[Lernlandkarte] Interaktive Bilder mit Genial.ly erstellen

digital, Geschichte, Methode, Methodik, Neuzeit

Das erste Thema im neuen Schuljahr bei meinen Großen ist die Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Wir behandeln hier die großen Themen bis zur Gründung beider Deutschen Staaten 1949. Nachdem die Mädels bei der letzten Lernlandkarte bereits das selbstständige Lernen positiv hervorgehoben haben und ich kein Fan von Leerläufen im Unterricht bin, starten wir mit eben dieser Methode ins neue Schuljahr. Diesmal heißt das Tools allerdings nicht Moodle/mebis, sondern Genial.ly, da ich hier wesentlich mehr gestalterische Möglichkeiten habe und die Lernlandkarte wesentlich einfach und schneller zu gestalten ist.

Die Lernlandkarte

Die Lernlandkarte habe ich mit Canva erstellt und anschließend bei Genial.ly hochgeladen. Gewählt habe ich hierfür das interaktive Bild. Wer das Erstellen mit Canva umgehen möchte, kann sich auch bei Genial.ly einmal umschauen und hier eine kostenlose- oder auch kostenpflichtige Vorlage auswählen. Ich habe für meine Lernlandkarte komplett mit der kostenfreien Version gearbeitet.

Anschließend kann ich direkt meine Vorlage hochladen und das Tool passt die Leinwand automatisch an die Größe meines Bildes an.

Das Erstellen von Interaktionen

Anschließend lande ich im Editor und kann mit dem Erstellen meiner interaktiven Bildes beginnen. Auf der linken Seite wird die Navigation des Editors angezeigt und ich benötige für das Erstellen meines interaktiven Bildes hauptsächlich den Reiter „interactive elements“. Hier kann ich sowohl die Symbole für die Interaktionen auswählen als auch die Interaktionen selbst erstellen. Des Weiteren kann ich im Editor auch Texte und Bilder hochladen, wenn ich die Lernlandkarte nicht vorher erstellt habe.

Habe ich mich nun für mein erstes Symbol im Editor entschieden, klicke ich dieses an und ziehe es anschließend auf die gewünschte Position auf meiner Lernlandkarte. Mit einem erneuten Klick öffnet sich über dem Symbol ein Menü. Nun wird die Auswahl „Interactivity“ benötigt, um eine Interaktion zu erstellen.

Im nun geöffneten Fenster kann ich den sich hinter der Interaktion befindlichen Inhalt näher definieren.

Persönlich habe ich mich in allen Fällen für die Option „Window“ entschieden, denn hier öffnet sich ein Dokument, bei welchen ich jegliche Inhalte hochladen und einbetten kann und somit auch eine Aufgabenstellung mit mehreren Komponenten und Inhalten generieren kann.

Solltet ihr eine LearningApp etc. einbetten wollen, ist es wichtig, dass ihr vorher die Texteingabe auf html umstellt, den Code in das Textfeld kopiert und anschließend das Textfeld wieder zurück stellt.

Nachdem ich mit meiner ersten Interaktion durch bin, führe ich das Prozedere weiter durch bis ich alle für meine Lernlandkarte benötigten Interaktion verankert habe. Anschließend kann ich die Karte nun für meine Schüler*innen zugänglich machen.

Einsatz im Unterricht

In meinem Geschichtsunterricht erhalten die Mädels die Lernlandkarte via QR-Code auf ihrem Arbeitsheft, mit welchem sie selbstständig die Sequenz in ihrem eigenen Lerntempo erarbeiten und sichern werden. Anschließend werden wir diese noch gemeinsam besprechen. Veranschlagt sind hierfür insgesamt 7-8 Schulstunden. Im folgenden Video zeige ich euch noch einmal den konkreten Einsatz in der Praxis.

Blogpost als Tutorial?

Selbstständiges Erstellen von authentischen Lernprodukten

alternative Prüfungsformate, Geschichte, Neuzeit, Podcast

Gerade vor den Sommerferien ist es oftmals schwer, die Schüler*innen für den Unterricht zu motivieren. Das Schuljahr war lang und man freut sich auf die anstehenden Ferien. Selbst habe ich die Erfahrung gemacht, dass authentische Lernprodukte meine Mädels motivieren und diese begeistern. Unter authentische Lernprodukte versteht man Resultate, welche auch außerhalb eines Unterrichts entstehen können und aus dem Alltag kommen. Dies können Podcasts, TV-Sendungen etc. sein.

Vorüberlegungen

In meinem konkreten Fall habe ich kein Lernprodukt vorgegeben, sondern die Mädels dies selbst auswählen lassen. Thematisch ging es um das Kaiserreich und das Bearbeiten bzw. die Reproduktion von vier möglichen Themen in selbstgewählten Gruppen. Aufgrund der begrenzte Zeit und der komplexen Aufgabenstellung sowie der knappen Zeit habe ich hier auf Fragestellungen und Quellenarbeit verzichtet. Konkret bedeutet dies, dass lediglich das Material vorgegeben war, aber selbst dieses durften die Mädels selbst auswählen und ergänzen. Mir war zu Beginn des „Experiments“ bewusst, dass diese Freiheiten die Mädels auch überfordern können. Haben sie aber nicht. Sie waren so motiviert wie selten zuvor.

Für eine bessere Übersicht und Strukturierung der Erarbeitung, habe ich eine kleine Sketchnote zur Erklärung erarbeitet. Diese bin ich mit den Mädels zu Beginn des kleines Projektes durchgegangen.

Sie waren zu Beginn etwas irritiert und überrascht, dass sie so viele Freiheiten bekamen und haben vor allem bei der Gruppeneinteilung noch mehrmals nachgefragt. Schnell starteten sie allerdings mit der Gruppenbildung sowie der Erarbeitung.

Erarbeitungsphase

Die geplante Zeit von knapp drei Stunden war am Ende nicht zu halten. Dank Vertretung und einer lieben Kollegin hat die Erarbeitung mit Präsentation sechs Stunden gedauert. Die Präsentation war mir wichtig, damit die Mädels lernen selbstbewusst ihr eigenen Werke zu präsentieren und den Inhalt nochmals zu erläutern. Während den etwas mehr als zwei Wochen der Erarbeitung haben die Mädels sehr konzentriert, engagiert und selbstständig an ihrem Produkt gearbeitet. Es gab hierbei keine Gruppe, die aus dem Rahmen gefallen ist, worauf ich echt stolz war. Insbesondere auf die Arbeit und die intrinsische Motivation der Mädels.

Die Produkte

Entstanden sind insgesamt 10 Lernprodukte in den Kleingruppen. Diese lassen sich wie folgt kategorisieren:

  • Plakat: Zwei Gruppen haben sich dazu entschieden ganz klassisch Plakate zu gestalten und diese anschließend präsentiert.
  • Erklärvideo: Zwei Gruppen haben Erklärvideos erstellt. Einmal mit GoodNotes und einmal mit einer App am eigenen Handy. Beim Erklärvideo mit GoodNotes wurden zusätzliche Zeichnungen und Erläuterungen hinzugefügt und die entsprechenden Quellen, welche gerade erläutert wurden, durch einen Pointer hervorgehoben.
  • Podcast: Wiederum zwei Gruppen entschieden sich für einen Podcast. Eine Gruppe hat hierbei aus heutiger Sicht das Thema erläutert und zusätzlich eine kleine Präsentation zum Podcast erstellt, während eine zweite Gruppen sich in die Perspektive einer historischen Persönlichkeit hineinversetzt hat.
  • Präsentation: Ebenso beliebt war es bei den Mädels eine Präsentation mit Keynote auf dem iPad zu erstellen. Hier wurden noch weitere zusätzliche Information recherchiert. Eine Gruppe arbeitete auch mit Zitaten zum Einstieg in das jeweilige Teilkapitel. Dies fand ich sehr schön und zeigte eine freiwillige kleine Quellenarbeit und Auseinandersetzung mit den historischen Persönlichkeiten des Themas. Bei einer Gruppe war hier die Präsentation etwas holprig.
  • Comic: Eine Gruppe erstellte mit StoryBoardThat ein Comic. Auch hier wurde schön das eigentliche Thema herausgearbeitet.
  • eBook: Die letzte Gruppe entschied sich für ein eBook mit dem BookCreator. Mir persönlich haben sie hier zu viel Text vom Schulbuch übernommen, allerdings selbstständig Bilder ergänzt und auf die korrekten Quellenangaben geachtet.

Fazit

Lernprodukte wie Plakate, Comics und das eBook hatten wir bereits zuvor im Unterricht behandelt und eingesetzt. Der Rest war somit in meinem Unterricht für die Mädels Neuland. Aufgrund des Datenschutzes kann ich diese Ergebnisse nicht zeigen, aber sie sind richtig toll geworden. Man hätte bei den meisten Produkten nicht erkannt, dass es ihr erster Versuch war und sie sich quasi selbst einmal austesten durften. Vor allem auch die schüchternen Mädchen sind hierbei etwas aus sich herausgekommen und haben die Methode sehr gut angenommen. Ich werde es definitiv wieder holen und auch die Mädels würden es gerne nochmals wiederholen.

[Bildquelle] Selbstständiges Erstellen von interaktiven Bildern zur Unterstützung der Quelleninterpretation

Bildquelle, mebis, Neuzeit

Wer kennt es nicht, das folgende Gemälde von Anton von Werner. Für mich gehört es in den Geschichtsunterricht und zudem zu den Quellen, die wir im Laufe des Schuljahres interpretieren.

Organisation & Aufgabenstellung

Nachdem ich bereits bei einer Karikatur zur Märzrevolution 1848 mit Image Hotspots gearbeitet habe, wollte ich es diesmal wieder tun, da es für die Mädels eine große Hilfestellung darbot. Im Vergleich zum letzten Einsatz, sollten die Mädels diesmal allerdings selbst das Bild interpretieren und Hotspots setzen. Dies kann ganz einfach mit Moodle/mebis umgesetzt werden. Hierzu findet eine Einschreibung in einen Kurs statt, bei welchen die Schüler*innen in der Rolle eines Autors agieren können. Somit haben diese die Möglichkeit eigene H5P-Übungen zu erstellen. Konkret müssen sie die Übung „Image Hotspots“ auswählen. Nach einer kurzen Einweisung in die neue Rolle hat die technische Umsetzung bei allen ohne Probleme funktioniert.

Bevor die Mädels allerdings mit dem Bearbeiten ihres Bildes gestartet sind, erfolgt erstmals eine Erläuterung der Aufgabenstellung mit Hilfe einer Sketchnote. Auf einem separaten Arbeitsblatt befanden sich zudem alle relevanten Links und Anleitungen für die Umsetzung des Projektes.

Als wissenschaftliche Grundlage für die Interpretation diente der entsprechende Artikel aus „Der Europäische Bildersaal“ der bpb. Das Buch, welches eine absolute Empfehlung ist, ist aktuell vergriffen, aber gebraucht noch gut zu bekommen.

Die Durchführung

Nach der theoretischen Einführung hatten die Mädels insgesamt eine Doppelstunde für die Durchführung des Projektes Zeit. Dies beinhaltete das Sichten des Materials, das Erstellen der Hotspots sowie die Reflexion der eigenen und einer anderen Arbeit aus der Klasse. Ging ich für die Erarbeitung primär davon aus, dass die Mädels die Hotspots mit schriftlichen Texten füllen werden, haben einige Gruppen sofort angefangen, für die einzelnen Hotspots Audio-Dateien aufzunehmen und zusätzliche Bilder zu recherchieren. Je nach Gruppen wurden auch mehr oder weniger ausführliche Texte zu den dargestellten Personen, zum Bild und zum historischen Hintergrund verfasst.

Fazit

In der Stunde nach der Interpretation bin ich mit dem Gemälde eingestiegen. Ich war positiv davon überrascht, wie viel die Mädels noch wussten und was sie alles im Gedächtnis behalten haben. Wir haben anschließend noch etwas über das Plakat gesprochen und es kamen hierzu zahlreiche gute Beiträge. In meinen Augen hat sich die Methode bewahrt und wird definitiv wieder eingesetzt.

Argumentationswippe: Digital und visuell Argumentieren

Apps/Programme, digital, Geschichte, kritischer Umgang, Neuzeit

Wie bereits in meinem letzten Beitrag (hier) angesprochen, haben meine Mädels selbstständig im Unterricht eine Lernlandkarte mit der Fragestellung „Keine Chance für die Demokratie“ bearbeitet. Zum Abschluss der Sequenz stand die Diskussion der Forschungsfrage im Raum.

Die Argumentationswippe

Im neuen Schulbuch von C.C.Buchner sah ich zufällig als Abschluss der Reihe eine Waage, auf welcher die verschiedenen Stationen der Weimarer Republik aufgelistet waren. Mir kam der Gedanke, das selbst mit den Mädels zu machen und die Lösung zu diskutieren, empfand ein Arbeiten mit Karten und Magneten an der Tafel allerdings als wenig anschaulich. Im #twlz habe ich von Katha Mowitz den Tipp zur Argumentationswippe bekommen und die Anwendung auch gleich getestet.

Das Tool kann kostenlos und ohne Anmeldung am PC oder Tablet genutzt werden. Für die Verwendung am Tablet ist es nützlich zu wissen, dass man die Argumente mit Hilfe des kleinen Pfeils auf der rechten Seite der Karte ziehen kann. Am PC ist es dagegen problemlos mit Drag and Drop möglich. Für den Einsatz in der Schule habe ich die Argumente für die Waage bereits vorbereitet und sie exportiert. Via TaskCards konnte die Mädels die Datei mit den Argumenten hochladen und die Waage beladen. Bei manchen Geräten hat der Import nicht ganz funktioniert und sie haben selbst Argumente gebildet. Die Waage galt es in Partnerarbeit zu beladen und anschließend das Ergebnis zur Diskussion auf der Klassen-TaskCard hochzuladen.

Durchführung

Die Mädels haben nun in ihrer Kleingruppe – wahlweise nur rechts und links, aber auch differenziert – Argumente bzw. Ereignisse auf die Seiten der Waage gelegt, welche dafür gesorgt haben, dass die Demokratie eine Chance hatte und welche der jungen Weimarer Republik eher geschadet haben. Bei Differenzierung kamen die stärksten Argumente jeweils an den Rand der Wippe und wurden zur Mitte hin schwächer.

Anschließend wurde ein Screenshot der Waage angefertigt und die Ergebnisse zur gemeinsamen Diskussion auf die TaskCard hochgeladen, um die Fragestellung abschließend zu beantworten und die Sequenz abzuschließen.

Update

In der Parallelklasse habe ich die Wippe im Unterrichtsgespräch getestet und hierbei kam eine schöne Diskussion zu Stande, bei welcher die Mädels eigenständig Argumente überlegt haben.

Fazit

Mir gefällt das Tool zum Sammeln und Gewichten von Argumenten sehr und es bietet eine gute Grundlage als auch Hilfestellung zur Durchführung von Diskussionen.

Blackout Poetry im Geschichtsunterricht

Geschichte, Methode, Methodik, Neuzeit, Textquelle

Aktuell befinde ich mich mit meinen 8.Klassen in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress und der Märzrevolution. Hierbei steht auch der Umgang mit politischen Lieder auf dem Lehrplan. Das „Lied der Deutschen“ geht hierbei auf ein Gedicht von Hoffmann von Fallersleben zurück. Im Twitterlehrerzimmer hatte ich zuvor schon oftmals von Blackout Poetry gelesen, insbesondere im Kontext mit dem Deutschunterricht.

Was ist Blackout Poetry?

Blackout Poetry im klassischen Sinne bezeichnet im klassischen Sinne das Lesen zwischen den Zeilen. Aus Wörtern, die einem beim Lesen ins Auge fallen, soll ein neues Gedicht aus dem vorgegeben Text entstehen. Hierbei werden alle Wörter, die nicht mehr zum neuen Gedicht gehören, schwarz markiert, während die verblieben Wörter weiß bleiben oder auf eine andere Art und Weise hervorgehoben werden. Hierbei findet eine kreative Auseinandersetzung mit dem Text statt. Ann-Christin hat auf ihrem Blog einen tollen Beitrag (hier) verfasst, welcher die Methode aus Sicht der Schreibpädagogik nochmals genau erläutert.

Blackout Poetry im Geschichtsunterricht

Nun bin ich jetzt allerdings keine Deutschlehrerin, sondern unterrichte die Fächer Latein und Geschichte. Somit viel meine Wahl für den Einsatz der Methode auf den Geschichtsunterricht, da wir uns dort aktuell mit literarischen Texten befassten. Zu diesen Texten, genauer gesagt zum „Lied der Deutschen“ sollte ein Blackout Poetry entstehen. Hierbei hielt ich mich an die formellen Rahmenbedingungen fügte aber der Aufgabenstellung hinzu, dass die Wörter die zentralen Punkte des Gedichts markieren sollten und nicht ein neues Gedicht entstehen musste. Um den Arbeitsauftrag zu verdeutlichen, habe ich ihnen einige Beispiele aus dem Internet gezeigt und anhand derer die Methode erklärt. Ohne Beispiele ist es in meinen Augen etwas schwer, eine absolut unbekannte und spezielle Methode ausführen zu können. Aus diesem Grund würde ich beim erstmaligen Einsatz der Methode empfehlen, Beispiele zu Blackout Poetry zu zeigen.

Ergebnis und Fazit

Gemalt haben die Mädels etwa 30 Minuten und haben anschließend ihre Ergebnisse auf die Klassenpinnwand geladen. So konnten sie auch die Ergebnisse ihrer Mitschülerinnen anschauen und vergleichen.

Aufgefallen sind den Mädels vor allem die zentralen Elemente des Gedichts, welche so gut wie jede korrekt herausgearbeitet hat. Zudem das Anfertigen von kleinen Bildchen und Symbolen passend zu den zentralen Inhalten des Textes. Dies zeigt, dass sie sich wirklich mit dem Text auseinandergesetzt haben und ein Transfer stattgefunden hat, bei welchem sie sich Gedanken um eine mögliche graphische Untermauerung der zentralen Inhalte gemacht haben. Für mich hat sich der Einsatz dieser kreativen Methode definitiv gelohnt, denn es fand eine andere und in meinen Augen viel effektivere Herangehensweise an den literarischen Text statt, welche bei der „normalen“ Interpretation vielleicht nicht möglich gewesen wäre.

Assassin’s Creed III im Geschichtsunterricht

Allgemein, Computerspiel, digital, Geschichte, Jugendmedien, kritischer Umgang, Neuzeit

Wenn man SchülerInnen heutzutage fragt, wo sie etwas über Geschichte „lernen“, dann nennen sie wohlmöglich noch den Geschichtsunterricht, aber in der Vermittlung von der Geschichte nimmt er tatsächlich nur einen relativ kleinen Raum ein. Geschichtsdarstellungen im Alltag sind für SchülerInnen wesentlich präsenter, da es heute kaum ein Medium gibt, bei welchem nicht mit historischen Darstellungen gearbeitet wird. Filme, Bücher und auch Videospiele sind die normalen Freizeitbeschäftigungen der heutigen SchülerInnen und prägen dabei auch das Geschichtsbild mit. Insofern sollte es auch die Aufgabe eines modernen Geschichtsunterrichts sein, sich dieser Lebenswelt in gewisser Weise anzunehmen und sich mit den Geschichtsdarstellungen in diesen populären Medien auseinanderzusetzen.

Eine der populärsten Videospiel-Serien ist die Assassin’s Creed-Reihe, in welcher man in verschiedenen historischen Szenarien (Kreuzzüge, Französische Reovlution etc.) in die Haut von Assassinen schlüpft und in dieser Rolle die Templer, die Gegner der Assassinen darin hindern muss, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mittlerweile gibt es bereits 12 Teile der Reihe und darüber hinaus wurde die Spieleserie auch schon verfilmt. Wenn SchülerInnen Videospiele spielen, ist es also nicht unwahrscheinlich, dass sie bereits einmal Assassin’s Creed gespielt haben.

Da es mit Assassin’s Creed III auch einen Teil gibt, welcher den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Setting nimmt, bot es sich für mich an, diesen auch in Rahmen der Einheit zu selbigem Thema einmal anzuschauen. So setzt der Lehrplan in Niedersachsen voraus, sich auch mit der Rezeption der Amerikanischen Revolution zu beschäftigen und zu schauen, wie „wir“ heute mit dieser historischen Zeit umgehen. Insofern bot es sich geradezu an, sich hier einmal in die Welt der Videospiele zu begeben und zu schauen, wie Assassin’s Creed III diese historische Epoche umsetzt und wie es historische und fiktive Elemente kombiniert.

Assassin’s Creed III – Ein „geeignetes“ Spiel für den Geschichtsunterricht?

In Assassin’s Creed III spielt man, wie bereits in den Vorgängerspielen, den Charakter Desmond Miles, welcher mit Hilfe eines modernen Geräts namens Animus die Erinnerungen seiner Vorfahren nacherleben kann. Auch im dritten Teil macht er davon Gebrauch: Um einen geheimen Schlüssel zu finden, schlüpft er in die Haut des Charakters Connor, welcher als Sohn eines Briten und einer Mohawk als Kind miterlebt, wie sein Dorf von dem amerikanischen General Charles Lee niedergebrannt wird. Lee stellt sich als Templer heraus, welcher ebenfalls auf der Suche nach dem Schlüssel ist. Connor beschließt, Lee und die Templer aufhalten zu wollen, woraufhin er eine Ausbildung bei dem Assassinen Achilles Davenport beginnt. Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft er dann nicht nur auf historische Personen wie George Washington, sondern erlebt auch historische Ereignisse wie die Boston Tea Party nach. Im Endeffekt gelingt es Connor am Ende, Lee, die Templer und auch seinen Vater, welcher ebenfalls für die Templer arbeitet, zu besiegen und so die Gefahr der Templer zu beseitigen. In dieser Folge gewinnen die Amerikaner dann auch den Unabhängigkeitskrieg.

Assassin’s Creed III spielt sehr viel mit der Vermischung von historischen und fiktiven Elementen: Im Fokus steht immer der übergeordnete Konflikt zwischen Templern und Assassinen, welcher sich aber zahlreicher historischer Elemente bedient. Historische Charaktere wie z.B. Charles Lee werden hier so umfunktioniert, dass sie als Schurke fungieren können. Auch historische Ereignisse werden so angepasst, dass Connor selbst aktiv daran beteilgt ist, dass die Boston Tea Party stattfinden kann. Insofern bietet das Spiel genügend Möglichkeiten, es von den SchülerInnen dekonstruieren zu lassen: Wie und mit welchem Zweck wird Geschichte hier dargestellt? Und welche Besonderheiten werden beim Medium „Videospiel“ deutlich?

Aufbau der Kurzeinheit

Als Einstieg in die kurze Einheit dient der offizielle deutsche Trailer.

Dieser wird gemeinsam geschaut und danach zusammen besprochen: Was gibt es im Trailer zu sehen? Welche historischen Elemente lassen sich bereits erkennen? Und welche Elemente scheinen eher fiktiv zu sein? Im Optimalfall kennen SchülerInnen das Spiel bzw. die Serie und können den anderen hier auch eine kurze Einführung geben, was aber nicht zwingend notwendig ist. Auf Basis des Trailers können auch schon erste Vermutungen darüber angestellt werden, wie das Spiel historische Elemente nutzt und in die „eigene“ Geschichte einarbeitet. Durch den Trailer kamen meine SchülerInnen sehr schnell darauf, dass der Held auf der guten Seite kämpfte, welche mit Amerika verknüpft wurde. Im Umkehrschluss wurde vermutet, dass die Briten dann „die Bösen“ seien. Weiterhin gingen meine SchülerInnen dann davon aus, dass das Spiel eine sehr eigene Interpretation des Unabhängigkeitskrieges zeige und daher nicht so unbedingt „historisch korrekt“ sei. An dieser Stelle konnten wir auch kurz diskutieren, was sich die SchülerInnen unter „historischer Korrektheit“ vorstellten. Insofern gingen wir nach dem Trailer mit folgenden Fragen in die genauere Dekonstruktion des Spiels:

  • Welche Charaktere im Spiel sind historisch, welche sind fiktiv?
  • Welche Charaktere werden gut, welche böse dargestellt?
  • Stellt das Spiel die Amerikaner als gut, die Briten als böse dar?

Die folgenden Fragen wurden schließlich in Aufgaben umformuliert und auf Basis eines Darstellungstextes über das Spiel analysiert.

Der Darstellungstext selbst basiert auf der Nacherzählung der Handlung, wie sie bei Wikipedia beschrieben wird, etwas umgeschrieben und gekürzt, damit der Fokus auf dem Wesentlichen liegt. Er ermöglicht es den SchülerInnen, Antworten auf die gemeinsam formulierten Fragen zu finden, sodass das Spiel dann ausführlich dekonstruiert und besprochen werden kann. Zudem habe ich noch zwei QR-Codes eingebaut, welche den SchülerInnen die Darstellung zweier bedeutender Ereignisse des Unabhängigkeitskrieges im Spiel zeigen soll.

Die SchülerInnen als ExpertInnen: Einen Artikel für eine Gaming-Zeitschrift schreiben

Nach dem Sammeln der Ergebnisse und dem Besprechen der jeweiligen Punkte ginges darum, die Ergebnisse durch einen Transfer zu sichern. Hierfür hatte ich mir überlegt, die SchülerInnen einen Artikel für ein (fiktives) Videospielmagazin schrieben zu lassen, welches sich mit Assassin’s Creed III beschäftigt und dabei genau diese Fragen aufgreift: Wie „authentisch“ ist das Spiel? Vertritt es eine „anti-britische“ Haltung? Dazu entwarf ich schließlich ein eigenes Cover, auf welchem die eigentliche Aufgabe für die SchülerInnen dann auch gleich sichtbar werden sollte: Sie waren die jewieligen HistorikerInnen, welche hier ihre Expertenmeinung niederschreiben sollten.

Motiviert fingen meine SchülerInnen an, hier Kritiken zu schreiben, welche auf die auf dem Cover gezeigten Fragen eingingen. Sie wandten dabei nicht nur ihr gelerntes Wissen an, sondern formulierten die Antworten auch so, als wenn sie eine ernsthafte Kritik schreiben würden. Einige hinterließen am Ende sogar eine Bewertung aus „HistorikerInnen-Sicht“. Insgesamt entstanden so einige tolle Ergebnisse, von welchen ich euch zwei nicht vorenthalten möchte:

Fazit

Es hat den SchülerInnen sehr viel Spass gemacht, sich im Geschichtsunterricht einmal kritisch-analystisch mit einem ihnen bekannten Alltagsmedium auseinanderzusetzen. Da einige die Serie auch kannten, war die Motivation hier dementsprechen hoch, hier die eigene Expertise einbringen zu können. Am Ende kamen wir zu relativ differenzierten Urteilen, bei welchen zwischen dem Videospiel als Medium, welches in erster Linie unterhalten möchte, und dem Faktor „Authentizität“ gut abgewogen wurde. Videospiele haben nicht den Anspruch, historisch möglichst „nah“ an der Geschichte zu sein, sie wollen unterhalten. Aber trotzdem vermitteln sie dabei auch Geschichtsbilder, welche als „authentisch“ wahrgenommen werden können. Die generelle Diskussion über den Anspruch von „Authentizität“ in populären Darstellungen von Geschichte konnte ich dann gleich als Aufhänger für die nächste Stunde nutzen, um dieses Thema dann da diskutieren zu lassen. Aus diesem Grund freue ich mich schon sehr, auch in der nächsten Einheit einmal wieder in virtuelle historische Welten abzutauchen und diese mit den SchülerInnen zu analysieren.

Material

Die mebis-Lernlandkarte im Praxistest

digital, Geschichte, mebis, Methode, Neuzeit

Die härtesten Kritikerinnen der Welt, meine Mädels haben wieder zugeschlagen. Diesmal durften sie die Lernlandkarte von mebis testen, welche erst seit kurzem auf der Lernplattform verfügbar ist. für Lehrkräfte, welche nicht auf dieses Tool zurückgreifen können, stellt deck.toys eine mögliche Alternative dar. Insgesamt musste sie vier Aufgaben mit Hilfe von Materialien bewältigen und sich den Wiener Kongress selbstständig erarbeiten. Als digitale Endgeräte dienten für diese Arbeit die schulischen iPads.

Was ist eine Lernlandkarte

Die Lernlandkarte ist ein digitales Tool der Lernplattform mebis, bei welchem es möglich ist, die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben gezielt festzulegen. Hierfür werden einzelne Punkte auf die Lernlandkarte, einem selbstgewählten Hintergrund, gesetzt, welche durch einen Pfad miteinander verbunden werden. Umrahmt werden die verschiedenen Aktivitäten durch einen Start- und Zielpunkt.

Beispiel für eine Lernlandkarte

Zu Beginn starten die Schüler*innen beim ersten Punkt auf der Lernlandkarte und arbeiten sich Schritt für Schritt durch die verschiedenen Stationen. Die einzelnen Stationen können hierbei alle Aktivitäten sein, welche bei der Lernplattform zur Verfügung stehen. Ich habe überwiegend H5P und das Feedback genutzt.

Das Erstellen der Lernlandkarte

Vor dem Erstellen der eigentlichen Lernlandkarte habe ich einen neuen Kurs in mebis angelegt, da das Modul nicht mit meinem Kachel-Format kompatibel ist. Anschließend habe ich die Aktivität angelegt. Als Hintergrund für meine Lernlandkarte habe ich ein Design mit Canva erstellt, welches ich anschließend bei mebis hochgeladen habe. Somit hatte ich bereits einen Fahrplan erstellt, für welchen ich nun die einzelnen Übungen konzipiert habe. Es ist zu empfehlen, sich erst einen Fahrplan zu machen, bevor man mit dem Generieren der einzelnen Übungen und Inhalte beginnt, da es sonst schnell unübersichtlich und chaotisch werden kann. In der Lernlandkarte kam man jegliche Elemente verbauen, welche die Plattform zur Verfügung stellt. Ich habe vor allem H5P und ein Feedback-Item genutzt.

Nach dem Erstellen der einzelnen Aktivitäten für die Lernlandkarte (sie selbst nicht) ist es wichtig, diese auszublenden, damit diese nicht im Kurs erscheinen und für Verwirrung Sorgen können. Hierbei ist zu beachten, dass die Aktivität auf „verfügbar“ gestellt ist. Dies geschieht über die drei Punkte rechts neben der Aktivität.

Einstellungen der einzelnen Items

Nun geht es daran, die Lernlandkarte zu befühlen. Dies geschieht direkt auf der Vorlage über kurze Klick-Befehle, welche hinter dem Button „Hilfe für Lernlandkarte“ detailliert beschrieben werden. Nach dem Auswählen eines Start- und Zielpunktes, den Erstellen der Pfade sowie dem Speichern der Aktivität, ist diese bereit für den Einsatz im Unterricht.

Der Praxistest

Eingesetzt habe ich die Lernlandkarte in zwei 8.Klassen zum Thema „Wiener Kongress“. Die Mädels haben mit Hilfe der Karte sich das Thema erarbeitet und anschließend gesichert. Die Aufgaben wurden hierbei mit der Lernlandkarte entlastet und anschließend anschließend die Lösungen übertragen bzw. falsche Behauptungen korrigiert. Neben den Aufgaben der Lernlandkarte mussten sie zudem noch ein Schaubild zeichnen sowie ein Fazit über den Wiener Kongress ziehen. Die Durchführung der Lernlandkarte inklusive der Sicherung und den zwei extra Aufgaben hat etwa 45 Minuten in Anspruch genommen. Etwa eine weitere Schulstunde für die anschließende Präsentation mit einigen Verständnisfragen meinerseits. Insgesamt haben wir also eine Doppelstunde für diese Einheit gebraucht. Die Lernlandkarte ließ sich hierbei problemlos bedienen und alle Aufgaben konnten flüssig abgearbeitet werden.

Das Urteil der Jury

Als Feedback haben meine Mädels zurückgemeldet, dass die Arbeit ihnen Spaß gemacht hat und amüsant war. Zudem haben ihnen die H5P-Übungen zugesagt, insbesondere diejenigen, bei welchen es ums Rätseln ging. Auch hatten sie das Gefühl bei dieser Art der Aufgabenstellung besser Lernen zu können. Für einige war es auch die bisher schönste Arbeit am iPad.

Fazit

Mir hat die Arbeit mit der Lernlandkarte ebenso viel Freude bereitet, insbesondere die kreative Arbeit hinter der Anwendung. Leider muss ich an dieser Stelle auch sagen, dass das Erstellen ziemlich lange gedauert hat und ich einen Vormittag an der Einheit saß. Trotzdem werde ich Lernlandkarten auch weiterhin im Unterricht einsetzen, da mit der Erfahrung sich der zeitliche Aufwand hoffentlich etwas reduziert. Zudem bekommen insbesondere schüchterne Schülerinnen durch die H5P-Aufgaben mit angezeigter Lösung Selbstvertrauen und trauen sich, ihre Lösung vor der Klasse zu präsentieren. Das hat mich bei der Durchführung besonders gefreut als jemand aus dieser Gruppe von sich aus angeboten hat, ihr Ergebnis an der Dokumentenkamera zu präsentieren.

[alternative Prüfungsformate] Netflix-Serie

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Die Idee zu diesem Unterrichtsprojekt stammt von Stefan Fassnacht, welche er auf der mobile Schule digital im November vorgestellt hat.

Netflix, Amazon Prime und wie sie alle heißen. Fast jeder von uns nutzt Streaming-Dienste als Ersatz oder Ergänzung zum Programm der alltäglichen Fernsehprogramme. Meine Mädels sind beispielsweise große Fans von Gossip Girl und Haus des Geldes, zwei Serien, welche zum Beispiel auch beim Anbieter Netflix zu finden sind. Somit sind sie mit dieser Art von Anwendung bereits vertraut und ich kann an ihre Lebenswelt problemlos im Unterricht anknüpfen. Die Aufgabe der Mädchen war es nun, mit Hilfe eines Templates, ihre eigene Netzflix-Serie zu konzipieren.

Die Rahmebedingungen

Ende Dezember hatte ich mit meinen 10.Klassen den Kalten Krieg abgeschlossen. Die anschließende deutsch-deutsche-Problematik empfinde ich als sehr komplex, sodass ich mich entschlossen habe, mit der Mauer zu beginnen. Hierbei waren mir diverse Themen wichtig, welche auch für den weiteren Unterrichtsverlauf von Bedeutung sind. Entschieden habe ich mich letztendlich für sieben Schwerpunktthemen:

  • Bau der Mauer
  • Bahnhof Friedrichstraße und der Kontakt zwischen Ost- und Westberlin
  • Mauerflüchtlinge
  • Mauertote
  • Grenzanlage und Grenztruppen
  • Migration DDR-BRD
  • Mauerfall

Zu diesen Themen habe ich eine TaskCard (hier einsehbar) mit Leitfragen und Quellen sowie Darstellungen für jede Gruppe bereitgestellt. Zudem habe ich jeder Gruppe ein Template mit Google Slides für die Serie zur Verfügung gestellt, auf welchem sie kollaborativ arbeiten konnten. Das Template, welches dem typischen Aufbau von Netflix nachempfunden ist, stellt hierbei den Rohbau für die Serie dar und macht das Projekt realer. Eine Kollegin, die am Ende der Stunde kurz rein kam, dachte auf den ersten Blick bei der Präsentation meiner Mädels tatsächlich, dass wir gerade eine echte Netflix-Serie behandeln.

Die Erarbeitung

Die Aufgabe der Schülerinnen war es nun mit den vorgegebenen Materialien, welche sie jederzeit ergänzen durften, eine Netflix-Serie zu erstellen. Die Mädels sollten eine Titelseite sowie eine Seite mit vier Folgen erstellen sowie diese bebildern und einen Text dazu schreiben. Gedreht wurde keine Serie, sondern nur theoretisch angelegt. Hierbei war mir wichtig, dass es keine Dokumentation, sondern eine Serie wird, da sie sich hierbei intensiv mit dem Stoff auseinandersetzen mussten. Zudem war es Bestandteil der Aufgabe, eine historische Quelle in die Serie einzubauen und diese bei der anschließenden Präsentation der Serie kurz zu erläutern. Im Vorfeld hatte ich zudem einen detaillierten Erwartungshorizont sowohl analog als auch in mebis als Rubrik hinterlegt. Mit Hilfe der Vorlage konnten die Gruppen ausführlich sehen, was sie für welche Anzahl von Punkten leisten mussten und sich immer wieder selbst in Hinblick auf die verschiedenen Rubriken evaluieren. Mit ihrer Note erhalten sie auch ein Feedback mit Hilfe der Rubrik via mebis.

Nachdem ich den Mädels das Projekt vorgestellt hatte, haben diese etwa 3-4 Wochen mit jeweils zwei Unterrichtsstunden in der Woche intensiv an dem Projekt gearbeitet. Hierbei stand ich ihnen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung, habe sie aber ansonsten selbstständig arbeiten lassen. Die finale Arbeit wurde abschließend via mebis abgegeben.

Die Präsentation

Nach der Abgabe hat jede Gruppe ihr finales Werk präsentiert und ihre Quelle der Klasse erläutert. Es war toll zu sehen, wie begeistert die Mädels von den einzelnen Arbeiten waren und wie sie die Präsentationen ihrer Mitschülerinnen wertgeschätzt haben.

Die Sicherung

Im Anschluss an die Präsentationen fand die Sicherung des Projektes statt. Gemeinsam habe ich mit der Klasse die einzelnen Felder erarbeitet, wobei erst die an der Präsentation beteiligten Schülerinnen ihr gelerntes Wissen wiedergeben sollten und anschließend die Expertinnen auf dem jeweiligen Thema ergänzt haben.

Schülerinnen-Fazit

Als Rückmeldung haben mir die Mädels mit auf den Weg gegeben, dass ihnen insbesondere die freie und eigenständige Arbeit in Gruppen sehr gut gefallen hat. Sie empfanden die selbstständige Auseinandersetzung mit dem historischen Stoff als sehr spannend und bereichernd. Zudem hat ihnen die kreative Arbeit Freude bereitet und sie empfanden das Projekt als „sehr cool“. Auch die Art der Präsentation hat ihnen sehr gefallen, insbesondere die moderne Interpretation der sonst eher klassischen Referate.

Mein Fazit

Persönlich bin ich sehr stolz auf meine Mädels und die Ergebnisse, die sie präsentiert haben! Sie haben wunderbar zusammengearbeitet, gemeinsam die Vergangenheit entdeckt und Begeisterung für ihr Thema entwickelt und es selbstständig sowie nachhaltig erarbeitet. Teilweise saßen sie schon an ihrer Arbeit beisammen, obwohl ich noch nicht einmal anwesend im Klassenzimmer war. Die entstandenen Noten sind auch allesamt positiv ausgefallen.

Material

Bildquellen

Fake News enttarnen mit Napleon

Geschichte, Neuzeit

Fake News sind nicht erst seit Corona ein Thema, doch seit dieser Zeit sind sie präsenter in den Medien. Auch in unserer Geschichte verstecken sich die ein oder anderen Mythen, welche es zu enttarnen gilt. Besondern um Napoleon hält sich hartnäckig das Gerücht, dass er ein kleiner Mann gewesen sein soll.

Myth vs. Reality

Zufällig entdeckte ich beim Recherchieren die Serie „Myth vs. Reality“. Auf dem nicht mehr existierenden Twitter-Account wurden verschiedenen Mythen entlarvt und in einer Grafik mit der jeweiligen Realität gegenübergestellt.

Als Aufhänger des Arbeitsblattes habe ich die entsprechende Grafik zu Napoleon genutzt, um anschließend die Herkunft des Mythos mit Hilfe eines Darstellungstextes zu klären. Anschließend habe ich einen Gegenwartsbezug zu heute geschaffen.

Im Mittelpunkt stand dabei das Aufdecken von Fake News und der Schutz vor diesen. Hierbei sollten die Schülerinnen eigene Beispiele finden und ein eigenes Beispiels als Myth vs. Reality darstellen. Anschließend haben wir gemeinsam darüber gesprochen, wie man sich vor Fake News schützen und was man gegen diese tun kann.

Fazit

Wir haben für die Einheit etwa 45 Minuteervon n gebraucht und viel über die aktuellen Mythen gesprochen und was man gegen diese unternehmen kann. Insbesondere zu Corona und die Impfung kamen viele Fake News. Gefreut hat mich zudem, dass sich auch viele Schülerinnen bei der Übung gemeldet haben, die ansonsten etwas zurückhaltendere sind.

Material

Das Material unterliegt folgender Lizenz: CC BY 4.0. Hiervon sind die Grafiken ausgenommen.

Weitere Myth. vs. Reality

[StoryBoardThat] Inhaltserarbeitung mit Comics

Comic, Geschichte, Neuzeit

Mit meiner 8.Klasse behandle ich aktuell das Thema „Französische Revolution“. Nach der Klärung der Menschen- und Bürgerrechte sowie der Verfassung von 1791 standen nun weitere Änderungen (Republik, Schreckensherrschaft etc.) der Revolution für Frankreich auf dem Lehrplan. Für die Erarbeitung dieser Einheit habe ich mich zur Erstellung von Comics entschieden.

StoryBoardThat

Hierbei habe ich mich bei der Umsetzung für die Anwendung StoryBoardThat entschieden. Mit Hilfe der eduVersion (kostenpflichtig) konnte ich für meine Schülerinnen Accounts erstellen, sodass diese sich nicht einzeln in der Anwendung anmelden mussten und ich am Ende die Ergebnisse auch angezeigt bekomme. Eine kostenlose Alternative, aber mit beschränkten Funktion, stellt die Pixton dar. Hier ist es bereits in der kostenlosen Version möglich, Accounts für die Klasse zu erstellen und diesen somit ein datenschutzkonformes LogIn zu ermöglichen.

Die Erarbeitung

Als Aufhänger der Sequenz habe ich den Schülerinnen ein kleines Comic erstellt, um sie auf der einen Seite zum Inhalt hinzuführen, aber auch zur Vorstellung der Anwendung. Zudem habe ich eine Anleitung speziell für StoryBoardThat geschrieben und ihnen mit den iPads ausgegeben.

Anschließend haben meine Schülerinnen ein Partnerarbeit einen der drei vorgegeben Darstellungstexte in Partnerarbeit in einem Comic dargestellt. Für die Erarbeitung und den anschließenden Upload auf TaskCards hatten sie etwa 60 Minuten Zeit. Anschließend sollten sie die Comics ihrer Mitschülerinnen bewerten und kommentieren.

Förderung von Kompetenzen

Durch die künstlerische Herangehensweise der Erarbeitung eines historischen Inhalts wurde nicht nur die Kreativität der Schülerinnen gefördert, sondern auch deren Methodenkompetenz. Zudem fand eine explizite und detailreiche Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Text statt, da ohne ein Verständnis dessen eine graphische Umsetzung nicht möglichen gewesen wäre. Die Ergebnisse meiner Schülerinnen haben mir hierbei gezeigt, dass sie diese Aufgabe problemlos bewältigen konnten und allesamt tolle Ergebnisse produziert haben.

Sicherung

Zur Sicherung der Einheit habe ich die drei besten Comics ausgewählt, auf ein Arbeitsblatt kopiert und ausgegeben. Anschließend haben wir diese nochmals genau besprechen und den historischen Inhalt festgehalten.

Fazit

Zu Beginn dieser praktischen Einheit war ich etwas unsicher, ob dies mit einer 8.Klasse machbar wäre. Meine Mädels haben mich aber vom kompletten Gegenteil überzeugt, haben während der Erarbeitung in Ruhe ihre Aufgabe erledigt und auch sich selbst fair bewertet und kommentiert. Ihre Comics sind allesamt gut überlegt, detailreich und mit viel Liebe gestaltet worden. Als Feedback haben sie mir zudem mit auf den Weg gegeben, dass wir so etwas gerne wieder einmal machen können.

Material

Das Material unterliegt folgender Lizenz: CC BY 4.0.