinunterrichts

Gruppenarbeit, Latein, Methodik

Für mich gehört das Standbild, ebenso wie das Rollenspiel zu den Methoden, die ich erst schätzen lernen musste. Insbesondere, da ich mich selbst als Schülerin damit oft sehr schwer tat, habe ich gelernt, dass man die SchülerInnen sachte und verständnisvoll an diese Methodik heranführen muss. Richtig ein und ausgeführt bietet die Methode die Möglichkeit, die Kreativität und das soziale Lernen der Klasse im Unterricht zu fördern sowie das Transportieren von Inhalten auf non verbaler Ebene.

Das Standbild

Ein Standbild ist eine eingefrorene Konstellation eines Problems, einer sozialen Situation oder eines Themas

Universität Oldenburg

Die Methode des Standbildes wird dadurch definiert, dass in Kleingruppen von SchülerInnen versucht wird, möglichst genau und detailgetreu , eine Handlung oder die Beziehung zwischen Personen darzustellen sowie die dafür typischen Charakterzüge zu imitieren. 

Anschließend werden die so entstandenen Standbilder dem Plenum präsentiert, analysiert und in diesem besprochen. Im Anschluss an die Analyse findet eine Erklärung der Gruppe in Bezug auf die Darstellung ihres Standbildes statt sowie ein Vergleich der Überlegungen innerhalb der Gruppe mit den Deutungen, welche im Plenum der Klasse erstellt wurden. 

Exemplum – Ovids Metamorphosen

Neben der Vermittlung der sprachlichen Kenntnisse gehört zum Lateinunterricht für mich ebenso die Vermittlung von inhaltlichen Kenntnissen über Götter, Werke oder das Leben im Antiken Rom. Ein Favorit von mir sind dabei die Metamorphosen des Ovids, welche viele, auch teilweise heute noch aktuelle Geschichten enthalten. Bei der Auswahl der Standbilder habe ich eine Vorauswahl getroffen, aber ebenso ein freies Feld geschaffen, in welches die SchülerInnen ihre eigene Metamorphose eintragen können.

Bei der Durchführung der Methode wird die Klasse in Gruppen eingeteilt. Nun ist es der Lehrkraft überlassen, ob sie den Gruppen jeweils eine Metamorphose zuteilt oder die SchülerInnen selbst entscheiden lässt. Ich persönliche habe kein Problem damit, wenn sich eine Metamorphose bei der Präsentationen doppelt – man denke hierbei auch an die dadurch geschaffene Vergleichsgrundlage – und lasse die Gruppen aus diesem Grund selbst entschieden, welche Metamorphose sie darstellen möchten.

Material

Die „Fishbowl – Methode“

Methode, Methodik

Die „Fishbowl-Methode“ ist in ihrer Form der Diskussionsführung im Plenum der Klasse zuzuordnen. Aufgrund ihrer runden Sitzordnung (ein Hufeisen ist als Alternative möglich) und den in der Mitte sitzenden Diskutierten hat die Methode ihren Namen erhalten.

Vor der Durchführung der Methode

Um eine Diskussion im Rahmen der Methode zu ermöglichen, ist es wichtig, dass vor der Durchführung dieser klare Arbeitsaufträge in der Klasse verteilt werden. Hierbei wird die Klasse in Kleingruppen aufgeteilt und jede dieser Gruppen bekommt ein anderes Thema zugeteilt, welches später in einer Diskussion gegenüber gestellt werden soll. Zum Beispiel vertritt je eine Gruppe ein anderes Land/eine andere Interessengruppe bei der Neuordnung Europas im Rahmen des Wiener Kongresses.

Die Kleingruppen erarbeiten im Rahmen der Gruppenphase ihre jeweiligen Positionen heraus und halten diese stichwortartig auf einem Zettel fest.

Die Durchführung der Methode

In der nun folgenden Diskussion sitzt je ein Vertreter der Kleingruppen in der Mitte eines Stuhlkreises, während die anderen Mitglieder der Klasse um diesen kleinen Kreis in der Mitte herumsitzen. Lediglich die Personen in der Mitte haben bei dieser Methode das Rederecht, während die im Kreis sitzenden Klassenkameraden dem geschehen folgen.

Graphische Darstellung der Methode.

Möchte einer der Beobachter des Geschehens das Wort ergreifen, gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten, dies zu ermöglichen:

  • in der Mitte des Kreises steht ein sogenannter „Gast-Stuhl“, auf welchem ein SchülerIn aus dem Außenkreis Platznehmen und mitdiskutieren kann. Nach Beendigung seiner Wortmeldung verlässt dieser wieder den Innenkreis und geht zurück auf seinen Platz.
  • eine weitere Möglichkeit der Mitdiskussion ist das Freimachen des Platzes in der Mitte des Kreises, um ein anderes Mitglieder der Gruppe zu Wort kommen zu lassen.
  • als letzte Möglichkeit bietet sich die Methode des „Abklopfens“ an. Hierbei wird ein Diskutierender in der Mitte leicht an der Schulter berührt und bekommt damit signalisiert, dass ein anderes Mitglied aus seiner Gruppe mit ihm tauschen möchte. Nach Beendigung seines aktuellen Diskussionspunktes wechseln die Mitglieder der Gruppe die Plätze und der Klassenkamerad aus dem Außenkreis nimmt nun die Position des Diskutierenden ein.

Die geführte Diskussion kann je nach bedarf von der Lehrkraft oder einem Mitglied der Klasse als Moderator geführt werden.

Wichtige Regeln für die Durchführung

  • der „Gast-Stuhl“ in der Mitte darf solange besetzt werden, bis der zu sagende Beitrag ausgeführt wurde.
  • die Teilnehmer im Inneren des Kreises dürfen diesen jederzeit verlassen. Kein SchülerIn wird dazu gezwungen, länger an der Diskussion teilzunehmen als er dies möchte.
  • nur die Teilnehmer an der Diskussion, welche im Inneren des Kreises sitzen, haben das Recht zu sprechen. Zwischenrufe oder Seitengespräche sind zu unterlassen.

Fazit

Bei Einhaltung aller Regeln bietet diese Methode der Diskussionsführung eine hohe Interaktivität innerhalb der Diskussion sowie eine geordnete Führung dieser, bei welcher jedes Mitglied der Klasse die Chance hat, etwas zur Diskussion beizutragen, wenn er dies möchte. Zudem haben hierbei auch schüchterne SchülerIn eine geringere Angst bei der Überwindung ihrer Ängste, als bei normalen Diskussionen, da sie wissen, dass sie den Kreis sofort wieder verlassen dürfen, wenn sie dies möchte.

Angaben zu den Bildern