meine MoloDigital (Tag 11): TikTok und digitale Tools für den Geschichtsunterricht

Fortbildung, Mobile Schule

Die geballte Power an zeitgemäßem Unterricht auf einem Haufen? Ja, das gibt es und zwar jeden Monat auf der Mobile Schule digital, einer kostenlosen digitale Fortbildung mit über 50 eSessions direkt vom heimischen Schreibtisch aus. Eine Anmeldung für den nächsten Termin am 12.05.2021 ist hier bereits möglich. Wie jeden Monat ist das Angebot an tollen eSessions enorm und die Auswahl an drei Veranstaltungen aus dem riesigen Angebot schier unmöglich. Dennoch muss man sich letztendlich entscheiden. Um den vielen Input aus diesem Abend nicht zu vergessen und euch einige Tipps & Ideen hieraus mit auf den Weg zu geben, habe ich mich dazu entschieden, über die Tagung zu bloggen.

Vielen Dank an die tolle Orga und allen ReferentInnen sowie TeilnehmerInnen der Veranstaltung für diesen unvergessliche Abend!

TikTok einmal für die Lehrerschaft erklärt

Wer auf schulischen Fortbildungen und im #twitterlehrerzimmer unterwegs ist, für den ist Anne Weiss keine Unbekannte. Die sympathische Gymnasiallehrerin aus Oberfranken stellte gemeinsam mit einigen Specialguests auf der vergangenen Molo die Plattform TikTok vor. Ich persönlich hatte mich zuvor noch nicht mit der App auseinandergesetzt und habe mich deshalb sehr über den angebotenen Workshop gefreut.

TikTok ist eine Applikation für Android und iOs, bei welcher man als Nutzer kurze Videos erstellen und posten kann. Diese stammen aus unterschiedlichen Genres, wie beispielsweise Comedy, Kochen, Hacks, aber auch aus dem Bildungsbereich. Sogar die Tagesschau besitzt einen eigenen, sehr populären Account. Für das Posten wird ein Account benötigt, zum Anschauen der Videos nicht. Somit ist zumindest das Ansehen der Videos im Unterricht problemlos möglich. Passend zum Thema Unterricht hat Anne Weiss zwei ihrer Schülerinnen eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen mit TikTok gegenüber der anwesenden Lehrerschaft zuteilen. Auf mich haben die beiden einer sehr reflektierten und bewussten Eindruck hinsichtlicher ihrer Nutzung mit der Plattform gemacht. Ihre Accounts seien auf privat gestellt und ihnen sei durchaus bewusst, dass viele der Szenen auf TikTok gestellt sind und auf der Plattform auch FakeNews sowie DeepFakes verbreitet werden. Insgesamt, so Anne Weiss, könne die Plattform gut zur Behandlung von FakeNews im Unterricht, aber auch zur Anregung von Kreativität eingesetzt werden. Ich persönlich habe zudem noch einen kleinen Lateinaccount gefunden, der sich auch für den Einsatz im Unterricht eignet. Ähnlich wie auf YouTube, aber wesentlich kürzer und prägnanter, werden hier grammatikalische Phänomene, aber auch die Herleitung von Namen des Spiels Pokémon erläutert. Ein weiterer Account, den Anne Weiss während ihres Vortrags vorstellte, ist der der Account von Hendrik Odendahl. Dieser war ebenso, wie die Schülerinnen, live bei der Session dabei und beantwortete zahlreiche Fragen der Gymnasiallehrerin. Sein Ziel sei es, Jugendliche zu erreichen und diese bei der Aufklärung von FakeNews zu unterstützen. TikTok sei hierfür eine gute Plattform, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Auch ein Account (eigene Anmerkung), welcher eine gute Mischung aus Aufklärung und Comedy bereitstellt, ist der des Lehrers Herr Grimm aus Berlin. Gemeinsam mit seinen SchülerInnen produziert er kurze Clips und schult diese zudem im Umgang mit der Plattform. Aktuell ist dieser Account zudem für einen Preis nominiert.

Als Fazit kann an dieser Stelle gesagt werden, dass Anne Weiss mit ihrem kurzweiligen Workshop neben einen tollen Einblick in die Plattform den TeilnehmerInnen auch viele Anregungen für den eigenen Unterricht mit auf den Weg gegeben hat. Hier geht es zu ihrer wundervollen Präsentation.

Digitale Tools für und im Geschichtsunterricht

Auch in der zweiten Session blieb es digital und regional in Bayern verankert. Jochen Gollhammer, welcher als Schulleiter an einer Fachoberschule tätig ist, ist ebenso kein Unbekannter aus dem #twitterlehrerzimmer. In seiner kurzweiligen Session stellte er eine Vielzahl an digitalen Tools für den Geschichtsunterricht vor und gab zudem einige spannende Anregungen für bereits bekannte Tools.

Spannend fand ich unter anderem die Herangehensweise mit Hilfe eines Lehreraccounts den SchülerInnen (kollaborativ oder einzeln) eigene LearningSnacks erstellen zu lassen. Ich persönlich kannte die Plattform bereits, aber habe mich nie so intensiv mit dieser beschäftigt, um diese Funktion zu kennen. Auch die Methode, eine Umfrage mit Mentimeter bereits im Voraus der Stunde an die Klasse zu verschicken, fand ich spitze und zudem eine sehr zeitsparende Bereicherung für den Unterricht. Zudem kann hierdurch gegebenenfalls das schlechte Schulnetz umgangen werden. Zuletzt berichtete Jochen Gollhammer über das Erstellen von wahlweise Podcasts oder Nachrichtensendungen im Distanzlernen. Insbesondere das Aufblühen von teilweise eher stillen SchülerInnen hob er hierbei hervor. Ich selbst habe bereits hier einmal über den Einsatz von Podcasts im Unterricht berichtet und fand es vor allem spannend, dass das Erstellen von Videomaterial so gut bei den SchülerInnen ankam. Ich selbst habe im Rahmen einer Tagung einmal das Erstellen einer Talk-Show im Lateinunterricht erleben dürfen, aber bis jetzt noch nicht die Möglichkeit gehabt, dieses einmal im Unterricht ausprobieren zu können.

Ebenso wie beim vorherigen Workshop habe ich aus diesem viele wertvolle Tipps für den Unterricht mitgenommen und bin sehr dankbar über die Möglichkeit der Teilnahme an diesem. Unten findet ihr das Padlet zur Session verlinkt. Ein persönlicher Tipp von mir ist der Besuch einer Fortbildung zu Ostellus, denn diese regelmäßigen Veranstaltungen erleichtern den Umgang mit der Anwendung enorm.

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Padlet mit allen Handouts

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