Die Entwicklung der amerikanischen Kolonien spielerisch „entdecken“ [deck.toys]

Apps/Programme, deck.toys, Geschichte, Neuzeit

Die Amerikanische Revolution ist nach wie vor ein Dauerbrenner in den Geschichtsbüchern- und Curricula. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf den Entwicklungen, welche die Konflikte zwischen dem britischen Parlament und den amerikanischen Kolonien, zum Thema haben, bis hin zur Unabhängigkeitserklärung am 04.07.1776. Doch bevor man sich mit diesen ganzen Konflikten beschäftigen kann, ist es natürlich notwendig, dass die SchülerInnen sehen, dass dieser Konflikt nicht einfach „da war“. Es ist unabdingbar, dass die SchülerInnen über die Vorgeschichte des Konflikts ausführlich informiert sind: Wie entstanden die Kolonien in Amerika? Wer siedelte sich dort an? Wie war das Verhältnis zwischen den Kolonien und dem „Mutterland“? Und welche Entwicklungen führen zu den ersten Konflikten, die sich 1765 mit der Einführung der Stempelsteuer entzündeten?

All diese Fragen müssen natürlich geklärt werden. Und um dies auf eine möglichst spannende, aber gleichzeitig auch informative Weise zu tun, habe ich ein neues deck.toys entwickelt, welches sich speziell mit diesen Entwicklungen beschäftigt. Hier geht es darum, dass die SchülerInnen die wichtigsten Entwicklungen der ersten Kolonien bis zum siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) spielerisch kennenlernen. Mit den unterschiedlichen Methoden, welche deck.toys anbietet (z.B. Quizzes, Sortieraufgaben, Wahr-oder-Falsch Fragen etc.), ist so ein methodisch abwechslungsreiches Abenteuer entstanden, welches den oben angesprochenen Rahmen abdeckt.

Aufgabenbeispiel

Die letzte Station nach dem siebenjährigen Krieg fordert die SchülerInnen dann auf, sich Gedanken über die weitere Entwicklung der Kolonien zu machen. Dies kann als Überleitung zu den kommenden Stunden genutzt werden, in welcher die durch den siebenjährigen Krieg entstandenen Schulden als Aufhänger genutzt werden können, um die Einführung der Stempelsteuer zu thematisieren.

Das deck.toys zum eigenen Gebrauch findet ihr hier. Es kann über alle mobilen Endgeräte ohne Anmeldung direkt genutzt werden.

Workshop

Du hast Lust, selbst aktiv zu werden? Melde dich gerne zum kostenlosen Workshop am 01. Dezember hier an.

Wer ist hier „sus“? – Among Us im Unterricht

digital, Gamification, Geschichte, Latein, Spiel

Wenn man SchülerInnen fragt, welche Videospiele sie aktuell so spielen, dann fällt vor allem ein Spiel sehr häufig: Among Us. Das von dem US-amerikanischen Unternehmen Innersloth bereits 2018 veröffentlichte Spiel entwickelte sich erst im letzten Jahr durch das Spielen zahlreicher Influencer*Innen zu einem der großen Spiele-Hits und dieser Hype hält bis heute an. Der Grund für diesen großen Erfolg ist das relativ simple Spielprinzip, welches an Spiele wie „Die Werwölfe aus Düsterwald“ erinnert. Eine größere Gruppe muss dabei gemeinsam eine oder mehrere Aufgaben erledigen. Doch innerhalb dieser Gruppe befindet sich ein Verräter, oder bei Among Us ein sogenannter „Impostor“, dessen Aufgabe es ist, die Gruppe beim Erfüllen dieser Aufgaben zu sabotieren. Die Gruppe muss also neben dem Erledigen der eigentlichen Aufgaben auch ständig darauf achten, wer der Impostor sein könnte. Somit fordert dieses Spiel den SpielerInnen nicht nur Spiel-, sondern auch ein hohes Maß an Kommunikationskompetenz ab.

Dieses Prinzip, eine nicht zu einer Gruppe gehörende Person zu identifizieren, ist auch für den Schulunterricht nicht unbekannt. Auch dort treffen wir zahlreiche Übungen, in welchen z.B. Irrläufer gefunden werden müssen. Welche Zahl passt nicht in diese Reihe? Welches Tier ist kein Säugetier? Welche Vokabeln ist kein Substantiv? Insofern bietet es sich genau für solche Aufgaben an, typische Übungen dadurch etwas zu beleben, indem man sie durch das Verwenden von Among Us in die „Sprache der SchülerInnen“ transferiert. Sobald die SchülerInnen die bekannten Figürchen sehen, wissen sie sofort, dass es nun darum geht, den Impostor zu finden. Wer passt nicht in die Reihe und wer erfüllt seine Aufgabe nicht?

Bisher habe ich in meinem eigenen Unterricht (Latein/Geschichte) schon ein paar Mal einen Einstieg mit Among Us gemacht. Die Reaktionen der SchülerInnen waren bisher immer positiv und sie haben sich gefreut, ein wenig aus ihrem Alltag im Unterricht zu sehen. Aufgrund der positiven Erfahrungen möchte ich daher einmal mein bisheriges Material mit euch teilen, sodass ihr auch darauf zurückgreifen und es einmal ausprobieren könnt.

Among Us im Lateinunterricht

Among Us – Finde den Impostor

Verräter sind unter uns! Hier sollen die SchülerInnen wie bei Among Us die Verräter unter den jeweiligen (lateinischen) Vokabeln finden. Pro Reihe finden sich zwei Vokabeln, welche die dortige Aufgabe nicht erfüllen. Das vorliegende Format kann dabei natürlich auch auf andere Sprachen oder Fächer kopiert werden.

2. Among Us – Grammatik-, Leseübung

In dieser Übung soll, angelehnt an Among Us, der AcI geübt werden. In kurzen Sätzen wird eine kleine Geschichte aus einem Among Us-Spiel auf Latein erzählt. Alle Sätze enthalten dabei einen AcI, welchen es zu übersetzen gilt. Diese Übung kann in abgewandelter Form natürlich auch auf andere grammatische Besonderheiten angewandt werden. Für andere (moderne) Fremdsprachen bietet es sich auch einfach als Leseübung an, eine kurze Geschichte zu Among Us zu lesen (oder selbst schreiben zu lassen?).

eduBreakout „Among Us“

Bei dieser Übung, welche bereits in diesem Blogpost ausführlich vorgestellt wurde, für den Lateinunterricht geht es darum, die lateinische Grammatik anhand von kleinen Übungen zu wiederholen, welche an das Spiel AmongUs angelehnt wurden. Wie auch im Game spielt hierbei die Zeit eine wichtige Rolle.

Among Us im Geschichtsunterricht

Among Us – Wer passt nicht in die Reihe?

Für den Geschichtsunterricht habe ich, angelehnt an das erste Beispiel, bereits mehrfach als wiederholenden Einstieg Among US verwendet. Dies hat sich vor allem beim Inhalten angeboten, wo eine historische Partei oder Person „aus der Reihe fällt“ und sich mehr oder weniger offen gegen den Rest der Reihe stellt. In dem oben gezeigten Beispiel geht es darum, dass sich 1848 alle Parteien offen zu den Zielen der Revolutionsbewegung von 1848 bekennen. Aber: Der König von Preußen macht das nicht aus Überzeugung, sondern plant heimlich, gegen die Bewegung zu agieren. Insofern beschreibt die Rolle des Impostors die Rolle des König von Preußen zu dieser Zeit perfekt.

Auch das folgende Beispiel folgt dem oben genannten Muster. Hier befand sich meine Lerngruppe gerade im Dreißigjährigen Krieg und hatte sich mit den unterschiedlichen Kriegsparteien beschäftigt. Dabei hatten wir diese in „Katholiken“ und „Protestanten“ aufgeteilt. Hierbei bemerkten die SchülerInnen, dass es bei Frankreich eine Besonderheit gab: Es war ein katholisches Land, kämpfte aber auf Seiten der Protestanten. Genau diesen Zwiespalt griff das als Einstieg genutzte Beispiel auf, da alle anderen Ländern auch auf der Seite „ihrer“ Religion kämpften. Über diesen Einstieg konnte ich auf die Frage nach dem „Warum?“ hinleiten, sodass wir uns in der Stunde die Rolle Frankreichs im und nach dem Dreißigjährigen Krieg angeschaut haben.

Götterraten in der römischen Antike

Antike, Geschichte, Spiel

Nachdem in der letzten Zeit viele Ideen für die Mittel- und Oberstufe gepostet wurden, gibt es heute ein kleines Spiel für unsere 6.Klässler. Auf zwei Arbeitsblättern sind die zwölf Hauptgötter der römischen Antike und ihre Funktion auf Kärtchen beschrieben. Die Kärtchen können dabei auf unterschiedliche Art und Weise im Unterricht zum Einsatz kommen. Eine Möglichkeit ist es, diese aus zuschneiden und zu zuordnen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Memory-Spiel, welches in Partner- oder Gruppenarbeit ausgeführt werden kann.

kleine Schritte im großen Krieg

Computerspiel, digital, Erster Weltkrieg, Geschichte, Spiel

Mit „kleine Schritte im großen Krieg“ betitelt Planet Schule ein Multimedia-Lernspiel, bei welchem die Schülerinnen und Schüler in verschiedene Rolle des Ersten Weltkrieges schlüpfen. „Die Spieler müssen verschiedene Aufgaben erledigen und Entscheidungen treffen. Diese Gewissensentscheidungen regen zur Reflexion und zur Überprüfung der eigenen Wertemaßstäbe an.“ (Planet Schule)Hierbei können diese zwischen dem Attentat von Sarajevo, dem Luftkrieg, dem Lazarett oder dem U-Boot-Krieg wählen.

Der Spieler schlüpft in die Rolle einer historischen Persönlichkeit, welche auf irgendeine Art und Weise für den Tod von Menschen verantwortlich ist. Man muss der Vita dieser Person eine gewisse Zeit lang folgen, hat aber im entscheidenden Moment die Möglichkeit diesen Weg zu verlassen. Bevor man die Entscheidung für oder gegen den Mord trifft, werden einem nochmals Gedankengänge aus verschiedenen Perspektiven aufgezeigt, die für oder gegen die Ausübung der Handlung sprechen. Entscheidet man sich gegen die Handlung, erfolgt die historische Auflösung des Ereignisses.

Kritisch zu betrachten ist hierbei, dass man den Weg bis zu einem gewissen Grad folgen müssen und nicht von Anfang an nein wählen kann. Positiv hervorzuheben ist dafür der kritische Umgang mit den Ereignissen, das Aufzeigen der verschiedenen Perspektiven zu einer Handlung und die korrekte historische Auflösung. 

Somit ergibt sich eine klare Empfehlung der Anwendungen für den Unterricht, auch wenn zu empfehlen ist, manche Spielschritte im Nachhin mit der Klasse nochmals kritisch zu betrachten.

Link zum Spiel (auch für Tablets geeignet): https://www.planet-schule.de/…/multimedia-lernspiele-detail…

PS: Das Spiel startet am PC (MacBook Air) mit Doppelklick auf das schwarze Feld.

»Stasi raus, es ist aus!«

DDR, Geschichte, Spiel

Passend zu unseren Themenwoche „Geschichte anders vermitteln“ möchten wir euch das neu erschienene Spiel »Stasi raus, es ist aus!« vorstellen. Die Entwicklung des Spiels wurde vom Stasi-Unterlagen-Archiv sowie dem DDR Museum gefördert und unterstützt.

Das als pädagogisches Spiel entwickelte Kartenspiel ist historisch an das Ende der DDR angelehnt. Schülerinnen und Schüler schlüpfen im Spiel in die Rolle von Stasi-Mitarbeitern, welche versuchen die Akten der Stasi zu vernichten, bevor sie in die Hände der Bürgerbewegung fallen. Dies versuchen die Aktivisten der Bürgerbewegung zu verhindern. 

Den Schülerinnen und Schülern soll auf diese Weise spielerisch vermittelt werden, welche Bedeutung die Vernichtung der Akten für die Stasi hat und warum die Aktivisten der Bürgerbewegung dies verhindern wollten. Zudem findet eine kritische Auseinandersetzung mit der Stasi und dem politischen System der DDR statt, sowie ein Einblick in „friedliche Revolution“ des Staates. Das Spiel, welches ohne eine große und komplizierte Anleitung auskommt, bietet sich hervorragend für den Einstieg in den Themenkomplex „Stasi“ an und wirft dabei ganz von alleine kritische Fragen gegenüber dem System der Staatssicherheit in der DDR auf, welche im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit behandelt und vertieft werden können. 

Zudem wurde zu dem Spiel ein Begleitheft für den Unterricht erarbeitet (https://drive.google.com/…/1SsUO1YvKjGB8vL9H53SSeEZIdUCuohv-), welches die Geschichte der „friedlichen Revolution“ für den Unterricht wiedergibt. Das Material wird durch Bildquellen und Akten der Stasi unterstützt.