Vokabeln lernen mit „Pauker“ und „Memrise“

Latein, Methode, Methodik

Vokabeln sind das A und O einer Sprache. Umso wichtiger ist es, dass die Schüler*innen diese konsequent lernen und kontinuierlich wiederholen. Hierbei gibt es eine Reihe von kostenpflichtigen Angeboten der Verlage, aber auch kostenlose Onlineangebote. Für eine reine PC-Anwendung kann ich das Programm „Pauker“ empfehlen, bei welchem man allerdings alle Vokabeln per Hand eingeben muss.

Das Angebot von „Memrise“ dagegen beinhaltet neben einer App auch die Möglichkeit, auf vorhandene Kurse zurückzugreifen. So ist zum Beispiel der gesamte Grundwortschatz „adeo“ vorhanden. Dies spart Zeit, welche zum Beispiel in das Lernen von Vokabeln investiert werden kann. Zudem gibt die App die Möglichkeit, die Vokabeln im Bus oder in einer kurzen Pause zu wiederholen, ohne den PC dafür extra hochzufahren.

Beide Lernprogramme basieren auf demselben System der Wortschatzwiederholung: Man lernt Vokabeln neu und wiederholt diese in regelmäßigen Abständen. „Pauker“ hat hierbei den Vorteil, dass hier das System des Vokabelkastens noch strikter vertreten wird und jede falsche Vokabel wieder auf dem Stapel der unbewussten Vokabeln landet. Dies fehlt bei „Memrise“ aktuell noch. Trotzdem bevorzuge ich das Programm aus dem einfachen Grund, dass es ein App-Angebot gibt und ich persönlich eine Person bin, die ihre Vokabeln gerne mal unterwegs oder gleich nach dem Aufwachen noch im Bett lernt. Den Laptop oder das Tablet habe ich dabei nicht immer zur Hand.

Comics im Lateinunterricht

Comic, Latein

Beim letzten DAV-Kongress in Saarbrücken entschied ich mich am „Abend der Verlage“ für die Präsentation des C.C.Buchner Verlags. Mit dem Buchner Verlag fühle ich mich besonders verbunden, auch weil ich mit einem Buch aus der Reihe Latein lernte und diese im Allgemeinen sehr gerne im Unterricht verwende.

An eben diesem Abend im April des vorletzten Jahres stellte Buchner neben dem aktuellen Verlagsprogramm und dem Buch „Roma“ auch das Comic vor, welches passend zum Lehrbuch entwickelt wurde.

Beispiel aus ROMA – Bildergeschichten zum Ausmalen
(https://www.ccbuchner.de/titel-1-1/bildergeschichten-4841/download-2571/roma_bildergeschichten_ausmalbuch.pdf)

Das Comic gibt es sowohl in einer abgespeckten Version zum Ausmalen (die PDF am Ende des Posts zum Download) als auch in einer bereits kolorierten Druckversion. Die gedruckte und gebundene Version enthält die ersten elf Kapitel des Lehrbuchs „Roma“ in Comicform sowie eine kurze Handreichung zu den benötigten Vokabeln.

Die Comics eignen sich aus diesem Grund besonders im ersten Lernjahr für den Einsatz im Unterricht, auch um den Schüler*innen den Einstieg etwas zu erleichtern. Dies geschieht insbesondere durch die Verwendung eines bekannten Mediums „Comic“ und durch den illustrierten Text. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Schüler*innen sich durch die Verwendung des Comics leichter beim anfänglichen Lernen der Vokabeln tun, da sie diese durch das Comic nun visuell vor Augen haben. Aber auch für die höheren Klassen hat Buchner ein eigenes Programm entwickelt und Comics zu lateinischen Originaltexten herausgegeben.

Hier geht es zur Download-Datei von ROMA Bildergeschichten.

Vokabeltest gemeinsam mit SuS gestalten

Latein, Methode

Heute möchte ich mit euch eine Methode teilen, die ich selbst aus meinem eigenen Lateinunterricht übernommen habe.

Persönlich schreibe ich gerne Vokabeltests und das auch regelmäßig, wenn nicht gar wöchentlich. Der Test besteht in der Regel aus 10 Vokabeln mit Stammformen bzw. Genitiv und Geschlecht und keine Sätzen oder Grammatikeinheiten. Eine Woche vor dem Test werden die entsprechenden Seiten bekanntgegeben, welche im Test abgefragt werden. Fünf Vokabeln, welche im Test abgefragt werden, wähle ich selbst aus der Liste an Vokabeln aus, die anderen fünf Vokabeln werden durch ein Mitglied der Klasse bestimmt. Diese werden der Lehrkraft sowie der Klasse am Tag nach der Bekanntgabe der zu lernenden Vokabeln mitgeteilt. Die Reihenfolge der Klassenmitglieder beim Auswählen der Vokabeln setzt sich alphabetisch zusammen.

Durch die Mitsprache bei der Gestaltung des Vokabeltests verspürt die Klasse eine größere Motivation die Vokabeln zu lernen, obwohl sie bei einem Fehler pro Notenschritt für eine gute Note trotzdem alle Vokabeln beherrschen muss.