Schriftliche Leistungserhebungen mit Tutory konzipieren

Apps/Programme, Arbeitsblätter, digital

Das Erstellen von Leistungserhebungen gehört zu unserem Job dazu, auch wenn es sich hierbei wohl nicht um die liebste Aufgabe der Lehrkräfte handelt. Oftmals hat man neben dem Finden von passenden Inhalten auch mit den Formalia und Musterlösungen zu kämpfen. Ich nutze für meine schriftlichen Leistungsnachweise mittlerweile nur noch Tutory, welches neben seinen Baukästen für Arbeitsblätter auch viele tolle Funktionen für das Erstellen von Leistungsnachweisen bereithält. So kann ich beispielsweise den Schwierigkeitsgrad einer Aufgabe festlegen. Zudem wird die Gesamtpunktzahl automatisch zusammengezählt und an meinen Notenschlüssel angepasst.

Tutory

Mit der browserbasiertes Anwendung Tutory ist es möglich mit einer großen Anzahl an Bausteinen simple und unkompliziert harmonische Arbeitsblätter zu erstellen. Diese Arbeitsblätter können sowohl analog (hier) als auch als interaktives digitales Arbeitsblatt (hier) online bearbeitet oder in das LMS der Schule eingebunden werden. Hierbei kann zwischen einer kostenfreien Basis-Version und zwei kostenpflichtigen Varianten unterschieden werden. Mittlerweile bieten auch viele LMZ und KMZ Lizenzen für Tutory an. Nachfragen kann sich hier also lohnen.

Erstellen von Leistungsnachweisen

Das Grundgerüst meines schriftlichen Leistungsweises ist dasselbe wie bei einem klassischen Arbeitsblatt auch. Zudem ergänze ich am Kopf des Blattes die vorgegebenen Formalia meiner Schule.  Das sind in der Regel die Art des Leistungsnachweises (Schulaufgabe, Stegreifaufgabe etc.), Datum, Arbeitszeit, Schule und Namensfeld. Nachdem ich die Aufgaben anschließend erstellt habe, kommt der Schritt, der Tutory so besonders macht. Ich ergänze nun den Anforderungsbereich der Aufgabenstellung in Form von kleinen Punkten für eine absolute Transparenz. Zudem trage ich die entsprechende Punkte ein. Dies lässt sich beides über den Bearbeitungsmodus der Aufgaben bewerkstelligen. 

Anschließend füge den Baukasten Benotung für die Gesamtpunktzahl in meinen Leistungsnachweis ein. Tutory zählt automatisch die Punkte und passte diese bei einer Änderung der Punkte automatisch an. Zudem kann ich mit dem Notenspiegel-Baukasten ganz einfach meine aktuelle Punktzahl mit meinem Notenschlüssel verrechnen lassen und brauche hierfür keine extra Tabelle, sondern habe alles in einem Programm. Auch der Notenschlüssel wird automatisch bei einem Verändern der Gesamtpunktzahl angepasst.

Musterlösung 

Nachdem ich meinen Leistungsnachweis nun erstellt habe, kann ich diesen mit der kompletten Musterlösung herunterladen. Das schöne ist hierbei an Tutory, dass für die geschlossenen Items automatisch der Erwartungshorizont generiert wird und ich eine Musterlösung für die offenen Items direkt beim Erstellen der Aufgaben eingeben kann, sodass ich hierbei nicht ein weiteres Dokument benötige. Die Musterlösung kann ich anschließend separat von dem eigentlichen Leistungsnachweis herunterladen, was ich super praktisch finde und jede Menge Zeit einspart. 

Fazit 

Ich persönlich empfinde das Erstellen von Leistungsnachweisen mit Tutory als sehr bequem und hab es ehrlich gesagt auch nie anders gemacht. Durch das automatische Zählen der Gesamtpunktzahl und der integrierten Musterlösung bietet das Tool eine Menge Vorteile gegenüber klassischen Texteditoren, die mir in diesen Aspekt nur unnötige Arbeitszeit rauben würden. 

Rabattcode (Anzeige; gültig bis 30.09.2022): 

Da wir wissen, dass viele Lehrkräfte die Lizenz, ebenso wie wir, selbst zahlen, haben wir für euch nach einem Rabatt- und Testcode gefragt.

  • 2 Wochen BASIC-Test: kms-test 
  • 20% Rabatt auf BASIC: kms-rabatt 

Hinweis zum Einsatz der Codes: Man kann den Testcode gleich während der Registrierung eingeben; im vierten Schritt nach Akzeptierung der Nutzungsbestimmungen oder dann auf der Abo Seite, wenn man schon registriert ist: https://www.tutory.de/profil/abonnement

Tutory vs. Canva

Apps/Programme, Arbeitsblätter

Auf Instagram wurde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen Tutory und Canva sei. Die beiden Anwendungen seien sich doch so ähnlich. Ich persönlich finde, dass dies einem Vergleich zwischen Birnen und Äpfeln gleich kommt, aber lest selbst.

Tutory ist ein browserbasiertes Programm, welche Lehrkräften zum Erstellen von Arbeitsblättern Bausteinen zur Verfügung stellt. Canva läuft ebenso im Browser, besitzt aber auch eine eigene App und ist im Grundgedanken ein sehr umfangreiches Grafiktool mit welchem man auch Arbeitsblätter erstellen kann.

Während Tutory eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktion anbietet, ist Canva für Lehrkräfte auch in der Premium-Version kostenlos (hier). Ansonsten kostet die Einzellizenz 109,99€ im Jahr. Tutory dagegen bietet ein Zwei-Stufen-Modell an: Die in meinen Augen ausreichende Basis-Version kostet 29,90€ im Jahr, während die Premium-Version ebenfalls mit 59,90€ zu Buche schlägt. Für Student*innen und Referendar*innen gibt es die bei beiden Anwendungen die Möglichkeit eines Rabattes auf den Vollkostenpreis.

In der Art der Benutzeroberfläche sind beide Anwendungen im Grundgedanken gleich aufgebaut. Bei beiden Anwendungen findet sich in der Kopfzeile die Formatierung, während sich die einzelnen Bausteine bzw. Gestaltungselemente auf der linken Seite befinden.

Während Tutory für die verschiedenen Aufgabenstellungen und Items eines Arbeitsblattes Bausteine zur Verfügung stellt, existiert dies bei Canva nicht. Man hat aber die Möglichkeiten mit Hilfslinien zu Arbeiten und somit die verschiedenen Elemente eines Arbeitsblattes gut zu platzieren. An Bausteinen stellt Tutory hierbei einen bunten Mix aus Lückentext, Suchsel, Sortieraufgaben, Angreizaufgaben etc. seinen Nutzer*innen zur Verfügung, während man dies bei Canva alles händisch erstellen oder exportieren müsste. Durch die Möglichkeit der verschiedenen Bausteine ist Tutory sehr intuitiv und leicht zu bedienen, während man sich bei Canva doch etwas einarbeiten muss und Fingerspitzengefühl braucht. Björn zum Beispiel würde nie mit Canva ein Arbeitsblatt erstellen, da dies für ihn viel zu viel Zeit frisst und auch ich gebe zu, dass ich mit Tutory manchmal vermutlich schneller wäre.

Zudem bietet Tutory die Möglichkeit, ein analoges Arbeitsblatt auch in ein interaktives und somit digitales Arbeitsblatt umzuwandeln. Dies kann Canva nicht. Man kann zwar Interaktion wie beispielsweise Highlights auf das Arbeitsblatt setzen, aber eine Selbstkontrolle wie Tutory erreicht man damit noch lange nicht. Das digitale Arbeitsblatt (mehr hier) von Tutory kann beispielsweise in der eigenen Lernplattform hinterlegt und dort von den Schüler*innen bearbeitet werden. Ein weitere Vorteil von Tutory ist, dass man sich neben einem Arbeitsblatt für die Schüler*innen auch ein Lösungsblatt zum entsprechenden Arbeitsblatt herunterladen kann. Hierbei werden die geschlossenen Items automatisch von Tutory auf dem Lösungsblatt angezeigt, während man die offenen Aufgabenstellungen schon in der Anwendung händisch ergänzen kann, damit diese ebenso auf dem Lösungsblatt erscheinen.

Mit was Canva im vergleich zu Tutory punkten kann, sind die unendlichen Möglichkeiten zur Verschönerung der Arbeitsblätter. Man kann diverse Formen, Figuren und Cliparts einfügen, ohne dafür extra zahlen zu müssen. An dieser Stelle kann sich jeder selbst die Frage stellen, ob weniger Auswahl nicht manchmal mehr ist. Bei der immensen Vielfalt tut man sich doch manchmal schwer sich zu entscheiden und verzettelt sich sehr.

Wer schnell und einfach ein gut strukturiertes Arbeitsblatt erstellen möchte, ist mit Tutory bestens beraten. Durch die verschiedenen Bausteine wird auch viel Arbeit abgenommen und ihr habt zusätzlich noch die Möglichkeit, euer Arbeitsblatt digital zu nutzen oder eine Musterlösung auszudrucken. Canva dagegen ist ein Designtool und bietet wesentlich mehr grafische Elemente zur Gestaltung eines Arbeitsblattes, allerdings nicht die nötigen Bausteine wie Tutory sie hat. Übrigens könnt ihr auch beide Elemente miteinander verbinden, indem ihr beispielsweise eine PDF von Tutory in Canva hochladet.

Ich persönliche liebe beide Tools sehr und möchte weder das eine noch das andere in meinem Lehreralltag missen und bin sehr froh, dass es beide gibt. Arbeitsblätter erstelle ich sowohl mit Tutory als auch mit Canva und finde die Abwechslung zwischen beiden Tools auch sehr erfrischend.

Tutorial

Rabattcode für Tutory (Anzeige; gültig bis 30.09.2022):

Wollt ihr Tutory selbst einmal testen? Da wir wissen, dass viele Lehrkräfte die Lizenz, ebenso wie wir, selbst zahlen, haben wir für euch nach einem Rabatt- und Testcode gefragt.

  • 2 Wochen BASIC-Test: kms-test
  • 20% Rabatt auf BASIC: kms-rabatt

Hinweis zum Einsatz der Codes: Man kann den Testcode gleich während der Registrierung eingeben; im vierten Schritt nach Akzeptierung der Nutzungsbestimmungen oder dann auf der Abo Seite, wenn man schon registriert ist: https://www.tutory.de/profil/abonnement

Tutory vs. Worksheet Crafter

Apps/Programme, Arbeitsblätter

Auf einer Fortbildung wurde ich vor einiger Zeit gefragt, was denn der Unterschied von Tutory und Worksheet Crafter sei. Damals musste ich ehrlich gesagt, passen und habe die Zeit nun genutzt, um mir den Worksheet Crafter einmal genau anzuschauen.

Tutory, aber auch der Worksheet Crafter sind beides Tools, welchen insbesondere Lehrkräfte bei der Erstellung von Arbeitsblättern unterstützen möchten. Während Tutory im Browser läuft, ist der Worksheet Crafter eine Desktopanwendung, welche man sich aus dem Internet für Windows oder Mac herunterlädt. Somit ist die Anwendung auch offline oder bei schlechtem Internet nutzbar. Tutory hat dagegen als browserbasiertes Tool den Vorteil, dass ich von überall auf meinen Account zugreifen kann, aber nicht die Sicherung des Materials auf dem PC habe. Bei Unternehmen sind ein Sozialunternehmen mit Sitz in Deutschland und somit nicht auf die Maximierung von Gewinn ausgerichtet.

Während Tutory eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktion anbietet, kann man beim Worksheet Crafter die Anwendung lediglich zwei Wochen lang kostenlos testen. Ansonsten kostet die Einzellizenz für Lehrkräfte 59,90€ im Jahr. Tutory dagegen bietet ein Zwei-Stufen-Modell an: Die in meinen Augen ausreichende Basis-Version kostet 29,90€ im Jahr, während die Premium-Version ebenfalls mit 59,90€ zu Buche schlägt. Für Student*innen und Referendar*innen gibt es die bei beiden Anwendungen die Möglichkeit eines Rabattes auf den Vollkostenpreis.

In der Art der Benutzeroberfläche sind beide Anwendungen sich sehr ähnlich. Bei beiden Anwendungen findet sich in der Kopfzeile die Formatierung, während sich die einzelnen Bausteine, mit welchen man sein Arbeitsblatt auf der linken Seite befinden.

Während bei den Bausteinen von Tutory ein bunter Mix aus Lückentext, Suchsel, Sortieraufgaben etc. im Fokus steht, finden sich beim Worksheet Crafter primär Bausteine aus beim primären Bereich der Mathematik sowie des Faches Deutsch mit Möglichkeit zur Trennung der Silben. Lediglich zwei Worträtsel sind hier vorhanden. Ansonsten gibt es hier eine Reihe von Symbolen, wie Sprechblasen, Kreise und Pfeile, welche ich diesem Umfang nicht so übersichtlich in den Bausteinen von Tutory vorhanden sind. Dagegen konnte ich Bausteine zur Benotung beim Worksheet Crafter nicht finden. Das Ziehen der Bausteine auf ein Arbeitsblatt und somit das Erstellen von Aufgaben hat bei beiden Anwendungen keine Probleme bereitet.

Möchte man einzelne Bausteine modifizieren, kann man dies bei beiden Anwendungen mit einem Klick auf den jeweiligen Bausteine machen. Auf der rechten Seite öffnet sich anschließend das entsprechende Menü zur Bearbeitung der einzelnen Items.

Bei beiden Anwendungen gibt es neben dem analogen Arbeitsblatt auch die Möglichkeit, dieses in ein interaktives Blatt umzuwandeln. Während man bei Tutory das Arbeitsblatt mit einem Button in ein digitales Arbeitsblatt umwandelt, muss man beim Worksheet Crafter dieses in den Einstellungen angeben und das Arbeitsblatt wird in der Größe für die Anwendung am Tablet optimiert. Anschließend kann man dies via QR-Code und der entsprechenden App auf dem Tablet nutzen. Bei Tutory dagegen erhält man eine HTML-Datei, welche in der Darstellung am iPad problemlos funktioniert, aber der Worksheed Crafter ist hierbei wesentlich handlicher und einfach zu bedienen.

Nach dem Laden bzw. Öffnen des interaktiven Blattes kann man seine Lösung eingeben und sich anschließend selbst kontrollieren. Dies funktioniert bei beiden Anwendungen problemlos.

Persönlich muss ich sagen, dass ich die digitale Lösung von Worksheet Crafter sehr gut finde. Insbesondere die Darstellung und Optimierung für das iPad ist super.

Der ein oder anderen ist sicherlich beim Lesen schon das große Manko der beiden Anwendungen aufgefallen: Tutory ist von seinen Übungen für die Sek. I-II konzipiert, der Worksheet Crafter eignet sich in meinen Augen eher für den Primärbereich. Tutory nutze ich seit Jahren selbst im Unterricht und kann es sehr empfehlen. Es spart aufgrund seinen Baukastensystems sehr viel Zeit. Hier habe ich bereits ausführlich dazu berichtet. Beim Worksheet Crafter hat mich dagegen die digitale Möglichkeit sehr begeistert. Das fehlt mir bei Tutory noch. Da ich für den Worksheet Crafter die falsche Zielgruppe darstelle, habe ich einmal nach euren Erfahrungen zum Tool gefragt: Auf Instagram wurde mir berichtet, dass die Anwendung eine super Unterstützung für den Unterrichtsalltag ist und insbesondere die digitalen Möglichkeiten punkten.