digitales Arbeitsblatt „Aufbau der Ständegesellschaft“ + Anleitung [Freeware]

digital, Geschichte, Mittelalter

Wie bereits am Mittwoch angekündigt, steht in diesem Post das Erstellen von Textfeldern unter Zuhilfenahme einer Freeware im Mittelpunkt. Aufgrund der Kompatibilität mit meiner Vorlage habe ich das Programm „Libre Office“ gewählt. Die Anwendung gestaltet sich mit dieser Anwendung deutlich angenehmer als mit der kostenpflichtigen Software „Adobe Pro“. Herausgekommen ist in der Kombination mit „PowerPoint“ ein Arbeitsblatt zur „Ständegesellschaft im Mittelalter“, welches bequem verschickt und am PC oder Tablet ausgefüllt werden kann.

Vorteile des digitalen Arbeitsblattes

Anleitung

Im ersten Schritt zur Erstellung von Textfeldern ist es nötig, den für das Erstellen der Felder benötigten Befehl in der Toolbar zu verankern. Hierzu sind die Schritte View – Toolbar – Form Navigation nötig. Der Haeder „View“ befindet sich auf der linken Seite am oberen Rand der Anwendung.

Auswahl des Befehls

Nach der Verankerung des Befehls werden im nächsten Schritt bereits die einzelnen Textfelder erstellt. Die hierzu benötigten Tools befinden sich an der linken Seite des unteren Bildschirms. Bevor mit dem Erstellen der Felder begonnen werden kann, ist es wichtig, dass der Befehl „Design Mode“ aktiviert ist. Im nächsten Schritt wird nun der Befehl für das Erstellen von Textfeldern „Text Box“ aktiviert sowie das individuelle Platzieren der einzelnen Boxen vorgenommen.

Einfügen der Textfelder

Am Ende der Bearbeitungsphase gilt es nun das Dokument in eine PDF zu exportieren. Hierzu ist die Kombination File – Export As – Export Directly as PDF notwendig.

Speicherung des Arbeitsblattes als PDF

Nun kann das fertige Arbeitsblatt am Computer ausgefüllt und bearbeitet werden.

Material

Historisch-kritisch Denken mit Hilfe von Concept Cartoons

Geschichte, Methode, Methodik, Mittelalter

Konzepte und Cartoons stellt eine Verbindung zweier Begriffe dar, die man nicht sofort miteinander kombinieren würde. Und auch der Begriff des historischen Denkens und die Playmobil-Figuren auf den Bildern sorgen nicht unbedingt für Klarheit.

Was sind Concept Cartoons?

Die Grundlage eines Concept Cartoons bildet eine gezeichnete Gruppe von Menschen, welche über ein spezielles Thema diskutiert. Diese Szene wird im Stil eines Comics auf das Papier gebracht und bildet somit einen Teil des Namenbestands der Methode.

Durch die diskutierende Figurengruppen soll das Interesse der SchülerInnen für ein Thema geweckt werden, eine Diskussion zu einem Thema provoziert werden, aber auch eine Stimulation der Klasse für historisches Denken geschehen. Die ganze Gruppe von Menschen wird unter eine Leitrage gestellt, mit welcher die Aussagen der Personen inhaltlich überein stimmen. Hierbei müssen die Aussagen nicht immer (historisch) korrekt sein. Vielmehr sind die Sprechblasen mit Multiple-Choice-Aufgaben zu vergleichen. Die SchülerInnen sollen angeregt werden, über diese Aussagen unter der gegebenen Leitfrage zu reflektieren und zu diskutieren und die Aussagen gegeneinander abzuwägen und sich somit kritisch mit diesen auseinanderzusetzen. Eine Ergänzung der Diskussion kann durch weiterführende Recherchen zu einem bestimmten Thema erfolgen.

Beispiel: Stellen „Playmobil-Ritter“ die Vergangenheit dar?

Bild von sipa auf Pixabay

Viele SchülerInnen, insbesondere in den jüngeren Jahrgangsstufen haben das Problem, dass sie häufig historische Narrationen als ein Faktum und nicht als ein Konstrukt der Vergangenheit ansehen. Ein primäres Ziel des Geschichtsunterrichts ist es, den SchülerInnen zu vermitteln, dass es sich bei der Konstruktion von Vergangenheit nicht um die Vergangenheit selbst handelt. Um dieses Verständnis und das dazugehörige kritische Reflektieren über die Vergangenheit anzuregen werden Concept Cartoons als Unterstützung für die Klasse im Unterricht eingesetzt.

W. Buchberger/ N. Eigler/ Ch. Kühberger: Mit Concept Cartoons historisches Denken anregen. Abgerufen über: https://www.geschichtsdidaktik.com/projekte/concept-cartoons-beispiel3/

Das Concept Cartoon soll nun die SchülerInnen zu einem kritischen Hinterfragen der Fragestellung anregen, ob die Settings der ritterlichen Spielewelten von „Playmobil“ zeigen, wie Ritter in der Vergangenheit gelebt haben. Über diese Frage kann gemeinsam im Plenum oder in Kleingruppen diskutiert werden.

In einer abgewandelten Versionen können die SchülerInnen auch eigene Concept Cartoons nach diesem Schema erstellen, welche anschließend gemeinsam im Plenum diskutiert werden können.

Verwendete Literatur & Buchempfehlung

  • W. Buchberger/ N. Eigler/ Ch. Kühberger: Mit Concept Cartoons historisches Denken anregen. Frankfurt/ Main (Wochenschau Verlag) 2019. Das Buch kann hier erworben werden.

Tipps im Netz

  • Eine Vorlage für eigene Comics kann hier heruntergeladen werden.
  • Eine Liste mit weiteren Beispielen kann hier abgerufen werden.
  • Das ausgewählte Beispiel mit detaillierter Erklärung als PDF ist hier zu finden.

Das Christentum: Material & Lernstandserhebung

Antike, Geschichte, Methode, Methodik, Mittelalter

Das Thema des heutigen Posts war Lernstandserhebung. Allerdings hat dieses Thema aufgrund der jüngsten Ereignisse eine neue Bedeutung erhalten. Nun ist es nicht mehr nur wichtig, im Unterricht zu kontrollieren, ob die Klasse den behandelten Stoff verinnerlicht hat, sondern nun ist es wichtig für die Lehrkraft zu wissen, ob der Schüler*in in der Lage war, sich den Stoff zuhause alleine anzueignen.

Kontrollen des Lehrnerfolges und des Lernstandes können am einfachsten mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt werden. Dieser kann auch ganz einfach auf „Moodle“ oder eine andere Lernplattform übertragen werden. Aber auch Portale, welche das Erstellen von Quizzen (z.B. quizlet) oder Umfragen erlauben, können hierbei eine große Hilfe sein.

Um das ganze etwas zu veranschaulichen und Ihnen eine kleine Anregung für das aktuelle Lernen via PC zu geben, haben wir eine kleine Lerneinheit zu den Anfängen des Christentums erstellt, welche am Ende eine Erhebung des Lernerfolges beinhaltet.

Das Material wird in den folgenden Stunden/Tagen auch auf unserem Account auf der Plattform Lehrermarktplatz zur Verfügung gestellt werden.

Redewendung – ein Gang nach Canossa

Film, Geschichte, Mittelalter

Im heutigen Post geht es um den Gang nach Canossa und somit um den Ursprung der im Titel bzw. im Zitat genannten Redewendung.

In der großen Pause geht der Mathelehrer zu Leon und Dennis: „Leon, der Rektor möchte dich sehen!“, sagt Herr Apel. Leons Freund erschrickt: „Zum Rektor? Hast du was angestellt?“ Leon ist gelassen: „Nein, das ist kein Gang nach Canossa. Er hat nur meine Nachschreib-Arbeit korrigiert.“ Dennis ist erst recht verwundert: „Warum Canossa, ist Canossa nicht in Italien?“

Quelle: https://www.geo.de/geolino/redewendungen/2410-rtkl-redewendung-gang-nach-canossa [11.02.2020]

Nachdem wir uns bereits am Mittwoch mit einem Erklärvideo befasst haben, soll auch in dieser Lerneinheit das Video im Mittelpunkt stehen. Die Auswahl fiel dabei auf den Lernattack-Kanal von Duden, welcher sehr kurz, aber präzise und anschaulich den Investiturstreit erklärt. Zur Hinleitung und Abrundung der Lerneinheit können hierbei die Zitate von Geolino verwendet oder mit Bezug auf die eigene Klasse abgewandelt werden. Zur Ergebnissicherung dient hierbei ein Arbeitsblatt.

Seitdem [Heinrichs Gang nach Canossa] spricht man von einem „Gang nach Canossa“, wenn man jemand anderem etwas beichten und seine Reue zeigen muss.

Quelle: https://www.geo.de/geolino/redewendungen/2410-rtkl-redewendung-gang-nach-canossa [11.02.2020]

TerraMaX – „Wie wird man römischer Kaiser?“

digital, Film, Geschichte, Mittelalter

Mit der Reihe „TerraMaX“ hat das ZDF ein Kinderformat der beliebten Reihen „TerraX“ und „Die Deutschen“ herausgebracht. Opa Max hat eine Zeitmaschine erfunden, mit welcher er Menschen aus der Vergangenheit in die Zukunft holen kann. Zur Seite steht ihm dabei – mal mehr und mal weniger – Enkelin Hannah.

Protagonist der aufgeführten Episode ist Konrad (III.), Sohn Heinrich IV. Dieser erzählt der perplexen, aber durchaus etwas frechen Hannah vom Leben seines Vaters Heinrich und dessen Gang nach Canossa. Hannah versteht dabei nicht ganz, was nun ein deutscher König und ein römischer Kaiser ist und was dies bedeutet.

Diese Frage stellen sich in der Regel auch ein Vielzahl von Schülern und so kann der kurze Clip (10:15-11:02 min) unter der Fragestellung „Wie wird man römischer Kaiser?“ im Unterricht herangezogen werden.

Link zum Video von ZDFtivi: https://www.zdf.de/kinder/terramax/kaiser-vs-kirche-102.html