Inhaltsanalyse mit Mentimeter & Oncoo

digital, Latein, Methode, Methodik, Textquelle

Eine Analyse von Texten, Quellen, Bildern oder anderen Gegenständen ist Bestandteil der meisten schulischen Fächer.

Inhaltsanalyse

Somit kann die Inhaltsanalyse, hier am Beispiel des Lateinunterrichts, in dieser Form auch auf andere Fächer und Gattungen übertragen werden. Das methodische Vorgehen ist hierbei – bis auf wenige Ausnahmen – dasselbe. Mit Hilfe der digitalen Anwendung werden die Impulse der SchülerInnen zum jeweiligen Text, hier einen Auszug aus Ovid, gesammelt. Sowohl bei Mentimeter als auch bei Oncoo gelangen die SchülerInnen mithilfe eines Codes zu den jeweiligen Eingabefeldern.

Mentimeter

Mentimeter, eine Anwendung, welche den meisten mittlerweile wohl bekannt sein dürfte, bietet die Möglichkeit der Erstellung einer Wortwolke an. Eine genaue Anleitung hierzu wurde in einem sperrten Blogpost (hier) bereits erstellt. Die SchülerInnen erhalten nun die Aufgabe, ihre Gedanken zum vorliegenden Text in die Eingabefelder einzutragen. Ein Problem hierbei ist allerdings, dass die Anwendung nur eine begrenzte Anzahl an Zeichen sowie keine Satzzeichen zulässt. Bei der Inhaltsanalyse gerät man hierbei oft an seine sprachlichen Grenzen.

Auch gibt es bei dieser Anwendung keine Möglichkeit der Untergliederung der einzelnen Schülerbeiträge. Trotzdem eignet sich diese sehr gut zum Erfassen von Kurzeindrücken oder Eingaben in Bezug auf eine präzise Fragestellung.

Oncoo

Die Anwendung Oncoo dagegen bietet von Beginn an die Möglichkeit zur Differenzierung der Antworten. Rot waren hierbei Anmerkungen zum Wortschatz, Grün zur Struktur des Textes und Blau zum Inhalt dessen.

Im vergleich zu Mentimeter erhält man im Anschluss an die Eingabe der SchülerInnen keine Wortwolke, sondern einen Wortstapel. Die Lehrkraft hat nun die Möglichkeit, auf dem Whiteboard der Anwendung die verschiedenen Analysepunkte zu notieren und die Antworten der SchülerInnen zu sortieren.

Auch ein nachträgliches Umfärben ist möglich, wenn die SchülerInnen sich bei der Eingabe vertan haben.

Im Anschluss an diesen Prozess besteht die Möglichkeit der Setzung von Beziehungen zwischen den einzelnen Karten mithilfe von Pfeilen und Wortfeldern. Auch das Einfügen von Bildern ist bei der Anwendung möglich.

Fazit

Beide Anwendungen haben ihre Vorteile gegenüber der anderen. In der Handhabung und Erstellung zeichnen sich beide durch Einfachheit aus. Mentimeter eignet sich in meinen Augen eher für das einholen von kurzen Impulsen und Gedanken, während Oncoo eine tolle Möglichkeit für die ausführliche Analyse eines Textes, einer Quelle etc. bietet.

Feldpost

2.Weltkrieg, Arbeitsblätter, Geschichte, Textquelle

Unter Zuhilfenahme des heutigen Arbeitsblattes findet die Analyse von sechs unterschiedlichen Zeitzeugenberichten aus dem letzten Kriegsjahr an der russischen Front statt. Anhand dieser historischen Quellen verfassen die SchülerInnen einen Brief des Soldaten an seine Angehörigen in der Heimat. Hierbei ist es neben der inhaltlichen Komponente ebenso wichtig die letzte Phase des Krieges wie auch die formalen Rahmenbedingungen eines solchen Briefes zu beachten.

Auszug Material

Material

  • Zeitzeugenberichte in der Druckversion ➡️ hier

„Schluss mit der Menschenfalle Westberlin“

DDR, Geschichte, Textquelle

In diesem Blogpost geht es um die Erarbeitung einer Textquelle zum Bau der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland, in welcher die SED-Regierung sich gegenüber der Bevölkerung Ostdeutschlands zur Durchführung dieses Schrittes rechtfertigt. Folgendes Flugblatt steht dabei im Mittelpunkt der Analyse:

Wichtige Punkte bei der Erarbeitung des Blattes wäre hierbei in meinen Augen:

  • Struktur des Flugblattes
  • sehr reißerischer Titel
  • Abwertung des Westens
  • Rechtfertigung für den Bau der Mauer 
  • Flugblatt als Propaganda
  • Zweifel an Echtheit der dargestellten Aussagen

das Tagebuch der Anne Frank mal anders

2.Weltkrieg, Geschichte, Textquelle

Das Tagebuch der Anne Frank gilt nicht nur als Literaturklassiker, sondern ist zudem fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts.

Das heutige Arbeitsblatt befasst sich mit Auszügen aus dem Tagebuch der jungen Autorin, welche kostenfrei auf der Website des Fischer Verlages heruntergeladen werden können. In Form eines Chatprotokolls findet die Auseinandersetzung mit dem historischen Thema auf Seiten der SchülerInnen statt. Diese konzipieren einen Dialog zwischen Anne Frank und ihrer besten Freundin Jacqueline. Als Grundlage dienen hierbei die Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank, an welchen sich die SchülerInnen bei der Erarbeitung der Aufgabenstellung orientieren.

Materialvorschau

Die Chatpartnerin des Dialogs, Jacqueline van Maarsen, war eine der engsten Freundinnen von Anne Frank und überlebte im Vergleich zu dieser den Holocaust. Als eine der Protagonistinnen des berühmten Tagebuchs publizierte sie in den letzten Jahren einige Bücher über das Leben Anne Franks . Von dem Versteck ihrer Freundin in Amsterdam wusste diese nichts und glaubte, dass die Familie in die Schweiz geflohen war. Anne Vater war es, der ihr nach dem Ende des Krieges die Nachricht über den Tod seiner Tochter überbrachte.

Material

Auszug Tagebuch aus dem Fischer Verlag

Die Gründung der NSDAP mit Podcast & Material (digital)

2.Weltkrieg, auditive Quelle, digital, Geschichte, Podcast, Textquelle

Beim Sport, insbesondere beim Marathon-Training höre ich gerne Podcasts. Gründe hierfür sind der hohe Unterhaltungswert, aber auch der in der Regel sehr lehrreiche Inhalt und der damit verbundene Wissenserwerb. Auf diesem Wege bin ich vor einiger Zeit auf den Podcast von „Deutschlandfunk Nova“ gestoßen, welcher sich mit der Gründung der NSDAP befasst.

An einigen Stellen empfand ich den Podcast als sehr gelungen und habe diese Abschnitt in ein Arbeitsblatt zur Gründung der NSDAP eingearbeitet. Ergänzt habe ich die Erarbeitung des Themas mit diversen Textquellen, um den Weg der NSDAP von ihrer Gründung bis zu den Reichstagswahlen 1930 für die SuS aufzubereiten. Entstanden ist hierbei das angehängte Arbeitsblatt.

Die Zeitzeugin Dorothea Günther über das Ende des Zweiten Weltkriegs

2.Weltkrieg, digital, Geschichte, Textquelle

Vor einer Weile habe ich eine Arbeit über Erinnerungskultur und deren Wandlung im Laufe der Zeit verfasst. Ein Ergebnis dieser Arbeit war unter anderem die Feststellung, dass die Erinnerungskultur sich im Laufe der Zeit veränderte und man heute neue Wege gehen müsste, um die heutige Jugend zu erreichen. Im folgenden Arbeitsblatt habe ich versucht, sowohl durch die Nutzung einen QR-Codes das Handy bzw. das Tablet als Hilfsmittel miteinzubeziehen als auch weiterführende Recherchen im Internet oder (nach Corona) in der Bibliothek zu fordern. Zudem werden durch das Arbeitsblatt nicht nur die digitalen Kompetenzen der Klasse gefördert, sondern auch die Grundlagenkompetenzen.

die „Weiße Rose“ – Flugblatt V

Geschichte, Textquelle

Ich bin, wie man in universitären Kreisen sprichwörtlich sagt, kein Münchner Gewächs, sondern nur ein Bayrisches. Trotzdem bin ich öfters mal in München und bin auch schon mehrmals durch den Lichthof der LMU geschritten. Der Lichthof besticht nicht nur durch seinen architektonischen Glanz, sondern auch mit seiner historischen Bedeutung. In eben diesem Teil der LMU wurden die Geschwister Scholl bei ihrer Arbeit für den Widerstand entdeckt, verhaftet und zum Tode verurteilt.

Heute befassen wir uns näher mit dem fünften und vorletztem Flugblatt der Weißen Rose. Im beigefügten Arbeitsblatt findet eine Auseinandersetzung mit eben diesem Flugblatt statt.

Ein römischer Triumphzug

Antike, Latein, Textquelle

Ein Triumphzug war in der römischen Antike die höchste Ehre, die einem siegreichen Imperator wiederfahren konnte. Voraussetzungen waren hierfür das Führen eines in den Augen der Römer gerechten Krieges und die Tötung einer gewissen Anzahl an Feinden. Über die genaue Anzahl der Feinde wiedersprechen sich die antiken Quellen und berichten von Zahlen in den niedrigen und mittleren Tausendern. Gewiss ist, dass es eine sehr große Anzahl von getöteten Feinden war. Der Rhetoriker Cicero, welcher sich stets einen großen Triumphzug für ein eher kleines Gefecht gewünscht hatte, definiert in seinem Werk de re publica den Unterschied zwischen einem gerechten und einem ungerechten Krieg.

Im folgenden Aufgabenblatt wird dieser Unterschied behandelt:

Inschriften im Hausgefängnis der Kölner Gestapo

2.Weltkrieg, Geschichte, Textquelle

Das Thema Widerstand und Haft in der NS-Zeit sind aufgrund des sich jährenden Todestages der Geschwister Scholl in den Medien aktuell omnipräsent. Aus diesem Grund möchte ich in dieser Woche die beiden eben genannten Themen auf diesem Blog vertiefen.

Vor vielen Jahren war ich im Rahmen eines Bewerbungsgespräches in Köln und in diesem Zuge habe ich auch das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln besucht. Im Keller des Gebäudes ist es dem Besucher möglich, das ehemalige Hausgefängnis der Gestapo zu besuchen. Dieser Teil des Hauses ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben, denn an den Wänden der einzelnen Zellen haben Häftlinge in verschiedenen Sprachen ihre Gedanken in Form von kurzen Versen oder Zeichnungen hinterlassen. Zudem waren dort Tafeln mit den Geschichten der Häftlinge angebracht, welche meistens in der NS-Zeit endeten. Die wenigsten von ihnen hatten den Krieg überlebt.

Im Rahmen eines Arbeitsblattes möchte ich zur Auseinandersetzung mit eben diesen Inschriften anregen.

Quellenarbeit: Zeitungsartikel zum 29.Juli 1914

Erster Weltkrieg, Geschichte, Textquelle

Thematisch angelehnt an den Geschichts-Post von Mittwoch, geht es heute um einen Zeitungsartikel, welcher zu Beginn des Ersten Weltkrieges in Baden veröffentlich wurde. 

Zeitungen als Medium müssen oftmals einer kritischen Reflexion unterzogen werden, da sie je nach politische Lage nicht frei von jeglicher Subjektivität sind. Trotzdem sind sie vor allem in den Kriegsjahren ein sehr spannendes Medium, da sie oftmals die Stimmung des Volkes auffangen und widerspiegeln.