Kartenspiel „früher oder später“

Geschichte, Neuzeit, Spiel

Der preisgekrönte Spiele-Erfinder Bernhard Weber entwickelte für die „Bundeszentrale für politische Bildung“ ein historisches Kartenspiel, welches in zwei Versionen gespielt werden kann.

Das Spiel

Das Spiel kann über die Website der bpb (hier) entweder kostenlos als PDF heruntergeladen oder für einen Unkostenbeitrag von 1,50€ als Kartenspiel bestellt werden. Die analoge Version des Kartenspiels wird in einer schützenden Box geliefert und die Karten wurden aus stabilem Papier gefertigt, welches gut in der Hand liegt.

Die gelieferten Karten stellen 60 Jahre deutsche Geschichte dar, wobei jeweils eine Karte ein Jahr widerspiegelt.

Gemeinsam mit dem Spiel werden auch zwei Anleitung zur Durchführung dessen mitgeliefert. Beide Versionen sind mit jeweils 2-5 Spielern spielbar und basieren auf der Chronologie der auf den Karten aufgeführten Ereignisse.

Alternative Einsatzmöglichkeiten

Neben dem Einsatz als Kartenspiel im Unterricht können die Karten aufgrund ihrer kurzen und prägnanten Beschreibung der Ereignisse ebenso zur Wiederholung oder zur Verteilung von Rechercheaufgaben eingesetzt werden. Hierzu können ausgewählte Karten jeweils an Kleingruppen oder Einzelpersonen verteilt werden, welche das darauf beschriebene Ereignis anschließend im Plenum kurz unter Berücksichtigung der wesentliche Merkmale dessen und weitere Ereignisse des jeweiligen Jahres vorstellen.

Das Rollenspiel „Französische Revolution“

Geschichte, Neuzeit, Spiel

Das Rollenspiel ist eine Methode zur Erarbeitung von Lerninhalten. Sie basiert darauf, dass SchülerInnen einen geplanten Lerninhalt dem Plenum in einem Schauspiel vorspielen.

Das vorgegebene Spiel

Das Rollenspiel – wie im beigefügten Beispiel – kann durch die Lehrkraft konzipiert und somit vorgegeben werden. Hierbei kann die Lehrkraft die einzelnen Rollen individuell zuteilen, um die Fähigkeiten und Kompetenzen eines SchülerIn gezielt zu fördern oder der Klasse selbst die Entscheidung überlassen, wer welche Rolle einnimmt.

Während des Spiels ist es jeder Zeit möglich, den Ablauf zu unterbrechen, um beispielsweise eine spezielle Thematik näher zu erläutern oder schwierige Sachverhalte nochmals zu verdeutlichen. Zudem ist es ratsam, dem Plenum eine Aufgabenstellung während des Spiels zur Seite zu stellen, um eine Ergebnissicherung des dargestellten Lerninhalts gewähren zu können.

Das zugkonzipierende Spiel

Zudem besteht bei dieser Art der Methode die Möglichkeit, dass die SchülerInnen selbst ein Rollenspiel konzipieren. Hierbei werden einzelnen Gruppen verschiedene Abschnitte des darzustellenden Lerninhalts zugeteilt, welche sie unter Zuhilfenahme von Quellen und Materialen erarbeiten und als Rollenspiel aufbereiten. Hierbei findet neben der Förderung von Sozialkompetenz (kollaboratives Lernen), auch eine Förderung der Methoden-, Orientierung- und auch Sachkompetenz statt.

Material zum Rollenspiel „Französische Revolution“

Bild im Beitragsbild von WikiImages auf Pixabay

Padlet „Historische Narration“ zum Thesenanschlag Luthers [ETR Geschichte – Teil 3]

escaperoom, Grammatik, Neuzeit, Quiz

Über Twitter erreichte mich die Nachricht einer Dame, ob und inwiefern man mit dem EscapeRoom historische Narration fördern kann.

An dieser Stelle sei gesagt, dass die vorgegebenen Tools und der aktuelle Forschungsstand von künstlicher Intelligenz es erschweren, alle Kompetenzbereiche des historischen Lernens in vollem Maße auszuschöpfen. Trotzdem habe ich mich dieser Aufgabe gestellt und versucht, in einer vereinfachten Version die SchülerInnen an das Thema der historischen Narration heranzuführen.

Ausschnitt aus dem Arbeitsblatt

In der heutigen Aufgabenstellung geht es darum, dass die SchülerInnen ihre eigene historische Narration unter der Handreichung eines kurzen Kriterienkatalogs verfassen. Mir war hierbei insbesondere wichtig, dass die SchülerInnen erkennen, dass eine historische Narration durch eine Person geschaffen ist und auf einem begründeten Fundament beruhen muss. Hierbei kann die Art der historischen Narration von der Schwerpunktbildung des jeweiligen Erzählers abhängen. An diesem aufgezeigten Beispiel sollen die SchülerInnen zudem erkennen, dass es nicht für jede These oder jede Legende einen Beleg in der Vergangenheit gibt und einige Aspekte der Vergangenheit heute nicht mehr greifbar sind oder quellenfundiert erzählt werden können. An diesen Punkten kann die Forschung nur Vermutungen anstellen, die genauso gut falsch wie richtig sein können.

Made with Padlet

Für die analoge Version des EscapeRooms bietet es sich an das Arbeitsblatt zu kopieren oder in Form einer Stationsarbeit der Klasse anzubieten. Bei der digitalen Version empfehle ich die Erstellung eines Padlets (s.Beispiel), auf welchem sich das Aufgabenblatt befindet und welches die SchülerInnen auch als Pinnwand zur Abgabe ihrer historischen Narration verwenden können.

Das Padlet

Ein Padlet ist eine digitale Pinnwand, welche in einer kostenlosen (max.3 Pinnwände) und kostenpflichtigen Version zur Verfügung steht. Sie ermöglicht es einem registrierten Nutzer eine Pinnwand zu erstellen, auf welcher andere (nicht registrierte) Nutzer einen Kommentar abfassen können. Der Zugang zur Pinnwand kann beispielsweise mit Hilfe eines QR-Codes, einem Link oder als Einbettung in eine Website geschehen. Hierdurch ist die virtuelle Pinnwand geschützt und kann nur von Personen mit einem Zugang eingesehen werden. Ein Zugriff auf die Pinnwand ist hierbei via App oder direkt über den Browser möglich und bedarf keiner Anmeldung.

Gerne dürfen Sie die Funktionen eines Padlets auf der in diesem Beispiel eingebettet Pinnwand einmal ausprobieren und einen Kommentar zum Arbeitsblatt, zum Blog etc. hinterlassen 😊.

Für Interessenten und Nutzer der Anwendung kann ich die Facebook-Gruppe Padlet-Tipps sehr empfehlen. Neben einem regen Austausch von Erfahrungen und Inspirationen, stehen die Mitglieder auch jedem Fragesteller mit Rat und Tat gerne und freundlich zur Seite.

Dateien zum Download

Freiwillige Bildangaben: Haederbild von falco auf Pixabay; Paul von GraphicMama-team auf Pixabay

Wer war Martin Luther? & digitaler Lückentext [ETR Geschichte – Teil 2]

Geschichte, Quiz, escaperoom, Neuzeit

Heute startet die erste Reihe der Serie „Escape (the) Room“ für das Fach Geschichte. Hier gelangt ihr zum Post mit der Erklärung des Prinzips und dem Ablauf der Reihe.

Das Material

Zu Beginn des Rätsel stellt Paul, der Protagonist des „Escape Rooms“ aus dem Jahre 2030, sich den SchülerInnen vor und erklärt ihnen die Problematik seiner Situation. Anschließend geht es für die SchülerInnen daran, die erste Zahl des Codes der Zeitmaschine zu sammeln, indem sie einen Lückentext über Martin Luther unter Zuhilfenahme ihres Schulbuchs, des Internets etc. richtig lösen. Im Anschluss an den Text erhalten die SchülerInnen den ersten Code.

Für die Anwendung im Klassenzimmer müsste dieser durch die Lehrkraft ausgegeben werden.

Der Lückentext

Um den SchülerInnen den Einstieg in den „Escape Room“ etwas einfacher zu gestalten, habe ich als erste Aufgabe einen Lückentext gewählt. Dieser wurde mit Hilfe der Anwendung LearningApps.org erstellt.

Erstellung der Anwendung

Wie auch bei anderen Anwendungen dieser App ist genau vorgegeben, an welchen Stellen man die entsprechenden Eingaben tätigen muss, um im Anschluss einen graphisch anschaulichen Lückentext zu erhalten.

Lösung zu den Lücken

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, die Lücken mit wichtigen Begriffen der Biographie Luthers füllen zu lassen, aber auch mit Wörtern, die in den meisten Schilderungen über Luther verwendet werden.

Beispiel aus dem Lückentext

Der Lückentext besteht somit aus zwölf Feldern und mit der Bestätigung der richtigen Lösung erhalten die SchülerInnen als ersten Code die Zahl 5. Bei der analogen Versionen besteht die Möglichkeit, den Text durch eine Aufgabe zum Verständnis der SchülerInnen nochmals zu ergänzen. Hierbei bietet sich beispielsweise eine Definition der wichtigsten Station Luthers seines frühen Werdegang an.

Material zum Download

Link zum Lückentext (Angabe als QR-Code auf dem AB)

Vorschau auf den nächsten Teil …

Angaben zum Material

Bei der Erstellung des Lückentextes habe ich mich insbesondere an PlanetWissen und dem Rundfunk.evangelisch orientiert.

Freiwillige Angaben zu den Bildern: Haederbild von Andreas Breitling auf Pixabay; Vorschaubild von Tobias Albers-Heinemann auf Pixabay; Zeitmaschine von Elias Sch. auf Pixabay; Paul von GraphicMama-team auf Pixabay.