[eduBreakout] Wer tötete Rufus?

eduBreakout, Grammatik, Latein, Wiederholung

Heute gibt es endlich den eduBreakout über das komplette 1.Lernjahr in Latein für euch, welchen ich im Rahmen der Sommerschule in Bayern einmal getestet habe. Gesucht wird der Mörder des ehrenwerten Rufus und die SchülerInnen können sich vier Hinweise erarbeiten, welche sie zum Mörder führen werden.

Die Hinweise können selbstverständlich variiert sowie die Verdächtigten verändert werden. Auch kann der eduBreakout in seiner Art für andere Fächer abgewandelt werden.

Material

[Wiederholung] Der falsche Podcast

Geschichte, Methode, Methodik, Neuzeit, Podcast, Wiederholung

Vor zwei Wochen äußerten meine Mädels den Wunsch, dass sie gerne einmal einen Podcast im Unterricht hören würden. Diesem Wunsch kam ich tatsächlich nach, allerdings nicht, wie sie es vielleicht erwartet hätten. In die Episoden des Podcasts haben sich nämlich einige Fehler eingeschlichen, die es zu finden galt.

Eingesetzt habe ich die Aufnahmen, welche simple mit dem Recorder meines iPhones entstanden sind, zur Wiederholung bzw. zur Kontrolle des Verständnisses im Plenum. Die Mädels hatten viel Spaß beim Suchen der Fehler und haben sowohl die offensichtlichen als auch die schwierigeren Fehler gefunden. In Zukunft dürfen sie nun auch einmal selbst Podcasts aufnehmen und ihre Klassenkameradinnen testen.

Tipp zur Aufnahme

Es ist hilfreich, den Text zuvor mit all seinen Fehlern auszuformulieren und dann einzusprechen. Ansonsten verspricht man sich schnell und muss unnötig viele Wiederholungen machen.

Einsatz in anderen Fächern

Die Methode kann beliebig auf alle anderen Fächer übertragen und je nach Thema variiert werden. So können beispielsweise auch mathematische Formen abgewandelt werden und die Hauptstädter der europäischen Länder vertauscht werden.

„Vier Gewinnt“ im Sprachunterricht

Latein, Wiederholung

„Vier gewinnt“ ist ein Spiel, welches ich gerne zur Wiederholung in den Lateinunterricht einbaue und welches mich schon ab und zu einmal in Bedrängnis gebracht hat. Eine Lerngruppe war sehr ehrgeizig und wollte das Spiel immer und immer wiederholen, um so mehr Punkte zu erreichen. Persönlich hatte ich nichts dagegen, denn so haben sie zuhause die lateinischen Formen intensiv geübt, um am Ende den Sieg zu holen.

Das Spielprinzip

Für das Spiel habe ich an die Tafel ein 4×7 Feld gezeichnet und hier lateinische Formen eingetragen. Die Gruppen waren nun abwechselnd an der Reihe für sich ein Feld zu gewinnen. Hierbei mussten sie das Feld nennen und die Form richtig bestimmen. Wer als erster eine Reihe aus drei korrekten Formen für sich verzeichnen konnte, hat das Spiel gewonnen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Spiel sich durchaus in die Länge ziehen kann, denn bei schwierigen Formen haben die SchülerInnen doch noch ein paar Probleme und müssen ein Defizit verbuchen. Eine falsche Form kann zudem durch die andere Lerngruppe in der nächsten Runde korrekt bestimmt werden und so durch beispielsweise ein Matchball abgewendet werden.

Bingo zur Wiederholung im Sprachunterricht

Latein, Wiederholung

In der vergangenen Stunde hatte ich meiner Lerngruppe die Wiederholung der a- und o-Deklination im Fach Latein aufgegeben. Um jeden gleichermaßen prüfen zu können, habe ich die Kontrolle der Hausaufgabe in Form eines kleinen Bingos durchgeführt. Hierbei habe ich zwei Runden gespielt und das Prinzip der Wiederholung leicht verändert, um sowohl das Bilden als auch das Erkennen von Formen abzufragen. Vorgegeben habe ich jeweils ein Feld mit 3×3 Feldern, welches die SchülerInnen in ihr Heft gezeichnet haben.

1. Variante: Bilden von Formen

Bei dieser Variante haben die SchülerInnen selbstständig neun verschiedene Formen gebildet und diese in das Bingo eingetragen. Hatten diese zuvor mitgedacht, haben sie Formen gebildet, deren Endungen für mehrere Kasus stehen. Anschließend habe ich verschiedene Formen vorgelesen und wer als erster Bingo gerufen hatte, hat gewonnen. Somit hat die Klasse nicht nur das Bilden, sondern auch das Erkennen von Formen geübt.

2. Variante: Das Erkennen von Formen

Bei der zweiten Variante wird das Prinzip einmal vertauscht. Diesmal schreiben die SchülerInnen Formen auf ihren Zettel und müssen diese erkennen. Diese Methode ist etwas schwieriger als die vorherige. Der Vorteil besteht hierbei vor allem im Transfer und der Möglichkeit der freien Auswahl der Vokabeln durch die Lehrkraft.

*amicos natürlich 😉

Fazit

Die Methode wurde von der Lerngruppe sehr gut angenommen und es war schön zu sehen, wie auch zum Teil schwächere SchülerInnen ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen konnten. In der darauffolgenden Stunde haben sie zudem aktiv gefordert, dass wir noch einmal Bingo spielen.

Kreative (Zusatz-)Aufgaben für den Geschichtsunterricht

Geschichte, Methode, Methodik, Wiederholung, Zusatzaufgaben

Auf Instagram haben Björn und ich die Idee entdeckt, anstatt Straf- bzw. Zusatzaufgaben pädagogisch sinnvolle Aufgaben zu verteilen. Uns hat der Gedanke dahinter so sehr gefallen, dass wir eigene kreative Aufgaben speziell für den Geschichtsunterricht entwickelt haben. Als Zusatzaufgabe bzw. als kreative Hausaufgabe für die gesamte Klasse findet nun eine Auseinandersetzung mit dem Stoff der aktuellen Stunde in Form eines Bildes, Quizz, Merkspruchs etc. statt. Aber auch Aufgaben zur eigenen Heimatgeschichte finden sich unter den Karten.

Die einzelnen Kärtchen wurden ausgedruckt und laminiert und in eine Schatzkiste gepackt, damit die SchülerInnen diese verdeckt ziehen und der gesamte Inhalt der Truhe ein gut gehütetes Geheimnis bleibt.

Material

<object class="wp-block-file__embed" data="https://kmsbildunghome.files.wordpress.com/2021/09/karten-zur-textarbeit-von-40etep_isolde-3.pdf&quot; type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Kreative Aufgaben zur Textarbeit von @Etep_Isolde Herunterladen

Scaffolding zur Einübung von Deklinationen und Konjugationen

Grammatik, Latein, Wiederholung

Im heutigen Blogpost möchte ich euch eine meiner liebsten Methoden zur Einübung oder Wiederholung von Deklinationen und Konjugationen vorstellen. Zuerst notiere ich die Grammatik an der Tafel und lasse sie der Klasse einmal laut vorlesen. Gegebenenfalls lasse ich die Klasse die Deklination oder Konjugation mit einem weiteren Wort zur Festigung noch einmal wiederholen.

Anschließend streiche ich einzelne Formen aus der Tabelle heraus und wiederhole die Übung von Neuem.

Durch dieses Vorgehen prägen sich die SchülerInnen die Grammatik schrittweise ein und wiederholen sie mit Vokabeln der selben Deklination bzw. Konjugation. Die Methode können sie zudem auch zuhause zum selbstständigen Lernen und Wiederholen einsetzen.

Die Olympischen Spiele… auf Latein [Übung]

Latein, Vokabeln, Wiederholung

Aktuell sind die Olympischen Spiele noch voll am Laufen. Egal ob Leichtathletik, Fußball oder Rudern: Nahezu jede Person hat ihre Lieblingssportarten, weshalb die Olympischen Spiele eines der größten Sportereignisse auf der Welt sind. Dementsprechend lohnt es sich auch, diese Begeisterung zu nutzen und im Unterricht zu nutzen. Für diesen Gastbeitrag habe ich ein kleines Übungsblatt für den Lateinunterricht erstellt. In diesem finden sich kurze Übungen zur Wortschatz- und Übersetzungsarbeit.

Auszug aus dem Material

Leistungsstarke Schüler*Innen haben zudem die Möglichkeit, sich einmal selbst an einer kurzen Beschreibung ihrer Lieblingssportart zu versuchen. So können die Olympischen Spiele einmal in den Lateinunterricht geholt werden und anstatt mit Ringen und Speeren kämpfen die Schüler*Innen hier mit Vokabeln und Übersetzungen!

Material

Diese Übung ist ein Gastbeitrag von Björn Hennig [Website, Twitter].

[Inhaltsanalyse] Die Rezept-Methode

Einführung, Methode, Methodik, Wiederholung

Im heutigen Blogpost geht es um eine Möglichkeit, eine Inhaltsanalyse oder – angabe, aber auch die Wiederholung eines sachlichen Themas spannend zu gestalten.

Die Methode

Die Rezept-Methode basiert auf den Prinzipien eines klassischen Rezeptes. Es benötigt Zutaten, um am Ende ein Endprodukt zu erhalten. Statt einem Kuchen erhält man im Unterricht allerdings den Titel eines Werkes oder den Charakter einer Persönlichkeit. Im Mittelpunkt steht hierbei, dass die SchülerInnen die Beschreibung bzw. den Inhalt des „Endproduktes“ möglichst präzise und in knappen Worten zusammenfassen. Hierdurch lernen sie zwischen wesentlichen und unwesentlichen Merkmalen zu unterscheiden und sich kurz, aber gezielt auszudrücken. Die fertigen Produkte können anschließend in der Klasse gesammelt und in einem kleinen Quiz erraten werden, aber auch als Stundeneinstieg oder zur Wiederholung durch die Lehrkraft selbst erstellt und der Klasse präsentiert werden.

Durchführung

Die einzelnen Rezepte können, wie an den Beispielen zu sehen, mit Canva und dem dazugehörigen Edu-Account erstellt werden, aber ebenso in Word oder klassisch auf einem Blatt Papier angefertigt werden. Die digitalen Methoden bieten den Vorteil, dass die Produkte korrigiert werden können und diese der Lehrkraft am Ende digital vorliegen und beispielsweise zur Wiederholung vor einer Klassenarbeit auf der Lernplattform als Zuordnungsspiel etc. eingestellt werden können.

Spielend lernen und wiederholen: playfactile im (Geschichts-)Unterricht

Apps/Programme, Geschichte, Neuzeit, Wiederholung

Ein Gastbeitrag von Björn Hennig


Beim Wiederholen von Unterrichtsstoff kann es schnell passieren, dass man auf einige Probleme stößt: Wie viel Stoff erinnern die Schülerinnen und Schüler noch? Was ist noch halbwegs präsent und was ist bereits in Vergessenheit geraten? Wie geht man beim Wiederholen richtig mit dem unterschiedlichen Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler um? Und vor allem: Wie gestaltet man das Wiederholen interessant? Eine Möglichkeit dazu, all diese Fragen kombiniert beantworten zu können, stellt die (kostenlose) Plattform play factile dar. Auf ihr können ganz im Stile der beliebten Gameshow Jeopardy eigene Quizzes erstellt werden. Der Clou ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler hier ihre Fachgebiete selbst aussuchen und auch das Schwierigkeitsniveau selbst bestimmen können. Die Lehrkraft kann gezielt Fragen zum Wiederholen eines bestimmten Themenkomplexes stellen und so durch das gemeinsame Gespräch dieses Wissen absichern. In meinem folgenden Beispiel habe ich dies mit dem Thema Imperialismus getan.

Das Spiel (auch zum selbst spielen!) findet ihr hier.

Insgesamt finden sich in diesem Spiel 25 Fragen, die in fünf Kategorien mit fünf Schwierigkeitsstufen aufgeteilt sind. Jede der fünf Kategorien befasst sich hier mit einem Unterthema zum Oberthema „Imperialismus“. So gibt es z.B. eine Kategorie zum britischen Imperialismus, aber auch eine Kategorie zu Allgemeinwissen in Bezug auf den Imperialismus. Die Schülerinnen und Schüler können so selbst nach Stärke und Fachwissen ihre Fragen selbst auswählen. Fühlen sie sich in einem Thema sicher, wählen sie eine schwierige Frage, die aber auch viele Punkte bringt. Somit sehen sie auch gleich, in welcher Kategorie sie ggf. noch etwas üben müssen. Die verschiedenen Fragen sind in diesem Beispiel sehr bunt gemischt und beziehen sich auf Fachbegriffe, Daten und Fakten-Wissen, geographisches Wissen etc.

Um einen kleinen Wettkampffaktor zu haben, wurde die Klasse zum Spielen in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe durfte abwechseln eine Frage beantworten. Somit gab es auch einen Wettkampfcharakter, was für Schülerinnen und Schüler immer noch etwas zusätzliche Spannung bedeutet. Während der Fragen durften sich die jeweiligen Gruppenmitglieder austauschen, um ihr vorhandenes Wissen auszutauschen und ggf. abzusichern.

Insgesamt hat das Spielen den Schülerinnen und Schülern sehr viel Spass gemacht und es hat ihnen gleichzeitig aufgezeigt, was sie sich noch einmal anschauen sollten.