Die Online-Anwendung „H5P“ im Test

digital, Methode, Methodik, Spiel

Bereits im gestrigen Post fand eine kurze Vorstellung der Online-Anwendung „H5P“ statt. Neben dem Memory habe ich zudem das Arbeitsblatt „Das Christentum“ komplett digitalisiert und die Kontrollfragen direkt nach den entsprechenden Fragestellungen eingefügt.

Die Anwendung

Obwohl das Tool komplett auf Englisch ist, benötigt es keine großen Fremdsprachenkenntnisse um mit dem Programm zurecht zukommen. Durch die simple und gut strukturierte Oberfläche der Anwendung, erklären sich die meistens Tools von selbst.

Anwendungen auf „H5P“

Es gibt insgesamt 46 verschiedene Arten von Anwendungen, die das Programm online bereitstellt. Ich habe zwei vergangene Arbeitsblätter mit „Column“ und „Memory Game“ digitalisiert. Besonders hat mir hierbei die „Column“ gefallen, welche die meistens angeboten Tools in sich vereinbart und aneinanderreihen lässt.

So kann man am Beispiel der Digitalisierung des Arbeitsblattes „das Christentum“ sehen, dass ich hier verschiedene Frage-Tools und Textanwendungen miteinander kombiniert habe. Mir persönlich fehlt hier noch ein Feld, in welches die SuS ihre Antworten eintragen können und diese mir im Nachhinein angezeigt werden. Beim Memory dagegen habe ich nur die Bilder des Arbeitsblattes in die entsprechenden Felder der Anwendung hochgeladen. Eigene Texte oder auditive Daten wären hierbei aber auch möglich gewesen. Neben einem Memory können als Methode zur Abfrage auch verschiedene Arten von Quizze verwendet werden, wie die Standart-Anwendung oder eine Multiple-Choice-Anwendung. Die anderen Tools empfand ich persönlich als nette Spielereien, glaube aber nicht, dass sie einen wirklichen Mehrwert für den Unterricht bilden.

Kosten

Besitzt man einen Zugang zu Plattformen wie WordPress, Moodle und Drupal, deren Server mit H5P kompatibel sind, ist die Verwendung der Tools auch nach der 30tägigen Testversion weiterhin kostenlos. Ansonsten zahlt man als Einzelperson etwas mehr als 50€ im Monat für das Speichern der erstellten Anwendungen auf den Servern von H5P. Alternativ bietet die zumApps auch ein kostenloses, aber öffentliches Hosting an.

Fazit (Update 30.12.2021)

Aus diesem Grund kann ich die Anwendung nur empfehlen. Insbesondere in Kombination mit unserer Lernplattform kann ich verschiedenen Übungen als Arbeitsblatt zusammenstellen und anschließend auch die Antworten meiner Schülerinnen einsehen.

Vokabeln lernen mit „Pauker“ und „Memrise“

Latein, Methode, Methodik

Vokabeln sind das A und O einer Sprache. Umso wichtiger ist es, dass die Schüler*innen diese konsequent lernen und kontinuierlich wiederholen. Hierbei gibt es eine Reihe von kostenpflichtigen Angeboten der Verlage, aber auch kostenlose Onlineangebote. Für eine reine PC-Anwendung kann ich das Programm „Pauker“ empfehlen, bei welchem man allerdings alle Vokabeln per Hand eingeben muss.

Das Angebot von „Memrise“ dagegen beinhaltet neben einer App auch die Möglichkeit, auf vorhandene Kurse zurückzugreifen. So ist zum Beispiel der gesamte Grundwortschatz „adeo“ vorhanden. Dies spart Zeit, welche zum Beispiel in das Lernen von Vokabeln investiert werden kann. Zudem gibt die App die Möglichkeit, die Vokabeln im Bus oder in einer kurzen Pause zu wiederholen, ohne den PC dafür extra hochzufahren.

Beide Lernprogramme basieren auf demselben System der Wortschatzwiederholung: Man lernt Vokabeln neu und wiederholt diese in regelmäßigen Abständen. „Pauker“ hat hierbei den Vorteil, dass hier das System des Vokabelkastens noch strikter vertreten wird und jede falsche Vokabel wieder auf dem Stapel der unbewussten Vokabeln landet. Dies fehlt bei „Memrise“ aktuell noch. Trotzdem bevorzuge ich das Programm aus dem einfachen Grund, dass es ein App-Angebot gibt und ich persönlich eine Person bin, die ihre Vokabeln gerne mal unterwegs oder gleich nach dem Aufwachen noch im Bett lernt. Den Laptop oder das Tablet habe ich dabei nicht immer zur Hand.