Die „SMS-Methode“

Methode, Methodik, Prüfungsvorbereitung

Die SMS-Methode dient dazu, ein Feedback oder die Zusammenfassung eines Textes, Gedankens etc. in kurzen, knappen und prägnanten Wörtern zu erzwingen.

Die Methode

Der Ursprung der Methode basiert auf der begrenzenden Anzahl von genau 160 Zeichen einer SMS. SchülerInnen bekommen bei der Anwendung dieser Methode die Aufgabe, sich in exakt dieser Anzahl von Zeichen zur gegebenen Aufgabenstellung zu äußern. Alternativ kann auch eine begrenzte Anzahl von Wörtern vorgegeben werden, die nicht überschritten werden darf.

Die Gedanken der SchülerInnen können hierbei auf ausgeteilten Karten festgehalten werden oder zur Vermeidung von unnötigem Zählen der Zeichen direkt in das Smartphone eingegeben und Mitthilfe eines Screenshots später an die Tafel projiziert werden.

Anwendungsmöglichkeiten

Für den Einsatz dieser Methode im Unterricht gibt es eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten.

  • Feedback: Zur SchülerInnen sollen zu einer gegebenen Situationen, einer Unterrichtseinheit etc. in knappen Wörtern ihre Rückmeldung abgeben.
  • Zusammenfassung: Bei dieser Art der Anwendung fassen die SchülerInnen einen Text in der vorgegebenen Anzahl an Zeichen zusammen. Hierdurch wird garantiert, dass am Ende wirklich nur die wesentlichen Aspekte des Textstückes auf dem Zettel landen.
  • Klausurvorbereitung: Zur Vorbereitung von Prüfungen können einzelne stoffliche Aspekte kurz und prägnant zusammengefasst und somit von den SchülerInnen besser verinnerlicht werden.

Neben den vorgestellten Möglichkeiten kann die Methode zudem flexibel in allen erdenklichen Situationen, in der es eine knappe Zusammenfassung bedarf, eingesetzt werden.

die Spickzettel-Methode

Methode, Methodik, Prüfungsvorbereitung

Heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, welche ich bereits in meiner eigenen Schulzeit im Rahmen des Deutschunterrichts kennengelernt habe. Die Methode hat sich seit dieser Zeit nicht verändert und eignet sich nach wie vor hervorragend zur Klausurvorbereitung. Denn in der Prüfung sollte der Spickzettel nicht mehr zum Einsatz kommen müssen.

Die Methode

Das Schreiben eines Spickzettels basiert darauf, möglichst viel Wissen auf möglichst kleinem Raum zusammenzufassen. Hierfür ist es nötig, sich auf das Wesentliche und die wichtigsten Fakten zu beschränken und Stichpunkte zu wählen, an welche man mit seinem bereits vorhandenen Wissen anknüpfen kann. Durch das Schreiben werden bewusst die wichtigsten Fakten aus dem vorgegebenen Wissensgebiet selektiert und in ihre wesentlichen Bestandteile komprimiert. Durch das Anfertigen eines Spickzettels vor der Prüfung reduzieren die SchülerInnen somit den vorgegebenen Themenbereich auf seine wesentliche Inhalte und haben sich somit eine gute und kompakte Lerngrundlage für die anstehende Prüfung geschaffen. Zudem wird durch das Verfassen des Spickzettels und die damit verbünde Auseinandersetzung mit dem Stoff bereits ein Teil des Stoffes im Gedächtnis der SchülerInnen verankert und somit eine Reduzierung des Lernaufwandes geschaffen.

Um eine kurze und prägnante Zusammenfassung des Stoffes auf Seiten der SchülerInnen zu erzwingen, ist es ratsam, die Größe des Spickzettels vorher festzulegen. Dies kann je nach Themengebiet variieren. Als Faustmaß eignen sich 1-2 DIN – A5 – Seiten.

Tipps zum Abfassen des Spickzettels

  1. Das handschriftliche Verfassen eines Spickzettels ist effektiver als das Erstellen am PC.
  2. Der Spickzettel soll keine Abschrift der Lernunterlagen sein, sondern eine eigenständige Komprimierung und Strukturierung des Lernstoffes. Denn nur durch die eigenständige Auseinandersetzung mit einem Themenbereich entsteht ein Lerneffekt.
  3. Die Strukturierung des Spickzettels mit Hilfe von Farben, Variationen der Schriftgrößen, MindMaps, Schaubildern etc.
  4. Primär sollten auf einem Spickzettel Dinge stehen, die sich nicht gemerkt werden können.

Weiterführende Literatur

Bettina Broker: Lerntechnik: Spickzettel als Prüfungsvorbereitung [25.06.2020]