5-Shots-Regel – «Bilder, die lügen»

Bildquelle, Geschichte, kritischer Umgang, Methode, Methodik

Der Name „Phan Thị Kim Phúc“ ist vermutlichen den wenigsten Menschen ein Begriff, obwohl die meisten von uns diese Person kennen. Bekannt wurde die Vietnamesin unter anderem als „Napalm-Mädchen„: Sie ist das kleine, nackte Mädchen, welches nach dem Angriff auf Napalm im Vietnamkrieg auf die Journalisten und Fotografin zuläuft. Oftmals wird das Foto allerdings in einer zugeschnittenen Version publiziert und verfälscht somit sowohl das eigentliche Foto als auch die Geschichte, die hinter diesem steht.

Mit Hilfe der „5-Shots-Regel“ und dem Material «Bilder, die lügen» des Museums für Kommunikation soll den SchülerInnen ein Bewusstsein für die kritische Auseinandersetzung mit Fotografien vermittelt werden.

Die „5-Shots-Regel“

Die „5-Shots-Regel“ stammt aus der Filmtechnik und bezeichnet verschiedene Möglichkeiten eine Szene fotografisch darzustellen. Anhand einer praktischen Übung, in welcher die SchülerInnen in Kleingruppen ein Standbild entwerfen und aus verschiedenen Perspektiven abfotografieren, soll eine kritische Auseinandersetzung und Reflexion mit Fotos stattfinden. Die Bildausschnitte sollen von den SchülerInnen so ausgewählt werden, dass die Message des eigentlichen Standbildes durch das Foto verfälscht wird. Im anschließenden Plenum werden die Fotos mit der Klasse besprochen und sowohl der gewählte Ausschnitt als auch ein Bild des kompletten Standbildes gezeigt. Die SchülerInnen lernen anhand dieser Übung, dass sich je nach Perspektive und Bildausschnitt die Message, die ein Bild dem Betrachter vermittelt, verändert.

Arbeitsmaterial «Bilder, die lügen»

Zur Unterstützung dieser Einheit kann das Material zur Ausstellung «Bilder, die lügen» herangezogen werden, welches zeigt, wie die Veränderung eines Bildausschnittes und das Bearbeiten von Bildern den Betrachter dessen in die Irre führen kann.

Beispiel aus dem Unterrichtsmaterial über https://www.mfk.ch/fileadmin/user_upload/zzz_Dateiliste_alte_Seite/pdfs/Bildung_Vermittlung/Materialien/Ausstellungen/Bdl/Bdl_didakt_Materialien.pdf [16.05.2020]

Das Museum für Kommunikation entwickelte im Jahre 2007 im Rahmen seiner Ausstellung «Bilder, die lügen» eine Handreichung für den Unterricht, welche anhand vieler verschiedener Beispiele aus Geschichte, Politik oder auch der Klatschpresse aufzeigt, inwiefern Bilder manipuliert werden. Untermauert werden diese Bilder durch geeignete Fragestellungen, welche das gebotene Bildmaterial kritisch hinterfragen und dem SchülerIn helfen, einen kritischen Umgang mit Bildern einzuüben.

Das Material ist kostenlos über die Website des Museums verfügbar und kann über den im nächsten Abschnitt eingefügten Link abgerufen werden.

Anwendungsmaterial „5-Shots-Regel“

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